Nennung der Nationalität von Straftätern: "Nicht in Ord­nung, nur weil man es immer macht"

Interview von Constantin Baron van Lijnden

08.07.2016

Die Sächsische Zeitung hat angekündigt, in Zukunft stets die Nationalität von Straftätern nennen zu wollen – auch, wenn es Deutsche sind. Das schließt eine Diskriminierung von Ausländern für Presserats-Geschäftsführer Lutz Tillmanns nicht aus.

LTO: Herr Tillmanns, Sie sind Geschäftsführer des Presserats, dessen Kodex die Sächsische Zeitung in Zukunft nicht mehr zu beabsichtigen gedenkt. Die Nationalität von Straftätern und Tatverdächtigen will man dort in Zukunft immer nennen – gemäß Richtlinie 12.1 des Pressekodex ist das bei Angehörigen religiöser oder ethnischer Minderheiten aber nur zulässig, wenn ein begründbarer Sachbezug zu der Meldung besteht. Wird der Presserat bald reihenweise Artikel der Sächsischen Zeitung beanstanden?

Tillmanns: Das wird man sehen. Bislang handelt es sich ja nur um eine Ankündigung. Ich gehe nicht davon aus, dass die Sächsische Zeitung nun versuchen wird, den Pressekodex mit Füßen zu treten. Das Ziel der Ziffer 12 – die Vermeidung der Diskriminierung von Minderheiten – teilt man dort ja ohnehin. Über die Mittel zur Erreichung dieses Ziels mögen die Vorstellungen auseinandergehen. Ich denke aber, dass die Redaktion der Sächsischen Zeitung sich der Frage nach der Nennung von Nationalitäten auch in Zukunft konstruktiv und mit Fingerspitzengefühl nähern und versuchen wird, den Pressekodex gemäß ihrem Verständnis weiterhin zu beherzigen.

LTO: In der Erklärung der Redaktion heißt es aber ausdrücklich: "Deshalb haben wir nach durchaus kontroversen Diskussionen beschlossen, uns bei der Berichterstattung über Ausländerkriminalität ab heute nicht mehr an die Richtlinie des Deutschen Presserates zu halten."

Tillmanns: Wie gesagt, man wird sehen, wie die Praxis der Redaktion in Zukunft konkret ausfällt. Bislang liegen uns jedenfalls keine Beschwerden über Artikel der Sächsischen Zeitung vor, und ohne diese können die Beschwerdeausschüsse des Presserats ohnehin nicht tätig werden.

"Straftaten von Deutschen werden nicht in derselben Form verallgemeinert wie solche von Ausländern"

LTO: Die Sächsische Zeitung erklärt ihre neue Redaktionslinie mit einer zuvor durchgeführten Leserbefragung. Danach dächten immerhin 25 Prozent der Abonnenten, dass die Medien die Herkunft ausländischer Täter aus Rücksicht auf diese verschwiegen. Um dieser Vorstellung entgegenzuwirken und zugleich bewusstzumachen, dass die Mehrheit aller Verbrechen eben nicht von Ausländern begangen wird, wolle man stets auf die Nationalität hinweisen – auch, wenn die Täter Deutsche sind. Schließt das nicht bereits eine Diskriminierung aus?

Tillmanns: Nein, das allein reicht nicht aus. Insofern ist die Richtlinie 12.1 eindeutig: Es muss ein konkreter inhaltlicher Bezug zu der jeweiligen Tat bestehen. Der ganz allgemeine Bezug, dass es sich um irgendeine Straftat handelt, und man bei sämtlichen Straftaten die Herkunft nennt, reicht nicht aus. Das hat auch seinen Sinn. Es macht einen großen Unterschied, ob Sie schreiben: "Bei dem Einbrecher soll es sich um einen Algerier gehandelt haben" oder: "Bei dem Einbrecher soll es sich um einen Deutschen gehandelt haben". In letzterem Fall wird niemand auf die Idee kommen, dass die meisten oder alle Deutschen kriminell sein könnten – im ersteren Fall bezogen auf die Algerier aber evtl. schon. Das ist gerade der Unterschied zwischen der Zuschreibung einer Gruppenzugehörigkeit bei Minderheiten und derjenigen bei Mehrheiten in der Gesellschaft.

LTO: Welche Sanktionsmöglichkeiten haben Sie denn, wenn gegen den Pressekodex verstoßen wird?

Tillmanns: Bei leichten Verstößen erteilt der Presserat einen entsprechenden Hinweis an die Redaktion. Bei mittelschweren Fällen spricht er seine Missbilligung aus und empfiehlt, diese abzudrucken. Bei schweren Verletzungen des Pressekodex ergeht eine Rüge, die die Redaktion abdrucken muss, sofern ihr Verlag – wie etwa 80-90 Prozent der deutschen Verlagslandschaft – sich zur Einhaltung des Pressekodex verpflichtet hat. Bei Verstößen gegen den 12.1 wurde meiner Erinnerung nach aber in den letzten Jahren keine Rüge ausgesprochen, weil es sich dabei meist um eher fahrlässige oder in einen Grenzbereich fallende Übertritte und nicht um grobe Verletzungen handelte.

Zitiervorschlag

Constantin Baron van Lijnden, Nennung der Nationalität von Straftätern: "Nicht in Ordnung, nur weil man es immer macht" . In: Legal Tribune Online, 08.07.2016 , https://www.lto.de/persistent/a_id/19928/ (abgerufen am: 19.11.2018 )

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Kommentare
  • 08.07.2016 11:28, Leon

    "...wann denn nun "für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht", der die Nennung z.B. der Ethnie oder Religion rechtfertigt..."

    Diese Frage sollte eigentlich nur einer entscheiden: Der Leser.

    Die Medien haben in einer Demokratie eine ganz klare Aufgabe: Dem Bürger Informationen zu liefern, so vollständig wie möglich.

    Sie haben nicht die Aufgabe, Informationen zu zensieren, zu unterschlagen, zu verändern oder zu manipulieren.

    Natürlich können und sollen Medien Hinweise zur Einordnung von Meldungen geben, dies aber bitte sauber getrennt von der eigentlichen Meldung. In Rahmen eines solchen Hinweises kann und sollte dann auch stehen, dass z.B. von nur xx % der Angehörigen einer Ethnie oder Religion solche Straftaten verübt werden. Damit ist dem Bürger dann die verantwortungsvolle Einordnung einer solchen Meldung möglich.

    Aber allein schon eine Richtlinie des Presserats, der zufolge bestimmte Informationen unterdrückt werden sollen, schafft (berechtigtes) Misstrauen.

    Der Presserat sollte den Leser nicht als dümmlichen Trottel ansehen, den die Medien steuern müssen.

    Eine solche Haltung steht Presserat und Medien einfach nicht zu.

    Immerhin ist der Presserat nicht einmal wirklich demokratisch legitimiert.

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    • 08.07.2016 22:50, Alex

      Über die Rolle des Presserats kann man sich streiten, allerdings ist es gerade dem Journalisten und nicht dem Leser überlassen, was in den Artikel geschrieben wird und was nicht.
      Es soll eine bewusste Entscheidung des Verfassers sein, welche Informationen relevant sind und welche nicht. Nichts anderes machen Juisten, wenn sie einen Sachverhalt erarbeiten. Für den Kern des Sachverhalts unwichtige Informationen können und sollen weggelassen werden, ansonsten würde der Leser ständig mit irrelevanten Fakten bombardiert.
      Eine Faktenmanipulation ist selbstverständlich nicht hinnehmbar, aber es sollte dem Verfasser eines Berichts überlassen sein, welche Informationen er in seine Texte aufnimmt und welche nicht.
      Der Leser kann am Ende immer noch entscheiden, welche Artikel er lieber liest.

    • 11.07.2016 12:27, Jemand_NRW

      @ Leon:
      sehr treffend!

      @ Alex:
      Der Journalist entscheidet aber nicht danach, welche Kriterien *relevant* sind, sondern danach, welche Kriterien er politisch korrekter Weise lieber unterschlagen sollte, damit eine bestimmte politische Meinung weiter aufrecht erhalten werden kann.

      Gesellschaftlich *relevant* ist das Thema Ausländerkriminalität nämlich per se. Und gelöst werden kann das Problem nicht dadurch, dass man es verheimlicht - dadurch wird vielmehr das Gegenteil erreicht.

    • 14.07.2016 21:56, Anton

      Na, ja - dazu muss es auch auf Seiten des Lesers stimmen. Damit meine ich NICHT vorrangig die Stimmung hier im Land gegen Ausländer. In der Zeit, in der ich viel im Ausland war, kamen mir die seltsamsten Zuordnungen entgegen, nachdem ich mich als Deutscher zu erkennen gab. Und nur selten hatten sie mit mir persönlich etwas zu tun. Tatsache ist also, es gibt die Gefahr von Vorteilen - eben auch gegenüber Deutschen. Deshalb sachlich bleiben. Woher jemand kommt hat nur dann etwas bei Straftaten mit der Wahrheit zu tun, wenn hier ein Zusammenhang besteht. Ansonsten wird's unsachlich. Und die Presse hat hier bezüglich Sachlichkeit durchaus eine Verpflichtung. Sie besteht auch darin, dass die Staatsangehörigkeit eigentlich überhaupt keine Aussagekraft hat, was man auch daran sieht, dass die Rechtsnachfolge des "Dritten Reiches" durch die BRD keinen "typischen Deutschen" erzeugt hat. So etwas gibt es nicht.

  • 08.07.2016 12:02, Unfassbar

    Unfassbar so etwas! Einfach nur unfassbar, dass es so etwas gibt!

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    • 14.07.2016 17:32, ULLRICH DOBKE

      Was will uns der Verfasser des "Verzweiflungsausrufes" denn eigentlich sagen? Nur Mut! Es kommt nicht auf die Nationalität an, finde ich, schon überhaupt nicht auf die Staatsangehörigkeit, sondern auf die Herkunft bzw. Abstammung. Dies jedenfalls in sehr vielen Fällen von typischer Kriminalität, wie wir sie nun doch vorfinden - geprägt durch ganz andere soziokulturelle Regeln, die man selbst mitgebracht oder von Eltern und Angehörigen (sog. Landsleuten) gelernt hat und z.B. eingehalten werden, weil man sich in seiner so geprägten Gruppe natürlich nicht outen will! M.E. sind Ross und Reiter zu nennen, eine offene Gesellschaft kann damit umgehen und braucht weder vom Staat noch in braver Folge ein Betüddeln durch Journalisten. Eine Gesellschaft braucht Information, damit der Hebel für sachgerechte Veränderung falscher Verhaltensweisen gefunden werden kann. Weder totschweigen noch übergehen der Tatsachen ist behilflich!

  • 08.07.2016 12:29, Hans Meier

    Dann sollte die SächZ auch Geschlecht, Alter, sex. Orientierung, Religion der Täter auch nennen, der Vollständigkeit wegen.

    Lässt sich die Zeitung vom Pegidavolk erpressen?

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    • 09.07.2016 00:09, Kritiker

      Sehr geehrter Herr Hans Meier,
      es ist genau ihre Einstellung und die wohlgemeinten Regelungen des Presserates, die Werbung für die von Ihnen zitierte Gruppierung macht. Das Volk muss Informationen erhalten und zwar ohne Zensur, um sich eine unverfälschte Meinung bilden zu können. Das verhindert die Presse in dieser Form. Es ist daher kein Wunder, wenn die Leute kein Vertrauen haben und sich zu recht dagegen organisieren. Vielmehr ist Leon zuzustimmen, nicht weniger sondern mehr Informationen sind angebracht.

    • 10.07.2016 14:44, Pegida-Erpressung

      Hallo Herr Meier,
      warum wollen sie die Pegida erpressen?
      Etwa weil sie fürs belogen werden nicht auch noch Geld bezahlen wollen?
      Pfui schämen sie sich!

    • 11.07.2016 10:04, Ulfi

      An den Kritiker.

      Am Montag den 11.7.22016 16:07, windrichtung nordost, 11km/h blauer himmel, kam es an der kreuzung jannerstr und kramerstr, hausnummer 15 in front des moebelverkaeufers mueller, der im schaufenster gerade seine schlafzimmerkollektion mit doppelbett anbietet zu einer kollision zwischen einem VW-Polo, baujahr 99, blau, 150000km und einem Opel Corsa, baujahr 03, grau-metallic, 120000 km. Im Corsa sass eine katholische deutsche , 33 Jahre alt mit polnischem migrationshintergrund zweiter generation waehrend im Polo ein 25 jaehriger deutscher vegetarier ohne konfession sass.

      (to be continued).

      Informationsgewinn? nahe 0, aber zumindest nur sehr wenig "unterschlagen".

    • 11.07.2016 10:39, Promachos

      Ulfi, Sie unterschlagen aber auch wichtige Informationen:
      Ist die Corsa-Fahrerin Allesesser? Ist sie gebürtige Katholikin? Und was ist mit dem konfessionslosen Polo-Fahrer? Ovo-Lakto-Vegetarier? Ist er aus der Kirche ausgetreten aber noch dem christlichen Glauben anhängig, Atheist, Neopagan? Besonders Informationen zu Religionswechsel sind wichtig, denn Konvertiten neigen meist eher zu Fanatismus.
      Und war es ein Box-Spring-Bett?

    • 11.07.2016 12:31, Promachos

      Ich hatte vergessen: wichtig wäre auch, sind die Unfallbeteiligten Ortsansässige? Wenn "nein", aus welchem Bundesland kommen sie, alte oder neue Bundeländer? Und - ganz wichtig - welcher politischen Richtung gehören sie an? Vielleicht sollte man auch noch den Familienstand und etwaige Eiträge im Führungszeugnis und bei der Schufa erwähnen, nur so kann sich der Leser ein wirklich umfängliches Bild machen.
      Und war der Schlafzimmerschrank Massivholz oder Furnier?

    • 11.07.2016 12:43, Jemand_NRW

      Die Informationen wie Geschlecht und (meistens) Alter werden ja auch i.d.R. angegeben, und zwar weil sie *relevant* sind: es ist unbestreitbar, dass die große Mehrzahl aller Straftaten von Männern begangen werden.

      Zusammenhänge zwischen sexueller Orientierung und Straftaten sind hingegen weder bekannt, noch angenommen (mal abgesehen vielleicht von sexuellen Mishandlungen an männlichen Kindern, etc.). Deswegen sind diese Informationen nicht relevant.

      Die Herkunft eines Straftäters ist aber sehr wohl relevant, weil es das Phänomen der Ausländerkriminalität gibt - ob es Ihnen gefällt oder nicht.
      Klar, das können Sie auch einfach ableugnen - vor allem dann, wenn die Presse weiterhin in politisch korrekter Volkserziehung versucht, die Tatsachen zu vertuschen, um bloß nicht auf "falsche" Gedanken zu kommen...

    • 11.07.2016 15:45, Promachos

      Natürlich gibt es den kriminologischen Begriff der "Ausländerkriminalität", der oft auch als politisches Schlagwort mißbraucht wird. Es ist aber eigentlich ein statistischer Begriff: also wieviel Anteil an einer bestimmten Art von Straftat haben Ausländer (inklusive Touristen, Durchreisende) zu Inländern. Hier werden auch Franzosen, Amerikaner, Japaner, Chinesen, Luxemburger, Schweizer, etc. erfasst. Natürlich gibt es ausländerspezifische Straftaten, wie Visamißbrauch, die von Inländern nicht begangen werden können. Es ist also kein "Phänomen", sondern ein Vergleichsterminus, wie "Jugendkriminalität" zu, nennen wir es, "Erwachsenenkriminalität".

    • 14.07.2016 09:10, Kritiker

      Lieber Ulfi, es sind natürlich nur die Tatsachen zu benennen, die relevant sind. Eine Zensur zeichnet sich dadurch aus, dass bewusst relevante Tatsachen verschwiegen werden. Irrelevante Tatsachen, die nicht berichtet werden, unter fallen nicht dem Zensurbegriff. Fraglich ist, warum die ethnische Zugehörigkeit oder auch die Religionszugehörigkeit nicht genannt werden soll. Dass sie sehr wohl relevant sind zeigt uns die jüngste Vergangenheit...oder haben Sie mal etwas von einem christlichen Ehrenmord gehört oder wollen Sie leugnen, dass die Einbruchzahlen in NRW nach der Öffnung der Grenzen Richtung Rumänien und Bulgarien rasant gestiegen sind. Sprechen sie mal mit Verantwortlichen in Flüchtlingsheimen, sie waren ähnliche Gutmenschen wie sie und sind nun völlig verzweifelt. Leider treiben diese Meldungen die Leute zu Pegida und Co, weil sie sich vernachlässigt fühlen. So entsteht der Begriff Lügenpresse etc. das gilt es meiner Meinung nach zu verhindern.

    • 17.07.2016 01:01, Jemand_NRW

      @ Pomachos:
      dass sie Ihre Leugnung der Ausländerkrimimalität hier ohne rot zu werden in den Äther geben können, liegt genau daran, dass die Presse stets bemüht ist, dieses Phänomen ebenfalls zu verheimlichen!

      Die intellektuell-bemühten Argumente zur Relativierung von Ausländerkrimimalität sind mir bekannt, ich hatte Kriminologie als Wahlfach. (Kriminologie scheint übrigens stets und ausschließlich darauf gerichtet zu sein, als Forschungsziel "dem Staat"/"der Gesellschaft" die Schuld an aller Delinquenz zu geben - das nur am Rande.)
      Dumm nur: selbst wenn man Touristenkriminalität und Visamissbrauch raus rechnet, bleibt Ausländerkrimimalität immer noch SIGNIFIKANT HÖHER als Inländerkriminalität!
      Das gilt m. W. umso stärker, je brutaler die Delikte werden!

      Das sieht auch jeder, der mit offenen Augen durch die Welt geht. Beispiel nur "Aktenzeichen XY" im ZDF! (Ich wette, die werden auch längst von linken Realitätsverleugnern gedrängt, nicht die Nationalität der Täter zu nennen... z. T. sind ähnliche Fälle ja auch schon bekannt geworden.)

  • 10.07.2016 14:40, Unfassbar

    Tatsächlich unfassbar!
    Da denkt doch tatsächlich einer Deutsche sind Menschen.
    Mit Hirn!
    Und Denken tun die auch noch selber!
    Unfassbar!

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    • 10.07.2016 14:48, Nur die reine Wahrheit

      Schlimm! Einfach schlimm!
      Was kann man nur dagegen tun?
      Die reine Wahrheit wollen die sagen!
      Schlimm, die Deutschen werden sich an der Wahrheit noch den Realitätsschock einfangen und daran zu Grunde gehen!
      Schlimm ist das einfach schlimm!

  • 11.07.2016 12:36, Jemand_NRW

    In einer hiesigen Lokalzeitung (WAZ) werden sogar schon bei FAHNDUNGEN die Nationalitäten der Täter verheimlicht!
    Bloß, um nicht zugeben zu müssen, dass man mit seiner politischen Ideologie falsch gelegen hat!

    Es wird also lieber in Kauf genommen, dass die Täter unbestraft davon kommen und dass dem Opfer nicht einmal juristische Gerechtigkeit zuteil wird, als dass man zugibt, dass mit einigen Immigranten aus bestimmten Weltteilen doch nicht alles so Friede-Freude-Eierkuchen ist!

    Das ist m.E. ein noch größerer Skandal und hat für mich dazu geführt, die Zeitung (derwesten.de) zu meiden.

    (In dem Fall ging es um die sexuelle Belästigung an einer Frau in der Dortmunder Innenstadt; die Zeitung hatte die Täterbeschreibung der Polizei abgedruckt, aber den Hinweis auf das mutmaßliche, muslimisch geprägte Herkunftsland unterschlagen!)

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  • 14.07.2016 04:03, Martin

    Die Nichtbenennung der Nationalität von Straftäter ist als mutwillige Allgemeingefährdung der Bevölkerung zu sehen. Denn wenn es auch religiöse oder ethnische Minderheiten sind, wenn diese Straftaten begehen, muss das die Bevölkerung wissen, dass auch aus deren Reihen eben nicht alle vertrauenswürdig sind. Ansonsten liefert man die Bevölkerung genau solchen kriminellen Minderheiten aus, und gefährdet jeden im Land.
    Die straffälligen Minderheiten bedürfen keinen Schutz, sondern die Bevölkerung bedarf Schutz vor diesen Kriminellen.
    Gerade weil es Minderheiten sind, dürfte es doch für solche Minderheiten kein Problem sein, in den eigenen Reihen für Straflosigkeit zu sorgen, ansonsten für lückenlose Aufklärung mitzusorgen anstatt sich dumm zu stellen und die Polizei bei der Aufklärung mit Schweigen zu behindern.
    Solche Minderheiten dürfen daher besonders nicht geschützt werden, wenn sie eindeutig durch Gruppenverhalten (alle schweigen) kriminalitätsgeneigt sind.
    Diese Unart muss aufhören, kriminelle Minderheiten zu schützen.
    Damit setzt man in DE ein falsches Signal genau für solche Minderheiten, aus denen dann immer wieder Straffälligkeiten entstehen.
    Auch müssen Ausländer, auch als Minderheitengruppe, mit aller Härte des Gesetzes bestraft werden, und hierbei muss auch den Ausländern je nach Fall ein Deutschhass und Hasstat unterstellt werden dürfen. Solche Taten nur deutschen Täter zu unterstellen, damit fängt Diskriminierung an, und zwar gegenüber der gesamten Bevölkerung.
    Außerdem die Bevölkerung sind erwachsene Menschen und wir brauchen nur die Berichterstattung, wer was hat getan, und ob der wer Ausländer oder Deutsche ist. Wir können uns selbst ein Urteil bilden. Oder will uns die Presse mit ihrem Kodex unterstellen, dass die Bevölkerung zu dumm sei für eigene Meinungsbildung? Dann ist dieser Pressekodex eine Beleidigung gegen die ganze Bevölkerung.

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  • 14.07.2016 15:10, McSchreck

    Ich finde das Argument mit dem Einbrecher schwach. Im Gegenteil, bei bestimmten Delikten wie Einbruch oder "Enkeltrick" oder "Teppichverkauf" denkt man eigentlich aufgrund der Verteilung der Tätergruppen ohnehin eher an bestimmte Ausländergruppen als an Deutsche. Wenn dann der Deutsche genannt wird, ist das sogar hilfreich. Bei Steuerhinterziehung und Kindesmissbrauch wird man vermutlich eher an Deutsche denken.

    Im übrigen sollten die Vorurteile ohnehin ganz anders abgebaut werden als durch Weglassen von Wahrheiten. Nämlich indem man vor JEDER Verallgemeinerung warnt. Jeder Mensch ist so kriminell, wie genau ER ist, egal ob Deutscher Türke oder Marokkaner. Er wird nicht dadurch schlimmer oder besser, dass ein anderer Straftaten begangen hat.

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  • 18.07.2016 18:13, Andreas L

    " ... der Pressekodex bildet ja immer einen gesellschaftlichen Ethikkonsens ab, der sich im Laufe der Zeit und durch Änderung der Umstände auch verschieben kann"

    OK, das bedeutet ja dann, daß der Pressekodex mit der politischen Korrektheit der Gesellschaft daherschwingt. Wenn es politisch inkorrekt ist, z. B. Feminismus zu kritisieren, dann darf ein Journalist sich nicht mehr gegen den Feminismus äußern, weil der Pressekodex den Etikkonsens der Gesellschaft widerspiegelt, der anscheinend längst zum Staatsziel erklärt wurde. Wenn jemand über die Paralympics schreibt, darf er nicht mehr erwähnen, daß es sich um Behinderte handelt?

    Dabei ist ja nun gerade das Thema Ausländerkriminalität ein echtes Thema, und vor allem ein weiterhin wachsendes Problem. Nur vor wenigen Tagen berichtete spiegel online (eine Partner-Website von lto übrigens!) über die wachsende Kriminalität in Deutschland, die von Leuten aus Rußland begangen wird. Vor einiger Zeit sagte eine Richterin in Frankfurt im Rahmen eines Berufungsprozesses, daß etwa 2/3 aller Pizzerien in Frankfurt fest im Griff der italienischen Mafia sei. Also wie jetzt, wenn man über die Ausbreitung der organisierten Kriminalität in Deutschland berichten will, muß man Bezüge auf die Mafia und ihre italienischen Wurzeln auslassen?

    Es kann doch nicht sein, daß ein Bericht über eine Straftat vollkommen isoliert NUR über die Straftat berichten dürfte, dabei aber keinerlei Bezug oder Kontext enthalten dürfte.

    Also m. M. unterstützt so etwas wie ein Presserat und ein Ethikkodex die politische Korrektheit nur noch um so mehr. DAS wäre ja im Prinzip zu bekämpfen, statt sich deren politisch korrekten "Empfehlungen" oder "Rügen" anzuschließen. Politische Korrektheit ist Gift. Es gab einmal eine Zeit, da war es Aufgabe des Journalismus, PROBLEME in den Vorgrund zu bringen, aber mittlerweile wurde es zur Norm, sich der politischen Korrektheit zu unterwerfen.

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  • 26.07.2016 12:22, Stefan

    Wäre das Thema nicht so traurig, wäre die Debatte hier beste Unterhaltung: Da wird in diversen Kommentaren lamentiert, "die Medien" würden uns alles mögliche verschweigen, vor allem natürlich, wie böse und kriminell Ausländer sind. Dabei ist die Entscheidung der Sächsischen Zeitung genau aus dem gegenteiligen Motiv entstanden: Nämlich zu zeigen, dass Ausländer eben nicht krimineller sind als Deutsche.

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