Energieversorger EnBW hat einen Kredit über 500 Millionen Euro bei einem Bankenkonsortium aufgenommen. Die italienische Finanzierungsgesellschaft SACE garantiert 80 Prozent des Betrags. CMS beriet EnBW, Clifford Chance die Banken und SACE.
Das Energieversorgungsunternehmen EnBW Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) hat einen Kreditvertrag über 500 Millionen Euro mit einem internationalen Bankenkonsortium, bestehend aus BBVA, BNP Paribas und Commerzbank, abgeschlossen. Die Finanzierung hat eine Laufzeit von sieben Jahren.
Das Darlehen nebst Zinsen ist mit einer 80-prozentigen Garantie der italienischen Versicherungs- und Finanzgruppe SACE besichert. Das Darlehen ist an verschiedene Nachhaltigkeitskriterien gekoppelt, die bereits für eine syndizierte Kreditlinie der EnBW aus dem Jahr 2024 gelten.
Zudem sieht der Darlehensvertrag eine Kooperation des Einkaufsbereichs der EnBW mit SACE vor. So sollen die Geschäftsbeziehungen mit italienischen Lieferanten ausgebaut werden.
Kanzleien & Köpfe


Ein internationales CMS-Team unter der Leitung von Dr. Marc Riede und Dr. Julia Runge hat EnBW beraten. Das Inhouse Legal-Team der EnBW wurde von Rechtsanwalt Nils Katzmark geführt.
Für das Bankenkonsortium und SACE war Clifford Chance tätig. Im Lead war der Düsseldorfer Partner Dr. Florian Mahler.
Vor kurzem schloss EnBW Kapitalerhöhung von 3,1 Milliarden Euro ab
Kürzlich hatte die EnBW zudem mit dem Verkauf von mehr als 53,5 Millionen neuer Aktien rund 3,1 Milliarden Euro erlöst und damit die lange vorbereitete Kapitalerhöhung abgeschlossen. Auch hierbei war CMS mandatiert, die Federführung lag bei Dr. Karsten Heider und Philipp Melzer.


Willkie Farr & Gallagher hat die Citigroup und die DZ BANK als Konsortialbanken beraten. Federführend war Partner Simon Weiß.
Die Transaktion ist die größte Kapitalerhöhung in Deutschland seit 2022 und stellt zugleich die bisher größte Eigenkapitalmaßnahme im EMEA-Raum im Jahr 2025 dar, heißt es in der CMS-Pressemitteilung.
Die neuen Aktien wurden den Aktionären im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts zu einem Bezugspreis von 58 Euro je Aktie angeboten. Die beiden Hauptaktionäre der EnBW, die vom Land Baden-Württemberg gehaltene NECKARPRI Beteiligungsgesellschaft mbH und die vom Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke gehaltene OEW Energie-Beteiligungs GmbH, haben ihre Bezugsrechte jeweils vollständig ausgeübt.
50 Milliarden Euro für Klimaneutralität
Für den Zeitraum von 2024 bis 2030 hat EnBW Investitionen von bis zu 50 Milliarden Euro in den klimaneutralen Umbau des Energiesystems geplant. Dabei geht es vor allem um den Ausbau der Stromnetze, den Neubau von Wind- und Solaranlagen, wasserstofffähige Gaskraftwerke, das geplante Wasserstoffkernnetz sowie Elektromobilität.
Das Unternehmen versorgt rund 5,5 Millionen Kundinnen und Kunden. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern einen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zwischen 4,8 Milliarden und 5,3 Milliarden Euro. Von 2023 auf 2024 war er insbesondere wegen Entwicklungen bei Gas- und Strompreisen von 6,4 Milliarden auf 4,9 Milliarden Euro gesunken.
fkr/LTO-Redaktion
Mit Material der dpa
CMS für EnBW:
Dr. Marc Riede (Lead Partner, Banking & Finance, Hamburg)
Dr. Julia Runge (Lead Principal Counsel, Banking & Finance, Hamburg)
CMS in Italien:
Paolo Bonolis (Partner)
Emanuela DiMuzio (Counsel)
Clifford Chance für Bankenkonsortium und SACE:
Dr. Florian Mahler (Lead, Partner, Global Financial Markets, Düsseldorf)
David Neu (Partner, Global Financial Markets, München)
Giuseppe Chiaula (Senior Associate, Global Financial Markets, München)
Rima Lenders (Senior Transaction Lawyer, Global Financial Markets, Düsseldorf)
Clifford Chance Italien:
Filipo Tassoni (Partner, Global Financial Markets, Rom)
EnBW inhouse:
Nils Katzmark
CMS | Clifford Chance: . In: Legal Tribune Online, 21.07.2025 , https://www.lto.de/persistent/a_id/57714 (abgerufen am: 09.12.2025 )
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