Freshfields Bruckhaus Deringer: Squeeze-out bei Generali Deutschland

16.05.2014

Freshfields Bruckhaus Deringer hat die Assicurazioni Generali, italienische Konzernmutter der Generali Versicherungsgruppe, beim Ausschluss der Minderheitsaktionäre ihrer deutschen Tochter Generali Deutschland beraten. Damit ist der Weg frei für einen Börsenrückzug des Versicherers. Mit einem Abfindungsvolumen von über 228 Millionen Euro ist es der größte Squeeze-out seit 2007.

Bereits im Dezember 2013 hatten die verbliebenen Generali-Minderheitsaktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung mit einer Mehrheit von 99,23 Prozent ihrem Ausschluss, dem sogenannten Squeeze-out, gegen Barabfindung von 107,77 Euro pro Aktie zugestimmt. Allerdings hatten einige Aktionäre gegen diesen Beschluss Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage vor dem Landgericht Köln erhoben.

Am 7. Mai 2014 ist der Squeeze-out nach Anfechtungsklage und erfolgreichem Freigabeverfahren mit der Eintragung in das Handelsregister wirksam geworden. Die von den Minderheitsaktionären gehaltenen Generali-Aktien wurden der italienischen Muttergesellschaft Assicurazioni Generali übertragen. Ein Team um Freshfields-Partner Dr. Christian Decher hat die General-Gruppe bei der Maßnahme beraten.

Die Generali Deutschland-Gruppe, zu der Marken wie AachenMünchener, Cosmos Direkt, Advocard oder Badenia gehören, ist eine der größten Versicherungsgruppen in Deutschland. Der Unternehmenswert wird auf rund 5,79 Milliarden Euro beziffert. 

Beteiligte Personen

Freshfields Bruckhaus Deringer für Assicurazioni Generali

Dr. Christian E. Decher, Federführung, Gesellschaftsrecht/M&A, Partner, Frankfurt

Beteiligte Kanzleien

Quelle: Freshfields Bruckhaus Deringer, LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Freshfields Bruckhaus Deringer: Squeeze-out bei Generali Deutschland . In: Legal Tribune Online, 16.05.2014 , https://www.lto.de/persistent/a_id/12002/ (abgerufen am: 02.12.2022 )

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