Druckversion
Samstag, 5.09.2026, 03:13 Uhr


Legal Tribune Online
Schriftgröße: abc | abc | abc
https://www.lto.de//recht/nachrichten/n/bundesrat-ki-aufsicht-recht-auf-reparatur-nur-ja-heisst-ja-israel-schulpflicht
Fenster schließen
Artikel drucken
60406

Israel, "Nur Ja heißt Ja", Schulpflicht: Bun­desrat bringt vor der Som­mer­pause eigene Ini­tia­tiven auf den Weg

von Jakob Hoffmann

10.07.2026

1067. Sitzung des Bundesrates: Blick ins Plenum, am Rednerpult steht Markus Söder

In seiner 1067. Sitzung hatte der Bundesrat viel zu tun, schließlich ging es danach erst einmal in die Sommerpause. Foto: picture alliance/dts-Agentur.

Zum Abschluss vor der Sommerpause hat der Bundesrat zahlreiche Gesetze durchgewunken und selbst Vorhaben auf den Weg gebracht. Mit dabei: Strafbarkeit bei Leugnung von Israels Existenzrecht und die "Nur Ja heißt Ja"-Initiative im Strafrecht.

Anzeige

In seiner 1067. Sitzung, der letzten vor der Sommerpause 2026, hatte der Bundesrat mit 86 Tagesordnungspunkten am Freitag ein volles Programm. 

Mit Umsetzungsgesetzen zur Aufsicht von Künstlicher Intelligenz (KI) und dem Recht auf Reparatur, Strafen für die Leugnung des Existenzrechts Israels, einer Stärkung der Schulpflicht und dem Beschluss der Reform-Initiative "Nur Ja heißt Ja" im Sexualstrafrecht gab es grünes Licht für einige besonders viel diskutierte Vorhaben.

Strafen bei der Leugnung des Existenzrechts Israels

Auf Initiative Hessens hat der Bundesrat einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe stellt – wenn es in einer Weise geschieht, die die Bereitschaft zu antisemitischen Gewalt- oder Willkürmaßnahmen fördert. Die derzeit in Betracht kommenden Strafvorschriften (Volksverhetzung, Billigung von Straftaten, Verwenden von Kennzeichen terroristischer Organisationen) seien nur in Einzelfällen einschlägig und nicht ausreichend, so die Antragsbegründung. 

Die Existenz des Staates Israel hänge unauflöslich mit den Folgen des Zweiten Weltkriegs und dem Holocaust zusammen. Seine Gründung und Akzeptanz durch die Völkergemeinschaft seien untrennbar mit der Verantwortung für die Shoa und der Notwendigkeit, eine sichere Heimstätte für Jüd:innen zu finden, verknüpft, heißt es in der Begründung für den Gesetzentwurf. Die Leugnung des Existenzrechts Israels relativiere damit im Ergebnis nicht nur den Holocaust, sondern missachte die grundgesetzliche Ordnung als Antwort auf die Gewalt- und Willkürherrschaft des Nationalsozialismus.

Die Bundesregierung kann sich nun zum Gesetzentwurf der Länder äußern. Anschließend ist der Bundestag am Zug. Gesetzliche Vorgaben, wann er den Vorschlag der Länder beraten muss, existieren nicht. Die Erfolgsaussichten sind wohl zweifelhaft – der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags hatte den Vorschlag wegen tiefer Eingriffe in die Meinungsfreiheit in einem Gutachten als verfassungsrechtlich nur schwer begründbar eingeschätzt. Max Kolter hatte das Gutachten für LTO analysiert.

Grünes Licht für "Nur Ja heißt Ja"-Initiative

Auf Initiative Hamburgs beschloss der Bundestag zudem, die Einführung eines konsensbasierten Sexualstrafrechts im Sinne von "Nur Ja heißt Ja" zu fordern. Auch hier steht es nun im Ermessen der Bundesregierung, was sie aus dieser Forderung macht.

Das geltende Sexualstrafrecht basiert in Deutschland auf dem Prinzip "Nein heißt Nein" und setzt damit grundsätzlich voraus, dass das Opfer aktiv seine Ablehnung der sexuellen Handlung deutlich macht. Damit weise es aber Lücken in Situationen auf, in denen das Opfer unfähig ist, einen entgegenstehenden Willen zu äußern, hieß es im Entschließungsantrag. Kriminalistische Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Strafverfolgung würden belegen, dass Betroffene von Übergriffen oft aus Angst handlungsunfähig würden oder in eine Schockstarre verfielen ("Freeze"), begründet der Hamburger Antrag. 

Ein konsensbasiertes Modell des Sexualstrafrechts, das auf einer "Nur Ja heißt Ja" Regelung basiert, führe zu einem besseren Schutz der sexuellen Selbstbestimmung. Aus strafrechtlicher Sicht sei die Frage entscheidend, ob wirklich eine einvernehmliche sexuelle Handlung vorliege und nicht, ob das Opfer erkennbar genug deutlich gemacht hat, dies nicht zu wollen. Die handelnde Person müsse sich des Einverständnisses vergewissern. Dies entspreche einem modernen Verständnis sexueller Autonomie. 

Andere europäische Länder wie Spanien hatten bereits vorgelegt, Deutschland drohe nun hinter die europäische Rechtsentwicklung zurückzufallen, so die Unterstützer der Initiative, die den Beschluss des Bundesrates als großen Schritt im Schutz vor sexueller Gewalt feierten. "Die 'Nur Ja heißt Ja'-Lösung verlagert die Verantwortung dahin, wo sie hingehört: zu den Tätern", erklärte etwa Niedersachsens Justizministerin Kathrin Wahlmann.

Länder billigen Gesetz zur KI-Aufsicht in Deutschland

Das Einspruchsgesetz setzt die europäische Verordnung über Künstliche Intelligenz um. Sie bildet einen einheitlichen Rechtsrahmen für die Entwicklung und Nutzung von KI-Systemen) in der Europäischen Union. Das Gesetz legt vorwiegend fest, welche Behörden in Deutschland die europäischen Regelungen umsetzen sollen. 

Eine zentrale Rolle kommt dabei der Bundesnetzagentur zu, die im Wesentlichen als Marktüberwachungsbehörde für die Einhaltung der KI-Verordnung zuständig ist. Bei ihr wird ein Koordinierungs- und Kompetenzzentrum eingerichtet, um mit anderen öffentlichen Stellen zusammenzuarbeiten und als Ansprechpartner für europäische Institutionen zu fungieren. Dadurch werde die KI-Expertise zentral gebündelt und ressourcenschonend bei Bedarf den bestehenden Behörden zur Verfügung gestellt, so die Bundesregierung. Ausgenommen von der Marktüberwachung durch die Bundesnetzagentur sind jedoch die KI-Systeme der öffentlichen Stellen der Länder und Kommunen.

Der Digitalisierungsausschuss empfahl die Anrufung des Vermittlungsausschusses, ein entsprechender Antrag fand im Bundesrat aber keine Mehrheit. Das Gesetz ist damit durch.

Recht auf Reparatur: Neue Pflichten für Hersteller 

Durchgewunken wurde auch ein Gesetz zur Umsetzung der Recht-auf-Reparatur-Richtlinie der EU, die Reparatur und Wiederverwendung von Waren fördern soll. Hersteller bestimmter Waren sollen diese nun auf Verlangen des Käufers reparieren und über diese Möglichkeit informieren müssen. Um das zu gewährleisten, dürfen sie keine Technik verbauen, durch die eine Reparatur erschwert oder verhindert wird. Lässt sich eine Ware nicht reparieren, obwohl das vernünftigerweise zu erwarten wäre, soll auch das zukünftig einen Sachmangel darstellen.

Außerdem müssen sie Ersatzteile und zur Reparatur geeignete Werkzeuge zu einem angemessenen Preis anbieten, der nicht von der Reparatur abschreckt, damit Verbraucher:innen die Reparatur zukünftig selbst in die Hand nehmen können. Die Entscheidung für eine Reparatur statt für den Kauf eines Neugeräts soll zudem die Gewährleistung um ein Jahr verlängern, um zusätzlichen Anreiz zur Reparatur zu schaffen.

Anzeige

Initiative zur Bewahrung der Schulpflicht erfolgreich

Der Bundesrat entschied sich auf Initiative mehrerer Länder zudem dazu, die Bundesregierung aufzufordern, Vorhaben entgegenzutreten, welche die allgemeine Schulpflicht als tragendes Prinzip des deutschen Bildungssystems schwächen. Bei künftigen Gesetzesvorhaben soll die Bundesregierung dem Beschluss nach die Bedeutung der allgemeinen Schulpflicht für ein leistungsfähiges, gerechtes und integrationsstarkes Bildungssystem berücksichtigen.

Die Schulpflicht sei eine Voraussetzung dafür, allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von Herkunft, sozialem Umfeld und Weltanschauung möglichst gleiche Bildungs- und Aufstiegschancen zu eröffnen, hieß es in dem Antrag. Schulen seien Orte des gemeinsamen Lernens und Lebens, in denen unter anderem Respekt, Toleranz, Verantwortungsbewusstsein und das Verständnis für freiheitlich-demokratische Werte vermittelt würden, und unterstütze die Chancengleichheit für Kinder unabhängig von der beruflichen, zeitlichen und finanziellen Situation ihrer Eltern. Die Schulpflicht leiste einen wichtigen Beitrag zur Integration und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, zu Toleranz und Wertebildung und wirke so auch dem Entstehen 

Bestrebungen, die allgemeine Schulpflicht zugunsten einer Bildungspflicht aufzuweichen, würden diese bewährten Strukturen gefährden, begründet das Land seinen Antrag. Eine Bildungspflicht könne weder die soziale Integrationsfunktion gewährleisten noch verbindliche Bildungsstandards vermitteln.

Ob die Bundesregierung auf die Aufforderung eingeht, steht in ihrem Ermessen.

Mit der größten Spannung erwartet wurden die Bundesratsentscheidungen zur Gesundheitsreform und zum Heizungsgesetz II. Dazu haben wir für Sie hier einen extra Artikel verfasst.

  • Drucken
  • Senden
  • Zitieren
Zitiervorschlag

Israel, "Nur Ja heißt Ja", Schulpflicht: . In: Legal Tribune Online, 10.07.2026 , https://www.lto.de/persistent/a_id/60406 (abgerufen am: 06.09.2026 )

Infos zum Zitiervorschlag
  • Mehr zum Thema
    • Bundesrat
    • Europa
    • Israel
    • KI
    • Schulen
    • Sexualstrafrecht
    • Verbraucherschutz
Ein Soldat der israelischen Armee hinter einem fest installierten Maschinengewehr in der Nähe des jordanischen Feldlazaretts in Gaza-Stadt am 3. Oktober 2025. Das Foto wurde während einer von der israelischen Armee organisierten Medienführung aufgenommen. 04.09.2026
Gaza

Deutschland wehrt sich gegen Vorwurf der Beihilfe zum Völkermord in Gaza:

"IGH darf nicht ent­scheiden, wenn Israel nicht betei­ligt ist"

Bevorstehende Gerichtsanhörungen: Kann der IGH entscheiden, ob Deutschland Beihilfe zu einem möglichen Völkermord in Gaza geleistet hat? Die Bundesregierung hält die Klage für unzulässig, solange Israel nicht an dem Verfahren beteiligt ist.

Artikel lesen
Michael Kubiciel 04.09.2026
Most Wanted

Köpfe:

LTO Most Wanted mit Michael Kubi­ciel

"Die zwingende lebenslange Freiheitsstrafe in § 211 StGB gehört ersetzt", meint Michael Kubiciel. Der Universitätsprofessor verrät, was er gerade liest, wer ihn geprägt hat und was aus seiner Sicht “gute Lehre” auszeichnet.

Artikel lesen
Ein Klassenzimmer. Unter Umständen können Beiträge an den Förderverein der Privatschule der eigenen Kinder Schulgeld sein und damit steuerlich abgezogen werden. Das hat der BFH entschieden. 03.09.2026
Steuern

BFH:

Eltern können Bei­träge an För­der­ve­rein als Schul­geld absetzen

Der Förderverein bezahlt den Schulbetrieb einer Privatschule. Die Eltern wollen ihre Beiträge als Schulgeld absetzen. Das Finanzamt lehnte das allerdings ab – nun hat der BFH entschieden. Es komme darauf an, wofür das Geld verwendet wird.

Artikel lesen
Einem neunjähriger Junge durfte wegen einer Herzerkrankung nicht an einer Klassenfahrt teilnehmen und ging vor Gericht erfolgreich dagegen vor (Symbolbild). 03.09.2026
Schulen

VG Düsseldorf widerspricht Grundschule:

Schüler mit Herz­er­kran­kung darf mit auf Klas­sen­fahrt

Ein Neunjähriger mit einer Herzerkrankung durfte nicht mit auf Klassenfahrt. Die Schule hat das auf Sicherheitsbedenken geschoben – und das war rechtswidrig, so das VG. Jedes Kind hat das Recht und auch die Pflicht, teilzunehmen.

Artikel lesen
Eine Person vor einem Laptopbildschirm 03.09.2026
Plagiat

Aufsätze zurückgezogen:

Jura-Prof wird "KI-Miss­brauch" vor­ge­worfen

Der Beck-Verlag hat zwei Fachbeiträge des Zivilrechtlers Thomas Söbbing depubliziert. Grund dafür sind Unstimmigkeiten bei Fundstellen. Auch der Vorwurf des "KI-Missbrauchs" steht im Raum.

Artikel lesen
AfD-Spitzenkandidat Siegmund bei einer Veranstaltung auf der Bühne, im Hintergrund ein Plakat, das ebenfalls Siegmund zeigt. 29.08.2026
Podcast

Sachsen-Anhalt / KI an Unis / Fall Kavala / Weihnachtsbaum:

AfD vor Wahl­sieg in Sachsen-Anhalt: Justiz auf Linie?

Kann die AfD in Sachsen-Anhalt die Justiz auf ihre Linie bringen? Wie viel KI darf in die juristische Hausarbeit? Die Türkei brüskiert den EGMR – was muss jetzt passieren? Und: der Gärtner mit dem Weihnachtsbaum. LTO-Podcast, Folge 67.

Artikel lesen
lto karriere logo

Deine Karriere beginnt hier.

Registrieren und nie wieder einen Top-Job verpassen

logo lto karriere
Jetzt registrieren bei LTO Karriere

Finde den Job, den Du verdienst 100% kostenlos registrieren und Vorteile nutzen

  • LTO Job Matching: Finde den Job & Arbeitgeber, der zu Dir passt.
  • Jobs per Mail: Verpasse keine neuen Job-Angebote mehr.
  • Easy Apply: Die einfache und schnelle Bewerbung zu Deinem neuen Job.
Das Passwort muss mindestens 8 Zeichen lang sein und mindestens einen Großbuchstaben, einen Kleinbuchstaben, eine Zahl und ein Sonderzeichen enthalten (z.B. #?!@$%^&*-).
Pflichtfeld *

Nur noch ein Klick!

Wir haben Dir eine E-Mail gesendet. Bitte klicke auf den Bestätigungslink in dieser E-Mail, um Deine Anmeldung abzuschließen.

Weitere Infos & Updates einfach und kostenlos direkt ins Postfach.

LTO Karriere Newsletter

Das monatliche Update mit aktuellen Stellenangeboten & Karriere-Tipps.

LTO Daily

Jeden Abend um 18 Uhr die wichtigsten News vom Tag.

LTO Presseschau

Jeden Morgen um 7:30 Uhr die aktuelle Berichterstattung über Recht und Justiz.

Pflichtfeld *

Fertig!

Um die kostenlosen Nachrichten zu beziehen, wechsle bitte nochmal in Dein Postfach und bestätige Deine Anmeldung mit dem Bestätigungslink.

Du willst Dein Bewerberprofil direkt anlegen?

Los geht´s!
ads lto paragraph
lto karriere logo
ads career people

Bereit für Karriere? Spannende Karriere-Chancen für Volljuristen.

Direkt zu passenden Stellen
logo lto karriere
TopJOBS
Logo von Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen
Rich­ter/Rich­te­rin (m/w/d) in der Ver­wal­tungs­ge­richts­bar­keit des Lan­des...

Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Müns­ter

Logo von Becker Büttner Held
Wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter / Re­fe­ren­dar / Dok­to­rand (m/w/d)

Becker Büttner Held, Er­furt

Logo von GvW Graf von Westphalen
Re­fe­ren­da­riat - Kar­tell- und Wett­be­werbs­recht

GvW Graf von Westphalen, Düs­sel­dorf

Logo von Becker Büttner Held
Rechts­an­walt (m/w/d) für En­er­gie­steu­ern, Emis­si­ons­han­del und...

Becker Büttner Held, Ham­burg

Logo von Wolters Kluwer
Ju­rist als Pro­dukt­ma­na­ger im Be­reich Con­tent - In­sol­venz­recht /...

Wolters Kluwer, Hürth

Logo von Stadt Troisdorf
Amts­lei­tung im Bür­ger­meis­ter- und Rats­büro, Pres­se­s­tel­le (Voll­ju­rist,...

Stadt Troisdorf, Trois­dorf

Logo von Baker McKenzie Rechtsanwaltsgesellschaft mbH von Rechtsanwälten und Steuerberatern
Ju­nior / Mid-Le­vel As­so­cia­tes (m/w/d) | Kar­tell­recht | Düs­sel­dorf

Baker McKenzie Rechtsanwaltsgesellschaft mbH von Rechtsanwälten und Steuerberatern, Düs­sel­dorf

Logo von Noerr
(Se­nior) As­so­cia­te In­tel­lec­tual Pro­per­ty (w/m/d)

Noerr, Mün­chen

Mehr Stellenanzeigen
logo lto events
Logo von KIRKLAND & ELLIS
Restructuring Workshop 2026 - Kirkland & Ellis

23.10.2026, München

KI-gestütztes Kanzleimarketing–so gewinnen Sie über KI-Suchergebnisse von Google lukrative Mandate

07.09.2026

Logo von Noerr
Wiesn Special 2026

28.09.2026, München

Sozialrecht und Familienrecht: die familienrechtliche Praxis – Bürgergeld besser verstehen

07.09.2026

RVG 2026: Abrechnung in Verkehrssachen – Gebührenpotentiale nutzen!

07.09.2026

Mehr Events
Copyright © Wolters Kluwer Deutschland GmbH