Die 100 größten Wirtschaftskanzleien in Deutschland haben laut Juve im vergangenen Geschäftsjahr mehr als 11 Milliarden Euro umgesetzt. Freshfields bleibt Umsatzspitzenreiter, Gleiss Lutz und Latham verzeichnen zweistellige Zuwachsraten.
Seit mittlerweile 16 Jahren am Stück steigern die 100 größten Wirtschaftskanzleien in Deutschland Jahr für Jahr ihren Umsatz. Juve zählt mit und bereitet die Entwicklung regelmäßig auf. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 hat der Kölner Verlag ein Umsatzvolumen von 11 Milliarden Euro ermittelt – ein Plus von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Ganz oben zeigt sich das vertraute Bild. Freshfields führt das Ranking mit einem Umsatz von 597,4 Millionen Euro (+4,2 Prozent) an. Es folgen CMS Hasche Sigle mit 445 Millionen Euro (+4,5 Prozent) und Hengeler Mueller mit 409 Millionen Euro (+7,3 Prozent). Platz 4 sicherte sich Hogan Lovells Cadwalader (+6,9 Prozent auf 385 Millionen Euro), Platz 5 geht an Noerr (-0,6 Prozent auf 328,4 Millionen Euro).
Die größten prozentualen Zuwächse unter den Top10-Kanzleien verzeichnen Latham & Watkins (+10,8 Prozent auf 279,2 Millionen Euro) und Gleiss Lutz (+10,4 Prozent auf 318,9 Millionen Euro). Gleiss Lutz sichert sich damit wie schon im Vorjahr Platz 6. Latham tauscht nach einem Fotofinish die Plätze mit Flick Gocke Schaumburg (+8,1 Prozent auf 279 Millionen Euro) und verbessert sich auf Platz 8. Der einzige Neueinsteiger in die Top10 ist White & Case – mit einem Umsatz von 271 Millionen Euro (+9,7 Prozent) verdrängte man Luther aus der Beletage.
Die Produktivität steigt und die Zurückhaltung beim Personal nimmt zu
Wie schon im Jahr zuvor ist die Produktivität deutlich gestiegen. Den Umsatz pro Berufsträger (UBT) gibt Juve mit 712.000 Euro an – verglichen mit dem Vorjahreswert ein Anstieg von 6,7 Prozent. Die Anzahl der Vollzeitstellen für Berufsträger lag bei 16.727,5 und damit nur noch um 0,2 Prozent über dem Niveau des Geschäftsjahres 2024/2025. Schon da fiel das Plus mit 2,7 Prozent moderat aus. Der Trend zur Zurückhaltung bei neuem Personal setzte sich 2025/2026 fort.
Den höchsten UBT der Top10-Kanzleien erzielte Latham & Watkins. Mit 1,68 Millionen Euro spielt die US-Kanzlei in einer eigenen Liga. Hengeler Mueller kommt auf einen UBT von 1,07 Millionen, auch Linklaters schafft es mit 1,03 Millionen Euro in den siebenstelligen Bereich.
sts/LTO-Redaktion
Plus beim Personal nochmals geringer als im Vorjahr: . In: Legal Tribune Online, 30.09.2026 , https://www.lto.de/persistent/a_id/61019 (abgerufen am: 08.10.2026 )
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