Militärjunta verabschiedet Gesetz: Bur­kina Faso stellt homose­xu­elle Hand­lungen unter Strafe

02.09.2025

In vielen afrikanischen Ländern werden Homosexuelle strafrechtlich verfolgt. Nun gehört auch Burkina Faso dazu. Das neue Gesetz droht mit bis zu fünf Jahren Haft.

Das Parlament in Burkina Faso hat ein Gesetz verabschiedet, das “homosexuelle Praktiken” verbietet und Haftstrafen von bis zu fünf Jahren vorsieht. Als Mindeststrafe seien zwei Jahre Haft plus Geldstrafen vorgesehen, teilte Justizminister Edasso Rodrigue Bayala mit. Wiederholungstäter ohne einheimische Staatsangehörigkeit würden des Landes verwiesen. Der westafrikanische Sahel-Staat mit rund 23 Millionen Einwohnern wird seit einem Putsch 2022 von einer Militärjunta regiert.

In vielen afrikanischen Staaten werden der Rechte von LGBTQ+-Menschen missachtet. Die englische Abkürzung LGBTQ+ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-Menschen und queere Menschen - das Pluszeichen ist Platzhalter für weitere Identitäten und Geschlechter. 

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wird Homosexualität in mehr als 30 der 54 afrikanischen Länder strafrechtlich verfolgt.

dpa/mka/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Militärjunta verabschiedet Gesetz: . In: Legal Tribune Online, 02.09.2025 , https://www.lto.de/persistent/a_id/58053 (abgerufen am: 14.04.2026 )

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