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LG Berlin zu Berichterstattung über Thilo Sarrazin: taz muss 20.000 Euro Entschädigung zahlen

16.08.2013

Der ehemalige Berliner Finanzsenator und Buchautor Thilo Sarrazin hat sich erfolgreich gegen eine Formulierung in einem taz-Artikel zu seiner Person gewehrt. Die 27. Zivilkammer des LG Berlin verbot der überregionalen Tageszeitung am Donnerstag, die Äußerungen zu verbreiten oder zu wiederholen.

Der Artikel des Journalisten Deniz Yücel enthielt die Formulierung "Buchautor Thilo S., den man, und das nur in Klammern, auch dann eine lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur nennen darf, wenn man weiß, dass dieser infolge eines Schlaganfalls derart verunstaltet wurde und dem man nur wünschen kann, der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten".

Die hiergegen gerichtete Klage wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts war erfolgreich. Das Landgericht (LG) Berlin sprach Sarrazin eine Entschädigung in Höhe von 20.000 Euro zu (Urt. v. 15.08.2013, Az. 27 O 183/13).

tko/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

LG Berlin zu Berichterstattung über Thilo Sarrazin: taz muss 20.000 Euro Entschädigung zahlen . In: Legal Tribune Online, 16.08.2013 , https://www.lto.de/persistent/a_id/9374/ (abgerufen am: 25.06.2019 )

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Kommentare
  • 18.08.2013 21:03, forthelulz

    T.S. wird sicherlich enorm unter diesen Äußerungen gelitten haben, daher ist diese Summe eindeutig gerechtfertigt. Wer austeilt muss auch einstecken können.

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