Block-Prozess Tag 68: "Es geht nicht darum, ob Frau Block eine gute Mutter ist"

von Jakob Hoffmann

15.08.2026

Wieder öffentlich, wird die Kammer im Block-Prozess mit Anträgen überschüttet. Die Gutachtenerstattung wirkt noch nach, es wird viel diskutiert und am Ende macht die Vorsitzende der Verteidigung eine emotionale Ansage.

Mit dem 68. Tag im Block-Prozess ist die Öffentlichkeit wieder dabei. Am Freitag begann die angekündigte Antragsflut mit gegenseitigen Vorwürfen zwischen der Verteidigung und der Vorsitzenden, einer kämpferischen Staatsanwältin und einer um Vermittlung bemühten Nebenklage.

Kaum wird die Presse wieder in den Saal gelassen, gibt es auch schon den nächsten Befangenheitsantrag gegen die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt. Inzwischen ist die Anzahl zweistellig. Der Grund dieses Mal: Die letzte Presseerklärung der Gerichtssprecherin zum Ergebnis des Gutachtens der Kinderpsychiaterin. Darin sah der Verteidiger der angeklagten Unternehmenserbin Christina Block, Dr. Ingo Bott, eine Verletzung des von der Kammer für die Gutachtenerstattung angeordneten Ausschlusses der Öffentlichkeit. Bott forderte daher eine Erklärung der Vorsitzenden nach § 26 Abs. 3 Strafprozessordnung (StPO) dazu, ob sie von der Pressemitteilung vorab gewusst, diese veranlasst oder gebilligt habe – denn dann hätte sie gegen das Gebot der Zurückhaltung verstoßen, so Bott.

Zudem sei diese Differenz zwischen Verfahrensleitung und Kommunikation mit der Öffentlichkeit geeignet, Misstrauen der Angeklagten gegenüber der Vorsitzenden Richterin zu wecken, und stelle damit einen Befangenheitsgrund nach § 24 Abs. 2 StPO dar. Schließlich müsse Block darauf vertrauen können, dass intime Details zum Gesundheitszustand ihrer Kinder nicht öffentlich würden und nicht so veröffentlicht würden, dass es die öffentliche Bewertung beeinflussen könne. 

Die Staatsanwaltschaft (StA) teilt diese Sorge nicht. Die Gerichtssprecherin sei während des Öffentlichkeitsausschlusses gem. § 175 Abs. 2 Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) ausdrücklich zugelassen gewesen. Daraus sei nach Ansicht von StA Mona Paul zu schließen, dass sie dadurch ihre Aufgaben wahrnehmen sollte. Dies habe sie getan, indem sie, ohne Details zu nennen, die Feststellung der Gutachterin kommunizierte, dass die Kinder traumatisiert wurden. Das verletze nicht die Schutzbedürfnisse der Kinder. Hildebrandt nickt bei diesen Ausführungen mit. Die LTO vorliegende Presseinformation enthielt auch einen ausdrücklichen, hervorgehobenen Hinweis darauf, dass die abschließende rechtliche Einordnung und Bewertung des Gutachtens der Kammer nach Abschluss der Beweisaufnahme in der Schlussberatung vorbehalten bleibe.

Dr. Philip von der Meden, der den als Nebenkläger auftretenden Ex-Mann Blocks und Vater der in der Silvesternacht 2023/24 entführten gemeinsamen Kinder vertritt, bezeichnet Botts Vortrag schlicht als "rechtsfremd". Dieses Mal will sich dem Befangenheitsantrag keiner der anderen Verteidiger anschließen.

StA: Es kommt nicht darauf an, ob Block eine gute Mutter ist

Bott macht dann direkt weiter mit dem nächsten Antrag. Er will das Kindermädchen als Zeugin vernehmen, das von 2013 bis 2016 im Haushalt von Block und Hensel als Au-pair lebte. Ihre Schilderung davon, "wie die Umstände im Haus der Familie Block/Hensel tatsächlich waren", sei jedenfalls für die "hypothetische" Strafzumessung relevant. 

Die StA überzeugt er damit nicht. "Da geht so viel durcheinander, dass es mir schwerfällt, zu verstehen, welches Beweismittel hier genau gemeint ist", bezieht sie dazu Stellung, meint aber auch, bei der Strafzumessung ginge es jedenfalls "nicht darum, ob Frau Block eine gute Mutter oder Herr Hensel ein guter Vater ist." Dann fügt sie hinzu: "Wir müssen hier nicht beweisen, wer hier das bessere Elternteil ist – wahrscheinlich sind sie es beide nicht." 

Der Verteidigung geht dieser Kommentar einen Schritt zu weit. Dr. David Rieks, der Blocks ebenfalls angeklagten Lebensgefährten Gehard Delling vertritt, kritisiert: So eine Bemerkung müsse man sich als neutrale Behörde sparen. Die Staatsanwaltschaft bezeichnet sich gerne als "die neutralste Behörde der Welt" – hinter dem Anspruch bleibt der Kommentar der StA Paul dann doch etwas zurück. 

Paul versucht daraufhin, etwas zurückzurudern: Die StA sei "immer davon ausgegangen, dass die Kinder Frau Block rechtswidrig entzogen wurden, darum ist Herr Hensel ja auch angeklagt." Auch gegen Hensel hatte die StA wegen der Zurückbehaltung der Kinder in Dänemark seit August 2021 Anklage wegen Kindesentziehung erhoben. Die auch im Block-Prozess zuständige Jugendschutzkammer hat das Hauptverfahren aber noch nicht eröffnet.

Nebenklage setzt sich für Beschleunigung ein

Es wird heute ein Marathon an Anträgen, der erst der Anfang der angekündigten Flut sein könnte, die die Verteidigerinnen und Verteidiger vorbereiten. Vielfach handelt es sich um Beweisanträge, die auf Verlesung bestimmter Schriftstücke gerichtet sind, die man dann praktischerweise gleich während der Antragstellung vorliest. Eingebracht sind sie damit zwar offiziell nicht und werden vom Gericht nicht verwertet – gehört haben die Anwesenden, insbesondere auch die Schöffen und die Presse, sie aber natürlich trotzdem. Erlaubt ist das zwar, üblich aber nicht. Außer im Block-Prozess, wo dieses Vorgehen längst an der Tagesordnung ist.

Nebenklagevertreter von der Meden gibt sich am Freitag diplomatisch und um Beschleunigung des Verfahrens bemüht. Er erklärt immer wieder, er sehe den Beweiswert der Antragsgegenstände nicht, aber wenn die Verteidigung es wolle, dann solle man die Beweismittel eben einführen, das ginge wohl schneller, als ablehnende Beschlüsse zu fassen. 

Kreativer Antrag mit Bitte um Kommunikation

Interessanter wird es bei einem Antrag von Sandra Scherbarth, die heute Andreas P.s Verteidigerin Gül Pinar vertritt: Schon seit Beginn des Prozesses fragen die Verteidiger von Sicherheitsunternehmer P. und dem Ehepaar B., was genau ihren Mandanten eigentlich vorgeworfen wird. Bislang mit wenig Erfolg. 

Scherbarth versucht es nun auf einem neuen Weg: Sie ist der Meinung, die Erkenntnisse aus der bisherigen Beweiserhebung hätten gezeigt, dass bestimmte anklagegegenständliche Tathandlungen für ihren Mandanten nicht mehr infrage kommen. In einem solchen Fall kann die Kammer, wenn sie das ebenso sieht, nach § 265 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 3 StPO einen entsprechenden Hinweis geben. Damit weiß die Verteidigung dann, dass sie in diese Richtung nicht mehr weiterzukämpfen braucht. Unterbleibt ein Hinweis, der für eine effektive Verteidigung notwendig ist, kann das einen Revisionsgrund darstellen.

Diese Grenze ist hier wohl nicht erreicht, die Stoßrichtung der Verteidigung scheint aber ohnehin eine andere zu sein: Mit dem Antrag richtet sie eine neue Bitte um Kommunikation an die Kammer und bietet dafür einen formellen Weg an. Die fehlende Kommunikation der Kammer, die sich kaum in die Karten schauen lässt, wird immer wieder von verschiedenen Verteidiger:innen beklagt. 

Kommunikation soll Beschleunigung bringen

Natürlich steckt in dieser Bitte aber auch eine unterschwellige Drohung, um ihr etwas mehr Nachdruck zu verleihen: Wenn sie keinen Hinweis bekomme, dann müsse die Verteidigung um Pinar und Scherbarth eben "die gesamte Bandbreite" mit Beweisanträgen abdecken, statt sich aufs Wesentliche zu konzentrieren, wie ein anderer Verteidiger es auf den Punkt bringt. Auch aus den Begründungen der abgelehnten Beweisanträge lassen sich schließlich Rückschlüsse auf Ansichten und Positionen der Kammer ziehen. Und wenn die Kammer nicht direkt mit ihnen in Dialog treten will, dann muss das eben auf diesem Umweg passieren, so die Devise der Verteidigung. Das Problem: Beweisanträge stellen, diskutieren, bescheiden und begründen, das kostet Zeit. 

Aus diesem Grund bekommt Scherbarth hier ungewöhnliche Schützenhilfe: Nebenklagevertreter von der Meden macht sich heute besonders für Verfahrensbeschleunigung stark und meint deshalb, das sei "jetzt nicht völlig weit hergeholt, dieser Antrag". Er halte es zumindest für förderlich, wenn das Gericht mitteilen würde, von welchen Tathandlungen man hier ausgehe. "Das dauert drei Minuten und sind vielleicht drei Sätze", meint er.

Die StA Paul schlägt dagegen weniger versöhnliche Töne an. "Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die Bewertung am Ende der Beweisausnahme vorgenommen wird", kommentiert sie den Antrag nur.

Block-Verteidigung erweitert Verteidigungslinie

Erwartungsgemäß entwickeln sich die Beweisanträge stellenweise zum Ersatz der Plädoyers, die ohne die Öffentlichkeit stattfinden werden. Bei der Verteidigung von Christina Block taucht dabei eine neue Linie auf: Hatte Ingo Bott bisher ausschließlich für einen Freispruch argumentiert und sogar gefordert, das ganze Verfahren einzustellen, weil "eine objektive Wahrheitsfindung nicht mehr möglich" sei, kommt in den heutigen Anträgen immer wieder die "hypothetische Strafzumessungsebene" zur Sprache und es wird für eine "notstandsähnliche Lage" Blocks plädiert.

Das heißt nicht, dass Blocks Anwält:innen von der seit Beginn verfolgten Freispruchsverteidigung oder ihrem Beharren darauf, sie habe von nichts gewusst, abweichen – sie stellen sich aber breiter auf und sichern auch den Fall ab, dass die Kammer den anklagegegenständlichen Tatvorwurf u.a. der Kindesentziehung als erfüllt ansieht. Auch die Verteidigung des mitangeklagten Block-Anwalts Dr. Andreas Costard verteidigt in dem Sinne mit hypothetischen Formulierungen im Konjunktiv. 

Für diesen Fall argumentieren Bott und seine Kollegin, Blocks zweite Verteidigerin Paula Wlodarek, nun mit der Vorschädigung der Kinder durch den Vater und der Bemühungen und Verzweiflung der Mutter gegen einen schweren Fall und für eine rechtfertigende, bzw. schuldausschließende "notstandsähnliche Lage" oder zumindest mildernde Umstände. Eine besondere seelische Belastung des Täters bei der Tat führt etwa regelmäßig zu einer Strafmilderung, weil es die Tat weniger verwerflich erscheinen lässt. 

Die Bezugnahme auf eine mögliche Strafzumessung ermöglicht der Block-Verteidigung zudem, mehr Beweisanträge zu stellen, die sich auf das Vortatgeschehen beziehen: aus dem Familienleben der Angeklagten, aus dem Sorgerechtsstreit, aus der Beziehung zu ihren Kindern und dem Verhalten ihres Ex-Mannes. Denn für die Frage der Schuld ist das überwiegend nicht relevant, wie die StA gerne einwirft. Weil Beweisanträge nach § 244 Abs. 3 S. 1 StPO sich aber auf Tatsachen beziehen können, die entweder die Schuld- oder die Rechtsfolgenfrage betreffen, kann die Verteidigung das Vortatgeschehen über die Rechtsfolgenschiene einbringen.

Vorsitzende macht Block-Verteidigung Vorwürfe

Einer der vielen Anträge, die Wlodarek heute stellt, sorgt dann noch für eine unerwartete Szene. Wlodarek verliest eine Mail, die Christina Block 2016 im Sorgerechtsstreit mit Ex-Mann Hensel an das Hamburger Jugendamt geschrieben hatte. Dabei ging es vor allem um den gesundheitlichen Zustand der Kinder und deren ärztliche Versorgung – die Details dazu bekommen sämtliche Pressevertreter und Zuschauer öffentlich zu hören. 

Da reißt Hildebrandt scheinbar der Geduldsfaden. Ungewöhnlich emotional wirft sie der Verteidigung vor, das seien Details, "die den Persönlichkeitsschutz der Kinder massiv beeinträchtigen". Das familienrechtliche Sorgerechtsverfahren sei nicht öffentlich. Durch die Verteidigung würden Inhalte daraus aber nun in die Öffentlichkeit getragen. "Ich verstehe das nicht", sagt sie, sichtlich fassungslos. "Zahlreiche Details…das sind zahlreiche Details, die aus dem höchstpersönlichen Lebensbereich der Kinder sind, die hier in die Öffentlichkeit getragen werden." Dabei kritisiert sie nicht, dass die Beweisanträge gestellt wurden – aber, dass ihr vorher kein Hinweis zu deren sensiblen Inhalten gegeben wurde. Dies könne sie schließlich nicht vorhersehen. Hätte sie aber Bescheid gewusst, hätte sie die Öffentlichkeit von Amts wegen ausschließen können. "Wir sind eine Jugendschutzkammer!", erinnert sie die Block-Verteidiger pathetisch. 

Rieks und Bott versuchen, die Vorwürfe der Vorsitzenden zu entschärfen, und erinnern daran, dass Hensel und seine neue Ehefrau ohne einen solchen Hinweis ebenfalls in öffentlicher Hauptverhandlung detailliert Aussagen zum Gesundheitszustand der Kinder gemacht hatten – vielfach sogar zu genau den gleichen Themen, wegen denen Hildebrandt den Verteidigern nun eine Ansage erteilte. Sie würden diesen Hinweis ja begrüßen, erklären die beiden. Auch sie hätten diese Themen lieber aus der Öffentlichkeit herausgehalten, sie hätten die Öffentlichkeit zum Schutz der Kinder lieber sogar noch viel umfangreicher ausgeschlossen. Dass der Hinweis aber erst jetzt käme, zeige dagegen zweierlei Maß. 

Zum Schluss bespricht die Vorsitzende noch knapp Terminplanung für Oktober. Mit einem schnellen Prozessende rechnet also wohl auch die Kammer nicht mehr. 

Am Dienstag wird dann voraussichtlich die Befragung der Hauptermittlungsführerin Merle B. fortgesetzt. 

Tag 1 – Prozessauftakt: Hat sie die Entführung ihrer Kinder in Auftrag gegeben? In Hamburg hat der Prozess gegen Steak-House-Erbin Christina und weitere Angeklagte begonnen. Die Verteidigung macht der Staatsanwaltschaft viele Vorwürfe.

Tag 2 - Strafprozess gegen Christina Block vorerst unterbrochen: Eigentlich war eine Einlassung der Block-House-Erbin angekündigt, doch der Prozess gegen Christina Block wurde unterbrochen. Grund ist ein Streit um die Nebenklage ihrer 14-jährigen Tochter. Die Verhandlung wird am 25. Juli fortgesetzt.

Tag 3 - "Du hast mich fertig gemacht": "Ich habe die Entführung meiner Kinder weder beauftragt noch gewollt": Über mehrere Stunden ließ sich Christina Block vor der Strafkammer des LG Hamburg ausführlich im Entführungsprozess gegen sie ein und schilderte ihre Sicht der Dinge.

Tag 4 - "Sie haben meiner Tochter einen Alarmknopf um den Hals gehängt": Im "Block-Prozess" schildert Christina Block ihre verzweifelten Pläne, ihre Kinder zurückzuholen – von Bootsfahrten bis Maskenbildner. Im Fokus: Freundin "Olga", 120.000 Euro Bargeld und der Vorwurf eines Alarmknopfs um den Hals der Tochter.

Tag 5 - "Ich habe die schlechteste Position, meine Kinder jemals wiederzusehen": Routine im Saal, aber offene Fragen im Verfahren: Christina Block antwortet ausweichend, schildert Erinnerungslücken und wirft ihrem Ex-Mann Manipulation vor. Die Rolle der Cyberfirma bleibt ungeklärt. 

Tag 6 - "Ich werde von nun an insgesamt schweigen": Am sechsten Verhandlungstag im Kindesentführungsprozess verweigerte Christina Block alle Antworten auf Fragen der Nebenklage. Prozessuale Fragen, Framing- und Manipulationsanschuldigungen dominierten im aufgeladenen Gerichtssaal. 

Tag 7 - "Bestrafen Sie mich": Der Mitangeklagte und in Untersuchungshaft befindliche Tal S. gibt an, die Block-Kinder nur gerettet haben zu wollen. Er übernahm für die Entführung volle Verantwortung und appellierte an den Vater, "Frieden zu stiften".

Tag 8 - "Sie wirkte wie im Traum": Der Angeklagte Tal S. schildert am achten Verhandlungstag, wie er den Kindern Klebeband über Mund und Hände legte – bei dem Mädchen "härter", als es nicht kooperierte. Später gerieten Blocks Verteidiger und die Vorsitzende noch aneinander.

Tag 9 - "Hätte niemals gedacht, als rechtstreuer Bürger jemals vor Gericht zu stehen": Im Block-Prozess bestreiten ihr Lebenspartner Gerhard Delling, Cousine Uta B. und Sicherheitsunternehmer P. jede Beteiligung an der Entführung der Block-Kinder. Vater Hensel spricht derweil von Gewalt und "Todesangst" in der Silvesternacht.

Tag 10 - "Zum Glück hatte ich meine Hände schützend vor dem Gesicht": Blocks Ex-Ehemann beschreibt im Hamburger Entführungsprozess Schläge, Tritte und die Schreie der gemeinsamen Kinder in der Silvesternacht. Zudem wirft er Christina Block häusliche Gewalt vor, dem die Hauptangeklagte widersprach.

Tag 11 - "Unsere Verteidigerpflicht ist, das Wort zu erheben, wenn es notwendig ist": Im Prozess gegen Christina Block entbrennt eine hitzige Auseinandersetzung um Verteidigerrechte. Nebenkläger Hensel berichtet über die psychische Belastung der Kinder mit Aussagen, die stellenweise für Irritationen im Saal sorgten.

Tag 12 - "Wir haben Kinder, die funktionieren": Am zwölften Verhandlungstag ging die Befragung Stephan Hensels weiter. Er musste sich Vorhalte machen lassen, die ins Persönlichste gingen. Eine Verteidigerin lockte den Nebenkläger mit ihren Fragen sichtbar aus der Reserve.

Tag 13 - "Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie etwas Böses wollten": Am dreizehnten Verhandlungstag des Block-Prozesses sorgt die Befragung von Nebenkläger Stephan Hensel erneut für Streit im Saal: An die Presse geleakte Akten, § 55 StPO, und ein ungewöhnlich emotionales Statement eines israelischen Mitangeklagten.

Tag 14 - "Alles, was aus Deutschland kam, wurde verteufelt": Am vierzehnten Verhandlungstag im Block-Prozess dominiert die juristische Kontroverse zum Umgang mit Handydaten. Block präsentiert sich kämpferisch, attackiert Hensel und bittet eindringlich, ihre Tochter nicht öffentlich aussagen zu lassen.

Tag 15 - Augenzeugen schildern Entführung der Kinder: Am 15. Verhandlungstag berichten Augenzeugen von der Entführung in der Silvesternacht 2023/24, während ein emotionaler Brief der Großeltern und Erklärungen zu psychischer Belastung der Kinder sowie Blocks Einlassungen für Spannung sorgen.

Tag 16 - "In so einer rekordverdächtigen Zeit bin ich noch nie aufgeflogen": Ein Sicherheitsberater berichtet über die Observation der Block-Kinder in Dänemark, sein Auffliegen vor Ort, einen riskanten Plan und ein heikles Mittagessen mit Anwälten: Einblicke in den 16. Verhandlungstag des Block-Prozesses.

Tag 17 - "Das ist alles nicht meine Kanne Bier": In welchem Verhältnis standen deutsche und israelische Sicherheitsfirmen? Aufschluss darüber sollte die Befragung des nächsten Zeugen im Block-Prozess geben. Außerdem gab es erneut Streit darum, ob Datenträger ausgewertet werden durften.

Tag 18 - "Die ganze Sache ist nicht mein cup of tea": Wie ist der Kontakt zur Firma zustandegekommen, die die Block-Kinder in der Silvesternacht 2023/24 gewaltsam nach Deutschland geholt haben soll? Am Mittwoch sagte ein geheimnisvoller Zeuge aus, der "in höchsten Sicherheitskreisen" verkehrt.

Tag 19 - "Eine nicht mehr hinnehmbare Verletzung der Unschuldsvermutung": Während der ehemalige Chef des Bundesnachrichtendienstes seine Aussage verweigert, flammt der Streit über die ausgelesenen Handydaten von Christina Block wieder auf: Mehrere Verteidiger stellen Befangenheitsanträge am 19. Prozesstag.

Tag 20 - "Wer hat mit der israelischen Sicherheitsfirma gesprochen?": 20. Tag im Block-Prozess: Gericht und Staatsanwaltschaft würgen eine Erklärung Christina Blocks ab. Außerdem berichten Zeugen von ungewöhnlichen Hotelübernachtungen im Elysee-Hotel. Wer hatte Kontakt zur israelischen Sicherheitsfirma?

Tag 21 - Warum die Vorsitzende der Steakhouse-Erbin mit Haftbefehl drohte: Im Block-Prozess dreht sich an Tag 21 alles um die mysteriöse israelische Sicherheitsfirma, massive Zweifel an IT-Warnungen und eine scharfe Ansage der Vorsitzenden: Christina Block geht in Haft, wenn sie weiter Kontakt zu Zeugen hat.

Tag 22 - Audioaufnahmen aus der Silvesternacht 2023/24 erschüttern den Saal: Im Mittelpunkt von Tag 22 stand die Inaugenscheinnahme mehrerer Audioaufzeichnungen nach § 86 StPO. Die Dateien dokumentieren in Tonaufnahmen dramatische Minuten einer Entführung.

Tag 23 - "Hier lügt jemand": Christina Block soll den Auftrag erteilt haben, zwei ihrer Kinder aus der Obhut des Ex-Manns zu entführen. Dessen neue Ehefrau wendet sich als Zeugin direkt an die Angeklagte – und spricht am 23. Verhandlungstag von "Todesangst" der Tochter.

Tag 24 - "BKH - Bring Kids Home": Zuschauergedrängel, doppelte Sicherheitskontrollen, gespannte Blicke. Im Mittelpunkt: Die Vernehmung von David Barkay, Geschäftsführer der Firma, die die Block-Kinder entführt haben soll. Am Ende des Tages gibt es eine böse Überraschung.

Tag 25 - "Operation Golden Ice #5" und der Moment der Entscheidung: Am 25. Prozesstag schildert der Organisator der Entführung minutiös den Ablauf und wie die Aktion fast abgebrochen worden wäre. Sein Narrativ der Gewaltfreiheit gerät ins Wanken, als die Vorsitzende seine Aussage Punkt für Punkt prüft.

Tag 26 - "Ich bin erleichtert, dass Sie jetzt tun, was getan werden muss": Klare Fragen, knappe Antworten: Am 26. Prozesstag gerät Cyber Cupula-Chef Barkay unter Druck. Es geht um kostenlose Unterbringung, Gratisbüro, Chats und Kameras in Dänemark - und die Grenze zwischen Informationsbeschaffung und Entführung.

Tag 28 - "Dass Hensel die Kinder isoliert hat, war eine Machtdemonstration": Am 28. Verhandlungstag haben im Block-Prozess Ex-Mitarbeiterinnen des Hamburger Jugendamts ausgesagt. Sie werfen Blocks Ex-Mann vor, höchst unkooperativ gewesen zu sein. Diese Vorgeschichte sei eine "Zäsur", sind sich die Verteidiger einig.

Tag 29 - "Ex-Hotelmitarbeiter sagen im Block-Prozess aus Offene Rechnungen, geschlossene Augen”: Am 19. Verhandlungstag führte der Block-Prozess tief hinein in die Welt eines Luxushotels jenseits regulärer Abläufe. Außerdem wollten zwei Anwälte wissen, gegen welchen Vorwurf sie verteidigen sollen.

Tag 30 – "Es war mein Traum, in einem Wohnmobil durch Europa zu reisen": Überraschendes Wiedersehen, der israelische Ex-Agent David Barkay sagt erneut detailliert vor Gericht aus. Wo er Erinnerungslücken hat, lässt das Gericht seine Notizbuchseiten an die Wand projizieren. Ein Eintrag stammt von Christina Block.

Tag 31 - "Jede Mutter hier im Raum würde so handeln": Ein Zeuge im Blitzlicht, der immer wieder ausweicht: Das Gericht ringt Barkay Details zur Entführung der Block-Kinder ab. Je mehr er einräumt, desto brüchiger wird seine Erzählung von einer "Rettung" im Interesse der Kinder.

Tag 32 - "Ich bestreite, dass der Zeuge irgendeinen Sachverstand hat": Ein von Christina Block konsultierter Kinderpsychologe schildert seine Eindrücke von den entführten Kindern. Am Ende stehen jedoch nicht seine Beobachtungen im Fokus, sondern ein Frontalangriff der Verteidigung auf seine fachliche Kompetenz.

Tag 33 - “Eine objektive Wahrheitsfindung ist nicht mehr möglich”: Weil ein Zeuge nicht erschien, beschäftigte sich das LG Hamburg mit Anträgen der Verteidigung. Der skurrilste: Blocks Verteidiger will das Verfahren wegen der Medienberichterstattung einstellen lassen. Es gebe zu viele "Realitätsangebote".

Tag 34 - "Ich will nicht, dass diese Frau im Knast sitzt, weil ich etwas gesagt habe": Treffen mit Christina Block, die er zuvor nicht erwähnt hat: Der mitangeklagte Israeli Tal S. macht eine interessante Einlassung. Zusätzlich geht es am Freitag um die Rolle von Blocks Vater: Welche Rolle spielte "der Patriarch"?

Tag 35 – "Ich weiß, dass ich einen Fehler gemacht habe": Ein militärisch präziser Plan, der gründlich schiefgeht: im Block-Prozess schildert Kronzeuge David Barkay, wie die "Rettung der Kinder" zum Fiasko geriet.

Tag 36 - “Wir wollten in der Lage sein, alles zu hören, was rein- und rausging”: David Barkay gibt Einblicke in die Überwachung der Familie Hensel, seine eigene Rolle entfacht eine Diskussion.

Tag 37 – "Hier nur für Sie der Bericht, Smiley":Eine Mitarbeiterin des Jugendamtes sagt zu einem Hausbesuch bei Christina Block und den Kindern aus – gab es eine Sonderbehandlung? Eine Befragung mit Folgen für das mögliche Strafmaß. Und am Ende spielt sogar der Krieg im Nahen Osten eine Rolle.

Tag 38 - "Hätte die Polizei ihren Job gemacht, wären wir heute nicht hier": Zwei Kripo-Beamtinnen standen im Fokus des Prozesstages. Blocks Verteidiger Ingo Bott nutzt ihre Aussagen für schwere Vorwürfe gegen die Polizei – und sieht darin zugleich ein Argument gegen den Vorsatz seiner Mandantin.

Tag 39 - "Der Mossad wäre stolz auf das TiktTok-Verhalten seiner Agenten": Die Waffen der privaten Block-Security-Leute, ausgerechnet ein Polizist, der sich an kaum etwas erinnert, und vermeintliche Mossad-Agenten im Bademantel, die sich Herzen auf TikTok schicken. Das war Tag 39. Und es war hitzig und verwirrend.

Tag 40 - "Ich warte kurz, bis das Theater hier vorbei ist": Am Donnerstag sagt ein Kriminalpolizist als Zeuge im Block-Prozess ruhig und prägnant aus. Ein deutlicher Kontrast dazu, wie sich nicht nur Verteidigung und Gericht gegenseitig angehen, sondern auch die Verteidiger untereinander.

Tag 41 - "Das Haus wie ein Museum für eine Familie, die auseinandergerissen wurde": Am 41. Prozesstag hagelt es von den Anwälten Vorwürfe. Gegen die Arbeit der Ermittler, gegen die Anwälte auf der Gegenseite - und gegen das Publikum. Schließlich muss die Vorsitzende eingreifen. Auch als Fotos aus dem Block-Haus gezeigt werden.

Tag 42 - "Das perfekte Verbrechen gibt's nur im Kino": Warum kontaktierte die Polizei nach dem Notruf in der Silvesternacht nicht die Mutter der entführten Kinder? Wer bei der Polizei wichtige Entscheidungen traf, diese Suche gleicht einer Schnitzeljagd. Tag 42 und die Block-Woche enden abrupt.

Tag 43 - "Spannend, was für eine Zeugin die Nebenklage da aus dem Hut zaubert": Eine Nachbarin belastet Christina Block zunächst schwer, ihre Zeugenaussage gerät bei der Befragung aber gehörig ins Wanken. Das Bild von einer Polizei, die nicht genau erklären kann, was sie in der Silvesternacht tat, verfestigt sich.

Tag 44 – "Zuerst haben die Kinder noch Mama gesagt, dann nur noch Christina": Die Vernehmung einer Polizeibeamtin sorgt für Streit. Dann schildert die plötzlich eine für den Prozess wohl bedeutende Aussage von Christina Block. All das sorgt für einen emotionalen 44. Tag. Bis einen Angeklagten offenbar die Kräfte verlassen.

Tag 45 - "Wovor haben Sie denn Angst, Frau Staatsanwältin?": Der Streit über zulässige Fragen kocht über, eine Staatsanwältin ist streitlustig und Gerhard Delling bekommt statt eines Geburtstagsgeschenks harte Worte: Der Bericht zum 45. Verhandlungstag im Blockprozess.

Tag 46 - "Wenn ich was sage, werden mir schlechte Sachen passieren": Warum sollte ein israelischer Bauingenieur zum Fluchtwagenfahrer der Entführung werden? Und wurde er später bedroht? Eine Aussage zur Block-Großmutter gibt Rätsel auf und die Anwälte wollen am 46. Prozesstag die Fotografen aussperren.

Tag 47 - Der Fluchtwagenfahrer gerät ins Schleudern: Am 47. Tag im Block-Prozess zeigen die Strafverteidiger unterschiedliche Künste bei der Zeugenbefragung. In den Aussagen des Fluchtwagenfahrers tauchen Widersprüche auf. Das Gericht lehnt mit fragwürdiger Begründung eine Beschlagnahme ab.

Tag 48 – Welchem Zeugen kann man noch glauben?: Block bekommt zum Geburtstag einen kurzen Verhandlungstag, den sogar die Blumen überleben, die eine Zuschauerin ihr mitbringt. Derweil streiten Verteidigung und Nebenklage darüber, wie streng Abweichungen in Zeugenaussagen zu bewerten sind.

Tag 49 – "Kommste mit zur Auslandsobservierung, kannste viel lernen": Mit dem Dolch nach Dänemark - im Blockprozess beschreibt ein Privatdetektiv eine Observation in Dänemark, die vor allem eines war: kurz, chaotisch und "eine Riesenkacke". Die Staatsanwaltschaft hält sie für alles andere als harmlos.

Tag 50 – Olga packt aus und belastet nicht nur Christina Block: Die lang erwartete Aussage von "Olga" drängt den Fokus auf die Frage, wer die treibende Kraft hinter der Entführung der Kinder von Christina Block war. Die Vorsitzende liefert am Ende zwei Paukenschläge für den weiteren Prozessfortgang.

Tag 51  Christina Block, Codename "Marienkäfer": Keren T., die "rechte Hand" des mutmaßlichen Chef-Entführers und Schlüsselfigur, sagt aus. Sie belastet Block, ihren Vater, den Familienanwalt und sogar den Leiter des Hamburger Hafens, stellt damit aber auch ihre Glaubwürdigkeit infrage.

Tag 52 – War "Happy New Year" ein Code für "Wir haben die Kinder"?: Im Block-Prozess dürfen die Verteidiger die wichtige Zeugin "Olga" befragen. Es geht um bewaffnete Israelis, die ihre Angelegenheiten selbst regeln, um codierte Nachrichten, Unrechtsbewusstsein und Hamburger Lichtverhältnisse im Winter.

Tag 53 – Rückholung ist nicht gleich Entführung: Rechtsweg, Rückholung, Entführung: Im Block-Prozess wird zunehmend entscheidend, wer welche Stufe der geplanten Rückkehr der Kinder kannte und billigte. Der Verteidiger von Blocks Familienanwalt attackiert an Tag 53 die Schlüsselzeugin. 

Tag 54 – "Brau­chen Sie eine Pause, um ein Ableh­nungs­ge­such zu for­mu­lieren?": Die Befragung von Christina Blocks Psychologen R. zieht sich so in die Länge, dass es ordentlich zwischen Block-Verteidiger Bott und der Vorsitzenden Richterin Hildebrandt kracht. Die Erklärungen zu "Olgas" Befragung werden daher verschoben.

Tag 55 – "Die Gerichtssprache ist Deutsch, das denke ich mir nicht aus": Am 55. Tag beginnen die mit Spannung erwarteten Erklärungen der Verteidiger zur Befragung Keren T.s, die unter dem Decknamen "Olga" eine Schlüsselrolle gespielt haben soll. Für Nebenklagevertreter von der Meden wird es kein angenehmer Tag.

Tag 56 – Voß' großer Rundumschlag: Der Streit um zulässige Fragen und den Umgangston im Saal kocht über: Es wird sich gegenseitig korrigiert und verspottet, dann ruft Stephan Hensel ins Mikrofon. Costard-Verteidiger Voß legt sich besonders mit dem Gericht und zwei Anwälten an.

Tag 57 – "Ich habe niemals Leute manipuliert, ich habe andere Dinge getan": Ingo Bott hält eine Lesestunde. Der vermeintliche Kronzeuge Barkay erklärt bei seinem letzten Auftritt im Zeugenstand, dass er früher für den israelischen Geheimdienst gearbeitet hat. Was bleibt von der Befragung der israelischen Zeugen?

Tag 58 – Warum glaubte man anderen – den Angeklagten aber nicht?: Als eine Ermittlerin erklärt, dass das Verfahren gegen andere eingestellt wurde, weil man sich auf deren Wort verlassen habe, kochen im Block-Prozess die Emotionen über. Misst die Staatsanwaltschaft mit zweierlei Maß? 

Tag 59 – die Kammer denkt an den August, die Verteidigung an den BGH: Was darf eine zentrale Ermittlerin zum Block-Komplex aussagen? Am 59. Verhandlungstag zeichnet sich ab: Die Verteidiger bereiten sich schon auf die Revision vor. Und der Abschluss des Prozesses im August lässt sich wohl nicht mehr halten.

Tag 60 – Die Antwort auf alle Fragen lautet "David Barkay": Der zweite mutmaßliche Fluchtwagenfahrer berichtet per Videoschalte von der Entführung in der Silvesternacht: Beim Chef der Israelis, David Barkay, seien alle Fäden zusammengelaufen. Christina Block könnte noch etwas anderes gelegen kommen.

Tag 61 – "Sie war wie Prinzessin Diana": Kafka, Diana und David Barkay: Die Block-Verteidigung versucht, den mutmaßlichen Chef-Entführer als Strippenzieher darzustellen. Wer brachte die Kinder zuerst in Gefahr? "Profis" hätten bei der Aktion wohl nie mitgemacht.

Tag 62 – Der Entführer, der James Bond sein wollte: Ein Model aus GNTM weint nach einer Ansprache von Christina Block, wird zum Entführer und trinkt später angeblich mit einem Polizeihund aus einer Pfütze. Der Block-Prozess wird immer bizarrer – und zugleich immer schwerer aufzuklären.

Tag 63 – Letzter Entführer macht Christina Block verantwortlich: Sündenbock oder Selbsterhaltungs-Lügner mit Gewissen? Als letzter Zeuge der Kammer schildert der mutmaßliche Entführer Jonathan G., wie David Barkay ihn manipuliert habe – und macht auch Christina Block persönlich verantwortlich. 

Tag 64 – Doch noch ein Haftbefehl gegen Christina Block?: Eskalation im Block-Prozess: Hat die Hauptangeklagte versucht, die Gutachterin ihrer Kinder zu beeinflussen? Die Vorsitzende lässt vor dem Ausschluss der Öffentlichkeit die Bombe platzen. Muss Block auf den letzten Metern noch in U-Haft?

Tag 65 – Entscheidende Stunden hinter verschlossenen Türen: Die kinderpsychiatrische Gutachterin sagt bei ausgeschlossener Öffentlichkeit aus. Es geht um die psychischen Schäden, die die entführten Kinder erlitten – und damit möglicherweise um die Frage, ob Christina Block ins Gefängnis muss.

Tag 66 – Ausgerechnet auf der Zielgeraden meldet sich der nächste Israeli: Eigentlich hat das Gericht sein Beweisprogramm schon für abgeschlossen erklärt, da meldet sich der nächste, mutmaßlich an der Entführung in der Silvesternacht beteiligte Israeli. Muss die Kammer diesen möglichen Zeugen jetzt anhören?

Tag 67 – Das letzte Mal ohne die Presse: Nach vier Tagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit steht das Ergebnis des Gutachtens zu den zwei Block-Kindern fest. Mutter Christina Block trägt Schwarz, Vater Stephan Hensel ist abwesend. Immerhin: Ohne die Presse geht es gut voran.

Zitiervorschlag

Block-Prozess Tag 68: . In: Legal Tribune Online, 15.08.2026 , https://www.lto.de/persistent/a_id/60656 (abgerufen am: 06.09.2026 )

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