Ex-Bundesverfassungsrichterin: Susanne Baer wird neue djb-Prä­si­dentin

15.09.2025

Nach knapp zwölf Jahren am BVerfG und neben ihrer Professur in Berlin bekleidet Susanne Baer ein neues Amt: Als Präsidentin des djb will sie ihren Fokus auf die Arbeit für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung legen.

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) wählte am vergangenen Freitag ein neues Präsidium und entschied sich für eine prominente Besetzung: Susanne Baer, Richterin des Bundesverfassungsgerichts a.D. und Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin, wird den Verein in den kommenden drei Jahren führen. Sie folgt auf Ursula Matthiessen-Kreuder, die dem Präsidium jedoch als "Past Präsidentin" für weitere zwei Jahre erhalten bleibt.

“Der djb ist seit über 75 Jahren eine starke Stimme für Gleichberechtigung – und diese Stimme wird weiter gebraucht. Unabhängig, überparteilich und entschieden, gegen Diffamierung und Diskriminierung, für ein lebendiges demokratisches Miteinander – dafür stehen wir”, lässt sich Baer nach ihrer Wahl zitieren. 

Von 2010 bis Februar 2023 war Baer Richterin des Bundesverfassungsgerichts und kehrte anschließend an ihren Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien in Berlin zurück. Ihr wissenschaftliches Wirken ist insbesondere durch Interdisziplinarität geprägt. Zuletzt veröffentlichte Baer das Buch "Rote Linien", in dem sie das BVerfG und seine Rechtsprechung durch ihre Innenperspektive zugänglicher machen will.

Chebout und Haisch bleiben Vizepräsidentinnen

Die beiden bisherigen Vizepräsidentinnen, Dr. Lucy Chebout und Verena Haisch, wurden in ihrem Amt bestätigt. Chebout ist auf das Familienrecht spezialisierte Rechtsanwältin bei der Kanzlei Raue und zugleich Verfassungsrichterin in Berlin. Haisch ist eine auf das Presse- und Medienrecht spezialisierte Rechtsanwältin und Partnerin der Kanzlei Cronemeyer Haisch.

Laut djb wurden auch diverse Kommissionsvorsitzende gewählt: Prof. Dr. Isabell Hensel (Arbeits-, Gleichstellungs- und Wirtschaftsrecht), Prof. Dr. Anna Lena Göttsche (Familien-, Erb- und Zivilrecht), Dilken Çelebi, LL.M. (Strafrecht), Prof. Dr. Susanne Dern (Recht der sozialen Sicherung, Familienlastenausgleich), Dr. Stefanie Killinger, LL.M. (Verfassungsrecht, Öffentliches Recht, Gleichstellung) und Valentina Chiofalo (Europa- und Völkerrecht) leiten weiterhin ihre Kommissionen. 

Was zuvor als nichtständige Kommission "Digitales" eingerichtet war, trägt nun als neue ständige Kommission den "Recht der digitalen Gesellschaft" und wird geleitet von Theresia Rasche, Rechtsanwältin in Hannover und djb-Datenschutzbeauftragte.

mka/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Ex-Bundesverfassungsrichterin: . In: Legal Tribune Online, 15.09.2025 , https://www.lto.de/persistent/a_id/58147 (abgerufen am: 24.01.2026 )

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