Arbeitsgericht Leipzig: Spür­bare Mehr­be­las­tung durch E-Akte

24.09.2021

Das Leipziger Gericht hatte als erstes Arbeitsgericht in Sachsen die E-Akte eingeführt. Nach einem Jahr zieht es eine gemischte Bilanz.

Gut ein Jahr nach der Einführung ist die E-Akte Kritik ausgesetzt: Die Arbeit mit der elektronischen Akte habe zu einer spürbaren Mehrbelastung beim Personal geführt, teilte das Gericht am Freitag mit. "Formulare online auszufüllen oder zu signieren dauert deutlich länger, als das bei Papierakten der Fall war", sagte Gerichtssprecher Frank Liedtke. Positiv sei allerdings, dass das Gericht kaum noch Papier benötige und daher keine Probleme mit Lagerkapazitäten von Akten habe.

3.300 Eingänge mit der E-Akte, von denen 2.300 im neuen Verfahrensweg erledigt wurden, zählte das Gericht in dieser Zeit. Gerade am Anfang habe es oft technische Probleme gegeben, die Arbeitsabläufe zusätzlich behindert hätten, sagte Liedtke. Erschwerend seien die Corona-Einschränkungen hinzugekommen. "Aber selbst während des strengen Lockdowns kam es zu keinem Zeitpunkt zu größeren Einschränkungen der Rechtspflege am Arbeitsgericht Leipzig", heißt es in einer Mitteilung vom Freitag.

Mittlerweile wird die E-Akte auch in Chemnitz und am sächsischen Landesarbeitsgericht eingesetzt.

cp/dpa/LTO-Redaktion

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Arbeitsgericht Leipzig: Spürbare Mehrbelastung durch E-Akte . In: Legal Tribune Online, 24.09.2021 , https://www.lto.de/persistent/a_id/46111/ (abgerufen am: 21.10.2021 )

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