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Im Rahmen des Hausrechts?: Münsteraner Gastronom bedient keine Polizisten

07.02.2013

Polizisten sind offenbar nicht überall gern gesehen: Wie die Westfälische Nachrichten am Dienstag berichtete, weigerte sich ein Cafébesitzer in Münster, einen Uniformierten zu bedienen. Der Vorfall erinnert stark an den "Anti-Kinderwagen-Pöller" in Berlin.

Ein Münsteraner Gastronom hat mit Deutlichkeit seine Antipathie gegenüber der Polizei zum Ausdruck gebracht. Einen uniformierten Beamten wollte er partout nicht bedienen. Der war auch noch ausgerechnet in Gesellschaft eines Jurastudenten, nämlich seines Sohnes, der mit seinem Vater eine bestandene Prüfung feiern wollte. Nach Angaben der WN war der 23-Jährige empört, zumal auch die Bereitschaft seines Vaters, sich auf der Besuchertoilette umzuziehen, nichts half.

Der Gastwirt berief sich nach dem Bericht der Westfälischen Nachrichten auf sein Hausrecht. Zu einer gerichtlichen Bewertung soll es allerdings nicht kommen.

Das Verhalten des Gastronoms aus Münster erinnert stark an das Café "The Barn Roastery" in Berlin-Prenzlauerberg. Dort macht der Betreiber mit einem eisernen Pöller am Eingang seine Kinderfeindlichkeit deutlich. Für Kinderwagen ist dort kein Durchkommen.

una/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Im Rahmen des Hausrechts?: Münsteraner Gastronom bedient keine Polizisten . In: Legal Tribune Online, 07.02.2013 , https://www.lto.de/persistent/a_id/8116/ (abgerufen am: 15.05.2021 )

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Kommentare
  • 07.02.2013 10:07, Hunter Hank

    Das erinnert an den Hotelier eines Ostseehotels, der ein NPD-Mitglied nicht ins Haus lassen wollte ...

  • 07.02.2013 11:43, Gast

    Die Polizei würde ich jetzt nicht wirklich mit der NPD vergleichen!

  • 07.02.2013 12:32, Hunter Hank

    Eine derartige Differenzierung hat der Richter um Urteil zu dem von mir o. g. Fall nicht gemacht.

    Die Meinung darfst Du (zum Glück) noch haben, ist aber Rechtlich uninteressant.

  • 08.02.2013 14:15, McSchreck

    Sollte das besagte Cafe mal überfallen werden, wird die Polizei hoffentlich trotzdem erscheinen und sich nicht darauf berufen, dass man dort leider Hausverbot habe.....