DRB warnt vor Personalmangel an Gerichten: Justiz ver­liert 10.000 Richter und Staats­an­wälte

03.01.2018

Warnungen vor einem drohenden Personalmangel in der Justiz sind seit Jahren immer wieder zu hören. Nun schlägt der Deutsche Richterbund Alarm und stellt Forderungen an die Politik.

Der Deutsche Richterbund (DRB) hat erneut vor einem dramatischen Personalmangel in der Justiz gewarnt und die Einstellung von 2.000 zusätzlichen Richtern und Staatsanwälten gefordert. "Wenn die Politik hier nicht aktiv wird, droht der Rechtsstaat zu erodieren", sagte Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn der Saarbrücker Zeitung.

Wegen einer bevorstehenden Pensionierungswelle werde sich die angespannte Personalsituation in den kommenden 10 bis 15 Jahren noch deutlich verschärfen. Diese Aussichten sind bereits seit längerem bekannt. Hiervor hatte der DRB schon früher gewarnt.

Bis 2030 würden deutschlandweit rund 40 Prozent der Juristen aus dem Dienst ausscheiden. Die Justiz verliere damit mehr als 10.000 Richter und Staatsanwälte in kurzer Zeit, so Rebehn. Zugleich sei die Zahl der Nachwuchsjuristen "seit Jahren rückläufig", warnte er. Eine vorbeugende Personalpolitik müsse deshalb sofort beginnen.

Rebehn forderte einen Bund-Länder-Pakt für den Rechtsstaat, um die Personallücken in der Justiz rasch zu schließen. Besonders alarmierend sei, dass die Gerichte immer wieder Angeklagte aus der Untersuchungshaft entlassen müssten, weil ihre Strafverfahren unvertretbar lange dauerten.

dpa/mam/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

DRB warnt vor Personalmangel an Gerichten: Justiz verliert 10.000 Richter und Staatsanwälte . In: Legal Tribune Online, 03.01.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/26263/ (abgerufen am: 27.04.2018 )

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Kommentare
  • 03.01.2018 16:53, Rudas

    Es gibt doch genug Volljuristen mit der Befähigung zum Richteramt. Wo ist das Problem?

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    • 03.01.2018 17:04, M. Schmitz

      1. Die Anforderungen: StAe >7,75; Ri>8,xx. Also möchte man aus einem Bewerber Pool aussuchen, dem ca. 25% der besten Kandidaten angehören. Diese allerdings wollen nicht nur in die Justiz, wo
      2. vergleichsweise schlecht gezahlt wird

    • 03.01.2018 19:20, Rudas

      Das ist mir sehr wohl bewusst. Ich hoffe auch sehr, dass es im Zweiten genauso klappt wie im Ersten, dann bin ich dabei.
      Es geht mir nur ums Prinzip. Laut Gesetz besitzt doch jeder Volljurist, auch mit zwei Mal 4 Punkten, die Befähigung zum Richteramt. Dass man die Besten haben will ist klar, aber man sollte dann doch den Wortlaut des Gesetzes ändern.

      Nach den Anforderungen hat halt jeder unter 8 Punkten eben nicht die Befähigung zum Richteramt, was für mich auf einen klaren Widerspruch hindeutet. Aber gut, das Eine ist eben Theorie, das Andere eben Praxis.

    • 03.01.2018 20:28, MM

      Die Befähigung zum Richteramt ist leider nicht immer gleichbedeutend mit der Fähigkeit dieses Amt auch auszufüllen, gleichgültig welche Punktzahl. Freue mich schon auf die ganzen überforderten “Frischlinge“ ohne Lebenserfahrung und Augenmaß.

      Wie wäre es denn damit, dass ein Richter - neben der Punktzahl - vorher mindestens 5 Jahre als Anwalt praktiziert haben muss? Würde der Qualität unserer Justiz sicher nicht schade. Die alleinige Fixierung auf die “Punktzahl“ ist in meinen Augen keine sehr intelligente Methode, wenn “gute“ Richter das Ziel sind.

    • 03.01.2018 20:53, OK

      Andere Möglichkeit: Bestehensgrenze auf 8 Punkte heraufsetzen ;)

    • 03.01.2018 22:10, Rudas

      Stimme MM komplett zu

    • 04.01.2018 09:16, Eric

      1. gibt es immer weniger klassischen "Volljuristen-Nachwuchs". Jegliche Kritik an dieser Ausbildung prallt ja an deren Fans ab wie an Teflon, also entscheiden sich immer mehr junge Leute eben für was anderes. Das ist besonders erstaunlich, da total entgegen dieses Trends die Gesamtzahl der Hochschulabsolventen ja seit Jahren ansteigt. Die klassiche "Volljuristenschaft" bekommt also insgesamt ein gigantisches Nachwuchsproblem, sieht es aber noch nicht, weil man immer noch die "Anwaltsschwemme" früherer Jahrzehnte vor Augen hat:

      https://www.lto.de/jura/studium-zahlen/zahl-der-absolventen-eines-jurastudiums-1959-2015/

      2. kommt dazu, dass der Dienst bei der Justiz noch besonders unbeliebt, da finanziell unattraktiv, ist. Ich könnte mich bzgl. meiner Noten durchaus bei der Justiz für einen Richterposten bewerben, jeder Lokführer verdient aber mehr, als ich da zunächst bekommen könnte. Nichts gegen Lokführer, ein verantwortungsvoller Job, ich hätte auch jeden anderen Facharbeiterberuf nennen können, aber die Richterschaft wird hierzulande einfach so schlecht bezahlt, dass die Verbeamtung und die Unkündbarkeit es für immer weniger Leute noch raushauen. Aber auch diese Einwände gleiten an den Beharrungskräften total ab und so wird der Mangel größer und größer und punktuell gibt es dann wieder einen Aufschrei wenn sowas durch die Presse geht:

      http://www.maz-online.de/Nachrichten/Berlin/Gefaehrder-aus-Berlin-aus-U-Haft-entlassen

      ...und am nächsten Tag war es das wieder und alle sagen nur wie toll die seltsame deutsche Juristenausbildung doch sei (dass es das so weltweit kein zweites Mal gibt findet man nicht seltsam, sondern darauf ist man noch besonders stolz) und können auch gar nicht verstehen, dass zu wenig von den Juristen, die es noch gibt, Richter oder StA werden wollen. Weiter im Programm.

    • 04.01.2018 09:33, Eric

      @all

      Ich finde die Diskussion über die Anforderungen verfehlt.

      Der Grund, warum immer weniger junge Leute überhaupt noch Volljurist werden wollen - siehe der Chart im Link oben, seit der Jahrtausendwende ist die Zahl der Absolventen mit 2. Staatsexamen um ca. 1/4 zurückgegangen - liegt nicht daran, dass die Ausbildung per se als "schwer" begriffen wird.

      Ein Medizinstudium, seien wir bitte einen Moment mal nicht die typischen selbstverliebten Juristen die denken, dass nichts so schwer wie ein Jurastudium sein könne, ist mit Sicherheit kein Spaziergang, mancher mag sogar so blasphemisch sein und dieses für anspruchsvoller halten. Trotzdem rennen die besten Abiturienten dem Medizinstudium beharrlich die Türen ein und nur die Zahl der Studienplätze limitiert die Zahl der Absolventen.

      Die jungen Leute scheuen nicht per se ein schwieriges Studium. Und es ist auch kein Geheimnis, dass mitnichten jeder Mediziner zu Reichtümern gelangt, dass umgekehrt der Beruf zB als Klinikarzt extrem anstrengend ist (40 Stunden Bereitschaftsdienste am Stück usw.).

      Aber unsere klassische Juristenausbildung ist nicht einfach nur anspruchsvoll, sondern punktuell einfach zum .... Erbrechen.

      Fachlich realitätsfremd, seltsame Benotung (was soll die 18 stellige Notenskala, die dann umgekehrt kaum ausgenutzt wird? Haben wir schon immer so gemacht, da könnte ja jeder kommen - ein Mantra, das durchgehend beim Jurastudium die Rechtfertigung für Seltsamkeiten zu sein scheint). Grottenschlechte Vorlesungen, nirgendwo sind ab dem 1. Semester (spätestens nach 3 Wochen) die Hörsääle so leer wie an den Jurafakultäten. Ficht die Dozenten aber auch nicht, denn auch das haben die ja schon immer so gemacht, da könnte ja jeder kommen. Keine Betreuung der Studierenden, sondern das Prinzip "wenn es Ihnen nicht passt, da ist die Tür" und das Prinzip trial and error ab Tag 1, statt ab Tag 1 zB eine penible Einarbeitung in die Methodik (zB Gutachtenstil) zu erhalten. Diese und viele weitere Defizite führen zu einer regelrechten Nachhilfeindustrie, die sich rund um das klassische Jurastudium mit Fallbüchern, Schemabüchern und den "Reps" gebildet hat, in dieser Form ebenfalls unvergleichlich und so bei keinem anderen Studienfach ausgeprägt. Dieses Armutszeugnis ficht die Verantwortlichen ebenfalls nicht an.

      Und was soll das eigentlich sein ein paar Jahren mit dem Juristendiplom? Nimmt eh keiner ernst. Warum? Weil klassische Volljuristen keinen richtigen Hochschulabschluss mit Abschlussprüfung der Hochschule bekommen, sondern eine Laufbahnprüfung eines Landesjustizprüfungsamtes ablegen. Das führt die Freiheit der Lehre eigentlich ad absurdum. Denn wer seine Studenten gut auf eine von Dritten (den LJPAs) durchgeführte Prüfung vorbereiten will, der muss sich eben nach den Prüfungskriterien dieser Dritten richten. Damit könnte man das eigentlich auch gleich lassen und diese Ausbildung auf reine Justizfachschulen verlagern.

      So wie generell die Wissenschaftlichkeit, kritischer Diskurs usw. im Studium der "Rechtswissenschaften" an deutschen Unis eine Seltenheit ist, höchstens die Doktoranden kommen damit intensiv in Kontakt. Dem Rest sagt dann durchaus mal der Prof höchstselbst, dass sie ja eigentlich nur eine Funktionsausbildung zum "prozessorientierten Dienstleister" durchlaufen würden. Dafür hat man doch gerne das Abi gemacht und studiert jahrelang...

      Das Jurastudium ist nicht deshalb immer unbeliebter, weil es einfach anspruchsvoll sei und die "faule Jugend von heute" dem ausweichen wolle, sondern weil es viele gute Gründe gibt, was anderes zu studieren. An den Studienanfängern kann es nicht liegen, aber die Studis sind heute selbstbestimmter als früher und wechseln schlicht recht schnell das Fach, wenn sie die Defizite von "Jura" bemerken. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass heute viel mehr Jura-Studienplätze denn je zuvor für Erstis angeboten werden, ab die Zahl derer, die das auch fertig studieren wollen, im Trend seit fast 20 Jahren zurückgeht. "Augen zu und durch" ist nichts, was die Generation Y sich zum Leitmotto genommen hat.

      Demzufolge ist es schlicht falsch, denjenigen, die grundlegende (!) Reformen fordern, latent zu unterstellen, sie wollen das fachliche Niveau senken. Eher im Gegenteil, mit dem fachlichen Niveau ist es vielfach gar nicht so weit her. Das Jurastudium ist vielfach einfach frustrierend, sinnlos und an der Praxis vorbei - und das ist nun einmal kein Wert an sich.

    • 04.01.2018 11:42, FinalJustice

      @Eric

      Wow. Vollste Zustimmung. Sie sind 1 Ehrenmann.

    • 04.01.2018 11:45, PB

      @eric
      Chapeau! Sehr viele Probleme lupenrein auf den Punkt gebracht.

  • 03.01.2018 17:17, Bruno

    Die Auflockerungen bei den Anforderungen für den Polizeidienst lassen nur das Beste erwarten, wenn 80% nicht mal durch den Deutschtest kommen :D

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    • 03.01.2018 17:59, Spötter in der Nacht

      Hi @Bruno,

      da sind wir doch auf den besten Weg, da hast Du recht!
      In den Vereinigten Staaten der EU-Bonzen (Schulz, ab 2025) ist es schließlich nicht wichtig, ob das dann nicht mehr existierende Volk, nicht nur das Urteil nicht lesen, sondern den Richter auch nicht mehr verstehen kann.

      Die Aufsichtsfrühenden Spanier im Arbeitslager des ehemalig deutschen Lehens, können mit der Peitsche so gut umgehen, das Sprache nicht benötigt wird.
      Das gleiche trifft für die bunten Söldner der Gendarmerie und ihre Arbeitswerkzeuge zu, die können auch ohne Sprache, aber im Ernstfall gibt es ja Alexa oder so ähnlich.

      Der große Bruder ist sowie so überall.... und die Muschkoten ab da alle gleich bunt.

      Also keine Aufregung alles nur vorausschauende Planung.

    • 03.01.2018 19:22, Rudas

      Das ist einfach nur Menschenverachtend.

    • 04.01.2018 00:09, Sebastian

      Wo kommen eigentlich neuerdings die ganzen Reichsbürger und AfD-Kartoffeln her, die sich hier tummeln und ihren geistigen Dünpfiff von sich geben?

  • 03.01.2018 18:45, LTO4ever

    Auf jede Richter/StA-Stelle 1.000 € drauf und schon finden sich Leute. Schlechte Besetzung kommt oft von schlechter Bezahlung.

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    • 03.01.2018 19:12, So mal+unter+uns

      Korrekt. Und einheitliche Besoldung in den Bundesländern. Föderalismus ist auch hier (neben Bildungssystem) vollkommen fehl am Platz.

    • 03.01.2018 23:54, Beamter

      Da kann ich Ihnen nur uneingeschränkt zustimmen. Ich hoffe, dass die Dienstherrn das erkennen und entsprechende und lange geforderte Maßnahmen nunmehr einleiten werden. Es ist nicht akzeptal, dass aus rein haushaltärischen Gründen, Personal gespart. Es liegt im Allgemeinen Interesse, dass zu besetzende Dienstposten mit hochqualifizierten Bewerbern besetzt werden. Die jetzige Besoldung allerdings spricht derzeit diejenigen an, die auf Grund der Leistungen keine Stelle in der freien Wirtschaft erhalten würden. Dass es bereits nicht mehr um die besten Köpfe geht, sollte jedem klar sein.

    • 04.01.2018 09:51, Eric

      Ist nur ein Teil des Problems. Es gibt heute schlicht 1/4 weniger Absolventen mit beiden Staatsexamen, als zur Jahrtausendwende. Und der Bedarf der Privatwirtschaft wird eher größer, Stichwort fortschreitende Verrechtlichung der Gesellschaft. Es gibt insgesamt mittel- und langfristig zu wenige Volljuristen hierzulande und die grundlegende Reform der juristischen Ausbildung, um diese wieder attraktiver für junge Leute zu machen (und auch "Ausfranzungen" wie die zunehmende Zahl wirtschaftsrechtlicher Studiengänge - eigentlich ein Armutszeugnis bzgl. der Anpassungsfähigkeit des klassischen Jurastudiums zu verhindern), kommt aber nicht einmal richtig in die Diskussion. Jeder, der grundlegende Reformen anmahnt, hat sofort 10 Beharrer gegen sich, die auf denjenigen einreden, wie unersetzlich die hergebrachte Juristenausbildung doch sei.

      Keine Solderhöhung der Welt kann das Problem lösen, dass die deutsche Juristenschaft insgesamt vor einer Ruhestandswelle steht und seit Jahren immer weniger Nachwuchs nachrückt, es mittelfristig einen schieren, rechnerischen Mangel an klassischen Volljuristen hierzulande geben wird. Und wenn man dann nicht überstürzt den geschützten Beruf für Wirtschaftsjuristen usw. zumindest teilweise öffnen will - wenn man dem ein "bar exam" vorschaltet muss das gar nicht zum Schaden der Rechtspflege sein - wäre es jetzt höchste Zeit die klassische Juristenausbildung zu reformieren. Denn der Ersti-Jahrgang dieses Wintersemesters wird frühestens ab ca. 2023 für den jurisitschen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, was eigentlich schon fast zu spät ist, da sind wir dann schon mittendrin in der Ruhestandswelle (und wir haben ja jetzt schon Richtermangel!). Jedes weitere Abwarten ist da eigentlich fahrlässig.

      Aber schon um Pipifax, wie die Gewichtung des Schwerpunktbereichs, wird ja schwer und langwierig gestritten. Der klassische deutsche Juristenberuf scheint einstweilig unreformierbar zu sein und wir laufen da auf ein Desaster zu, sehenden Auges - wenn man es denn sehen will.

  • 04.01.2018 10:02, Kritischer Jurist

    Ich glaube nicht, dass das Hauptproblem die Bezahlung ist.

    Natürlich kann man mehr Leute rekrutieren, wenn die Bezahlung besser ist, aber sind das auch die Besten, d.h. die für die Ausfüllung des Richterdienstes geeignetesten?

    Aus meinem Umfeld habe ich bisher nie Kritik an der Höhe der Besoldung der Richterschaft gehört, wohl aber an der Überlastung der Richterschaft und der damit verbundenen Notwendigkeit entweder ein extremes Arbeitspensum zu fahren oder sich dem allgemeinen Trend zu "Deals", "kurzem Prozess", "Durchentscheiden" und "Nötigung zum Vergleich" anzupassen. Letzteres ist umso bitterer, als gerade die Juristen mit einem noch halbwegs intakten Gewissen in der Richterschaft dringend gebraucht würden - die halten es aber dort nicht lange aus (siehe etwa Fall Schulte-Kellinghaus).

    Ich habe allerdings auch kein Patentrezept parat, wie wir aus der Misere rauskommen.

    Vielleicht eine Art "Qualitätsoffensive" in Justiz und Anwaltschaft, wobei Qualität eben nicht nur nach der Leistungsfähigkeit und -bereitschaft gemessen wird, sondern auch an der persönlichen Integrität der Bewerberinnen und Bewerber (mir ist natürlich bewusst, dass das objektiv schwer messbar ist).

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  • 04.01.2018 11:10, GM

    Hallo Allerseits,

    ich möchte die recht provokante These anführen: weg mit dem klassischen juristischen Studiengang des 1. und 2. Staatsexamens und damit des Volljuristen! Ein ganz normales juristisches Studium mit LL.B. und LL.M. ist vollkommen ausreichend. Danach fängt der frisch gebackene Jurist als Angestellter im privaten oder öffentlichen Bereich an. Und wie jeder frisch gebackene Absolvent eines Studiums lernt er dann dort die Finessen seines Jobs kennen. Wer es sich zutraut kann auch gleich den Schritt in die Selbständigkeit wagen.

    Wieso sich der Jurist Besonderheiten in der Ausbildung heraus nimmt, ist für außen stehende vollkommen unbegreiflich. Mit den historischen Argumenten und „war schon immer so“, kann man jedenfalls nicht überzeugen. Die Arroganz und Überheblichkeit der Juristen habe ich (als Ingenieur und Kaufmann) nie verstanden Neugierig woher diese Überheblichkeit kommt und was die Juristerei überhaupt ist, habe ich das selbst heraus finden wollen. Nunmehr habe ich den LL.B. in der Tasche und arbeite gerade am LL.M.

    Was ich mit Sicherheit weiß, ist, dass die Juristerei keinerlei Privilegien beanspruchen dürfte. Ein LL.B./LL.M. ist vollkommen ausreichend in die Juristerei entlassen zu werden. Ihr Job ist nichts besonderes. Das mag für Volljuristen überraschend und frevelhaft sein.

    Ein Ingenieur der mit seiner Arbeit äußerst sicherheitsrelevante Dinge baut, die Leib und Leben kosten könnten, wenn sie schiefgehen, käme niemals auf die Idee eine vergleichbare Ausbildung wie die zum Volljuristen zu fordern. Man lernt die Grundlagen beim Studium und die Praxis beim Job. Nichts anderes dürfte für die Juristen gelten.

    Aus meiner Sicht braucht es absolut nicht mehr in der Juristenausbildung als einen klassischen normalen Studiengang. Dann lösen sich auch die Personalprobleme wesentlich einfacher.

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    • 04.01.2018 11:37, Eric

      Korrekt. Aber damit kratzt du enorm am Ego, insb. der entscheidenden Personen der Juristenschaft, die auf ihre Posten und Pöstchen ja v. a. durch das hochgehaltene Prädikatsexamen kommen und deren "standing" man in Frage stellt, wenn man den Fetisch der klassischen Stex-Ausbildung im Allgemeinen und des Prädikats im Besonderen, zur Disposition stellt. Eine Welt, in der eine Karriere nicht durch die Examensnoten vorgezeichnet ist, sondern in der man sich spätestens ab der 2. Station nach dem Berufseinstieg - wie in jedem anderen akademischen Beruf - bewährt haben muss und der Studienabschluss rasch in den Hintergrund rückt, ist für viele Prädikatler, die vom derzeitigen System sehr gut leben, eine echte Bedrohung. Die würden am Ast sägen, auf dem sie sitzen.

      Wenn, dann könnte das nur von der Politik erzwungen werden. Da man sich aber dem Bologna-Prozess komplett entziehen konnte halte ich den Paukenschlag, das Stex abzuschaffen und durch einen universitären Abschluss (wie zB in Österreich) zu ersetzen, für pure science fiction. Wünschenswert wäre es natürlich trotzdem.

  • 04.01.2018 11:52, Hornbrille

    Na da würde ich die Justizprüfungsämter doch glatt dazu anhalten, die Klausuren für das erste und zweite Staatsexamen doch noch ein bisschen schwerer und absurder zu machen als ohnehin schon. Der passende Korrektor setzt dem ganzen dann mit der entsprechenden Durchfallquote und Willkürnote das Sahnehäubchen auf. Lächerlich! Dieses Studium bedarf schon so seit vielen Jahren einer Generalüberholung und passiert ist bis heute nichts. Ob die vielen fehlenden Stellen wohl letztendlich zu einem Umdenken in entsprechenden Ämtern führen werden...?

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  • 04.01.2018 12:18, AS

    Ich will nur mal zwei Zahlen in die Diskussion geben: Als ich 1992 mit dem Studium anfing, hatten wir 60.000 RAe (und der Rechtsstaat hat auch schon funktioniert). Heute sind es bekanntlich 160.000. So groß kann der Mangel an Juristen also noch nicht sein.
    Im Übrigen: Solange die Justiz es sich leisten kann, potentielle Interessenten mit einem Assessment-Center abzuschrecken, können die Personalnöte dort noch nicht so gravierend sein.

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    • 04.01.2018 12:41, Eric

      1. die von Ihnen genannten Zahlen spiegeln die Vergangenheit wieder, wer in die Zukunft schauen will, der muss schauen wieviele Juristen mittelfristig in den Ruhestand gehen (siehe Artikel) und wieviel Nachwuchs nachkommt (siehe mein weiter oben geposteter Link).

      2. hat sich der Juristenberuf in den letzten Jahrzehnten massiv verändert. Ein großer Teil der Juristen waren schon immer bei den Rechtsabteilungen der Unternehmen angestellt. "Früher" waren diese dann auch reine Angestellte ("Justitiar"). Es ist inzwischen aber üblich, dass diese parallel dazu eine eigene Anwaltszulassung haben bzw. behalten ("Syndikus"). Auch bei Juristen in diversen anderen Tätigkeitsfehldern ist das zunehmend üblich geworden.

      Die Zahl der "hauptberuflichen" Rechtsanwälte ist nicht gesondert erfasst, auch da die RAKs an der Doppelberufstheorie festhalten und daher schwer einzuschätzen. Aber selbst die Gesamtzahl der Zulassungen stagniert inzwischen auf dem von Ihnen genannten, hohen Niveau, was exakt den Prognosen entspricht. Die Ruhestandswelle beginnt gerade. Wir haben es hier mit einem gigantischen "Schweinezyklus" zu tun, der sich über Jahrzehnte erstreckt.

      Einst gab es Juristenmangel. Dann wurde Jura zum Massenfach. Schließlich gab es gegen Ende der 90er, als auch in den Neuen Ländern, alle Posten besetzt waren, einen Überschuss, bis hin zu Phänomenen wie "Robe vom Sozialamt" für prekär lebende Wohnzimmeranwälte in den 2000ern. Seit den 2000ern sinkt die Zahl der Absolventen stetig. Und daran sieht, wie Sie, auf den ersten Blick niemand ein Problem, weil erstmal immer nur auf die Vergangenheit geschaut wird. Und so laufen wir geradezu in den Juristenmangel im kommenden Jahrzehnt, der so schnell auch nicht mehr verschwinden wird. Denn nicht nur dauert es mindestens 6 Jahre bis juristischer Nachwuchs die Ausbildung durchlaufen hat, selbst im Idealfall, sondern es verlassen insgesamt in Zukunft immer weniger junge Menschen unsere Schulen, somit stehen insgesamt auch weniger potentielle Studienanfänger zur Verfügung.

      Das könnte mal als Lehrbuchbeispiel eines "Schweinezyklus" taugen:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Schweinezyklus

    • 04.01.2018 12:51, Eric

      PS: zwei weitere Zahlen, dieses Jahr werden über 7.000 Volljuristen in den Ruhestand gehen, im kommenden Jahrzehnt wird diese Zahl auf über 10.000 pro Jahr steigen. Umgekehrt ist die Zahl der Absolventen seit der Jahrtausendwende stetig gesunken und liegt heute ca. 1/4 niedriger als damals, wobei keine Trendumkehr erkennbar ist. 2016 gab es nur noch 7.460 neue Assessoren.


      Das heißt, derzeit gehen in etwa soviele Volljuristen in den Ruhestand wie neue nachrücken, das spiegelt sich auch in den Zulassungszahlen der BRAK. Der Kipp-Punkt kommt aber demnächst, ca. ab 2019 soll die Zahl der Ruhestandseintritt fast sprunghaft auf über 10.000 Volljuristen pro Jahr steigen, eben die Generation der Baby Boomer (wie in allen anderen Berufen auch, kein reines Juristenproblem).

      Wenn man das bis 2030 auch nur überschlägig fortschreibt, dann sind wir bis dahin bei ca. 30.000 Volljuristen weniger als heute. Bei jetzt schon bestehendem Mangel bei der Justiz und einer fortschreitenden Verrechtlichung der Gesellschaft, die in der Privatwirtschaft sicherlich nicht weniger Juristen notwendig machen wird.

      Nicht nach hinten blicken, sondern nach vorne.

    • 04.01.2018 14:12, AS

      Ich befürchte aber, dass der Schweinezyklus erst richtig zuschlagen wird, wenn wir jetzt den jungen Leuten suggerieren, es herrsche oder drohe ein Juristenmangel im Lande. Dann sind wir in einigen Jahren bei 200.000 RAen und weil die sich irgendwie beschäftigen müssen, werden in der Folge die Eingangszahlen bei den Gerichten wieder ansteigen anstatt, wie zuletzt, zu sinken.
      Die Justiz muss einfach attraktiver werden, wenn sie nur die Top-Absolventen ansprechen will. Grundsätzlich sehe ich hierfür gute Chancen, denn jungen Leuten scheint heutzutage das Thema Sicherheit im Job sehr wichtig zu sein, so jedenfalls mein Eindruck aus Vorstellungsgesprächen mit jungen Bewerbern.
      Weiterer Vorschlag: Vielleicht sollte man über eine kräftige Erhöhung der Gerichtskosten nachdenken. Meines Wissens (vielleicht nicht ganz aktuell) arbeiten die Gerichte zu ca. 60 Prozent kostendeckend. Warum versucht man nicht, zumindest in die Nähe von 100 Prozent zu kommen? Das würde auch bei der Schaffung neuer Planstellen helfen.
      Noch ein Vorschlag: Man sollte versuchen, den aktuellen Trend der sinkenden Eingangszahlen bei den Gerichten zu verstärken. Ein Weg wäre, neben der Erhöhung der Gerichtskosten, die Stärkung alternativer Streitbeilegungsverfahren. Da ist noch viel Luft nach oben. Wenn man sieht, welch ein Aufwand etwa vor den Landgerichten für Kleinstverfahren im Streitwertbereich bis ca. 10.000 € betrieben werden muss! Unsere Top-Nachwuchskräfte müssen sich da mit irgendwelchen Blechschäden beschäftigen - das ist sicher alles andere als effektiv.

    • 04.01.2018 15:16, Eric

      Der Rechtsstaat kann nicht nach Kassenlage zurechtgestutzt werden, zumal die Staatskasse ja längst wieder gut gefüllt ist. Bürger haben Anspruch auf einen Rechtsstaat, der sie nicht versucht abzuwimmeln. Es hat schon etwas bevormundendes auf Rechtsschutzbegehren des Bürgers zu versuchen mit restriktiver Gesetzgebung zu reagieren, nach dem Motto "kümmert euch doch privat darum" (zumal vermehrte Schlichtungen höchstens die Gerichte entlasten, aber nicht den juristischen Arbeitsmarkt an sich, das kann ja auch keine Sozialpädagogin durchführen, sondern auch außergerichtliche Streitbeilegung ist eine Angelegenheit für Juristen, mitunter arbeitsintensiver als ein klassischer Verhandlungstermin).

      Ich würde sagen, wir haben in den meisten Gerichtszweigen die Grenze der Zumutbarkeit erreicht (zB die inzwischen obligatorisch vorgeschalteten Schlichtungen, Kappung der Instanzenwege, usw). Und die Bürger zahlen hierzulande ja von Jahr zu Jahr mehr Steuern und Abgaben, ein Einnahmerekord jagd den nächsten. Wir haben auf der Einnahmeseite alles andere, als den "schlanken Staat", tun aber bei der Ausgabenseite - zumindest jenseits von "Arbeit und Soziales" - so, als wäre die Bundesrepublik fast schon eine Steueroase und müsste sich mit dem Allernötigsten an öffentlichen Einrichtungen begnügen.

      Ach und bezüglich des Schweinezyklus - die Kids warten doch auf keine "Signale" von uns. Immer weniger junge Leute haben Bock auf Jura, sieht man doch an den Abgangszahlen, wer es also bis zum 2. Examen durchzieht. Und die Zahl der Abiturienten sink inzwischen ja auch schon. Da fehlt das "Futter" für einen nächsten Aufwärtszyklus. Die Frage ist ja nur noch wie derb der Juristenmangel wirklich wird. Eine zweite "Juristenschweme" im kommenden Jahrzehnt ist schon demografisch unmöglich. Man weiss ja jetzt, wer wann eingeschult wurde, welche Jahrgangsstärke wann die weiterführenden Schulen verlassen wird. Egal wie sehr der Anteil der Allgemeinen Hochschulreife noch steigen mag, die Zahl der Schulabgänger sinkt einfach.

      Das ist genau das demografische Problem von dem wir hierzulande seit Jahren ständig reden. Aber der Begriff "Juristenschwemme" aus den 90ern ist so in uns drin, dass da irgendwie der Zusammenhang kognitiv nicht mehr hergestellt wird. Deine skeptisch, bis ablehnende, Reaktion ist absolut typisch und ging mir im Übrigen im ersten Moment genauso, bis ich mich genau mit den Zahlen befasst habe. Es gibt keine Möglichkeit wie im kommenden Jahrzehnt die Zahl der Volljuristen hierzulande nicht im fünfstelligen Bereich zurückgehen wird, egal wie sich bis dahin die Details noch entwickeln mögen. Die Frage ist höchstens, ob es ein krasser Mangel wird oder, im besten Fall, eine Situation eintritt, in der dauerhaft für alle Juristen mit beiden Examen ein gutes Auskommen am juristischen Arbeitsmarkt möglich ist und manche beschämenden Tendenzen bei den 4er-Examen Assessoren, die unserem Berufsstand unwürdig sind, der Vergangenheit angehören. Das wäre der beste Fall.

      Und im ungünstigsten Fall, eines schieren Mangels von Volljuristen jeglicher Examensnoten, wird es dann zwangsweise zu Dingen kommen die bisher noch unrealistisch erscheinen mögen, wie einer Fragmentierung des Berufsbilds, Öffnung des geschützten Berufes für Querschnittfächer wie Wirtschaftsjura, vielleicht mit einer Quereinsteigerprüfung a lá amerikanischem bar exam. Aber definitiv wird der Gesetzgeber nicht einfach die Hände in den Schoß legen wenn, angenommen man schreibt die aktuelle Entwicklung bis 2030 weiter, dann zehntausende Juristen fehlen.

      Wie schnell Mangel an Arbeitskräften zum Problem werden kann, obwohl wir alle mental noch von der späten Ära Kohl und der Ära Schröder, mit deprimierender Massenarbeitslosigkeit, geprägt sind, merkt man an Berufen, bei denen man auch lange die Nachwuchsbildung versäumt hat. Beispielsweise der Lokführer, der eben mehr ist als ein Brummifahrer auf Schienen, die körperliche und psychische Eignung alleine lässt schon einen Großteil der Bewerber ausscheiden, das Eisenbahnbundesamt hat aus guten Gründen höchste Ansprüche an die Eignung der zukünftigen Lokführer. Daher kann man deren Ausbildung nicht beliebig in die Höhe schrauben.

      Und das führt nun ständig dazu, dass Züge schlicht nicht fahren können, ausfallen, Güter länger liegen bleiben, Fahrgäste sich eine Alternative überlegen müssen oder sich in vollere, wenigere Züge quetschen müssen. Ganz egal, wieviel Geld ein Verkehrsunternehmen auf den Tisch legt und wie niedrig die Einstellungskriterien geschraubt werden, es gibt schlicht viel weniger Lokführer in Deutschland, mit der entsprechenden Zulassung, als gebraucht werden. Bei "Wir brauchen steht" eine höhere Zahl als "wir haben", ganz, ganz simple Sache.

      Wie gesagt, wir sind das hierzulande nicht mehr gewohnt, weil wir seit Jahrzehnten nur den Arbeitslosigkeit und "wir wandern aus"-Blues gewohnt waren. Daher ist es so wichtig sich die Fakten vor Augen zu führen und nicht zu warten, bis es soweit ist, dann ist es zu spät. Wir müssen _jetzt_ die Ausbildung reformieren, um sie für ausreichend junge Leute erträglich, vielleicht sogar attraktiv, zu machen (was nicht heißen muss "pipifax", siehe Medizinstudium, alles andere als easy, wird aber von den jungen Leuten wie kein anderer Studiengang angestrebt!). Und selbst dann wird man auch gerade so hinkommen können.

    • 04.01.2018 17:20, AS

      Hoffe sehr, dass Du Recht behältst und keine weitere Juristenschwemme droht. Bin selbst nur ein bisschen skeptisch, was die Demografie angeht. Der Blick in die Zukunft ist doch mit einigen Unwägbarkeiten verbunden. Ein Beispiel: Nach der Wiedervereinigung ist es der westdeutschen Justiz gelungen, in kurzer Zeit im Beitrittsgebiet ein Justizwesen aufzubauen. Das war sicherlich nicht vorherzusehen geschweige denn einzuplanen. Und trotzdem hat man in den 1990ern noch von einer Juristenschwemme gesprochen.
      Aber gut: Ich will nicht immer nur zurückblicken, sondern schaue optimistisch nach vorn. Einen eventuellen Mangel an Juristen müssen jedenfalls wir Anwälte nicht fürchten.
      Und die Lokführer: Bei denen wäre ich mir nicht so sicher, ob man die in einigen Jahren überhaupt noch brauchen wird.

  • 12.01.2018 17:26, ChristianV

    Man muss und sollte das Thema nicht komplizierter machen als es ist: Eine deutlich höhere Besoldung wird das Nachwuchsproblem sehr schnell lösen.
    Alleine der politische Wille hierfür fehlt. Eher wird man die Anforderungen an Bewerber weiter absenken, freilich zum Nachteil des Rechtsstaates als Ganzes.
    Als Nichtangehöriger der Justiz kann ich nur sagen: Neid zu hause lassen und denen eine ordentliche Bezahlung zugestehen, die sie verdient haben. In anderen Ländern ist die Richterbesoldung an der Abgeordnetenbesoldung orientiert. Deutschland rangiert insofern auf den hinteren Plätzen. Das sollte hier jeden beschämen!
    Im Übrigen: Einen Mangel an Juristen im Allgemeinen gibt es seit Jahrzehnten nicht mehr und wird es auch - in Kenntnis der Zahlen - für die Zukunft nicht geben. Der Mangel besteht ausschließlich hinsichtlich der guten Juristen (max 20 % eines Jahrgangs). Für diese gibt es eben heute deutlich mehr Berufsalternativen als noch vor 25 Jahren.

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  • 17.01.2018 22:19, Anwalt

    Habe zwei mal befriedigend. Einmal 6,65 und einmal 7,11 und bin Anwalt. Wenn mir einer erzählt, dass die Urteile der Richter von unglaublicher juristischer Finesse sind, lebt in einer Traumwelt. Von wegen Prädikatsexamen. Kippe 90 % der Urteile in der Berufung, die mir deshalb besonders Spaß machen, da ich die möchtegern Topjuristen gezielt angreifen kann. Gute Juristen brauchen kein Prädikat, sondern Eier (im übertragenem Sinne. Richterin habe ich im übrigen am liebsten. Die Arbeiten juristisch viel sauberer nach meiner Erfahrung). Es gibt natürlich auch gute Richter. Aber leider eher selten.

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  • 31.01.2018 08:41, Karl Marx+Nachfahren

    10000 Juristen verloren?
    Ich hab es euch ja gesagt, dass hier gesäubert wird, wie zu, äh wann war das nochmal?
    Der Inspektor

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  • 31.01.2018 08:50, Karl Marx+Nachfahren

    FinalJustice, der Eric ist ein absoluter Newcomer und Vollidiot, die Arbeit eines Hochschulabsolventen erfolgt unter Anwendung breitesten theoretischem Wissen und dem Vertrauen, dass in der Rechtssprechung ein Prozess gemäß dem formalen Protokoll einer Verhandlung abläuft.
    Prozessführung, Winkelzüge und Rechtsverdreherei und die dazugehörige Praxis können prinzipiell nicht Gegenstand eines Jurastudiums sein!

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