Ashurst hat sich mit der US-Kanzlei Perkins Coie auf einen Zusammenschluss verständigt. Die kombinierte Einheit würde sich einen Platz unter den weltweit 20 umsatzstärksten Kanzleien sichern.
Allen & Overy und Shearman & Sterling haben es im Frühjahr 2024 getan. Gut ein Jahr später folgten Herbert Smith Freehills und Kramer Levin Naftalis & Frankel. Jetzt haben mit Ashurst und Perkins Coie zwei weitere internationale Großkanzleien zusammengefunden. Läuft alles wie geplant, soll der Vollzug der am Montag angekündigten Fusion im dritten Quartal 2026 erfolgen.
Die Gespräche haben nach Angaben der Beteiligten schon Anfang dieses Jahres begonnen. Man teile eine Vision, wie man das starke Wachstum beider Kanzleien gemeinsam noch weiter beschleunigen könne, heißt es in einem Statement. Die britische Kanzlei Ashurst betont, dass eine Expansion in die USA schon lange strategische Priorität genieße. In Perkins Coie habe man jetzt den gesuchten Partner auf Augenhöhe mit gemeinsamen Ambitionen gefunden.
Doppelspitze soll die Leitung übernehmen
Entstehen soll demnach eine "Kanzlei der Zukunft", die verstärkt auch Künstliche Intelligenz in die Rechtsberatung einfließen lässt. Bei der Namensfindung blieb man dann aber doch lieber in der Gegenwart und verzichtete auf Extravaganz: Die neue Einheit soll am Markt als Ashurst Perkins Coie auftreten.
Nimmt das Vorhaben die verbleibenden Hürden – insbesondere die Zustimmung der jeweiligen Partnerinnen und Partner steht noch aus – entsteht eine der zwanzig größten Kanzleien der Welt. Der kombinierte Jahresumsatz von Ashurst und Perkins Coie lag zuletzt bei rund 2,6 Milliarden Dollar – auch hier begegnen sich die beiden Einheiten mit jeweils etwa 1,3 Milliarden Dollar auf Augenhöhe. In den 52 Niederlassungen, verteilt auf 23 Länder, beraten über 3.000 Anwältinnen und Anwälte.
Klar ist schon jetzt, dass Ashurst Perkins Coie auf eine Doppelspitze setzen wird. Bill Malley von Ashurst und Paul Jenkins von Perkins Coie werden die Kanzlei als Co-CEOs leiten. Bis zum Vollzug der Fusion agieren die Kanzleien eigenständig. Termine für die Abstimmungen der jeweiligen Partnerschaften wurden noch nicht genannt.
sts/LTO-Redaktion
Nächster Zusammenschluss zweier Großkanzleien: . In: Legal Tribune Online, 17.11.2025 , https://www.lto.de/persistent/a_id/58649 (abgerufen am: 13.01.2026 )
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