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LTO-Spendenziel erreicht: Juristen sam­meln 50.000 Euro für Flücht­linge

von Marcel Schneider

26.04.2016

Der Wert einer Billable Hour als Spende für Flüchtlinge – das war die Idee der LTO-Spendenaktion, gemeinsam gestartet im vergangenen Herbst mit zahlreichen Partnern aus der Rechtsbranche. Das Ziel ist erreicht, nun wird das Geld verteilt.

"Juristen können Ungerechtigkeiten nicht ertragen" – mit dieser Überzeugung erstellte der britische Anwalt Sean Jones seine Online-Spendenaktion, deren Erfolg er selbst im Vorhinein niemals erahnt hätte. Die Idee, Juristen in Anlehnung an die Billable Hour den Geldwert einer Stunde Arbeitszeit spenden zu lassen, hat LTO zusammen mit vielen Unterstützern aus der Branche im letzten September mit der Aktion #juristenhelfenfluechtlingen nach Deutschland geholt - und nun mit 50.000 Euro das Ziel erreicht.

Gespendet haben nicht nur Anwälte, Kanzleien und Unternehmen, sondern auch viele unterschiedliche Berufsträger aus der juristischen Branche sowie zahlreiche private Unterstützer. Ebenso zum Erreichen des Spendenziels haben mittelbar auch die 5.415 Teilnehmer der LTO Young Professionals Survey 2016 beigetragen: Für jeden vollständig beantworteten Fragebogen hat die Wolters Kluwer Deutschland GmbH, zu der LTO gehört, einen Euro in den Spendentopf eingezahlt.

Laut Ingo Mahl, Leiter des Geschäftsbereichs Legal Digital Information,  hat Wolters Kluwer Deutschland damit auf das beeindruckende Engagement aller Spender reagiert: "Wir freuen uns sehr, dass die Idee in der deutschen Rechtsbranche so gut angekommen ist. Mit dieser Unterstützung geben die Juristen ein Beispiel für soziales Engagement und ihren modernen Berufsstand."

Unterstützung für Save the Children und Aktion Deutschland Hilft

Der Betrag wird zu gleichen Teilen zwei Organisationen zugutekommen. Susanne Probst von Save the Childen freut sich sehr über den Erfolg der Aktion: "Als weltweit größte unabhängige Kinderrechtsorganisation sind wir in der Lage, das Geld an mehreren Stellen einzusetzen. Zum einen finanzieren wir damit Projekte direkt in und um Syrien, etwa in den Flüchtlingslagern der Region, wo wir humanitäre Hilfe leisten.  Zum anderen unterstützen wir die Familien entlang ihrer Fluchtrouten in Europa." Neben der Nothilfe in den Bereichen Gesundheit und Überleben setzt sich die Organisation zum Beispiel mit dem Wiederaufbau von zerstörten Klassenzimmern und temporären Lernzentren dafür ein, dass Kinder auf der Flucht weiter lernen können und eine Perspektive für die Zukunft erhalten. Nicht zuletzt wird das Geld auch in Deutschland eingesetzt, wie etwa für den ersten "Schutz- und Spielraum" für geflüchtete Kinder, den Save the Children in der Notunterkunft Berlin-Tempelhof betreibt. 

Auch acht Hilfsorganisationen im Bündnis Aktion Deutschland Hilft  leisten hierzulande Hilfe für Flüchtlinge. "Innerhalb Deutschlands liegt ein Schwerpunkt unserer Bündnisorganisationen auf Integrationsprojekten", sagt Geschäftsführerin Manuela Roßbach. "Hierfür bieten sie Sprachkurse in Flüchtlingseinrichtungen an oder arbeiten mit Schulen zusammen. Zusätzlich fördern sie auch die Arbeit lokaler Flüchtlingsinitiativen und ermöglichen so weitergehende Sprachkurse und Betreuungsangebote für Flüchtlinge in Deutschland."

Zitiervorschlag

Marcel Schneider, LTO-Spendenziel erreicht: Juristen sammeln 50.000 Euro für Flüchtlinge . In: Legal Tribune Online, 26.04.2016 , https://www.lto.de/persistent/a_id/19208/ (abgerufen am: 20.04.2019 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 27.04.2016 00:13, jupp

    Ich habe bisher nur Rechtsanwälte kennengelernt, welche die BRAGO kannten, nicht aber die BRAO. Bei Pflichtverletzung greift nicht einmal die Rechtsanwaltskammer ein. Eine Entschädigung für den Mandanten ist ohnehin nicht realisierbar, obwohl Rechtsanwälte angeblich versichert sind.

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