Urteil in Südkorea: Hunde sind nicht zum essen da

21.06.2018

In Asien kann auch mal Hund auf der Speisekarte landen. Ein südkoreanisches Gericht hat die Schlachtung von Hunden zum Verzehr nun aber als rechtswidrig eingestuft. Tierschützer erhoffen sich nun eine Signalwirkung des Urteils.

In Südkorea kann durchaus auch mal Hund auf der Speisekarte stehen. Die Tiere werden dort nicht nur als Haustiere gehalten, in Hundefarmen werden die Tiere extra für den Verzehr gezüchtet und geschlachtet. Damit könnte aber bald Schluss sein: Nach einer Entscheidung des Regionalgerichts in Bucheon ist der Fleischverzehr kein ausreichender Grund für das Töten von Hunden.

Wie die tagesschau berichtet, gab das Gericht damit einer Klage der Tierschutzorganisation Care gegen einen Betreiber einer Hundefarm statt. Die Tierschützer warfen dem Betreiber vor, gegen Hygienevorschriften zu verstoßen und die Tiere "ohne berechtigten Grund zu töten". Über Vorschriften wie Hygienebestimmungen versuchen die südkoreanischen Behörden schon seit Längerem, der Hundezucht zur Lebensmittelproduktion einen Riegel vorzuschieben, ein gesetzliches Verbot fehlt allerdings bisher.

Die Tierschützer hoffen nun, dass die Hundefleischproduktion in ganz Südkorea als illegal eingestuft wird. Die Betreiber der Hundefarmen kündigten dagegen an, das Urteil nicht zu akzeptieren und forderten die Politik zu einer Klarstellung auf. "Auch Kühe, Schweine, Hühner und Enten werden gezüchtet, um sie zu essen. Warum nicht auch Hunde?", fragte ein Farmbesitzer. Nach Schätzungen der Nachrichtenagentur AFP werden jährlich rund eine Million Hunde in Südkorea gegessen. 

acr/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Urteil in Südkorea: Hunde sind nicht zum essen da . In: Legal Tribune Online, 21.06.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/29311/ (abgerufen am: 19.02.2019 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 21.06.2018 22:47, comment

    Richtig, weshalb nicht auch Hunde? Aus moralischen Gründen? Come on...

  • 25.06.2018 09:35, mel

    1es kommt auf die grausame Haltung, den elenden Lebensbedingungen und den extremst brutalen Tötungsmethoden an. Null Toleranz #stopyulin

    • 28.06.2018 15:23, Gegen Tierquälerei

      Absolut richtig: Die Lebens- und Schlachtungsbedingungen dort sind derart grausam, dass eine nähere Befassung mit dieser Thematik fast unerträglich ist.

      Richtig ist, dass auch im Rest der Welt- auch bei uns in Deutschland- die meisten Tiere schlecht gehalten und teilweise grausam getötet werden; so sind viele Schweine beispielsweise noch bei Bewusstsein, wenn sie in sog. Siederbecken mit 100 Grad heißem Wasser kommen, damit die Borsten abfallen und die Haut weich wird. Wer sich mal am kleinen Finger verbrüht hat, kann sich auch nur annährend vorstellen, welche Qualen ein Tier in einem Siedebecken erleiden muss. Und das alles nur für unseren Gaumengenuss. Schrecklich.

      Aus diesem Grunde sind wir seit 16 Jahren Vegetarier. Nur deshalb.

      Wer nicht auf Fleisch verzichten möchte: Ausschließlich beim Bio-Metzger kaufen, und dazu gehören NICHT Mc Do, Edeka oder Rewe!

      https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/landtag/detailansicht-landtag/artikel/fehlbetaeubungen-lassen-sich-nie-gaenzlich-ausschliessen.html

  • 25.06.2018 11:10, Britt

    Hunde sind unsre besten Freunde und gehören nicht in den Mund. Chinesen essen alles was lebt, Respekt vor Lebewesen null! Das muss ein Ende haben. Wir leben im 2018.

  • 26.06.2018 10:06, Ganz falscher Ansatz

    Können wir mal aufhören, nach Tierarten zu unterscheiden? Entweder ich fress die Viecher (dann muss ich aber auch die Größe haben, zuzugeben, dass jeder seinen eigenen Geschmack hat), oder aber ich lasse es sein. Rosinenpicken ist nicht.
    Wir vernichten jedes Jahr Milliarden Fische, Rinder, Schweine, Hühner, Puten und was sonst noch bei drei nicht auf dem Baum ist.

    Aber wenn es "Bello süßsauer" gibt, rasten alle aus? Wirklich? Wie leicht sind wir nicht alle vom wirklichen Problem abzulenken... das Volk ist ein dämlicher Haufen, der über jedes Stöckchen springt, dass hingehalten wird.

    Reden wir doch mal über die wirklichen Probleme der Massentierhaltung (die es übrigens bei Hunden in dieser Form noch gar nicht gibt...) - wo kommt denn unsere kürzlich EU-bemängelte Nitratbelastung her?

  • 20.07.2018 18:51, Werner Jung

    Wieso fressen Chinesen die Hundefleisch lieben nicht einfach andere Chinesen die Hundefleich fressen.Geschmacklich sollte es ziemlich ähnlich ausfallen und von diesen Degenerierten gibt es offensichtlich mehr als genug so dass man sie nicht extra züchten muss und das Problem würde sich von allein lösen.
    Davon abgesehen ist die weltweit tolerierte Massentierhaltung keinen Deut besser.
    Die Tierfressenden adipositösen Homo Sapien sollten sich gegenseitig fressen und die Welt wäre ein besserer Ort.

  • 14.08.2018 21:51, Hunde, Pferd, Lamm und Schwein sind Säugetiere

    Die Auswahl der Säugetiere, die Menschen essen, ist kulturell bedingt.

    In Mitteleuropa isst man (abgesehen von Kriegszeiten) keine Hunde.

    In Deutschland ist der Sauerbraten (vom Pferd) seit ca. 30 bis 40 Jahren immer seltener geworden. Die letzten Pferdemetzgereien sterben aus.

    Lamm, das niedlichste Tier, das ich mir vorstellen kann, ist in Deutschland ein gewöhnliches Fleisch.

    Schwein ist in Deutschland das beliebteste Fleisch. In vielen Kulturen gilt der Verzehr von Schwein als Sünde.

    Die Moral: es ist scheinheilig, jemanden dafür zu schelten, dass er Hunde schlachtet, wenn wir Schweine schlachten. Kulturelle Vorlieben sind lokal geprägt. Die Koreaner sollten sich nicht von deutschen Foristen vorwerfen lassen müssen, dass sie Hunde essen; ebenso wie wir uns nicht von Dritten vorwerfen lassen müssen, Schwein zu essen.

    Und weil sich hier viele für eine vegetarische Ernährung aussprechen. Der Proselitismus verfehlt das Thema. Denn hier geht es nicht um die Frage Fleisch oder Pflanze, sondern um die Frage Fleisch vom Hund oder Fleisch von anderen Säugetieren.

    Ich traue jedem zu, selbst entscheiden zu können, was er essen möchte, auch ohne Besserwisserei Dritter.

    • 14.08.2018 22:10, Nachdenken

      Offenbar haben Sie noch nicht ganz verstanden, dass es hier sehr wohl auch um die Frage der ethischen Legitimation des Schlachtens von Tieren zum Verzehr von Menschen geht - gleich ob deutsches Schwein in der Siedemaschine bei lebendigen Leib und 100 Grad Celsius oder koreanischer Hund, ein leben lang im Drahtkäfig eingepfercht, blutig geschlagen und lebendig gehäutet. Bevor Sie solche unqualifizierten und inhaltlich verfehlten Äußerungen tätigen, sollten Sie sich mit dem Leid, der Qual und den nahezu unerträglichen Schmerzen aller Tiere befassen, die als Gaumenfreunde auf unseren Tellern landen. Und deshalb ist der Konsum von Hunden in Korea genau so schlimm und verächtlich wie der von Schweinen, die ihr ganzes Leben leiden mussten, damit der Mensch ein Stück totes Tier auf dem Teller haben kann.

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