C.H. Beck-Verlag wird BGB-Kommentar nicht umbenennen: Palandt bleibt Palandt

15.11.2017

Eine Änderung der Werkbezeichnung wäre mehr als verwirrend, so der C.H. Beck-Verlag. Der Palandt wird auch bei seiner Neuauflage seinen Titel behalten. Allerdings wird es Hinweise auf die NS-Vergangenheit seines Namensgebers geben.

 

Ende November wird die nächste Auflage des "Palandt" aus dem Hause C.H. Beck erscheinen. An der Bezeichnung des bekannten BGB-Kommentars soll nicht gerüttelt werden. Die Neuauflage wird aber einen Hinweis auf die Verwicklung seines Namensgebers in das NS-Unrechtssystem enthalten. Das bestätigte Prof. Dr. Klaus Weber, zuständiges Mitglied der Geschäftsleitung des Verlages gegenüber LTO.

Der Titel könne und solle auch Anlass sein, sich mit der Geschichte des Rechts im Nationalsozialismus und der Person Otto Palandts zu beschäftigen. Deswegen werde auch die 77. Auflage mit der Bezeichnung "Palandt" erscheinen, erklärt Weber. Damit argumentiert der Verlag ähnlich wie Martin Rath, der eine Beibehaltung des Titels bei LTO erst kürzlich als eine Art rechtshistorischen "Stolperstein" bezeichnete.

Damit sich jeder ein Bild von der Biographie Otto Palandts und ihrer Problematik machen könne, werde die nächste Auflage des Palandt einen "deutlichen Hinweis zur Person und seiner Verwicklung in das NS-Unrechtssystem" enthalten, erläutert der Honorarprofessor für Bürgerliches Recht, Urheberrecht und Verlagsrecht an der Universität Augsburg. Ein Link auf die Website des Palandt mit allen weiterführenden Informationen und Fundstellen solle laut Weber auch zu finden sein.

C.H. Beck: Umbenennung wäre verwirrend

Für die Initiative Palandt umbenennen (IPU) werden die angekündigten Änderungen bei der Neuauflage nicht ausreichend sein. Bereits im September bezeichneten Mitglieder eine historische Einordnung Palandts im Werk selbst als "Schritt in die richtige Richtung". Konsequent genug sei dies allerdings nicht.

In ihrer Petition erklären sie vielmehr, dass es zum gesellschaftlichen Konsens in unserem Land gehöre, keine Denkmäler für Nationalsozialisten zu pflegen und fordern der "grotesken Ehrerweisung ein Ende zu setzen". 

Als ein Eingeständnis auf die Kritik der Initiative will der Verlag seine Änderungen an der Neuauflage aber dennoch nicht sehen. C.H. Beck habe sich schon lange vor der jetzt aufkommenden Diskussion intensiv mit der Geschichte Palandts auseinandergesetzt, betont Rechtsanwalt Weber. Nicht zuletzt mit einer Biographie von Otto Palandt in der Sonderveröffentlichung des Verlages zur 75. Auflage.

Darüber hinaus verteidigt Weber den "Kurz-Kommentar" als Marke. Im Hinblick auf die wohl höchste Zitatdichte eines juristischen Werkes in Rechtsprechung und Literatur wäre eine Änderung der Werkbezeichnung mehr als verwirrend, so der Jurist. 

Am 27. November wird die Neuauflage des Kommentars erscheinen.

mgö/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

C.H. Beck-Verlag wird BGB-Kommentar nicht umbenennen: Palandt bleibt Palandt. In: Legal Tribune Online, 15.11.2017, https://www.lto.de/persistent/a_id/25507/ (abgerufen am: 24.11.2017)

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Kommentare
  • 15.11.2017 13:06, Klaus

    Damit hat sich der Beckverlag keinen Gefallen getan.
    Wenn man quasi im Vorwort einen Warnhinweis druckt, daß der Autor wegen verfassungswidriger Betätigung aufgefallen ist, kann man das Buch auch gleich einstampfen.
    Genauso wenn ein "CSU" Mitglied wegen Mitgliedschaft in einer überwachungsterroristischen Vereinigung vorbestraft ist und ein Buch über die Verfassung schreiben darf, das keiner liest.
    Laut neusten Umfragen sind die Deutschen sich einig: Wer CSU wählt, wählt Verbrecher.
    Aber darum geht es dem Beck Verlag auch nicht.
    Wer wie ich aufmerksam den verdiblog zum Beckverlag liest
    wird diesem Beckverlag keinen müden Cent mehr in den Rachen stecken.
    Vor der "Qualität" der Texte (Rechtschreibfehler, Auslassungen in den aktuellen Steuertexten), die trotz Hinweisen nicht beseitigt werden. Dafür geb ich kein Geld mehr aus. In ein paar Jahren ist der Beck Verlag weg vom Fenster, weil niemand mehr so viel teures Geld für Jura Bücher ausgibt, die er woanders billiger und ohne ärgerliche Fehler bekommt.
    Das Monopol Beck Verlag wird bald geknackt, schneller als den uneinsichtigen Leute dort lieb ist.
    Das Chaos im Verlagswesen hat jetzt einen Namen.

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    • 15.11.2017 13:23, MF

      Abwarten... ;)

    • 15.11.2017 14:22, Steffi

      Abwarten?
      Sie sind wohl ein bezahlter Provokateur der Beck OHG?
      Jeder weiß, daß durch ihre überteuerten Preise viele Anwälte in den Ruin getrieben werden. Hunderte Euro für ein Buch, das man in der Stadtbibliothek gratis bekommt?

      Aber klar, daß in der Druckerei Nördlingen schlimme Zustände herrschen.
      Ein Blick auf Verdi Blog Beck Verlag reicht völlig, daß man mit diesem Beck erlag nichts mehr zu tun haben will.
      So denken mittlerweile tausende Anwälte und Gerichte in der BRD und deshalb müssen wir in ein paar Jahren uns nicht mehr über den Beckverlag ärgern.
      Die Verbindungen des sog. Beckverlags in das angebliche Landesjustizprüfungsamt sind von vielen meiner Kollegen als inzestiös und kriminell bezeichnet worden. 1000 Euro zahlt jeder Examenskandidat an fehlerbehafteter Kommentarliteratur, die es woanders mit null Fehlern für weniger Geld gibt.
      Deshalb sagen immer mehr deutsche Jurastudenten:
      CSU abwählen
      Freiheit oder CSU
      Wer überwacht wird bestraft
      Examen geht auch ohne Beck
      kein Geld für Beck

    • 15.11.2017 14:41, Markus

      Völlig richtig, und nach neuesten Umfragen sind 90 % der Deutschen davon überzeugt, daß die sog. bay. Regierung vorn und hinten kriminell ist.
      Nicht nur die Sache mit dem angeblichen Landesjustizprüfungsamt,
      auch der sog. Finanzminister Söder hat einem Spezl /Freund Geld zugeschustert, in dem er eine Dependance des Deutschen Museum nach Nürnberg gebracht hat, und der Spezl jetzt
      2,5 Millionen Euro Jahresmiete (2.500.000 Euro)
      vom Steuerzahler bekommt.
      Das ist hochgradig kriminell, und auch darüber sollte LTO mal berichten.
      der Beckverlag berichtet darüber ja natürlich nicht, deshalb sind viele Juristen mittlerweile der Meinung, Beck Verlag, ab jetzt ohne mich

    • 15.11.2017 14:47, Thorsten

      Nicht zu vergessen der ehemalige bay. Finanzminster Fahrenschon, der wegen Steuerhinterziehung angeklagt wird.
      Weitere CSU Skandale (Hohlmeier mit ihrem Aktenordner und, "ich hab gegen jeden von euch was in der Hand", Hadertauers Modellbauaffäre, Guttenbergs Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, es ist kein Plagiat etc. etc)
      Die CSU ist eine Kriminelle Vereinigung, genau wie der örtliche Fußballclub.

      So, und woher kommt nun der beck Verlag und mit wem macht er Geschäfte?
      auch Bayern
      Noch Fragen?

      Die Bay. Bevölkerung hat entschieden:
      Wer betrügt der fliegt
      CSU raus aus Bayern
      Freistaat statt Polizeistaat

    • 15.11.2017 15:19, Marc E.

      @Steffi: Niemand wird gezwungen, Bücher des Beck Verlages zu kaufen. Inwiefern daher Anwälte wegen den Kaufes von Büchern, zu denen sie NICHT gezwungen werden, in den Ruin getrieben worden sein sollen, bleibt ihr Geheimnis.

      @Rest: Was nun die CSU-Regierung in Bayern mit dem Preis der Bücher des Beck-Verlages zu tun hat, bleibt euer Geheimnis. Hier werden anscheinend zwei nicht zu einander gehörende Umstände vermischt, nur um mal meckern zu können. Oder ist die CSU Mehrheitsgesellschafter des Beck Verlages? Falls dem so ist, nehme ich dies zur Kenntnis.

    • 15.11.2017 15:43, Horchmal

      Auf Ihre Frage, was das alles miteinander zu tun hat:
      In Italien nennt man es Mafia,
      in Bayern CSU

    • 16.11.2017 08:32, Bob

      Bei dem Kauf der Beck-Bücher in den Ruin getrieben *g*

      Wie niedlich. Wenn der Anwalt nicht mal seine Einnahmen-Ausgaben im Blick hat, dann sollte er sich erst recht nicht an sowas wie den Palandt oder andere Bücher des Beck-Verlages wagen. Notfalls muss er sie sich eben in der Stadtbibliothek ansehen.

      Oh man. Sind die RA von heute wirklich so völlig weltfremd und naiv was die Kostenplanung angeht? Da lernt ja jeder Handwerksauzubildende mehr.

    • 16.11.2017 15:47, ULLRICH DOBKE

      Lieber Klaus: Erkläre dem geneigten Leser, was Du mit "Mitgliedschaft in einer überwachungsterroristischen Vereinigung" meinst ??? Falls Du ein Reiterfreund sein solltest, hast Du Dich vergaloppiert?

  • 15.11.2017 13:26, peter

    Nach der Logik des Beck-Verlages müsste eine Hinweistafel auf dem Adolf-Hitler-Platz auch ausreichen, um den Platz zu einem "Stolperstein" der Geschichte zu machen.

    Lächerlich, dass wirtschaftliche Erwägungen einem verantwortungsvollem Umgang mit der deutschen (Un- ) Rechtsgeschichte entgegenstehen.

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    • 15.11.2017 14:23, Steffi

      Haben Sie ernsthaft was anderes von diesem sog. Verlag erwartet?
      Viele meiner Kollegen sagen: Da hilft nur den Geldhahn abdrehen für BECK

  • 15.11.2017 13:37, Ermic

    Beck schlägt für seinen BGB Kommentar bei beck-online die Zitierweise "BeckOK BGB" vor, zusätzliche Abkürzungen für die Druckausgaben.

    DAS ist verwirrend. Bei der Gelegenheit könnte man das ganze vereinheitlichen. Beispielsweise "BeckPK BGB" für Beck'scher Printkommentar Bürgerliches Gesetzbuch.

    Umgekehrt kann ich den Beharrungswille nicht nachvollziehen.

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  • 15.11.2017 13:47, RF

    Angesichts z.B. der Namensgeschichte des
    - Schwarz-Dreher
    - Dreher
    - Dreher-Tröndle
    - Tröndle-Fischer
    - Fischer
    Kommentars fragt man sich wirklich, was den Beck-Verlag geritten hat.

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  • 15.11.2017 13:49, Michael

    Mir ist völlig egal, dass der Palandt Palandt heißt. Ich habe mich seit Beginn meines Studiums nicht dafür interessiert, wer Herr Palandt eigentlich war und was er getan hat. Für mich steht Palandt nicht stellvertretend für die Person, sondern als Bezeichnung für einen Kommentar, der heute von fähigen Leute gepflegt wird und wertvolle Informationen enthält. Auch Herr Palandt selbst wird es nicht als schmeichelnd entfallen, ist er doch schon längst tot...

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    • 15.11.2017 14:26, Steffi

      Was hat Sie denn im Studium interessiert?
      Todesurteile, wenn es im Gesetz steht?
      Überwachungsverbrecher von der Regierung schützen?
      Gewaltbereite CSU Schlägercops freisprechen?
      Typisch CSU
      Bei uns in Bayern heißt es jetzt:
      CSU raus aus Bayern!
      Kein Jurastudium für ignorante CSU mitglieder
      Jurastudium nur für Leute mit liberalem Gedankengut
      und Bekenntnis zu Freiheit und Rechtsstaat

    • 15.11.2017 21:58, Michael

      Hallo Steffi,
      Ich wähle die linke und argumentieren stets für Bürgerrechte. Überwachung durch den Staat ist mir ein Gräul. Polizeigewalt ebenso.
      Im Studium hat mich Dogmatik interessiert. Und Gerechtigkeit.
      Ich hoffe, Sie sind jetzt nicht verwirrt. Man kann diese Einstellung haben und gleichwohl pragmatisch denken.

    • 15.11.2017 22:50, Rollo der+Wikingerr

      Steffi,
      Der real existierende Sozialismus ist untergegangen. Hoffentlich kommt er auch nicht wieder. Dort wurde den Bürger vorgegeben, ob und was sie studieren durften. Hier nicht.

      Noch trauriger scheint es zu sein, dass Sie als Jura-Studentin so wenig Wert auf die Freiheitsrechte legen.

    • 16.11.2017 10:00, celestro

      @ Rollo der+Wikingerr

      Welche der großen Parteien würden Sie vorschlagen zu wählen, um die Freiheitsrechte zu wahren, wenn nicht die Linkspartei ? Und bitte mit Begründung, denn bloß FDP brüllen wäre nur lächerlich.

  • 15.11.2017 14:16, M.D.

    Der Palandt ist ein Stück deutsche Geschichte, genau wie Opa im Seniorenheim. Man kann Geschehenes nicht durch Umbenennen ungeschehen machen. Die Idee, den Teufel nicht beim Namen zu nennen, sondern ihn als den "Gottseibeiuns" zu bezeichnen, stammt aus dem Mittelalter und wurde mit gutem Grund aufgegeben.

    Ich begrüße die Entscheidung des Beck Verlages, es bei einem entsprechenden Vorwort zu belassen.

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    • 15.11.2017 14:30, Moni

      Ein Stück deutscher Geschichte?
      Geht's aus eine Nummer kleiner?
      Niemand außer ein paar durchgeknallten Juristen kennt den Palandt

      Rechtsgeschichte ist, wenn man die Überwachungskriminellen von der CSU endlich abwählt und das BVerfG mal wieder die Videoüberwachung und Vorratsdatenspeicherung und die rücksichtslosen Frankfurter Foltercops kippt.
      Das ist Rechtsgeschichte, von der Sie auch was haben, wenn nächstes Mal die gewaltbereiten Schläger von der Polizei vor Ihrer Tür stehen.
      Dann wählen auch Sie Piraten oder Bayernpartei oder FDP,
      weil der katholische Staat schon zu viel Eingriffsbefugnisse hat.
      Merken wir was?

  • 15.11.2017 14:41, QRond

    Einer Vita hätte es nicht bedurft. Der Palandt heißt Palandt. Ganz einfach. Da darf sich jetzt jeder linksversiffte Anti-Faschist die Tränchen aus der Hackfresse wischen. So ist das nunmal. Am Ende gewinnen die Vernunftgeleiteten.

    Die Entscheidung des Beck-Verlags ist weitestgehend begrüßenswert.

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    • 15.11.2017 14:48, Thorsten

      Sind Sie noch bei Trost?
      Es wäre zu begrüßen, wenn mal zuerst nachdenkt, dann schreibt.

    • 15.11.2017 14:57, VcR

      Die rechtsversifften ahnungslosen Überwachungsbefürworter ohne Hirn und Verstand in Deutschland sind wohl wieder auf dem Vormarsch, aber auch dagegen gibt es ein Mittel.

      Freiheit statt Überwachung

    • 15.11.2017 15:19, QRond

      Ob ich mit doppelten zweistelligen Examina und einem Doktortitel in der Mache "noch ganz bei Trost bin" und Nachdenken kann?

      Gewiss!

    • 15.11.2017 15:41, Horchmal

      Zweistellig? Nach dem Komma vielleicht

      Jeder normale Jurist ist regierungskritisch und wählt FDP ,
      weil er weiß, wozu die Regierung und die angeblichen Sicherheitskräfte und sog. Ermittler in der Lage ist.

    • 15.11.2017 22:58, Rollo der+Wikingerr

      @Horchmal
      Ich kann Ihnen versichern, dass Sie daneben liegen. Gerade unter Juristen gibt es ein weites Spektrum.

      Palandt und Hitler standen nicht auf einer Stufe, was immer man von Palandt hält.

    • 16.11.2017 12:59, Marc E.

      @Horchmal: Was hat bitte schön die FDP mit "regierungskritisch" zu tun. Wenn jemand bereit ist alles für die Regierung zu opfern, dann ist es doch gerade die FDP. Das einzige, was die FDP kann, ist "Steuersenkung" schreien und die Großunternehmen zu pempern. Wer regierungskritisch ist, wählt sicherlich vieles, aber nicht die FDP, diesen gekauften Geldsackverein für Millionäre.

  • 15.11.2017 14:52, AA

    Im Beck-Shop war der angekündigte "deutliche Hinweis zur Person und seiner Verwicklung in das NS-Unrechtssystem" (aus Versehen?) bereits für einige Tage abrufbar. Er lautet wie folgt:

    "Zur Person Otto Palandt (*1. Mai 1877 – † 3. Dezember 1951) gibt es einen kritischen Diskurs, auf den der Verlag hinweisen möchte. Palandt war ab 1938 erster und letzter Herausgeber des Kommentars. Zwar kommentierte er nie einen einzigen Paragraphen, propagierte aber im Vorwort und der Einleitung die Interpretation des Bürgerlichen Gesetzbuchs im Sinne des Nationalsozialismus. Mit der ersten Nachkriegsauflage des Kommentars wurden vor knapp 70 Jahren sämtliche nationalsozialistisch beeinflussten Texte und Gedanken vollständig aus dem Werk entfernt. Wir halten am Titel 'Palandt' bewusst fest, nicht zuletzt damit die Geschichte der Entstehung des Werks präsent bleibt und auch in Zukunft Anlass zur Reflexion bietet. Der Verlag war und ist sich der damit verbundenen Verantwortung bewusst. Siehe zu weiteren Informationen, Hintergründen und den vielzähligen diesbezüglichen Publikationen des Verlags unter www.palandt.beck.de."

    Jeder Hinweis auf Palandts Tätigkeit als Präsident des Reichsjustizprüfungsamts, in deren Rahmen er für die Gleichschaltung der Juristenausbildung im Dritten Reich verantwortlich war, fehlt also. Auch der Name Otto Liebmann (dazu näher https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article123337588/Profitierte-C-H-Beck-von-Arisierungen.html) wird nicht erwähnt.

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    • 15.11.2017 15:01, Momo79

      Wir halten an diesem Diskurs bewußt fest.
      Der Angeklagte war zwar ein Brandstifter und Mörder, aber wir entlassen ihn jetzt, damit er weiter brandstiften und morden kann, und freuen uns auf den Diskurs.
      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Bay. Oberlandesgericht
      Eine Tarnorganisation der sog. Regierung

    • 15.11.2017 15:03, VcR

      Dr. Palandt hat kein einziges Wort in dem Kommentar geschrieben?
      Ein Guttenberg der 30er Jahre
      Nichts gelernt?

      Wie blöd ist diese Bevölkerung eigentlich?
      Bei der nächsten Wahl wird abgerechnet
      Jetzt hilft nur noch Piraten oder FDP Wählen

    • 15.11.2017 15:03, Haha

      Solange es möglich ist, dass ehemalige Stasi-Tanten von Steuergeldern finanzierte Stiftungen leiten, die für die Zensur von Social Networks sorgen, habe ich mit Palandt nicht das geringste Problem.

      Werde mir die neue Auflage auf jeden Fall kaufen.

    • 15.11.2017 15:12, Horchmal

      Die beim Beck Verlag sitzen vor dem Rechner und freuen sich, die Kasse klingelt,
      aber wie lange noch? Viele Autoren sind CSU nah und daher abzulehnen. Kein vernünftiger Mensch liest sowas noch.

      Der Anlaß zur Reflexion bietet (in Worten Beckenbauers):
      Ja gut, er war ein Mörder wie äh und Brandstifter wie Breno, und Kleinekinderschänder wie Ribery, und Steuerhinterzieher wie Rummenige, aber jetzt ist er draußen, wie Hoeneß, äh, der war ja auch Steuerhinterzieher, und er kann weiter morden und brandstiften wie Breno und Kinder ficken wie Ribery, und Steuern hinterziehen, gut, daß wir darüber geredet haben, und Anlaß zur Reflexion bietet das auch noch.
      Wer wählt diese Leute eigentlich?
      Umfragen und Studien belegen: Diese rechtsversifften CDU/CSU Wähler sind eine Gefahr für unsere Freiheit und den Rechtsstaat.

    • 15.11.2017 15:27, Jonathan Frakes

      Die Autoren sind CSU-nah?

      Da kaufe ich mir gleich zwei neue Palandts! Ein Hoch auf eine Gesellschaft, die sich voller Stolz dem Sumpf enthebt!

      "Kein vernünftiger Mensch liest sowas noch." Außer Anwälte (Sind Sie dumm?).

      Dass man den CDU/SPD/FPD/GrünLinks-Einheitsbrei nicht mehr wählen kann, ist doch unlängst klar geworden.

      Sagen Sie, Horchmal...Sie sind kein Jurist, oder? Sondern nur so ein Drückling? Was machen Sie hier? Qualitätsjournalismus?

    • 15.11.2017 15:36, Horchmal

      Dann kaufen Sie sich doch zwei
      Es gib auch immer welche geistig wenig bzw. minderbemittelten Zeitgenossen, die sich einen sog. FC Bayern Rucksack für 39,90 Kaufen, wenn die für 2,26 hergestellt werden und woanders für 10 Euro zu haben sind.

      Blödheit tut weh,
      aber Sie sind ja FC Bayern und Palandt Fan
      und hören Paldauer und Musikantenstadl?

    • 15.11.2017 15:38, Horchmal

      Auf ihre Frage, der Kommentator von oben ist Prädikats-Jurist, Fachanwalt (raten Sie mal) und wählt Piraten
      Also ein durchaus vernünftiger Mann,
      der sich hier im LTO Forum über die dummen sog. konservativen lustig macht.

  • 15.11.2017 15:24, Marc E.

    Dass über den Namensgeber hinter dem Kommentar diskutiert wird, ist durchaus richtig. Aber der Name für den Kommentar hat sich zwischenzeitlich eh verselbständigt, wodurch eine Umbenennung totaler Unsinn ist. So wird die Marke "Föhn" auch allgemein verwendet.

    Ich finde eine Umbenennung bringt nichts und würde nur eine geheuchelte Geschichtsaufarbeitung darstellen. Wenn nun der Palandt umbenannt wird, was dann? Glaubt irgendeiner, dass man sich dann beruhigt auf die Schulter klopfen kann, weil man was Gutes getan hat? Anstatt für die Umbenennung eines juristischen Kommentares zu kämpfen sollten entsprechende Leute lieber ihre Energie darauf verwenden, den Rechtsextremismus der heutigen Zeit (AfD, NPD, Personen die Flüchtlingsheime abfackeln etc.) zu bekämpfen.

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  • 15.11.2017 15:59, Inspektor Knüsel

    Mein Nachbar sagte, das Problem ist doch, daß diese rechtsversifften konservativen Juristen / Kommentatoren ihre verqueere Meinung dem ganzen Volk aufdrängen und alle sich danach richten (müssen).
    Ein Autor wie Fischer im StGB, der aus seiner liberalen Einstellung zu recht nie einen Hehl macht, und viel für die Freiheit getan hat (jeder kann schließlich ein Opfer von den korrupten gewaltbereiten CSU Schlägercops werden), dem ist zu wünschen, daß seine Bücher sich oft und reichlich verkaufen.
    Aber Palandt, jemand der die Todesstrafe nicht ablehnt und offenbar gewaltbereite Schlägercops gut findet? Den will niemand als Kommentar haben.

    Wir brauchen einen neuen BGB Kommentar
    Mein Vorschlag: Jedem der sich um die Freiheit verdient gemacht hat
    BGB Kommentar
    von
    Julian Assange/Charles Manning/Edward Snowden
    Beck Verlag
    München 2017

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    • 15.11.2017 16:14, Haha

      Palandt lebt noch? Komm schon Klaus, jetzt spinnste ja völlig.

    • 15.11.2017 16:18, Inspektor Knüsel

      Wer weiß das, ob Palandt noch lebt?
      Das Deutsche Museum darf auch erst Bücher digitalisieren, die 70+70= 140 Jahre alt sind, weil die Urheber vielleicht noch leben.
      Wichtiger ist doch, daß man es dem Beck Verlag nicht durchgehen lassen darf, gegen die Mehrzahl seiner Konsumenten zu entscheiden.
      Mehrheit entscheidet, heißt es in der bay. Verfassung.
      Und die Mehrheit will ohne den teuren Palandt auskommen.

      Nennt ihr halt Paldauer oder Lola Paltinger,
      letztere wäre mal eine wunderschöne Frau.
      Da macht Lernen gleich noch mehr Spaß.

      Ich träume oft von Lola Paltinger.

  • 15.11.2017 16:22, PaldauersTruppe

    Ich arbeite im Einkauf einer Großkanzlei,
    und ich kann sagen, wir haben beschlossen, keinen Palandt mehr zu kaufen.

    Das Image und Rennomee unserer Kanzlei ist uns wichtiger
    als einen dieser Dumpfbacken aus Adolfs Zeiten zu haben.
    Wir müssen auch auf unsere Mandanten hören, und die wollen lieber einen freiheitsliebenden fortschrittlichen FDP wählenden BGB-Kommentator, als einen von der NSDAP oder gar CSU.

    Sorry Beck Verlag.

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    • 15.11.2017 16:35, BibisJuraPalace

      Hi, ihr Süßen, ich finde diese Entscheidung deiner Kanzlei absolut richtig und unterstütze sie total. Echt jetzt.
      Ganz ehrlich, schaut euch doch an, wohin diese braunen Dumpfbacken und die "CSU" uns geführt haben,
      Todesstrafe ohne Gerichtsbeschluß, Freie Meinungsäußerung gibt es nicht, Überwachungsgesetze ohne Ende (gut, daß Machthaber Merkel und Seehofers Zeugen jetzt mal Ruhe geben, der Postillon sagt: Wir vermissen diese Regierung nicht!)
      Jetzt sollten sich noch mehr Großkanzleien dem Vorbild von Paldauers Truppe anschließen!
      Ich sage daher: Ein Schritt in die richtige Richtung!
      Aber wir brauchen noch mehr!
      Freiheit geht vor Überwachung

    • 16.11.2017 20:19, Danny68

      Problem nur, der P. ist zugelassenes Hilfsmittel im zweiten Staatsexamen und in der Fachkundeprüfung für das Notariat, kein anderer BGB-Kommentar Wie sähe die Alternative aus? Ermann? Soergel? MüKo? Staudinger? Ich kenne nichts mit dem Umfang für diesen (gûnstigen) Preis.

  • 15.11.2017 16:27, Frage

    Wird hier eigentlich im Kommentarbereich moderiert?

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 15.11.2017 16:37, BibisJuraPalace

      Das kleine Pflänzchen Wahrheit willst du brutal zensieren, gute Idee,
      dann bekommt Palandt ja auch 2017 was er will.

      Machthaber Merkel und der katholische Staat freut sich!
      Keine Diskussion.
      und immer schön CDU wählen

  • 15.11.2017 16:35, Oliver Panhans

    Die Begründung ist vollkommen unverständlich. Einen rechtshistorischen Stolperstein hätte man geschaffen, würde man den Namen ändern und ein Vorwort schreiben, welches Otto palandt erwähnt. Nicht aber dadurch die Person durch den Namen auf dem Einband weiterhin zu ehren.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 15.11.2017 16:45, Kommunistischer Weg

    Deutschland wird wahnsinnig bevor es ermordet wird!

    Es lebe die gender verseuchten, dumm-dreisten, rot-grünen Antifanten mit Richterroben oder besser den Resten davon!

    Es gibt keine Schwelle der Intelligenz, die von dieser Klientel nicht unterschritten wird!

    Vorschlag zur Güte: verbietet das lesen, schreiben und denken und tanzt statt dessen das BGB!

    Ach die Verbote kommen? Na dann geht ja alles seinen kommunistischen Weg der NWO!

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  • 15.11.2017 17:00, CSU-Richterin

    Ich als die korrupte CSU-Richterin vom Finanzgericht München, über die sich Klaus und seine vielen Pseudonyme unter diversen Artikeln immer so herrlich auslassen, benutze den Palandt natürlich nach wie vor gerne. Schön, dass er seinen traditionellen Namen auch weiterhin behält und auch der Beck-Verlag nach wie vor so erfolgreich ist.

    Mehr kann ich zu diesem Thema nun leider nicht schreiben, da ich jetzt auf den Golfplatz muss.

    In diesem Sinne: Es lebe die CSU!

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    • 16.11.2017 00:56, Hans

      Uhrzeit des Kommentars: 17.00 Uhr .... Habt ihr in Bajuwaren beleuchtete Golfplätze oder spielt ihr blind in den Nachthimmel .... Nach dem Motto.... Irgendwo wird er schon aufschlagen....

  • 16.11.2017 08:36, Urs

    Man man, müssen wieder Hausarbeiten geschrieben werden und tummeln sich die ganzen ahnungslosen Studenten von heute hier rum? Das kommt wohl davon, wenn man die Abiprüfungen vom Inhalt so runterschraubt.

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  • 16.11.2017 15:45, ernstmoritzarndt

    Der Verlag handelt richtig. Jeder "gute" Jurist weiß, daß der "Palandt" natürlich auch eine Geschichte hat, die auch von den zwölftausend großdeutschen Jahren bestimmt war. Wir wissen auch, daß im "Palandt" die Nürnberger und andere schändliche Gesetze im Geiste der Zeit kommentiert wurden. Das ändert aber alles nichts daran, daß es sich heute um einen angesehenen Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch handelt, der natürlich auch heute in gesellschaftspolitisch kritischen Fragen (Gott sei Dank nicht mehr solchen "kritischen" Fragen, wie in der Nazi - Zeit) einen Standpunkt bezieht, der gewiß nicht allen Beteiligten gefällt. Es wird auch zwei oder drei Generationen später Juristen geben, die mit einem anderen Zeitgeist an die jeweiligen Fragen herangehen, und sie völlig anders bearbeiten. Deshalb muß man nicht den Namen des Kommentares ändern. Jeder in der Rechtswissenschaft herausgekommene Kommentar spiegelt den zeitbedingten juristischen Zeitgeist wider. Schauen Sie doch einmal in Standartkommentare der 50'er Jahre in einfachen GmbH-rechtlichen Fragen!

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  • 16.11.2017 15:57, Rechtsanwalt Dirk+Schmitz+M.A.

    Wie krank ist zwischenzeitlich C.H. Beck? Oder: "Der Widerstand gegen Hitler wächst täglich!" So kommentierte in den 80er Jahren einmal Johannes Gross die NS-Folgendiskussion. Mehr als 70 Jahre nach Kriegsende stellen die Helden von heute fest, dass Palandt nach 1933 in der Verwaltung gearbeitet hat - an der Juristenausbildungsverordnung - oh Gott! Konkrete Tatvorwürfe: Keine. Ich schätze den Kommentar und seinen Namen. Es gab im Dritten Reich mehr Zivilcourage von Nicht-Nazis, die dennoch NSDAP-Parteimitglieder waren, als heute von "Antifaschisten". Palandt war kein Held, sondern ein unpolitischer Jurist, der 1933 immerhin 56 Jahre alt war. Er hat halt mitgemacht. Nicht lobenswert, nicht zu tadeln. Wie Millionen andere auch. Können wir endlich mit der Diskussion aufhören und uns den heutigen Bedrohungen des Rechts zuwenden?

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  • 16.11.2017 15:57, ULLRICH DOBKE

    Achtung Achtung der griff Autobahn kommt m.E. aus dem Dritten Reich ist also ein Nazibegriff. Daraus folgt, dass dieser Begriff weder in Verbindung mit Reichs- oder Bundesautobahn verwendet werden sollte! Zumindest sollte, wie ich als Schildermacher finde, falls der Begriff Autobahn als Bundesautobahn weiter verwendet wird, an jeder Auffahrt eine historische Erklärung aufgestellt sein :o)

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  • 16.11.2017 16:01, Kittguss

    Ihr seid lustig. Konnte mich lange nicht mehr so über Kommentare (nicht Palandt) amüsieren. Danke für die Kurzweil.

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  • 16.11.2017 16:22, Oliver Ermert

    Was schreiben hier eigentlich für Torfnasen? Da wird gegen die CSU, gegen den FC Bayern und wat weiß ich wogegen polemisiert. Was soll das? Ich finde es gut, daß die Bezeichnung Palandt beibehalten wird. Der Kommentar ist sehr gut und hat ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis und gehört zur Grundausstattung eines jeden Anwalts.

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  • 16.11.2017 17:28, Grasmugg

    Jämmerliche Diskussionskultur. Weiter so. Meine Forderung: "Führer"schein darf auch nicht mehr so heißen..

    Am Rande: Gerade Palandt zum 45.ten mal bestellt.

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  • 16.11.2017 17:41, ULLRICH DOBKE

    Ich finde, die Redaktion der "heute show" sollte diese Rubrik und auch die ca 1775 Aktivistennamen kennen. Dann könnte jedem Einzelnen ein " Vollpfosten" gewidmet werden und die IPU erhält den " Goldenen Vollpfosten"!

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  • 16.11.2017 17:41, Peter

    Wohl selten habe ich so viel Blödsinn und Abwegiges - das Meiste liegt völlig neben der Sache und hat mit der allein massgeblichen Frage,ob der Standardkommentar aller deutschen jJuristen weiterhin "PALANDT" heißen soll, nictht das Geringste zu tun.Dabei kann jeder einzelne der Rechts-,Links- und Un-gelehrten selbst entscheiden,ob er sich diesen Kommentar selbst kaufen oder nur in der Bibliothek zu Rate ziehen will.
    Denn unbestritten enthält der Kommentar Wissenswertes zu allen Problemen des Zivilrechts, und das zu einem Preis,der völlig angemssen ist.Nur durch seine große Verbreitung ist es möglich,diesen Preis zu halten.
    Und ein sorgfältiger Jurist wird bei einem erheblichen Problem stets diverse Kommentare und andere Quellen heranziehen in ähnlicher Weise wie er es bei dem Studium der Rechtsprechung tut (oder tun sollte).

    Solange die überwiegende Zahle der Richtender Anwälte und der auf dem Gebiete des rechts Tätigen den Kommentar ,richtigerweise den Inhalt desselben, schätzt, wird er "ein hit" bleiben.Wenn die Qailität dem nicht standhalten kann und die Zitierfähigkeit deshalb nur noch eingeschränkt möglich ist, wird sich die Bedeutung des Palandt verringern.Aber mal ganz offen: mit der CSU,FDP - mit dem Wahlverhalten ganz allgemein und unserer weiteren Zukunft hat das nun wirklich nichts zu tun.Und was die Kommunisten in diesem Zusammenhang verschuldet haben sollen, ist völlig unverständlich.
    Es fehlt nur noch der Hinweis auf Donald Trump-hat er etwa auch mit dem Namen des Kommentars zu tun?
    Und:sollen etwa auch die hochrangigen Bearbeiter unter die Kategorie von NS-Unterstützern eingeordnet werden?

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  • 16.11.2017 21:49, Günther Bauer

    Also, liebe Leute, jetzt fangt Euch mal ein!

    "Palandt" ist halt eine "Marke" geworden, und ob er, der P., Nazi war oder etwas Ähnliches, davon merkt man doch in den aktuellen Auflagen jetzt gar nichts mehr!
    Also lassen wir es bei der "Marke".
    Soll er jetzt heißen: "Bassenge, Brudermüller, Diederichsen, Edenhofer, Ellenberger, Grünenberg, Sprau, Thorn, Weidenkaff, begründet von Palandt"?
    [Ich hab nur die 69. Auflage von 2010 zu Hause; bin ja auch "Pensionär".]

    Na ja, man kann darüber nachdenken: "DER Beck'sche BGB-Kommentar"
    Wäre überlegenswert. Man beachte aber meinen Schlusssatz ganz unten.

    Dass "Schwarz-Dreher-Tröndle-Fischer" jetzt anders heißt: Das ist ja eigentlich kein Argument gegen "Palandt". Der aktuelle "Fischer-Kommentar" ist zwischenzeitlich "Fischer"; und nur "Fischer"; gut so, und deswegen heißt er ja auch so.
    [Ich erinnere mich an den "Schönke-Schröder" in meiner Studienzeit, am Ende meiner Studienzeit nur noch "Schröder". Da standen schon komische Dinge drin. Ich hatte letztes Jahr noch mal im aktuellen "Schröder" geblättert: Dass mir einige Stellen / Zitate, die mir 1971 ff. (Kleiner/Großer Strafrechtsschein; insbesondere die Themen "Diebstahl" und "Brandstiftung", das waren die Schwerpunktthemen bei den Hausarbeiten) kurios vorkamen und mit denen ich mich damals in den "Hausarbeiten" auseinandergesetzt hatte (wurde wohl vom Prof. anerkennend gewertet!), gibt es nicht mehr.
    Und bei "Fischer" gibt es auch keinen Schwarz oder Dreher mehr, sofern nicht unproblematisch. Tröndle hatte ich als angenehmen Prüfer im Ersten Staatsexamen in Erinnerung, aber das ist natürlich eine andere Sache.
    Zu "Schwarz" fällt mir noch etwas ein: Es war wohl in der "Juristischen Wochenzeitung" JW), die in den 30iger Jahren der Vorläufer der "NJW" war: Der gute Schwarz monierte dort immer wieder Urteile von Gerichten, die "zu schnell" auf den berüchtigten Paragraphen mit der "NS-Rechts-Weiterentwicklung in ihrer "Rechtsfindung" kamen. Er monierte, dass man auch mit den herkömmlichen Paragraphen zu einem sinnvollen Urteil kommen könnte, ohne die "Notbremse" der "Analogie zu Ungunsten" zu benutzen.

    Immerhin, wenn auch "innerhalb des "Systems". Man könnte es nennen: "Bedächtigen Widerspruch" - na ja, ein echter Widerspruch war es nicht.

    Zu den "unbedarften" Juristen, die es sich damals einfach gemacht hatten: Lesen Sie die Erinnerungen des Rechtsreferendars Sebastian Haffner: "Geschichte eines Deutschen".

    Und ich erinnere mich an ein Urteil eines OLG, der einem Mieter, der auf Mietminderung geklagt hatte, weil seine Nachbarn im Mietshaus Juden waren, gesagt hatte: Keine Mietminderung! "Noch(!) müssen auch aufrechte Volksdeutsche mit solchen Nachbarn leben."
    Die damaligen Richter kann man heute nicht mehr befragen, was sie mit diesem Urteil damals ausdrücken wollten.]

    OK, ich habe das Thema verlassen, ich habe mich jetzt etwas hinreißen lassen. Man vergebe es mir.

    Schlusssatz: Es ist richtig, das Eine oder Andere zu hinterfragen, das sollten wir, die jüngere Generation (ich selber bin 1948 geboren, fühle mich aber fast halb noch dazu, ja ja) auch guten Gewissens tun; aber man soll das Kind auch nicht mit dem Bade ausschütten.
    (Was machen wir denn mit dem "Larenz"? Ja ja, schon gut.)

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  • 16.11.2017 23:21, Peter

    Der Kommentar von Günther Bauer ist wunderbar; ausgewogen,sachlich und nachdenklich - aber: keine blödsinnige Polemik abseits der grundsätzlichen Frage:

    Soll ich den Namen des Kommentars ändern,"modernisieren"?

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    • 16.11.2017 23:42, Günther Bauer

      Danke für Ihren wohlmeinenden Kommentar.
      Das tut gut - vor allem hier.
      Ein bisschen Polemik (mit Augenzwinkern) darf doch auch mal sein, oder?
      Blödsinnig? Wieso?
      Ich habe doch einen Vorschlag gemacht:
      "Der Beck'sche Kommentar zum BGB".
      Ginge doch.

  • 18.11.2017 00:31, Karl Friederichs

    Wie zwischen den vielen sachfremden Beschimpfungen ein Kommentator ausführte: a) Auch ich sehe nicht ein, warum man den Palandt nicht ebenso umtaufen kann wie den Dreher
    b) Beim Larenz muss man über eine eigene Lösung reden.
    c) Meine Hochachtung ggü. (dem alten Herrn) Beck, beruhend auf erlebter Zusammenarbeit Becks mit den Autoren leidet durch die halbseidene Entscheidung. Gibt's demnächst die Adolf Hitler Autobahn oder Speer Halle mit Erläuterungen ?

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  • 22.11.2017 02:03, Bussi-Bussi

    Wen wundert das Verhalten des Beck-Verlags schon? Dort wird immerhin ein Prof.Dr. Joachim Jahn beschäftigt. Dieser Herr zeichnet sich dadurch aus, dass er ständig im Internet über Flüchtlinge herzieht. In der Praxis treffen finden sich halt scheinbar doch immer die Richtigen. Der Beck-Verlag täte gut daran, endlich die rechtsextremen Strömungen in seinem Dunstkreis zu beseitigen

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