Florian Wirtz verlässt Bayer Leverkusen und wechselt zum Liverpool FC. Wirtz verzichtet zwar auf Spielerberater, holt sich bei den Vertragsverhandlungen mit seinem neuen Club aber Unterstützung von Seitz.
Der FC Bayern München hat lange um ihn geworben, auch Manchester City wurde ein gesteigertes Interesse nachgesagt. Entschieden hat sich Florian Wirtz letztlich für einen Wechsel zum Liverpool FC. Den Medizincheck hat der deutsche Nationalspieler in der vergangenen Woche erfolgreich absolviert und auch der Vertrag ist unterschrieben – nur die Rückennummer, mit der Wirtz in Zukunft auflaufen wird, ist noch offen.
Bayer Leverkusen, bisheriger Arbeitgeber von Wirtz, darf sich dem Vernehmen nach auf ein Schmerzensgeld von bis zu 150 Millionen Euro freuen. Für keinen deutschen Spieler wurde bislang eine Ablösesumme in dieser Größenordnung bezahlt.
Er wechsle nicht nach Liverpool um Spaß zu haben, er wolle auch etwas erreichen und den Fans geben, was sie verdienen, so Wirtz in einem Statement, das sich auf der Website des Clubs nachlesen lässt. So viel Ehrgeiz wird vor allem seinen neuen Trainer Arne Slot freuen.
Wirtz trifft in Liverpool auf einen alten Bekannten: Auch der Rechtsverteidiger Jeremie Frimpong ist vor Kurzem von Leverkusen nach Liverpool gewechselt – dank Ausstiegsklausel lag die Ablöse für den 24-jährigen bei vergleichsweise preiswerten 35 Millionen Euro.
Seitz sitzt mit am Verhandlungstisch
Der Wirtz-Transfer sticht nicht nur durch die Höhe der Ablösesumme heraus. Es ist auch einer der wenigen Wechsel in dieser Güteklasse, die ohne Spielerberater abgewickelt wurden. Wirtz wird von seinen Eltern beraten, lediglich mit Blick auf Vermarktungsfragen setzt die Familie seit dem vergangenen Jahr auf die Agentur Sports360.
Ganz ohne externe Expertise ging es aber dann doch nicht. Bei den Vertragsverhandlungen mit dem Liverpool FC ließ sich Wirtz von der Kanzlei Seitz mit einem Team um Dr. Stefan Seitz und Dr. Maximilian Schmidt und der englischen Kanzlei Travers Smith unterstützen. Inhouse waren für Liverpool Preston Jones und Richard Hughes tätig, bei Bayer Leverkusen war Lars Küpper involviert.
sts/LTO-Redaktion
Seitz für Florian Wirtz:
Dr. Stefan Seitz (Partner, Arbeitsrecht, Köln)
Dr. Maximilian Schmidt (Partner, Arbeitsrecht, Köln)
Prof. Dr. Sebastian Benz (Partner, Steuerrecht, Köln)
Dr. Haakon Richter (Steuerrecht, Köln)
Christian Achtmann (Partner, Markenrecht/Persönlichkeitsrechte, Köln)
Travers Smith für Florian Wirtz:
Elissavet Grout (Steuerrecht)
Tom Margesson (Steuerrecht)
Gill Azavedo-Andrade (Sportarbeitsrecht)
Ed Mills (Sportarbeitsrecht)
Abschied von Bayer Leverkusen: . In: Legal Tribune Online, 25.06.2025 , https://www.lto.de/persistent/a_id/57501 (abgerufen am: 06.12.2025 )
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