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Rechtswidrige Absprachen: Kar­tell­strafen für Deli­very Hero und Glovo

02.06.2025

Logo Delivery Hero an einer Fassade

Bild: Achim Wagner - stock.adobe.com

Der Essenslieferant Delivery Hero steht schon länger unter besonderer Beobachtung durch die Wettbewerbshüter der Europäischen Union. Nun verhängt die Kommission eine Millionenstrafe.

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Weil der Essenslieferdienst Delivery Hero ein illegales Kartell mit dem spanischen Unternehmen Glovo gebildet hat, muss die in Berlin ansässige Firma rund 223 Millionen Euro Strafe zahlen. Gegen Glovo, seit 2022 ein Tochterunternehmen von Delivery Hero, wurde eine Strafe in Höhe von rund 106 Millionen Euro verhängt.

Konkret gehe es um wettbewerbswidrige Absprachen gemäß Artikel 101 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union sowie Artikel 53 des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum, etwa über Preise und Strategien, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. 

Neben dem Austausch zu sensiblen Informationen wie Preisen haben Delivery Hero und Glovo demnach auch vereinbart, keine Arbeitnehmer voneinander abzuwerben und Märkte örtlich untereinander aufzuteilen. Die Absprachen haben laut der Kommission unter anderem per Mail und Whatsapp stattgefunden. 

Zu den konkreten Auswirkungen auf Verbraucher oder Wettbewerber in Deutschland äußerte sich die Kommission nicht. Ein Beamter der Behörde betonte aber, es sei Fakt, dass Delivery Hero zwischenzeitlich im deutschen Markt aktiv gewesen sei, während Glovo es nicht war.

Kartellrechtsverstöße liegen schon länger zurück

Die zugehörigen Untersuchungen laufen schon länger. Bereits im November 2023 hatte die Kommission unangekündigte Inspektionen bei Delivery Hero in Berlin und bei Glovo in Barcelona durchgeführt. 

Ab Juli 2018 habe Delivery Hero eine Minderheitsbeteiligung an Glovo gehalten und später die alleinige Kontrolle über das Unternehmen übernommen. Nach Angaben der EU-Kommission fanden die Absprachen vor der Übernahme statt, die beiden Unternehmen bestreiten ihre Beteiligung an dem Kartell demnach nicht. 

Vergangenes Jahr hatte Delivery Hero bekanntgegeben, dass wegen des Kartells eine Strafe von möglicherweise mehr als 400 Millionen Euro verhängt werden könnte. Bis dahin hatten die Berliner für den Konflikt nur 186 Millionen Euro zurückgelegt.

dpa/sts/LTO-Redaktion

Beteiligte Kanzleien

Beteiligte Personen

Inhouse-Team Delivery Hero:

Andreas Krause (General Counsel)

Dr. Eike Helbig

Carla Wachendorfer

 

Gleiss Lutz für den Aufsichtsrat von Delivery Hero:

Prof. Dr. Michael Arnold (Partner, Federführung, Gesellschaftsrecht, Stuttgart)

Dr. Vera Rothenburg (Partnerin, Gesellschaftsrecht, Stuttgart)

Dr. Nikolai Unmuth (Gesellschaftsrecht, Stuttgart)

Pia Schneider (Gesellschaftsrecht, Stuttgart)

Dr. Petra Linsmeier (Partnerin, Kartellrecht, München/Brüssel)

Amelie Peiker (Kartellrecht, München/Brüssel)

Dr. Ulrich Soltész (Partner, Kartellrecht, Brüssel)

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Rechtswidrige Absprachen: . In: Legal Tribune Online, 02.06.2025 , https://www.lto.de/persistent/a_id/57324 (abgerufen am: 08.10.2026 )

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