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Klage auf 87.000 US-Dollar Schadensersatz: Eltern ver­nichten Por­no­samm­lung ihres Sohnes

15.04.2019

Person legt einen Pornofilm ein

© dmitrimaruta - stock.adobe.com

In der Pornosammlung eines 40-Jährigen aus den USA müssen sich ein paar besonders kostbare Stücke gefunden haben, denn nun verklagt er seine Eltern auf 87.000 Dollar Schadensersatz, weil sie diese vernichteten.

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Wenn im Hotel Mama das Zimmer geräumt wird, kann durchaus kompromittierendes Material auftauchen, das die Eltern nicht so gerne sehen. "Ich habe dir einen großen Gefallen getan, indem ich dieses Zeug los geworden bin", schrieb der Vater des Mannes in einer E-Mail an seinen Sohn, nachdem er dessen Pornosammlung anlässlich des Umzugs vernichtet hatte. Nun verklagt der Sprössling seine Eltern auf 87.000 Dollar Schadensersatz, weil sich darin einige Filme von großem Wert befunden hätten.

Der Kläger, ein 40-jähriger Mann aus dem US-Bundesstaat Indiana, hatte sich nach seiner Scheidung im Jahr 2016 für zehn Monate wieder bei den Eltern eingenistet. Er lagerte dort auch sein Hab und Gut, darunter auch eine umfangreiche Kollektion pornographischer Filme und zwei Boxen Sexspielzeuge, insgesamt 12 Kartons. Ob die Sammlung mit der Scheidung des Mannes in einem Zusammenhang stand, ist nicht bekannt. Als der Mann schließlich das Zimmer im Elternhaus wieder räumte, um eine neue Bleibe zu beziehen, ließ er sich seine Sachen von den Eltern nachsenden.

Zu seinem Entsetzen stellte er fest, dass seine Pornosammlung dabei fehlte. Nachdem er sich an die Polizei gewandt hatte, weigerte sich der zuständige Staatsanwalt seines County zunächst, gegen die Eltern zu ermitteln. So entschied sich der Mann schließlich für eine Zivilklage am Bundesgericht in Michigan, wo er nun Schadensersatz fordert. Den Wert der Sammlung, die Berichten zufolge Titel wie "Frisky Business" and "Big Bad Grannys" umfasste, taxierte er auf etwa 29.000 Dollar. Woraus sich der restliche Betrag ergibt, blieb zunächst unklar. Denkbar wäre ein Schmerzensgeld für den Verlust seiner geliebten Sammlung.

Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, war der Mann schon von der Highschool geflogen, weil er Pornofilme verkauft hatte. Unter Bezugnahme auf den amerikanischen Nachrichtensender Fox zitiert die Zeitung aus einer E-Mail des Vaters: "Glaub' es oder nicht: Ich habe die Pornos aus Sorge um deine mentale und emotionale Gesundheit zerstört". Ebenfalls entsorgt haben sollen die Eltern rund ein Kilo Kokain. "Ich hoffe, du wirst mich eines Tages verstehen." Die Antwort des Sohnemannes: "Wenn ihr mit meinem Eigentum ein Problem hattet, hättet ihr mir das sagen können, dann hätte ich mir einen anderen Platz zum Wohnen gesucht."

ap/mam/LTO-Redaktion

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Klage auf 87.000 US-Dollar Schadensersatz: . In: Legal Tribune Online, 15.04.2019 , https://www.lto.de/persistent/a_id/34917 (abgerufen am: 20.05.2026 )

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