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PMN Management Awards 2020: Feiern auf Abstand

26.09.2020

Am Donnerstag wurden in Frankfurt zum zwölften Mal die PMN Management Awards verliehen. Trotz Coronapandemie fand wie in den Vorjahren eine Gala statt - wenn auch mit weniger Gästen und einem Hygienekonzept.

Wegen einer Pandemie mit einer Tradition brechen? Nein, auch im Coronajahr 2020 fand die Verleihung der PMN Management Awards im Rahmen einer feierlichen Gala-Veranstaltung in Frankfurt statt. Selbstredend mit Hygienekonzept, etwas weniger Gästen als sonst und einem veränderten Ablauf.

Mit den Preisen werden seit 2009 Projekte aus den Personal-, Kommunikations- oder Geschäftsentwicklungsabteilungen von Kanzleien und WP-Gesellschaften ausgezeichnet. Claudia Schieblon, Gründerin und Leiterin des Professional Management Network (PMN), will damit die Leistungen dieser sogenannten Business Services hervorheben, die in der Außenwahrnehmung der Kanzleien häufig hinter der anwaltlichen Beratung zurückstehen.

Es wurden Auszeichnungen in sieben Kategorien vergeben: Geschäftsentwicklung, Human Resources, Kommunikation, Legal Tech, Nachhaltigkeit und Newcomer sowie Management. Während sich die Kanzleien in den ersten sechs Kategorien mit ihren Projekten selbst bewerben konnten, war in der Kategorie Management eine Peer-Group-Befragung unter den Managing Partnern der größten Wirtschaftskanzleien und WP-Gesellschaften die Grundlage der Jury-Entscheidung. Trotz der Pandemie und der Einreichungsphase während des Lock-Downs habe es mehr Bewerbungen als in den Jahren zuvor gegeben, so Claudia Schieblon. Unter den Projekten waren zahlreiche Initiativen, mit denen die Kanzleien auf die Coronapandemie reagierten.

Corona-Taskforce, verbunden bleiben und mehr Social Media

So ging der erste Preis in der Kategorie Geschäftsentwicklung an KPMG Law für ihre "Corona Task Force". Auf einer eigenen Website, die bereits am 5. März online ging, informiert die Kanzlei über die wichtigsten Rechtsfragen rund um die Covid-19-Pandemie, ergänzend gab es unter anderem ein Online-Tool "Kurzarbeitergeld-Assistent" und rund 30 Webinare.

Die Kategorie Human Resources gewann Baker McKenzie mit dem Corona-Projekt "Stay Connected", während Gleiss Lutz für die Softwareentwicklung "Facttracker" den Award Legal Tech holte.

CMS Hasche Sigle wurde für ein "Social Media-Click&Share-System" in der Kategorie Kommunikation ausgezeichnet. Die Kanzlei unterstützt ihre Anwälte dabei, in Social Media visibler zu werden und hat dazu unter anderem eine Webinarreihe, einen internen Newsletter sowie ein Content-Automation-Tool eingeführt.

Partner spenden Urlaubstage

Für "Nachhaltigkeit" wurde Luther Rechtsanwälte mit einem Preis belohnt. Im Rahmen des Projekts "Luther4Family" konnten Partner eigene Urlaubstage spenden – im Gegenzug sollten Mitarbeiter mit betreuungspflichtigen Kindern während der Pandemie zusätzliche freie Tage erhalten. Konkret werden die gespendeten Urlaubstage mit ihrem finanziellen Gegenwert in einen Pool übertragen, aus dem Eltern zusätzliche freie Tage in Verbindung mit ihrem arbeitsvertraglich geregelten Urlaub abrufen können. Damit wollte die Kanzlei die Doppelbelastung aus Homeoffice und Kinderbetreuung minimieren.

Als Newcomer des Jahres wurde die Strafrechtlerin Malaika Nolde geehrt. Sie hat sich im Frühjahr dieses Jahres nach Stationen bei VBB und Orth Kluth selbstständig gemacht und fokussiert sich auf die Schnittstelle von Strafrecht und Datenschutz, IT-Beratung und Legal Tech.

Die Strategin und der, der die Maschine am Laufen hält

Die Auszeichnung als Managing Partner des Jahres ging an Elisabeth Lepique und Dr. Markus Sengpiel, die an der Spitze der Kanzlei Luther stehen.

Elisabeth Lepique sei "die Strategin", heißt es in der Laudatio der Jury. Sie habe die internationale Ausrichtung der Kanzlei im Blick, gelte als empathisch und nahbar. Markus Sengpiel halte zuverlässig "die Maschine am Laufen", seine Kompetenz für Zahlen und Organisation sei unbestritten. "Weitblick, unbedingter Einsatz für die Ziele der Partnerschaft und ein menschlicher Führungsstil verschaffen ihnen große Anerkennung", heisst es weiter.

Die Jury der PMN Management Awards besteht aus den Journalisten Marcus Jung (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Andreas Kurz (Impulse), der Hochschuldozentin für Marketing und marktorientiertes Management an der Hochschule Rhein-Waal Prof. Dr. Marion Halfmann sowie den Rechtsanwälten Dr. Carl-Peter Feick und Peter Nägele. Feick war bis März 2018 Partner bei Linklaters, von 2010 bis 2016 führte er die Kanzlei als German Senior Partner. Nägele stand viele Jahre an der Spitze internationaler Großkanzleien und gehörte außerdem dem Management Board von Siemens an. Aktuell ist er selbstständiger Berater von Unternehmen und Vorständen.

ah/LTO-Redaktion

 

 

Zitiervorschlag

PMN Management Awards 2020: Feiern auf Abstand . In: Legal Tribune Online, 26.09.2020 , https://www.lto.de/persistent/a_id/42923/ (abgerufen am: 26.10.2020 )

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