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Piraten-Politiker verklagt Gema: Verlage sollen nicht an Tantiemen beteiligt werden

30.01.2013

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat ein Mitglied der Piratenpartei Klage gegen die Verwerungsgesellschaft Gema vor dem LG Berlin eingereicht. Damit soll erreicht werden, dass die Musikverlage nicht mehr an dem eingetriebenen Geld für die Nutzung ihrer Werke beteiligt werden.

Der bayerische Landesgeschäftsführer und Bundesbeauftragte für Urheberrecht der Piratenpartei, Bruno Kramm, will gegen die Beteiligung der Musikverlage an den Tantiemen ihrer Künstler gerichtlich vorgehen, berichtetete die Süddeutsche Zeitung am Montag.

Derzeit beläuft sich der Anteil der Musikverlage auf 33 bis 40 Prozent der von der Gema erhobenen Gebühren. Diese werden fällig, wenn urheberrechtlich geschützte Werke aufgeführt, gesendet oder vervielfältigt werden. Der Politiker und Musiker Kramm will nach dem Bericht vor dem Landgericht (LG) Berlin erreichen, dass die Verlage nicht mehr beteiligt werden.

In einem ähnlichen Verfahren hatte im vergangenen Mai das Landgericht (LG) München I bereits der Klage eines Urhebers stattgegeben. Dieser hatte gegen die Verwertungsgesellschaft Wort geklagt. Hierauf hatte die Verwertungsgesellschaft entsprechende Vergütungen an die Verlage nur noch unter Vorbehalt ausgezahlt.

Die Entscheidung aus München ist noch nicht rechtkräftig.

una/LTO-Redaktion

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Piraten-Politiker verklagt Gema: Verlage sollen nicht an Tantiemen beteiligt werden . In: Legal Tribune Online, 30.01.2013 , https://www.lto.de/persistent/a_id/8066/ (abgerufen am: 21.06.2021 )

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