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Amtseinführung: Gene­ral­bun­des­an­walt Range will Buback-Preis aus­loben

17.11.2011

Zum Andenken an seinen ermordeten Vorgänger Siegfried Buback will der neue Generalbundesanwalt Harald Range einen Preis ausloben. Dies gab er im Rahmen des Festaktes zu seiner Amtseinführung am Donnerstag bekannt.

Den Preis sollen Persönlichkeiten erhalten, die die oberste deutsche Anklagebehörde "in ihrem Dienst an der Gesellschaft in lebensnaher Weise darstellen". Range ergänzte: "Zugleich soll es mein Beitrag sein, das deutsche Trauma der RAF-Zeit ein weiteres Stück zu verarbeiten und die Bedeutung des Rechts für das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft zu verdeutlichen."

Der Siegfried-Buback-Preis solle zum Gedenken an Buback und seine ermordeten Begleiter regelmäßig verliehen werden. Die Ehrung solle verdeutlichen, dass die Rolle der Bundesanwaltschaft "als Wächterin des Gesetzes in unserer demokratischen Gesellschaft" zuweilen auch mit großen Gefährdungen verbunden sein könne.

Buback wurde am 7. April 1977 von Terroristen der Roten Armee Fraktion (RAF) ermordet. Bei dem Attentat starben auch sein Fahrer Wolfgang Göbel und Justizhauptwachtmeister Georg Wurster. Ein "Kommando Ulrike Meinhof" bekannte sich zur Tat. Wer damals geschossen hat, ist bis heute unklar.

Die RAF-Terroristen Knut Folkerts, Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt wurden wegen Beteiligung an dem Mordanschlag zu lebenslanger Haft verurteilt.

dpa/age/LTO-Redaktion

 

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Amtseinführung: Generalbundesanwalt Range will Buback-Preis ausloben . In: Legal Tribune Online, 17.11.2011 , https://www.lto.de/persistent/a_id/4829/ (abgerufen am: 13.07.2020 )

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