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BGH zu Reker-Attentat: Es bleibt bei 14 Jahren Haft für Frank S.

09.01.2017

Im Herbst 2015 wäre Kölns derzeitige Oberbürgermeisterin Henriette Reker fast von einem Attentäter getötet worden. Das OLG verurteilte Frank S. zu 14 Jahren Haft. Seine Revision hat der BGH nun verworfen.

Der für den Anschlag auf Henriette Reker verurteilte Frank S. muss 14 Jahre in Haft. Die Revision des Attentäters blieb vor dem Bundesgerichtshof (BGH) erfolglos, wie das Gericht am Montag mitteilte (Beschl. v. 21.12.2016, Az. 3 StR 454/16).

Er hatte Reker am 17. Oktober 2015, einen Tag vor ihrer Wahl zur Oberbürgermeisterin von Köln, ein großes Jagdmesser in den Hals gerammt. Im Anschluss daran fügte er vier weiteren umstehenden Personen mit dem Bowie- und einem Butterflymesser zum Teil schwere Verletzungen zu. Reker schwebte in akuter Lebensgefahr und lag mehrere Tage im künstlichen Koma. Die Klinge hatte ihre Luftröhre fast vollständig durchtrennt und einen Brustwirbel getroffen.

Im Juli 2016 verurteilte der 6. Strafsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf den 45-Jährigen wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und mit fahrlässiger Körperverletzung sowie wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei tateinheitlichen Fällen und wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 14 Jahren (Urt. v. 01.07.2016, Az. III-6 StS 1/16). Nach den Feststellungen des OLG hatte Frank S. versucht, die damalige Kandidatin heimtückisch zu töten, um ihre Wahl zur Oberbürgermeisterin der Stadt Köln zu verhindern und ein Zeichen gegen die nach seiner Auffassung verfehlte Politik in Deutschland, insbesondere in Ausländer- und Flüchtlingsangelegenheiten, zu setzen.

Seine Revision wurde vom BGH nun verworfen, das Urteil des OLG ist damit rechtskräftig.

nas/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

BGH zu Reker-Attentat: Es bleibt bei 14 Jahren Haft für Frank S. . In: Legal Tribune Online, 09.01.2017 , https://www.lto.de/persistent/a_id/21699/ (abgerufen am: 07.07.2020 )

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Kommentare
  • 09.01.2017 17:49, Linksliberaler Multi-Kulti+Ökospinner

    Weiss man, ob das Schwurgericht wegen des Versuchs gemildert hat odet wegen § 21 StGB oder beides?

  • 09.01.2017 20:02, jcm

    Hmm, gute Frage, die Entscheidungen dazu sind offenbar (noch) nicht veröffentlicht. Erstinstanzlich war allerdings kein Schwurgericht, sondern der Staatsschutzsenats des OLG Düsseldorf mit der Sache befasst. Da dort laut LTO-Link der psychiatrische Gutachter zwar eine paranoid-narzisstische Persönlichkeitsstörung, aber volle Schuldfähigkeit attestiert hat, geht mein Tipp in Richtung Versuch...

    • 09.01.2017 22:27, Links-liberaler Multi-Kulti Ökospinner

      Danke für den Hinweis. Dass das erstinstanzlich am OLG lief, hatte ich verdrängt. Aber macht Sinn.

      Paranoid-narzisszisch ist eine geile Kombi...

      "Herr Doktor, helfen Sie mir. Ich habe das Gefühl, ich sei super" oder wie muss man sich das vorstellen? :-)