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Neuausrichtung im Rheinland: Fresh­fields zieht sich aus Köln zurück

17.12.2015

Freshfields Bruckhaus Deringer wird ab dem kommenden Jahr ihr Kölner Büro mit dem Düsseldorfer Standort zusammenlegen. Zugleich soll die Zusammenarbeit zwischen dem neuen Rheinland-Büro und Frankfurt vertieft werden.

Freshfields Bruckhaus Deringer unterhält seit der Fusion von Bruckhaus Westrick und Freshfields Deringer im Jahr 2000 die beiden Standorte im Rheinland. Schon länger war spekuliert worden, dass die Büros in Köln und Düsseldorf mittelfristig zusammengelegt werden. Wie der Branchenverlag Juve berichtet, haben in den letzten Wochen Abgeordnete aus beiden Büros über die Zusammenlegung der Standorte verhandelt.

Dass die Entscheidung nun zugunsten der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ausgefallen ist, kommt nicht unerwartet. In der Vergangenheit haben mehrere Kanzleien ihre Präsenz in Köln aufgegeben und sind nach Düsseldorf gezogen, weil die Landeshauptstadt als der stärkere Wirtschaftsstandort gilt. Unter den großen Wirtschaftskanzleien unterhält damit künftig nur noch CMS Hasche Sigle Büros in Köln und in Düsseldorf. Zur Doppelpräsenz im Rheinland kam es, als sich im Jahr 2005 das Kölner Büro von Norton Rose der Kanzlei anschloss.

Engere Zusammenarbeit mit Frankfurt

Freshfields teilt nun mit, dass das neue "Rheinland-Büro" Beratung bei Transaktionen, Global Investigations, regulatorischen Fragen und bei der Prozessführung in enger Verzahnung mit dem Frankfurter Büro anbieten werde. Die beiden Frankfurter Corporate-Partner Dr. Andreas Fabritius und Rick van Aerssen, Global Head of Corporate, werden künftig von Düsseldorf aus tätig sein.

Das Rheinland-Büro wird von dem IP-Prozessrechtler Matthias Koch, derzeit Partner im Kölner Büro, geleitet werden. Dr. Franz Aleth, ebenfalls bislang Partner in Köln, wird in Düsseldorf unter anderem die Koordination der wachsenden US-Aktivitäten von Freshfields verantworten. Das Rheinland-Büro soll zudem ein zentraler Anlaufpunkt für die Global-Investigations-Praxis der Sozietät werden.

Die beiden Kölner Partner Dr. Ludwig Leyendecker und Dr. Kai Hasselbach sollen unterdessen in das Münchener Büro wechseln, um dort den Ausbau des Standorts als Schwerpunkt der Private-Equity-Praxis der Sozietät voranzutreiben.

Beteiligte Kanzleien

Quelle: ah/LTO-Redaktion mit Material von Freshfields Bruckhaus Deringer

Zitiervorschlag

Neuausrichtung im Rheinland: Freshfields zieht sich aus Köln zurück . In: Legal Tribune Online, 17.12.2015 , https://www.lto.de/persistent/a_id/17899/ (abgerufen am: 15.10.2019 )

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