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Kellerhals und Carrard & Associés: Fusion im Schweizer Kanz­lei­markt

02.09.2015

Die beiden Schweizer Kanzleien Kellerhals Anwälte und Carrard & Associés schließen sich zum 1. September zu Kellerhals Carrard zusammen. Die fusionierte Kanzlei hat über 120 Berufsträger an schweizweit vier Standorten.

Die Kanzlei, deren Wurzeln bis ins Jahr 1885 zurückreichen, wird damit eine der fünf größten Schweizer Kanzleien (gemäss Chambers Europe 2015). Sie hat Standorte sowohl in der Deutschschweiz als auch in der französischsprachigen Schweiz, nämlich in Zürich, Basel, Bern und Lausanne/Sion. Hinzu kommen Vertretungen in Shanghai und für Notariatsdienstleistungen in Binningen (Kanton Basel-Landschaft). Carrard ist neben der wirtschaftrechtlichen Ausrichtung auch bekannt für ihre Expertise im Sportrecht.

"Für internationale Klienten spielt es keine Rolle, wo der Anwalt sitzt; relevant sind hier Fachkompetenz, rasche Verfügbarkeit und pragmatische Lösungen. Für Schweizer Kunden bleibt die lokale Vernetzung jedoch wichtig", sagt Beat Brechbühl, Managing Partner von Kellerhals Anwälte und künftig von Kellerhals Carrard. Mit dem Zusammenschluss mit Carrard und dem Eintritt in die dynamisch wachsende Genferseeregion trage man diesen Kundenbedürfnissen Rechnung und festige zugleich die Position als attraktiver Arbeitgeber für junge Talente.

"In den letzten Jahren konnten wir unsere Kanzlei dynamisch entwickeln und ein solides internationales Netzwerk aufbauen, so dass wir in der Westschweiz als wichtiger Player wahrgenommen werden", sagt Jean-Philippe Rochat, Managing Partner von Carrard & Associés. "Mit dem von unseren Deutschschweizer Kollegen geteilten unternehmerischen Beratungsansatz und der föderalistischen Struktur von Kellerhals Carrard sind wir überzeugt, gemeinsam die zukünftigen Herausforderungen auf dem Schweizer Anwaltsmarkt zugunsten unserer Klienten zu meistern."

Laut einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) haben in den letzten Jahren einige Schweizer Kanzleien über die deutsch-französische Sprachgrenze, den sogenannten Röstigraben, hinweg fusioniert. Im Jahr 2012 war die Kanzlei Meyerlustenberger Lachenal entstanden, und Anfang dieses Jahres schlossen sich eine West- und eine Deutschschweizer Kanzlei zu CMS von Erlach Poncet zusammen, die Teil der CMS-Allianz ist. Mittlerweile seien nur noch zwei der großen Kanzleien ausschließlich am Banken- und Wirtschaftsstandort Zürich tätig, nämlich Homburger sowie Niederer Kraft & Frey. Alle anderen haben laut NZZ weitere Büros in Schweizer Städten, manche sogar im Ausland.

Quelle: Kellerhals Carrard

Zitiervorschlag

Kellerhals und Carrard & Associés: Fusion im Schweizer Kanzleimarkt . In: Legal Tribune Online, 02.09.2015 , https://www.lto.de/persistent/a_id/16772/ (abgerufen am: 24.06.2019 )

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