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Anwalt schmuggelte 142 Gramm Kokain ins Gefängnis: Alles für den Mandanten

15.07.2015

Erst Mobiltelefone, dann Kokain: Ein Rechtsanwalt in Costa Rica erledigte Schmugglerdienste für seine inhaftierten Mandanten. Wie er die Handys versteckte, steht nicht fest. Das Kokain hingegen? Nunja.

Der Advokat stand schon länger unter Verdacht, die von ihm betreuten Insassen mit -zumindest im Gefängnis- verbotenen Gegenständen auszustatten. Zuletzt soll er sie mit Mobiltelefonen versorgt haben, nachweisen konnte man ihm das jedoch nicht. Bei seinem letzten Besuch wurde er dann jedoch auf frischer Tat ertappt.

Wie der Costa Rica Star berichtet, ist er den Gefängniswärtern durch seine "seltsame Art zu gehen" aufgefallen, als er sich auf den Weg zu seinem Mandanten im Gesprächsraum des Gefängnisses machte. Die Beamten hatten bereits die Gummi-Handschuhe dabei, als sie in das Zimmer stürmten, brauchten diese aber nicht zu benutzen: Der Strafverteidiger hatte sich bereits seiner ihm offenbar unangenehmen Fracht entledigt. Stolze 142 Gramm Kokainpulver in einem Latexschlauch. Der Anwalt sitzt nun selbst in Untersuchungshaft.

ms/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Anwalt schmuggelte 142 Gramm Kokain ins Gefängnis: Alles für den Mandanten . In: Legal Tribune Online, 15.07.2015 , https://www.lto.de/persistent/a_id/16228/ (abgerufen am: 17.10.2019 )

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Kommentare
  • 17.07.2015 07:16, Ra Müller

    Warum nicht. Gehört doch in Costa Rica beinahe schon zu den Grund Nahrungsmitteln