Sieben Kategorien, viel Jubel: Die PMN Awards für Innovationen im Kanzleimarkt gingen in diesem Jahr an CMS, DLA Piper, GvW Graf von Westphalen, Gleiss Lutz, Hogan Lovells, Lark und Arqis.
Bei den PMN Awards wurden am Donnerstagabend "innovative Projekte, die einen Benchmark in der Branche setzen und zum Geschäftserfolg der Kanzlei beitragen" ausgezeichnet. Zum 17. Mal hatte Claudia Schieblon dazu zum Galaabend eingeladen, wie im Vorjahr inzwischen nicht mehr wie einst nach Frankfurt, sondern nach Düsseldorf. Schieblon ist Gründerin des PMN Management Circles, ein Netzwerk von Wirtschaftskanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.
Die Bewerbungen der Kanzleien um den Award bewertet eine Jury bestehend aus Dr. Marion Welp, Marcus Jung, Dr. Stefan Kraus, Prof. Dr. Marion Halfmann und Andreas Kurz – allesamt Juristen in sehr unterschiedlichen Arbeitsumfeldern – sieben Awards waren zu vergeben.
In der Rubrik Geschäftsentwicklung setzte sich CMS mit dem Projekt "Broadcaster" gegen KMPG Law und FPS durch. Der Broadcaster ist eine digitale Plattform mit 50 Themenseiten, auf der die Anwält:innen juristisches und wirtschaftliches Wissen teilen.
In der Kategorie Human Resources waren Osborne Clarke, Menold Bezler und DLA Piper nominiert – letztere gewann den Award mit dem Projekt "Be a parent". Die Initiative soll Familie und Karriere für beide Elternteile ermöglichen und mehr Frauen in Führungspositionen bringen. Seit der Einführung im Mai 2024 ist laut DLA der Anteil der Männer in Teilzeit auf 14 Prozent gestiegen.
Auch ESG (Environmental, Social und Governance Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) ist eine Kategorie bei den Awards mit in diesem Jahr zwei Nominierten. Hier setzte sich GvW Graf von Westphalen gegen Taylor Wessing durch. Denn GvW erfasst pro-bono-Arbeit in der Kanzlei nun als billable hours, bis zu 50 Stunden jährlich werden auf die Bonusschwelle angerechnet.
Meiste Einreichungen bei Legal Tech
Drei Nominierungen gab es bei "Kommunikation" – je eine weitere für KMPG Law und GvW Graf von Westphalen, es siegte jedoch Gleiss Lutz mit einer "Cyber-Security-Kampagne", mit der sie die eigenen Mitarbeitenden für die gestiegene Bedrohungslage sensibilisierte und stärkere Schutzmaßnahmen einführte.
Die meisten Einreichungen hatte die Jury in der Kategorie "Legal Tech" zu bewerten. Nominiert waren schließlich Reusch Law, Luther, Gleiss Lutz und Hogan Lovells. Hogan gewann mit ihrem vom Berliner Standort heraus gegründeten Technologieunternehmen "Eltemate". In diesem sind alle Legal-Tech-Entwicklungen der Kanzlei unter einem Dach gebündelt. Damit seien, so die Jury der Awards, die Digitalisierungs- und Entscheidungsprozesse für schnellere Bewilligung und Umsetzung der Ideen zentralisiert.
Newcomer des Jahres ist die Kanzlei Lark für ihre "Innovative Kanzleigründung". Hier gibt es laut Jury keine festen Arbeitszeiten oder -orte, die Anzahl der Urlaubstage orientiere sich an den Bedürfnissen des Teams.
Managing Partnerin des Jahres ist Andrea Panzer-Heemeier. Sie hat diese Position inne, seit sie Anfang 2018 eingeführt wurde. In der Laudatio betonte die Jury, die Arbeitsrechtspartnerin habe einen maßgeblichen Anteil daran, dass die Kanzlei fest im Kreis der wichtigsten Kanzleien Deutschlands etabliert sei.
Wie jedes Jahr spendeten die Kanzleien anlässlich der Gala für einen guten Zweck: 19.500 Euro gingen an Kopfsachen e.V. Der von Absolventen des Psychologie-Masterstudiums gegründete Verein bietet Workshops für Kinder und Jugendliche, um präventiv deren mentale Gesundheit zu stärken.
tap/LTO-Redaktion
Verleihung der PMN Awards: . In: Legal Tribune Online, 19.09.2025 , https://www.lto.de/persistent/a_id/58188 (abgerufen am: 21.01.2026 )
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