Block-Prozess Tag 69: Anwältin belächelt Ein­trag ins "Klas­sen­buch"

von Jakob Hoffmann

19.08.2026

Ein durchgestochenes Gutachten, eine Richterin, die nicht Wachhund sein will, und eine Alarmanlage. Bei der Befragung einer Polizistin kommt es zu Schrei-Duellen. Dann ist alles schneller vorbei als gedacht, am Tag 69 im Block-Prozess.

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Sechs Tage hatte die Vorsitzende Richterin für die weitere Befragung der Hauptermittlungsführerin Merle B. angesetzt. Sechs Tage Zeit für Fragen der Verteidigung im Block-Prozess. Doch noch vor Ende des ersten Tages wird sie entlassen. Das bedeutet aber nicht, dass sie nichts Wichtiges zu sagen hatte: Für zwei der sieben Angeklagten könnten einige ihrer Aussagen große Bedeutung haben. 

Der Tag beginnt mit Aufregung, ausgelöst durch einen Artikel der Bild vom vorigen Abend. Darin hatte Reporter Jan-Henrik Dobers von dem Gutachten der kinderpsychiatrischen Sachverständigen berichtet. Darin geht es um den mentalen Gesundheitszustand der Kinder in persönlichsten Details. Dieser tiefe Einblick und damit ein Eingriff in die intimsten Schutzbedürfnisse der in der Silvesternacht 2023/24 entführten Block-Kinder war bislang eine rote Linie in der Berichterstattung gewesen. 

Dr. Ingo Bott, Verteidiger der als mutmaßliche Auftraggeberin der Entführung angeklagten Mutter Christina Block, bittet deshalb noch vor Beginn der am Dienstag geplanten Zeugenvernehmung um das Wort. Er weist auf den Bild-Artikel hin und fordert das Gericht auf, einzuschreiten – schließlich hatte das Gericht im Prozess die Öffentlichkeit gerade zum Schutz der Kinder ausgeschlossen. Es könne doch nicht sein, dass das Gericht nun zusähe, wie sich darüber einfach hinweggesetzt werde.

Richterin: "Bin nicht der Babysitter, und auch nicht der Wachhund"

Das Gericht und die Verteidiger finden sich in einer Pattsituation wieder: Die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt sagt, ihr gefalle das zwar auch nicht, aber sie könne nichts tun: "Ich bin hier nicht der Babysitter, ich bin hier auch kein Wachhund, der losläuft und schaut, wer was an die Presse gibt". Die Verteidiger dagegen sind der Meinung, sie habe schließlich die Verfahrensleitung. Das sei ihr Gerichtssaal, ihr Verfahren. Sie hat mit § 176 Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) die Sitzungspolizei in der Hand, um die ungehinderte Rechts- und Wahrheitsfindung und die Rechte der Verfahrensbeteiligten zu schützen. Wer also soll der "Wachhund" sein, wenn nicht sie?

Hildebrandt will aber wie üblich keine Appelle, sondern einen konkreten Antrag haben, was von ihr verlangt wird. Den bekommt sie nicht. Die Verteidiger sind der Ansicht, sich zu überlegen, wie sie dagegen vorgehen könnte, sei Aufgabe der Vorsitzenden und nicht ihre. Dazu kommt, dass die Verteidigung die Weitergabe der Unterlagen zwar immer wieder, wie auch am Dienstag, der Nebenklage vorwirft. Die SMS, um die es unter anderem geht, habe beispielsweise nur zwei Personen vorgelegen, erklärt Gerhard Dellings Verteidiger Dr. David Rieks: Seinem Mandanten, der sie geschrieben hatte, und der ältesten Tochter von Block und Hensel, an die sie gesendet wurde. Für ihn ist dadurch klar, dass die Informationen "aus dem Hause Hensel" stammen müssten. Beweisen kann das aber Stand jetzt niemand. Der angesprochene Nebenklagevertreter Dr. Philip von der Meden hält sich aus der Diskussion raus und beobachtet lieber sehr konzentriert seinen Laptopbildschirm. 

Die Weitergabe von Akten(-teilen) an die Presse ist nach § 32f Abs. 5 S. 1 StPO verboten, weil dies ein Verstoß gegen die Zweckbestimmung ist, mit der Einsicht in die sensiblen persönlichen Daten, die in einem Strafverfahren ermittelt werden können, gewährt wird. Mit der Strafbarkeit ist es dagegen etwas komplizierter, mit der Beweisbarkeit allemal. Weil es sich dabei aber um ein Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) handelt, stehen zumindest auf dem Zivilrechtsweg Schadensersatz- und Unterlassungsansprüche zur Verfügung, gegen Anwälte sind berufsrechtliche Schritte möglich. Unsaubere Arbeit mit den Medien werfen sich hier regelmäßig alle gegenseitig vor. Den ersten Stein sollen aber immer die anderen geworfen haben. 

Hildebrandt will sich in diese Scharmützel über Medienarbeit nicht einmischen, das habe nichts in ihrem Gerichtssaal zu suchen. "Streiten Sie sich außerhalb der Hauptverhandlung darum. Das ist nicht Sinn eines Strafverfahrens", beendet sie die Debatte. Nachkommen tut der Aufforderung aber keiner: Die ansonsten durchaus medienaffinen Vertreter von Block-Verteidigung und Nebenklage wollen den draußen wartenden Fernsehkameras im Anschluss keine Interviews geben.

Sicherheitslücke bei der Alarmanlage in Blocks Haus?

Gül Pinar ist als Erste dran mit ihren Fragen an die Hauptermittlungsführerin. Nach kleinen Startschwierigkeiten, die in einem Schrei-Duell zwischen Verteidiger Dr. Marko Voß und der Vorsitzenden enden, geht es bei Pinars Fragen fast harmonisch voran. Die inzwischen hier berüchtigte Aussagegenehmigung, die bei den vergangenen Vernehmungen der Beamtin für reichlich Konflikte gesorgt hatte, findet erst nach über einer Stunde Erwähnung. Die Kommunikation zwischen Zeugin, Richterin und Verteidigerin scheint zunächst besser zu laufen als letztes Mal: Pinar tastet sich heran, Hildebrandt hilft, die Fragen so zu formulieren, dass sie zulässig sind, und die Zeugin gibt sich Mühe, Antworten zu finden, die innerhalb ihrer Aussagegenehmigung liegen.

So gelingt es Pinar herausarbeiten, dass der zentrale Tatvorwurf der Ermittler gegenüber ihrem Mandanten, Sicherheitsunternehmer Andreas P., sich auf eine Alarmanlage bezieht. Und zwar die, die das Wohnhaus von Christina Block in Hamburg schützen soll. Für die Ermittler war die Anlage deshalb interessant, weil ihrer Hypothese nach die Alarmanlage verhindern sollte, dass die Kinder das Haus ihrer Mutter unbemerkt verlassen. Zu der Alarmanlage sei aber kaum etwas ermittelt worden, gibt die Zeugin an. Weder, wie genau diese funktioniert habe, noch, wer sich damit auskannte. Dabei sei die Alarmanlage so entscheidend gewesen, weil das entführte Mädchen angegeben hatte, dass man eines der Kellerfenster öffnen könne, ohne die Alarmanlage auszulösen – P. solle Blocks Lebensgefährte Gerhard Delling über diese "Lücke" informiert haben. P. bestreitet das.

Nur: Noch am vorigen Verhandlungstag hatte Pinar einen Antrag gestellt, durch die Vernehmung eines Technikers zu belegen, dass eine solche Lücke gar nicht existierte. In ihrer Stellungnahme zu dem Antrag hatte die Staatsanwältin (StA) Mona Paul erklärt, das sei irrelevant, da es auf die Alarmanlage überhaupt nicht ankomme, sondern nur auf die Nachricht an Delling. Bei der Beamtin nun klang das anders.

Fragen werfen auch ihre Aussagen zum Hamburger Innensenator Andy Grote auf. Dessen Name taucht im Prozess gelegentlich wieder auf. Im Raum steht, ob er möglicherweise über Vorgänge der Rückholaktion oder im Vorfeld davon Bescheid wusste. Ein Pressesprecher Grotes dementierte das gegenüber LTO auf Anfrage. Die Hauptermittlungsführerin sagt nun aus, dass sie Grote in dem Zusammenhang vernehmen wollte. Der Leiter ihrer Ermittlungsgruppe habe aber dagegen entschieden. Er hatte im März ausgesagt, er habe lediglich Grotes Assistentin kontaktiert, die ihm übermittelte, dass Grote nur Neujahrsgrüße mit Block-Familienanwalt Dr. Andreas Costard ausgetauscht habe. Grote selbst habe man nie kontaktiert oder vernommen. Warum, das weiß die Hauptermittlungsführerin nicht. "Es gibt einfach Entscheidungen, die ich nicht getroffen habe", sagt sie. 

Irgendwann kommt es dann, wie es kommen musste, und die Aussagegenehmigung der Beamtin wird Thema. An der hat sich nämlich nichts geändert seit der letzten Eskalation zu dem Thema, und eine Weile scheint es, als würde die aktuelle Befragung diesem Beispiel folgen. Pinar und Hildebrandt liefern sich Wortgefecht um Wortgefecht. Hildebrandt geht dazu über, Pinars Kommentare im Protokoll festhalten zu lassen. Die scheint das aber eher anzuspornen: Sie vergleicht das Sitzungsprotokoll mit einem Klassenbuch, in dem störende Schüler:innen eingetragen werden. Da sei sie schon in der Schulzeit immer drin gelandet, meint Pinar. "Das hat auch nichts bewirkt."

Warum wurde ein Konferenzraum im Hotel Elysée reserviert?

Nachdem er sich bereits am Vormittag mit der Vorsitzenden angelegt hatte, bleibt bei Costards Verteidiger Marko Voß eine erneute Eskalation aus. Die Spannung ist dennoch spürbar, die Polizistin wirkt mittlerweile erschöpft und zunehmend reizbarer. An einer Stelle fährt sie Voß an, sie fände es frech, ihr Lügen zu unterstellen. Voß antwortet, was frech ist, sei ja Wertungssache, worauf sie kontert: "Ja und das ist meine Wertung."

Voß geht es, wie Pinar vor ihm, in der Befragung um Widersprüche zwischen den Ermittlungsergebnissen der Polizei und den Tatvorwürfen, wie sie schlussendlich in der Anklageschrift der StA auftauchten. Costard wird in der Anklageschrift vorgeworfen, in den von ihm gebuchten Konferenzräumen im Hamburger Hotel Elysée sei in seinem Beisein der konkrete Tatplan besprochen worden. 

Voß lässt sich von der Beamtin bestätigen, dass sie als belastenden Hinweis darauf in ihrem Abschlussbericht nur eine Nachricht zwischen zwei Mitgliedern des Hotels erwähnte, in der von einer Reservierung eines Konferenzraums für Costard am 21. Dezember 2023, also in dem Zeitraum, in dem die mutmaßlichen Entführer von dem Hotel aus ihre Aktion vorbereitet haben sollen, die Rede ist. In der Zusammenfassung der Tatbeiträge tauche dies aber nicht mehr auf. Voß will dann wissen, ob die StA eigene Ermittlungen angestellt hat, um zu dem Tatvorwurf der Anklageschrift zu kommen. Die Beamtin sagt, von solchen Ermittlungen wisse sie nichts.

Daraufhin hält Voß ihr einige E-Mails vor, die noch nicht Aktenbestandteil waren: Ein E-Mail-Wechsel, in dem eine Hotelmitarbeiterin mit Costard scheinbar über eine gerade abgesagte Weihnachtsfeier seiner Kanzlei in dem Hotel spricht – am 21. Dezember 2023, dem Datum des vermeintlich zur Tatplanung gemieteten Konferenzraums. Der Austausch stamme von Mitte November, etwa zwei Wochen nach der angeblich Costard belastenden Nachricht. Dazu ergänzt Voß eine Rundmail aus Costards Kanzlei einige Tage später, in der zu einer Weihnachtsfeier außerhalb des Grand Elysée eingeladen wird – am 21. Dezember 2023. Voß' Argument: Eine Weihnachtsfeier, die später dann verlegt wurde, wäre eine entlastende Erklärung für die Reservierung des Konferenzraums gewesen, die von den Ermittlern jedoch nicht ermittelt wurde. 

Offene Fragen werden für die Revision verbucht

Mit ihren sechs für die Hauptermittlungsführerin geblockten Prozessterminen hatte die Vorsitzende die zähe, sich ständig wiederholende Abfolge aus Fragestellen, Zurückweisung wegen Unzulässigkeit und Beantragung eines Kammerbeschlusses antizipieren wollen, die die vergangenen Vernehmungen der Beamtin geprägt hatte. 

Ein paar Mal kracht es dabei gehörig: wie als Ingo Bott eine Entscheidung über die Zulässigkeit einer Frage an die Polizeibeamtin beantragt, Hildebrandt aber nur die erste Hälfte der Frage protokolliert, seine Aufforderung, den zweiten Halbsatz auch noch zu ergänzen, beiseite wischt und über die unvollständige Frage entscheiden lässt. Bott quittiert das mit einem zynischen "Sie haben jetzt einen Beschluss gefasst zu einer Frage, die ich nicht gestellt habe, aber keinen zu der, die ich gestellt habe."

Es hat dann aber offensichtlich keiner mehr Lust, dieses Prozedere für jede ihrer von der Aussagegenehmigung nicht gedeckten Fragen durchzukauen. Trotzdem wollen alle ihre Fragen einbringen, um in der Revision darauf verweisen zu können, dass sie diese Fragen stellen wollten, aber nicht konnten. Nur wie man das anstellt, da scheint erneut etwas Unschlüssigkeit zwischen den Verfahrensbeteiligten zu bestehen. Bott will die Fragen zu Protokoll reichen, wird aber von Richterin Hildebrandt informiert, dass das nicht gehe, er könne nur zu den Akten reichen, was er dann auch tut. Die eine chaotische Zurückweisung hatte ihm offenbar gereicht. 

Voß will seine Fragen ebenfalls zur Akte geben; Pinar kann sich nicht so ganz entscheiden. Hildebrandt weist sie darauf hin, sie habe ihr schon gesagt, dass sie ihr die Fragen gerne geben könne. "Ich kann Ihnen alles Mögliche geben, ich kann Ihnen auch einen Kaffee in die Hand drücken", meint Pinar. Die Frage sei ja, was das hieße. Die Antwort darauf bleibt offen. Die Hauptermittlungsführerin wird also überraschend gleich nach ihrem ersten der sechs geplanten Termine entlassen. Die nicht gestellten Fragen dürften damit allenfalls noch für die Revision interessant sein.

Am Mittwoch folgen die Erklärungen nach § 257 StPO zu der abgeschlossenen Zeugenvernehmung. Dass diese kürzer als geplant ausgefallen ist, hat unerwartete freie Zeit im engen Zeitplan eröffnet – die Anwälte werden aber wohl keine Probleme haben, die zu füllen.

Tag 1 – Prozessauftakt: Hat sie die Entführung ihrer Kinder in Auftrag gegeben? In Hamburg hat der Prozess gegen Steak-House-Erbin Christina und weitere Angeklagte begonnen. Die Verteidigung macht der Staatsanwaltschaft viele Vorwürfe.

Tag 2 - Strafprozess gegen Christina Block vorerst unterbrochen: Eigentlich war eine Einlassung der Block-House-Erbin angekündigt, doch der Prozess gegen Christina Block wurde unterbrochen. Grund ist ein Streit um die Nebenklage ihrer 14-jährigen Tochter. Die Verhandlung wird am 25. Juli fortgesetzt.

Tag 3 - "Du hast mich fertig gemacht": "Ich habe die Entführung meiner Kinder weder beauftragt noch gewollt": Über mehrere Stunden ließ sich Christina Block vor der Strafkammer des LG Hamburg ausführlich im Entführungsprozess gegen sie ein und schilderte ihre Sicht der Dinge.

Tag 4 - "Sie haben meiner Tochter einen Alarmknopf um den Hals gehängt": Im "Block-Prozess" schildert Christina Block ihre verzweifelten Pläne, ihre Kinder zurückzuholen – von Bootsfahrten bis Maskenbildner. Im Fokus: Freundin "Olga", 120.000 Euro Bargeld und der Vorwurf eines Alarmknopfs um den Hals der Tochter.

Tag 5 - "Ich habe die schlechteste Position, meine Kinder jemals wiederzusehen": Routine im Saal, aber offene Fragen im Verfahren: Christina Block antwortet ausweichend, schildert Erinnerungslücken und wirft ihrem Ex-Mann Manipulation vor. Die Rolle der Cyberfirma bleibt ungeklärt. 

Tag 6 - "Ich werde von nun an insgesamt schweigen": Am sechsten Verhandlungstag im Kindesentführungsprozess verweigerte Christina Block alle Antworten auf Fragen der Nebenklage. Prozessuale Fragen, Framing- und Manipulationsanschuldigungen dominierten im aufgeladenen Gerichtssaal. 

Tag 7 - "Bestrafen Sie mich": Der Mitangeklagte und in Untersuchungshaft befindliche Tal S. gibt an, die Block-Kinder nur gerettet haben zu wollen. Er übernahm für die Entführung volle Verantwortung und appellierte an den Vater, "Frieden zu stiften".

Tag 8 - "Sie wirkte wie im Traum": Der Angeklagte Tal S. schildert am achten Verhandlungstag, wie er den Kindern Klebeband über Mund und Hände legte – bei dem Mädchen "härter", als es nicht kooperierte. Später gerieten Blocks Verteidiger und die Vorsitzende noch aneinander.

Tag 9 - "Hätte niemals gedacht, als rechtstreuer Bürger jemals vor Gericht zu stehen": Im Block-Prozess bestreiten ihr Lebenspartner Gerhard Delling, Cousine Uta B. und Sicherheitsunternehmer P. jede Beteiligung an der Entführung der Block-Kinder. Vater Hensel spricht derweil von Gewalt und "Todesangst" in der Silvesternacht.

Tag 10 - "Zum Glück hatte ich meine Hände schützend vor dem Gesicht": Blocks Ex-Ehemann beschreibt im Hamburger Entführungsprozess Schläge, Tritte und die Schreie der gemeinsamen Kinder in der Silvesternacht. Zudem wirft er Christina Block häusliche Gewalt vor, dem die Hauptangeklagte widersprach.

Tag 11 - "Unsere Verteidigerpflicht ist, das Wort zu erheben, wenn es notwendig ist": Im Prozess gegen Christina Block entbrennt eine hitzige Auseinandersetzung um Verteidigerrechte. Nebenkläger Hensel berichtet über die psychische Belastung der Kinder mit Aussagen, die stellenweise für Irritationen im Saal sorgten.

Tag 12 - "Wir haben Kinder, die funktionieren": Am zwölften Verhandlungstag ging die Befragung Stephan Hensels weiter. Er musste sich Vorhalte machen lassen, die ins Persönlichste gingen. Eine Verteidigerin lockte den Nebenkläger mit ihren Fragen sichtbar aus der Reserve.

Tag 13 - "Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie etwas Böses wollten": Am dreizehnten Verhandlungstag des Block-Prozesses sorgt die Befragung von Nebenkläger Stephan Hensel erneut für Streit im Saal: An die Presse geleakte Akten, § 55 StPO, und ein ungewöhnlich emotionales Statement eines israelischen Mitangeklagten.

Tag 14 - "Alles, was aus Deutschland kam, wurde verteufelt": Am vierzehnten Verhandlungstag im Block-Prozess dominiert die juristische Kontroverse zum Umgang mit Handydaten. Block präsentiert sich kämpferisch, attackiert Hensel und bittet eindringlich, ihre Tochter nicht öffentlich aussagen zu lassen.

Tag 15 - Augenzeugen schildern Entführung der Kinder: Am 15. Verhandlungstag berichten Augenzeugen von der Entführung in der Silvesternacht 2023/24, während ein emotionaler Brief der Großeltern und Erklärungen zu psychischer Belastung der Kinder sowie Blocks Einlassungen für Spannung sorgen.

Tag 16 - "In so einer rekordverdächtigen Zeit bin ich noch nie aufgeflogen": Ein Sicherheitsberater berichtet über die Observation der Block-Kinder in Dänemark, sein Auffliegen vor Ort, einen riskanten Plan und ein heikles Mittagessen mit Anwälten: Einblicke in den 16. Verhandlungstag des Block-Prozesses.

Tag 17 - "Das ist alles nicht meine Kanne Bier": In welchem Verhältnis standen deutsche und israelische Sicherheitsfirmen? Aufschluss darüber sollte die Befragung des nächsten Zeugen im Block-Prozess geben. Außerdem gab es erneut Streit darum, ob Datenträger ausgewertet werden durften.

Tag 18 - "Die ganze Sache ist nicht mein cup of tea": Wie ist der Kontakt zur Firma zustandegekommen, die die Block-Kinder in der Silvesternacht 2023/24 gewaltsam nach Deutschland geholt haben soll? Am Mittwoch sagte ein geheimnisvoller Zeuge aus, der "in höchsten Sicherheitskreisen" verkehrt.

Tag 19 - "Eine nicht mehr hinnehmbare Verletzung der Unschuldsvermutung": Während der ehemalige Chef des Bundesnachrichtendienstes seine Aussage verweigert, flammt der Streit über die ausgelesenen Handydaten von Christina Block wieder auf: Mehrere Verteidiger stellen Befangenheitsanträge am 19. Prozesstag.

Tag 20 - "Wer hat mit der israelischen Sicherheitsfirma gesprochen?": 20. Tag im Block-Prozess: Gericht und Staatsanwaltschaft würgen eine Erklärung Christina Blocks ab. Außerdem berichten Zeugen von ungewöhnlichen Hotelübernachtungen im Elysee-Hotel. Wer hatte Kontakt zur israelischen Sicherheitsfirma?

Tag 21 - Warum die Vorsitzende der Steakhouse-Erbin mit Haftbefehl drohte: Im Block-Prozess dreht sich an Tag 21 alles um die mysteriöse israelische Sicherheitsfirma, massive Zweifel an IT-Warnungen und eine scharfe Ansage der Vorsitzenden: Christina Block geht in Haft, wenn sie weiter Kontakt zu Zeugen hat.

Tag 22 - Audioaufnahmen aus der Silvesternacht 2023/24 erschüttern den Saal: Im Mittelpunkt von Tag 22 stand die Inaugenscheinnahme mehrerer Audioaufzeichnungen nach § 86 StPO. Die Dateien dokumentieren in Tonaufnahmen dramatische Minuten einer Entführung.

Tag 23 - "Hier lügt jemand": Christina Block soll den Auftrag erteilt haben, zwei ihrer Kinder aus der Obhut des Ex-Manns zu entführen. Dessen neue Ehefrau wendet sich als Zeugin direkt an die Angeklagte – und spricht am 23. Verhandlungstag von "Todesangst" der Tochter.

Tag 24 - "BKH - Bring Kids Home": Zuschauergedrängel, doppelte Sicherheitskontrollen, gespannte Blicke. Im Mittelpunkt: Die Vernehmung von David Barkay, Geschäftsführer der Firma, die die Block-Kinder entführt haben soll. Am Ende des Tages gibt es eine böse Überraschung.

Tag 25 - "Operation Golden Ice #5" und der Moment der Entscheidung: Am 25. Prozesstag schildert der Organisator der Entführung minutiös den Ablauf und wie die Aktion fast abgebrochen worden wäre. Sein Narrativ der Gewaltfreiheit gerät ins Wanken, als die Vorsitzende seine Aussage Punkt für Punkt prüft.

Tag 26 - "Ich bin erleichtert, dass Sie jetzt tun, was getan werden muss": Klare Fragen, knappe Antworten: Am 26. Prozesstag gerät Cyber Cupula-Chef Barkay unter Druck. Es geht um kostenlose Unterbringung, Gratisbüro, Chats und Kameras in Dänemark - und die Grenze zwischen Informationsbeschaffung und Entführung.

Tag 28 - "Dass Hensel die Kinder isoliert hat, war eine Machtdemonstration": Am 28. Verhandlungstag haben im Block-Prozess Ex-Mitarbeiterinnen des Hamburger Jugendamts ausgesagt. Sie werfen Blocks Ex-Mann vor, höchst unkooperativ gewesen zu sein. Diese Vorgeschichte sei eine "Zäsur", sind sich die Verteidiger einig.

Tag 29 - "Ex-Hotelmitarbeiter sagen im Block-Prozess aus Offene Rechnungen, geschlossene Augen”: Am 19. Verhandlungstag führte der Block-Prozess tief hinein in die Welt eines Luxushotels jenseits regulärer Abläufe. Außerdem wollten zwei Anwälte wissen, gegen welchen Vorwurf sie verteidigen sollen.

Tag 30 – "Es war mein Traum, in einem Wohnmobil durch Europa zu reisen": Überraschendes Wiedersehen, der israelische Ex-Agent David Barkay sagt erneut detailliert vor Gericht aus. Wo er Erinnerungslücken hat, lässt das Gericht seine Notizbuchseiten an die Wand projizieren. Ein Eintrag stammt von Christina Block.

Tag 31 - "Jede Mutter hier im Raum würde so handeln": Ein Zeuge im Blitzlicht, der immer wieder ausweicht: Das Gericht ringt Barkay Details zur Entführung der Block-Kinder ab. Je mehr er einräumt, desto brüchiger wird seine Erzählung von einer "Rettung" im Interesse der Kinder.

Tag 32 - "Ich bestreite, dass der Zeuge irgendeinen Sachverstand hat": Ein von Christina Block konsultierter Kinderpsychologe schildert seine Eindrücke von den entführten Kindern. Am Ende stehen jedoch nicht seine Beobachtungen im Fokus, sondern ein Frontalangriff der Verteidigung auf seine fachliche Kompetenz.

Tag 33 - “Eine objektive Wahrheitsfindung ist nicht mehr möglich”: Weil ein Zeuge nicht erschien, beschäftigte sich das LG Hamburg mit Anträgen der Verteidigung. Der skurrilste: Blocks Verteidiger will das Verfahren wegen der Medienberichterstattung einstellen lassen. Es gebe zu viele "Realitätsangebote".

Tag 34 - "Ich will nicht, dass diese Frau im Knast sitzt, weil ich etwas gesagt habe": Treffen mit Christina Block, die er zuvor nicht erwähnt hat: Der mitangeklagte Israeli Tal S. macht eine interessante Einlassung. Zusätzlich geht es am Freitag um die Rolle von Blocks Vater: Welche Rolle spielte "der Patriarch"?

Tag 35 – "Ich weiß, dass ich einen Fehler gemacht habe": Ein militärisch präziser Plan, der gründlich schiefgeht: im Block-Prozess schildert Kronzeuge David Barkay, wie die "Rettung der Kinder" zum Fiasko geriet.

Tag 36 - “Wir wollten in der Lage sein, alles zu hören, was rein- und rausging”: David Barkay gibt Einblicke in die Überwachung der Familie Hensel, seine eigene Rolle entfacht eine Diskussion.

Tag 37 – "Hier nur für Sie der Bericht, Smiley":Eine Mitarbeiterin des Jugendamtes sagt zu einem Hausbesuch bei Christina Block und den Kindern aus – gab es eine Sonderbehandlung? Eine Befragung mit Folgen für das mögliche Strafmaß. Und am Ende spielt sogar der Krieg im Nahen Osten eine Rolle.

Tag 38 - "Hätte die Polizei ihren Job gemacht, wären wir heute nicht hier": Zwei Kripo-Beamtinnen standen im Fokus des Prozesstages. Blocks Verteidiger Ingo Bott nutzt ihre Aussagen für schwere Vorwürfe gegen die Polizei – und sieht darin zugleich ein Argument gegen den Vorsatz seiner Mandantin.

Tag 39 - "Der Mossad wäre stolz auf das TiktTok-Verhalten seiner Agenten": Die Waffen der privaten Block-Security-Leute, ausgerechnet ein Polizist, der sich an kaum etwas erinnert, und vermeintliche Mossad-Agenten im Bademantel, die sich Herzen auf TikTok schicken. Das war Tag 39. Und es war hitzig und verwirrend.

Tag 40 - "Ich warte kurz, bis das Theater hier vorbei ist": Am Donnerstag sagt ein Kriminalpolizist als Zeuge im Block-Prozess ruhig und prägnant aus. Ein deutlicher Kontrast dazu, wie sich nicht nur Verteidigung und Gericht gegenseitig angehen, sondern auch die Verteidiger untereinander.

Tag 41 - "Das Haus wie ein Museum für eine Familie, die auseinandergerissen wurde": Am 41. Prozesstag hagelt es von den Anwälten Vorwürfe. Gegen die Arbeit der Ermittler, gegen die Anwälte auf der Gegenseite - und gegen das Publikum. Schließlich muss die Vorsitzende eingreifen. Auch als Fotos aus dem Block-Haus gezeigt werden.

Tag 42 - "Das perfekte Verbrechen gibt's nur im Kino": Warum kontaktierte die Polizei nach dem Notruf in der Silvesternacht nicht die Mutter der entführten Kinder? Wer bei der Polizei wichtige Entscheidungen traf, diese Suche gleicht einer Schnitzeljagd. Tag 42 und die Block-Woche enden abrupt.

Tag 43 - "Spannend, was für eine Zeugin die Nebenklage da aus dem Hut zaubert": Eine Nachbarin belastet Christina Block zunächst schwer, ihre Zeugenaussage gerät bei der Befragung aber gehörig ins Wanken. Das Bild von einer Polizei, die nicht genau erklären kann, was sie in der Silvesternacht tat, verfestigt sich.

Tag 44 – "Zuerst haben die Kinder noch Mama gesagt, dann nur noch Christina": Die Vernehmung einer Polizeibeamtin sorgt für Streit. Dann schildert die plötzlich eine für den Prozess wohl bedeutende Aussage von Christina Block. All das sorgt für einen emotionalen 44. Tag. Bis einen Angeklagten offenbar die Kräfte verlassen.

Tag 45 - "Wovor haben Sie denn Angst, Frau Staatsanwältin?": Der Streit über zulässige Fragen kocht über, eine Staatsanwältin ist streitlustig und Gerhard Delling bekommt statt eines Geburtstagsgeschenks harte Worte: Der Bericht zum 45. Verhandlungstag im Blockprozess.

Tag 46 - "Wenn ich was sage, werden mir schlechte Sachen passieren": Warum sollte ein israelischer Bauingenieur zum Fluchtwagenfahrer der Entführung werden? Und wurde er später bedroht? Eine Aussage zur Block-Großmutter gibt Rätsel auf und die Anwälte wollen am 46. Prozesstag die Fotografen aussperren.

Tag 47 - Der Fluchtwagenfahrer gerät ins Schleudern: Am 47. Tag im Block-Prozess zeigen die Strafverteidiger unterschiedliche Künste bei der Zeugenbefragung. In den Aussagen des Fluchtwagenfahrers tauchen Widersprüche auf. Das Gericht lehnt mit fragwürdiger Begründung eine Beschlagnahme ab.

Tag 48 – Welchem Zeugen kann man noch glauben?: Block bekommt zum Geburtstag einen kurzen Verhandlungstag, den sogar die Blumen überleben, die eine Zuschauerin ihr mitbringt. Derweil streiten Verteidigung und Nebenklage darüber, wie streng Abweichungen in Zeugenaussagen zu bewerten sind.

Tag 49 – "Kommste mit zur Auslandsobservierung, kannste viel lernen": Mit dem Dolch nach Dänemark - im Blockprozess beschreibt ein Privatdetektiv eine Observation in Dänemark, die vor allem eines war: kurz, chaotisch und "eine Riesenkacke". Die Staatsanwaltschaft hält sie für alles andere als harmlos.

Tag 50 – Olga packt aus und belastet nicht nur Christina Block: Die lang erwartete Aussage von "Olga" drängt den Fokus auf die Frage, wer die treibende Kraft hinter der Entführung der Kinder von Christina Block war. Die Vorsitzende liefert am Ende zwei Paukenschläge für den weiteren Prozessfortgang.

Tag 51  Christina Block, Codename "Marienkäfer": Keren T., die "rechte Hand" des mutmaßlichen Chef-Entführers und Schlüsselfigur, sagt aus. Sie belastet Block, ihren Vater, den Familienanwalt und sogar den Leiter des Hamburger Hafens, stellt damit aber auch ihre Glaubwürdigkeit infrage.

Tag 52 – War "Happy New Year" ein Code für "Wir haben die Kinder"?: Im Block-Prozess dürfen die Verteidiger die wichtige Zeugin "Olga" befragen. Es geht um bewaffnete Israelis, die ihre Angelegenheiten selbst regeln, um codierte Nachrichten, Unrechtsbewusstsein und Hamburger Lichtverhältnisse im Winter.

Tag 53 – Rückholung ist nicht gleich Entführung: Rechtsweg, Rückholung, Entführung: Im Block-Prozess wird zunehmend entscheidend, wer welche Stufe der geplanten Rückkehr der Kinder kannte und billigte. Der Verteidiger von Blocks Familienanwalt attackiert an Tag 53 die Schlüsselzeugin. 

Tag 54 – "Brau­chen Sie eine Pause, um ein Ableh­nungs­ge­such zu for­mu­lieren?": Die Befragung von Christina Blocks Psychologen R. zieht sich so in die Länge, dass es ordentlich zwischen Block-Verteidiger Bott und der Vorsitzenden Richterin Hildebrandt kracht. Die Erklärungen zu "Olgas" Befragung werden daher verschoben.

Tag 55 – "Die Gerichtssprache ist Deutsch, das denke ich mir nicht aus": Am 55. Tag beginnen die mit Spannung erwarteten Erklärungen der Verteidiger zur Befragung Keren T.s, die unter dem Decknamen "Olga" eine Schlüsselrolle gespielt haben soll. Für Nebenklagevertreter von der Meden wird es kein angenehmer Tag.

Tag 56 – Voß' großer Rundumschlag: Der Streit um zulässige Fragen und den Umgangston im Saal kocht über: Es wird sich gegenseitig korrigiert und verspottet, dann ruft Stephan Hensel ins Mikrofon. Costard-Verteidiger Voß legt sich besonders mit dem Gericht und zwei Anwälten an.

Tag 57 – "Ich habe niemals Leute manipuliert, ich habe andere Dinge getan": Ingo Bott hält eine Lesestunde. Der vermeintliche Kronzeuge Barkay erklärt bei seinem letzten Auftritt im Zeugenstand, dass er früher für den israelischen Geheimdienst gearbeitet hat. Was bleibt von der Befragung der israelischen Zeugen?

Tag 58 – Warum glaubte man anderen – den Angeklagten aber nicht?: Als eine Ermittlerin erklärt, dass das Verfahren gegen andere eingestellt wurde, weil man sich auf deren Wort verlassen habe, kochen im Block-Prozess die Emotionen über. Misst die Staatsanwaltschaft mit zweierlei Maß? 

Tag 59 – die Kammer denkt an den August, die Verteidigung an den BGH: Was darf eine zentrale Ermittlerin zum Block-Komplex aussagen? Am 59. Verhandlungstag zeichnet sich ab: Die Verteidiger bereiten sich schon auf die Revision vor. Und der Abschluss des Prozesses im August lässt sich wohl nicht mehr halten.

Tag 60 – Die Antwort auf alle Fragen lautet "David Barkay": Der zweite mutmaßliche Fluchtwagenfahrer berichtet per Videoschalte von der Entführung in der Silvesternacht: Beim Chef der Israelis, David Barkay, seien alle Fäden zusammengelaufen. Christina Block könnte noch etwas anderes gelegen kommen.

Tag 61 – "Sie war wie Prinzessin Diana": Kafka, Diana und David Barkay: Die Block-Verteidigung versucht, den mutmaßlichen Chef-Entführer als Strippenzieher darzustellen. Wer brachte die Kinder zuerst in Gefahr? "Profis" hätten bei der Aktion wohl nie mitgemacht.

Tag 62 – Der Entführer, der James Bond sein wollte: Ein Model aus GNTM weint nach einer Ansprache von Christina Block, wird zum Entführer und trinkt später angeblich mit einem Polizeihund aus einer Pfütze. Der Block-Prozess wird immer bizarrer – und zugleich immer schwerer aufzuklären.

Tag 63 – Letzter Entführer macht Christina Block verantwortlich: Sündenbock oder Selbsterhaltungs-Lügner mit Gewissen? Als letzter Zeuge der Kammer schildert der mutmaßliche Entführer Jonathan G., wie David Barkay ihn manipuliert habe – und macht auch Christina Block persönlich verantwortlich. 

Tag 64 – Doch noch ein Haftbefehl gegen Christina Block?: Eskalation im Block-Prozess: Hat die Hauptangeklagte versucht, die Gutachterin ihrer Kinder zu beeinflussen? Die Vorsitzende lässt vor dem Ausschluss der Öffentlichkeit die Bombe platzen. Muss Block auf den letzten Metern noch in U-Haft?

Tag 65 – Entscheidende Stunden hinter verschlossenen Türen: Die kinderpsychiatrische Gutachterin sagt bei ausgeschlossener Öffentlichkeit aus. Es geht um die psychischen Schäden, die die entführten Kinder erlitten – und damit möglicherweise um die Frage, ob Christina Block ins Gefängnis muss.

Tag 66 – Ausgerechnet auf der Zielgeraden meldet sich der nächste Israeli: Eigentlich hat das Gericht sein Beweisprogramm schon für abgeschlossen erklärt, da meldet sich der nächste, mutmaßlich an der Entführung in der Silvesternacht beteiligte Israeli. Muss die Kammer diesen möglichen Zeugen jetzt anhören?

Tag 67 – Das letzte Mal ohne die Presse: Nach vier Tagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit steht das Ergebnis des Gutachtens zu den zwei Block-Kindern fest. Mutter Christina Block trägt Schwarz, Vater Stephan Hensel ist abwesend. Immerhin: Ohne die Presse geht es gut voran.

Tag 68 – "Es geht nicht darum, ob Frau Block eine gute Mutter ist": Wieder öffentlich, wird die Kammer im Block-Prozess mit Anträgen überschüttet. Die Gutachtenerstattung wirkt noch nach, es wird viel diskutiert und am Ende macht die Vorsitzende der Verteidigung eine emotionale Ansage.

Zitiervorschlag

Block-Prozess Tag 69: . In: Legal Tribune Online, 19.08.2026 , https://www.lto.de/persistent/a_id/60673 (abgerufen am: 06.09.2026 )

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