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Berufung im Fall Gina-Lisa Lohfink: Anwalt: "Beraten, ob Loh­fink die Kraft dazu hat"

25.08.2016

It-Girl Gina-Lisa Lohfink geht gegen den Schuldspruch wegen falscher Verdächtigung in Berufung. Der entsprechende Antrag sei beim Gericht eingegangen, sagte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag in Berlin.

Gina-Lisa Lohfink geht gegen das erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichts (AG) Berlin-Tiergarten vor: Wie am Donnerstag bekannt wurde, legte das "Model" Berufung gegen den Schuldspruch ein. Nach Angaben der Gerichtssprecherin werde es einen neuen Prozess voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr geben.

Das AG hatte die 29-Jährige am Montag zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt. Sie habe zwei Männer zu Unrecht der Vergewaltigung beschuldigt und wissentlich gelogen. Wird Berufung innerhalb einer Woche nach dem Urteil eingelegt, gibt es einen neuen Prozess in der nächsten Instanz - also beim Landgericht (LG). Das Urteil des AG ist damit noch nicht rechtskräftig.

Laut Gericht muss zunächst das schriftliche Urteil verfasst werden, bevor die gesamte Akte an das LG übermittelt werden kann. Möglich ist auch, eine Berufung noch zurückzuziehen. Danach sieht es derzeit allerdings nicht aus. "Wir beraten jetzt, ob wir das durchziehen und ob Frau Lohfink die Kraft dazu hat. Wir tendieren zu einem 'Ja'", hatte Anwalt Burkhard Benecken der Deutschen Presse-Agentur zuvor gesagt.

In der Politik hatte die Verurteilung zu empörten Reaktionen und darauf folgender Kritik geführt. Ein Ende des Rechtsstreits scheint in jedem Fall in weiter Ferne zu liegen.

dpa/nas/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Berufung im Fall Gina-Lisa Lohfink: Anwalt: "Beraten, ob Lohfink die Kraft dazu hat" . In: Legal Tribune Online, 25.08.2016 , https://www.lto.de/persistent/a_id/20391/ (abgerufen am: 27.06.2019 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 26.08.2016 07:21, Susi

    In der Politik hat es zu empörten Reaktionen geführt? Wo denn bitte schön? Der verlinkte Artikel verweist nur auf den Kommentar bei LTO. Und dort ist hauptsächlich nur über Frau Alice S. geschrieben worden - unstrittig keine (Berufs-)Politikerin.

  • 26.08.2016 07:52, sowhat

    Ist ja auch ihr gutes Recht, auch wenn das LG (sofern das AG nicht total gepfuscht hat) das Urteil bestätigen wird.

    Da GL ja nicht zahlen will (lt. eigener Aussage) freue ich mich schon über den Sturm der Entrüstung, wenn Ersatzhaft verhängt wird. Ein Kindergarten ist das, sondersgleichen und eine Schande für jede Frau, die tatsächlich Opfer sexueller Gewalt wurde!

  • 26.08.2016 12:18, Opho

    Die Formulierung: "...ob Frau Lohfink die Kraft dazu hat." ist top. Damit kann der Verteidiger die Berufung in einigen Wochen zurücknehmen und schlicht sagen, dass es seiner Mandantin an Kraft befehlen würde einen neuen Prozess durchzustehen. So kann man eine schöne Argumentationskette aufbauen ohne die Tat zuzugeben und sein Gesicht und das der "Fans" wahren.

  • 26.08.2016 17:58, Kulibali

    Zumindest mot der LTO-Redaktion habe ich eine richtige Wiedergabe des Schuldspruchs erwartet. Es heißt 80 Tagessätze und nicht 20.000 Euro. Alles andere ist Bildzeitungniveau!.

  • 26.08.2016 22:03, prinz moritz

    ... Böses, wer denkt, dass GL erstmal Berufung im Sinne eines Zahlungsaufschubs macht. Wann ist das Dschungelcamp? Nee, mal ernsthaft: Nur mal angenommen, GL ist von ihrer Version vollumfänglich überzeugt, aber die Gerichte haben rechtsfehlerfrei geurteilt, frage ich mich, was ich von ihrem RA halten soll

    • 28.08.2016 08:55, Volker Henning

      Überlege mal!!! Mehr können doch die RAte nicht verdienen und populär würden sie auch noch !!!

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