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LG Berlin: Prozessauftakt um angebliches Caravaggio-Gemälde

von dpa/tko/LTO-Redaktion

09.11.2010

Seit Dienstag befasst sich das LG Berlin mit dem Raub eines mutmaßlichen Werkes des italienischen Malers Caravaggio (1571-1610) aus einem Museum in Odessa.

Angeklagt ist ein Geschäftsmann, der als Teil einer kriminellen Bande beim Absatz des Gemäldes "Die Festnahme Christi" geholfen haben soll. Dem 35-Jährigen wird Hehlerei vorgeworfen. Die Eliteeinheit GSG 9 hatte das Gemälde Ende Juni in einer spektakulären Aktion in Berlin sichergestellt. Das auch als "Der Judaskuss" bekannte Werk sollte in Berlin verkauft werden.

Neben dem Angeklagten hatte die GSG 9 auch die mutmaßlichen Diebe festgenommen, die nach Angaben der Verteidigung in die Ukraine
abgeschoben wurden.

Das Museum für westeuropäische und orientalische Kunst in Odessa am Schwarzen Meer, aus dem das Bild 2008 gestohlen wurde, geht von
einem Wert von 100 Millionen US-Dollar (rund 70 Millionen Euro) aus. Andere Kunstexperten halten den "Judaskuss" für eine zeitgenössische
Kopie im Wert von 800 000 Euro.

Zitiervorschlag

dpa/tko/LTO-Redaktion, LG Berlin: Prozessauftakt um angebliches Caravaggio-Gemälde . In: Legal Tribune Online, 09.11.2010 , https://www.lto.de/persistent/a_id/1896/ (abgerufen am: 07.08.2020 )

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