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Flugsicherheit: Test von Körperscannern vorerst nur in Hamburg

dpa/msa/Lto-Redaktion

10.08.2010

Reisende an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt müssen den Einsatz von Körperscannern zunächst noch nicht fürchten. "Die Testphase wird es definitiv nur in Hamburg geben", sagte der zuständige Bundespolizeisprecher Jörg Kunzendorf am Montag.

Die umstrittenen Körperscanner sollen helfen, Sprengstoff, Waffen oder ähnlich gefährliches Material aufzuspüren, das am Körper getragen wird.

Ende September beginnen die ersten Praxis-Tests am Hamburger Flughafen. Bisher wurden die Körperscanner in Deutschland nur im Labor auf die Gewährleistung von Datenschutz, Persönlichkeitsschutz und Gesundheitsschutz hin überprüft.

Das Modell, das nun in Hamburg eingesetzt werden soll, zeigt statt Nacktbildern lediglich schematische Körperdarstellungen ("Strichmännchen"). Die Teilnahme ist für Passagiere nicht verpflichtend und gewonnene Daten werden sofort im Anschluß gelöscht. Für die Gesundheit soll der Einsatz unbedenklich sein, denn das Gerät arbeitet mit Millimeterwellen anstatt Röntgenstrahlen.

In den Niederlanden und Großbritanninen werden Körperscanner bereits eingesetzt, in Deutschland bleibt die Auswertung der Testphase abzuwarten. Nur wenn im Anschluß politisch grünes Licht gegeben wird, können die Geräte auch an anderen Flughäfen wie zum Beispiel Frankfurt eingesetzt werden.

Zitiervorschlag

dpa/msa/Lto-Redaktion, Flugsicherheit: Test von Körperscannern vorerst nur in Hamburg . In: Legal Tribune Online, 10.08.2010 , https://www.lto.de/persistent/a_id/1171/ (abgerufen am: 24.08.2019 )

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