Veröffentlichung von Urteilen: Im Namen des Volkes – für das Volk?

02.06.2026

Die Veröffentlichung gerichtlicher Entscheidungen ist für Transparenz und Vertrauen in die Justiz unverzichtbar. Aber warum bleibt ein Großteil der Rechtsprechung unveröffentlicht? Automatisierte Verfahren könnten Abhilfe schaffen.

In Zeiten, in denen das Vertrauen der Gesellschaft in öffentliche Institutionen abnimmt oder gar Misstrauen weicht, ist eine transparente Justiz ein starker Grundpfeiler für den Rechtsstaat. Auch die Veröffentlichung von Gerichtsurteilen trägt dazu bei.

Schätzungen zufolge werden jedoch deutlich weniger als zwei Prozent aller gerichtlichen Entscheidungen in Deutschland tatsächlich veröffentlicht. Die genauen Zahlen schwanken je nach Quelle und Gerichtstyp, doch die Grundfeststellung bleibt dieselbe: Der überwiegende Teil der Rechtsprechung bleibt unveröffentlicht.

Nach Ansicht der Präsidentin des Oberlandesgerichts Celle, Stefanie Otte, gilt es, das zu ändern. Von einer Veröffentlichung sollte künftig nur in Ausnahmefällen abgesehen werden. Das, so Otte, setze in den Gerichten jedoch die Möglichkeit der flächendeckenden automatisierten Anonymisierung voraus.

Wie dies konkret umzusetzen ist, lesen Sie im Anwaltsblatt.

hs/LTO-Redaktion
 

Zitiervorschlag

Veröffentlichung von Urteilen: . In: Legal Tribune Online, 02.06.2026 , https://www.lto.de/persistent/a_id/60115 (abgerufen am: 18.06.2026 )

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