Block-Prozess: Tag 46: "Wenn ich was sage, werden mir sch­lechte Sachen pas­sieren"

von Jakob Hoffmann

28.04.2026

Warum sollte ein israelischer Bauingenieur zum Fluchtwagenfahrer der Entführung werden? Und wurde er später bedroht? Eine Aussage zur Block-Großmutter gibt Rätsel auf und die Anwälte wollen am 46. Prozesstag die Fotografen aussperren.

Am 46. Verhandlungstag geht es vor dem Landgericht Hamburg im Prozess zur Entführung der Block-Kinder in der Silvesternacht 2023/24 um die Frage, wie ein Bauingenieur aus Israel zum Fluchtwagenfahrer bei der Entführung wurde. Der Hauptangeklagten Christina Block wird vorgeworfen, die Entführung ihrer Kinder von ihrem Vater aus Dänemark in Auftrag gegeben zu haben. Ihren Mitangeklagten wird unter anderem Beihilfe vorgeworfen. Bis auf Tal S., der an der Durchführung selbst beteiligt gewesen sein soll, bestreiten alle die Vorwürfe. Es gilt die Unschuldsvermutung.  

Lange war unklar, ob die Israelis aufgrund des Krieges würden anreisen können, zuletzt hatte es grünes Licht für eine Videovernehmung gegeben. Nun sind zumindest zwei der geladenen Zeugen aber tatsächlich in Deutschland. Den Start vor Gericht macht der mutmaßliche 35-jährige Fluchtwagenfahrer. Seine Schilderung der Ereignisse deckt sich mit derer früherer Zeugen, viele wichtige Fragen lässt aber auch er unbeantwortet.

Der Mann und drei andere Beschuldigte aus Israel hatten sich mitten im laufenden Prozess gemeldet, die Justiz gewährte ihnen für ihre Zeugenaussage freies Geleit. Sie müssen zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls mit einer Anklage und einem Prozess rechnen. Gegen die mutmaßlichen Entführer der Silvesternacht laufen noch separate Verfahren, die vom Hauptverfahren abgespalten wurden, weil sich die Beschuldigten - bis auf Tal S., der in Zypern verhaftet worden war - in Israel dem Zugriff der deutschen Strafverfolgung entziehen.

Anwalt Bott macht eine Entdeckung im Zuschauerraum

Am Tisch für die Zeugen im Gerichtssaal wird es heute voll. Neben dem 35-Jährigen nimmt der Hebräisch-Dolmetscher Platz, der ansonsten für den israelischen Angeklagten Tal S. simultan übersetzt. Außerdem versuchen sich auch seine deutsche Anwältin und sein israelischer Anwalt an den Platz zu drängen. Während beim Stühlerücken etwas Chaos entsteht, lehnt Tal S. sich nach hinten, suchend, und die Blicke der beiden treffen sich. 

Noch schnell bevor der Zeuge mit seiner Aussage beginnen kann, schaltet sich Christina Blocks Verteidiger Dr. Ingo Bott ein. Er weist die Kammer darauf hin, dass er den Anwalt eines der anderen israelischen Zeugen im Publikum entdeckt hat. Nach § 58 Abs. 1 Strafprozessordnung (StPO) dürfen Zeugen bei vorherigen Vernehmungen anderer Zeugen nicht anwesend sein, um eine Beeinflussung der Aussage zu verhindern. Bott hält es deshalb für problematisch, wenn der Anwalt im Publikum die Zeugenaussagen am Montag mithört. Die Vorsitzende Richterin meint, das sei ihr bewusst, sie habe aber keine rechtliche Grundlage, um das zu verbieten. Später werden in die beiden Anwälte in der Pause beisammen stehen und sich unterhalten.

Zeuge: Hatten keine Zweifel, dass legal

Der für heute geladene Zeuge erzählt, was ihn 2023 nach Deutschland geführt haben soll. Er berichtet zunächst von einem ersten Treffen mit Keren T. in einem Café in Israel Anfang Dezember 2023, zu dem ein gemeinsamer Freund ihn mitgenommen habe. In dem nur etwa halbstündigen Gespräch sei es um Corona-Hilfen für Keren T.'s Restaurant gegangen. David Barkay sei nicht dabei gewesen.

Die Israelin Keren T. soll als rechte Hand des mutmaßlichen Chef-Entführers David Barkay. agiert haben. Dieser Eindruck wird auch heute bestätigt: Oft spricht der Zeuge von den beiden Israelis wie von einer Einheit.  

Bei einem zweiten Treffen Mitte Dezember seien dann mehr Personen dabei gewesen, dort habe er David Barkay getroffen. Dieser habe sich als ehemaliger Mossad-Agent vorgestellt und erzählt, was er "alles Gutes für den Staat" gemacht habe.  

Barkay habe "eine Geschichte erzählt, die Geschichte von Christina Block": Einer Mutter, die das Sorgerecht für ihre Kinder habe, die der krankhaft paranoide Vater aber in Dänemark behalte und dort misshandele, so sagt es der Zeuge. Deshalb müsse man die Kinder retten. Dazu müsse man sie nur über die Grenze bringen, nach Hause, wo die Mutter schon auf sie warte. Die Behörden wüssten davon, es sei alles legal. David Barkays Geschichte scheint gewirkt zu haben. Niemand hätte das hinterfragt, so der Zeuge. Als die Vorsitzende Richterin nachhakt, warum es legal sein sollte, die Kinder zu holen, wenn sie in Dänemark waren und das dänische Gesetz das verbiete, sagt er nur, sie hätten Barkay schlicht "komplett geglaubt". "Er ist in der ganzen Welt bekannt. Nicht nur in Israel", versucht der Zeuge, Barkays Rolle zu unterstreichen. Woher er das wissen will, bleibt aber offen.

Sprachbarriere erschwert Aussagebewertung 

Er habe nur helfen wollen. Das betont der Zeuge immer wieder. Er habe geglaubt, die Kinder müssten gerettet werden, er tue das Richtige. "Ich bin kein Verbrecher", bekräftigt er. Die Legalität des Vorhabens will er nie angezweifelt haben. Man habe ihm 10.000 Euro versprochen – erhalten habe er allerdings nur die Hälfte. 

Schließlich habe er eine Woche Urlaub genommen und sei ins Flugzeug nach Deutschland gestiegen. In Hamburg wäre die Gruppe um David Barkay dann ins Hotel Grand Elysée, das der Block-Gruppe gehört, gefahren. Hier zeigt sich einmal mehr die Tücke in der Befragung eines Zeugen, der wegen der Sprachbarriere den Inhalt seiner Aussage nicht selber prüfen kann: Zunächst entsteht der Eindruck, das "Team" sei durch einen Hintereingang ins Hotel geschleust worden. So bleibt es erst einmal im Raum stehen. Als der Zeuge später noch einmal darauf angesprochen wird, reagiert er aufgeregt und verbessert sich: Gemeint habe er einfach den normalen hinteren Eingang. 

Auch als Abweichungen zu den bei der Polizei protokollierten Aussage des Zeugen auftauchen, erklärt seine Anwältin dazu, bei der deutschen Polizei 2025 hätte es Probleme mit dem Dolmetscher gegeben. Dieser habe Probleme mit der Hebräisch-Übersetzung gehabt und deshalb zu Arabisch gewechselt. Er habe aber ein anderes Arabisch gesprochen als der Zeuge. Mit der Sprachbarriere bei der Befragung der israelischen Zeugen kommt eine weitere Besonderheit hinzu, die die Wahrheitsfindung im Block-Prozess erschwert. 

Zeuge bestätigt Treffen mit Block vor der Entführung

Über das erste Treffen, das es mit Christina Block am 28. Dezember 2023 in einem Konferenzraum des Elysée Hotels gegeben haben soll, ist bereits viel diskutiert worden. Hat das Treffen überhaupt stattgefunden? War Christina Block dabei? Was wurde gesagt? Ein wichtiges Puzzlestück für den Prozess: Wie stark war Christina Block in die Entführung involviert? 

Die Hauptangeklagte selbst streitet ab, von einem konkreten Plan gewusst zu haben, deutet immer wieder eine Beauftragung durch ihre Eltern oder ein eigenmächtiges Vorgehen von David Barkay und Keren T. an. Die Schilderung des Zeugen deckt sich mit dem Bild, das bereits andere Zeugen gezeichnet hatten: Das Team in dem Hotel-Konferenzraum hätte sich auf Bitten ihres Chefs Barkay vermummen sollen, die anwesende Christina Block sei sehr bewegt gewesen und habe geweint. Sie hätte einen Teddy und einen Schal mit ihrem Geruch daran mitgebracht. Um die Kinder zu beruhigen, habe David Barkay gemeint. Der Plan sei simpel gewesen, so berichtet der Zeuge: "Einfach die Kinder ins Auto stecken und nach Deutschland bringen." Keine Gewalt, das sei immer wieder betont worden.

In der Silvesternacht sei zunächst auch alles nach Plan gelaufen, alles sei ganz schnell gegangen, innerhalb von Sekunden seien die Kinder im Auto gewesen. Geschrien hätten sie, "Schreie von Angst und Schrecken". Das habe ihn aber noch nicht beunruhigt, schließlich seien sie gerade von Fremden über die Schulter geworfen worden, meint der Zeuge. Statt direkt zur Grenze seien sie dann aber zu einem Waldstück gefahren. Da habe er das Gefühl bekommen, dass etwas falsch war. Sie hätten Polizei und Hunde gehört. Als er David Barkay gefragt habe, was los sei, habe er keine Antwort bekommen.

Das Wiedersehen der Kinder mit der Mutter in Deutschland beschreibt er als emotional. Block habe sich bei ihnen bedankt, "falls sie noch etwas brauchen", sollten sie es sie wissen lassen. Die Gruppe hätte aber abgelehnt: Sie seien glücklich gewesen, dass die Kinder wieder "zu Hause" seien. Wenn der Zeuge "zu Hause" sagt, dann meint er: Kinder und Mutter sind zusammen.

Zwar hätten die Kinder die Mutter zwar zunächst nicht akzeptiert und geweint, wenn sie zu ihnen ging, am zweiten Tag hätten sie sich jedoch beruhigt. Block sei glücklich gewesen. Mit dem Gefühl, erfolgreich gewesen zu sein, seien sie am 3. Januar nach Israel zurückgekehrt. 

Aussage trotz Drohung

Einen Monat später hätten sie erfahren, dass die Kinder der Mutter wieder "weggenommen und zum Vater gebracht" worden wären. Sie seien enttäuscht gewesen, weil sie der Mutter hatten helfen wollen, berichtet der Zeuge. Und sieht dabei auch heute noch enttäuscht aus. Im September habe er dann von Tal S.‘s Verhaftung gehört, Keren T. habe ihn gewarnt: "Wenn du ins Ausland fliegen willst, bitte tu es nicht." Da habe er begriffen, wie ernst die Lage sei und seinen Anwalt kontaktiert. 

Später habe Keren T. ihm gedroht. "Wenn ich was sage, werden mir schlechte Sachen passieren", das hätte sie ihm geschrieben. Daraufhin habe er den Kontakt abgebrochen. Für ihn und seinen Anwalt sei klar gewesen, dass er aussagt. "Ich möchte, dass Recht und Gerechtigkeit sein werden", erklärt er. Er sei hergekommen, um den Behörden bei der Wahrheitsfindung zu helfen.  

Trotz dieser Intention bleibt vieles unklar. Warum wählte David Barkay einen fremden Bauingenieur als Fluchtwagenfahrer? War es wirklich schlicht die beeindruckende Geschichte eines Ex-Mossad-Agenten, die sie an die Rechtmäßigkeit und Legalität ihres Vorhabens glauben ließ? Konnten sie wirklich davon ausgehen, ganz ohne Gewalt auszukommen? Es bleibt abzuwarten, ob das Bild klarer wird, wenn die Befragung am Dienstag fortgesetzt wird.

Ein Satz zu Blocks Mutter gibt Rätsel auf

Interessant werden dürfte noch ein Streit zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung zu einer Aussage des Zeugen zum entscheidenden ersten Treffen mit Christina Block im Dezember 2023: Hier soll sie gesagt haben, die Rückkehr der Kinder sei auch für ihre Eltern sehr wichtig, besonders, da ihre Mutter sehr krank sei. Mehrfach bestätigt der Zeuge das. Die Großmutter der Block-Kinder war allerdings im Juli zuvor gestorben. Die Staatsanwältin fragt deshalb immer wieder nach: Block hätte doch nicht gesagt, ihre kranke Mutter wolle die Kinder wiedersehen, wenn sie bereits tot war. Ingo Bott beanstandet die Frage: Der Zeuge habe sie schließlich beantwortet. Die Staatsanwältin könne nicht weiterfragen, nur weil ihr die Antwort nicht passt. Auch die Anwältin des Zeugen ist empört. Die Staatsanwältin reagiert harsch: "Herr Dr. Bott, im Gegensatz zu Ihnen versuche ich hier, die Wahrheit zu finden." Im Publikum Gemurmel, dort ist man wohl anderer Meinung. Die Vorsitzende gibt Bott recht. 

Der Tag endet mit einem Antrag von Verteidigerin Gül Pinar, sie vertritt einen mitangeklagten Ex-LKA-Beamten. Pinar will die Pressefotografen nur noch bei besonderem Anlass zulassen. Aktuell dürfen diese vor Verhandlungsbeginn einige Minuten lang im Saal Aufnahmen machen. Es habe inzwischen wirklich genug Gelegenheit gegeben, Fotos im Saal zu machen, meint sie. Die Angeklagten, die ihre Identität schützen wollten, müssten sich vermummen und verstecken, um den Kameras zu entgehen. Nach nun über 45 Prozesstagen sei das entwürdigend. Zudem verzögere es den Prozess, ebenso wie die inzwischen Technikprobleme der Übertragung in den Medienraum, wie inzwischen überflüssig sei weil es schon lange keine Kapazitätsprobleme mehr gibt. Von den Kollegen kommt Zuspruch. Ingo Bott witzelt, man könne zwar einen Kalender von ihm und Block machen, sie sähen aber immer gleich aus. Verteidiger Dr. David Rieks meint: "Das macht was mit einem, diese drei bis fünf Minuten, die sich anfühlen wie im Zoo".

Tag 1 – Prozessauftakt: Hat sie die Entführung ihrer Kinder in Auftrag gegeben? In Hamburg hat der Prozess gegen Steak-House-Erbin Christina und weitere Angeklagte begonnen. Die Verteidigung macht der Staatsanwaltschaft viele Vorwürfe.

Tag 2 - Strafprozess gegen Christina Block vorerst unterbrochen: Eigentlich war eine Einlassung der Block-House-Erbin angekündigt, doch der Prozess gegen Christina Block wurde unterbrochen. Grund ist ein Streit um die Nebenklage ihrer 14-jährigen Tochter. Die Verhandlung wird am 25. Juli fortgesetzt.

Tag 3 - "Du hast mich fertig gemacht": "Ich habe die Entführung meiner Kinder weder beauftragt noch gewollt": Über mehrere Stunden ließ sich Christina Block vor der Strafkammer des LG Hamburg ausführlich im Entführungsprozess gegen sie ein und schilderte ihre Sicht der Dinge.

Tag 4 - "Sie haben meiner Tochter einen Alarmknopf um den Hals gehängt": Im "Block-Prozess" schildert Christina Block ihre verzweifelten Pläne, ihre Kinder zurückzuholen – von Bootsfahrten bis Maskenbildner. Im Fokus: Freundin "Olga", 120.000 Euro Bargeld und der Vorwurf eines Alarmknopfs um den Hals der Tochter.

Tag 5 - "Ich habe die schlechteste Position, meine Kinder jemals wiederzusehen": Routine im Saal, aber offene Fragen im Verfahren: Christina Block antwortet ausweichend, schildert Erinnerungslücken und wirft ihrem Ex-Mann Manipulation vor. Die Rolle der Cyberfirma bleibt ungeklärt. 

Tag 6 - "Ich werde von nun an insgesamt schweigen": Am sechsten Verhandlungstag im Kindesentführungsprozess verweigerte Christina Block alle Antworten auf Fragen der Nebenklage. Prozessuale Fragen, Framing- und Manipulationsanschuldigungen dominierten im aufgeladenen Gerichtssaal. 

Tag 7 - "Bestrafen Sie mich": Der Mitangeklagte und in Untersuchungshaft befindliche Tal S. gibt an, die Block-Kinder nur gerettet haben zu wollen. Er übernahm für die Entführung volle Verantwortung und appellierte an den Vater, "Frieden zu stiften".

Tag 8 - "Sie wirkte wie im Traum": Der Angeklagte Tal S. schildert am achten Verhandlungstag, wie er den Kindern Klebeband über Mund und Hände legte – bei dem Mädchen "härter", als es nicht kooperierte. Später gerieten Blocks Verteidiger und die Vorsitzende noch aneinander.

Tag 9 - "Hätte niemals gedacht, als rechtstreuer Bürger jemals vor Gericht zu stehen": Im Block-Prozess bestreiten ihr Lebenspartner Gerhard Delling, Cousine Uta B. und Sicherheitsunternehmer P. jede Beteiligung an der Entführung der Block-Kinder. Vater Hensel spricht derweil von Gewalt und "Todesangst" in der Silvesternacht.

Tag 10 - "Zum Glück hatte ich meine Hände schützend vor dem Gesicht": Blocks Ex-Ehemann beschreibt im Hamburger Entführungsprozess Schläge, Tritte und die Schreie der gemeinsamen Kinder in der Silvesternacht. Zudem wirft er Christina Block häusliche Gewalt vor, dem die Hauptangeklagte widersprach.

Tag 11 - "Unsere Verteidigerpflicht ist, das Wort zu erheben, wenn es notwendig ist": Im Prozess gegen Christina Block entbrennt eine hitzige Auseinandersetzung um Verteidigerrechte. Nebenkläger Hensel berichtet über die psychische Belastung der Kinder mit Aussagen, die stellenweise für Irritationen im Saal sorgten.

Tag 12 - "Wir haben Kinder, die funktionieren": Am zwölften Verhandlungstag ging die Befragung Stephan Hensels weiter. Er musste sich Vorhalte machen lassen, die ins Persönlichste gingen. Eine Verteidigerin lockte den Nebenkläger mit ihren Fragen sichtbar aus der Reserve.

Tag 13 - "Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie etwas Böses wollten": Am dreizehnten Verhandlungstag des Block-Prozesses sorgt die Befragung von Nebenkläger Stephan Hensel erneut für Streit im Saal: An die Presse geleakte Akten, § 55 StPO, und ein ungewöhnlich emotionales Statement eines israelischen Mitangeklagten.

Tag 14 - "Alles, was aus Deutschland kam, wurde verteufelt": Am vierzehnten Verhandlungstag im Block-Prozess dominiert die juristische Kontroverse zum Umgang mit Handydaten. Block präsentiert sich kämpferisch, attackiert Hensel und bittet eindringlich, ihre Tochter nicht öffentlich aussagen zu lassen.

Tag 15 - Augenzeugen schildern Entführung der Kinder: Am 15. Verhandlungstag berichten Augenzeugen von der Entführung in der Silvesternacht 2023/24, während ein emotionaler Brief der Großeltern und Erklärungen zu psychischer Belastung der Kinder sowie Blocks Einlassungen für Spannung sorgen.

Tag 16 - "In so einer rekordverdächtigen Zeit bin ich noch nie aufgeflogen": Ein Sicherheitsberater berichtet über die Observation der Block-Kinder in Dänemark, sein Auffliegen vor Ort, einen riskanten Plan und ein heikles Mittagessen mit Anwälten: Einblicke in den 16. Verhandlungstag des Block-Prozesses.

Tag 17 - "Das ist alles nicht meine Kanne Bier": In welchem Verhältnis standen deutsche und israelische Sicherheitsfirmen? Aufschluss darüber sollte die Befragung des nächsten Zeugen im Block-Prozess geben. Außerdem gab es erneut Streit darum, ob Datenträger ausgewertet werden durften.

Tag 18 - "Die ganze Sache ist nicht mein cup of tea": Wie ist der Kontakt zur Firma zustandegekommen, die die Block-Kinder in der Silvesternacht 2023/24 gewaltsam nach Deutschland geholt haben soll? Am Mittwoch sagte ein geheimnisvoller Zeuge aus, der "in höchsten Sicherheitskreisen" verkehrt.

Tag 19 - "Eine nicht mehr hinnehmbare Verletzung der Unschuldsvermutung": Während der ehemalige Chef des Bundesnachrichtendienstes seine Aussage verweigert, flammt der Streit über die ausgelesenen Handydaten von Christina Block wieder auf: Mehrere Verteidiger stellen Befangenheitsanträge am 19. Prozesstag.

Tag 20 - "Wer hat mit der israelischen Sicherheitsfirma gesprochen?": 20. Tag im Block-Prozess: Gericht und Staatsanwaltschaft würgen eine Erklärung Christina Blocks ab. Außerdem berichten Zeugen von ungewöhnlichen Hotelübernachtungen im Elysee-Hotel. Wer hatte Kontakt zur israelischen Sicherheitsfirma?

Tag 21 - Warum die Vorsitzende der Steakhouse-Erbin mit Haftbefehl drohte: Im Block-Prozess dreht sich an Tag 21 alles um die mysteriöse israelische Sicherheitsfirma, massive Zweifel an IT-Warnungen und eine scharfe Ansage der Vorsitzenden: Christina Block geht in Haft, wenn sie weiter Kontakt zu Zeugen hat.

Tag 22 - Audioaufnahmen aus der Silvesternacht 2023/24 erschüttern den Saal: Im Mittelpunkt von Tag 22 stand die Inaugenscheinnahme mehrerer Audioaufzeichnungen nach § 86 StPO. Die Dateien dokumentieren in Tonaufnahmen dramatische Minuten einer Entführung.

Tag 23 - "Hier lügt jemand": Christina Block soll den Auftrag erteilt haben, zwei ihrer Kinder aus der Obhut des Ex-Manns zu entführen. Dessen neue Ehefrau wendet sich als Zeugin direkt an die Angeklagte – und spricht am 23. Verhandlungstag von "Todesangst" der Tochter.

Tag 24 - "BKH - Bring Kids Home": Zuschauergedrängel, doppelte Sicherheitskontrollen, gespannte Blicke. Im Mittelpunkt: Die Vernehmung von David Barkay, Geschäftsführer der Firma, die die Block-Kinder entführt haben soll. Am Ende des Tages gibt es eine böse Überraschung.

Tag 25 - "Operation Golden Ice #5" und der Moment der Entscheidung: Am 25. Prozesstag schildert der Organisator der Entführung minutiös den Ablauf und wie die Aktion fast abgebrochen worden wäre. Sein Narrativ der Gewaltfreiheit gerät ins Wanken, als die Vorsitzende seine Aussage Punkt für Punkt prüft.

Tag 26 - "Ich bin erleichtert, dass Sie jetzt tun, was getan werden muss": Klare Fragen, knappe Antworten: Am 26. Prozesstag gerät Cyber Cupula-Chef Barkay unter Druck. Es geht um kostenlose Unterbringung, Gratisbüro, Chats und Kameras in Dänemark - und die Grenze zwischen Informationsbeschaffung und Entführung.

Tag 28 - "Dass Hensel die Kinder isoliert hat, war eine Machtdemonstration": Am 28. Verhandlungstag haben im Block-Prozess Ex-Mitarbeiterinnen des Hamburger Jugendamts ausgesagt. Sie werfen Blocks Ex-Mann vor, höchst unkooperativ gewesen zu sein. Diese Vorgeschichte sei eine "Zäsur", sind sich die Verteidiger einig.

Tag 29 - "Ex-Hotelmitarbeiter sagen im Block-Prozess aus Offene Rechnungen, geschlossene Augen”: Am 19. Verhandlungstag führte der Block-Prozess tief hinein in die Welt eines Luxushotels jenseits regulärer Abläufe. Außerdem wollten zwei Anwälte wissen, gegen welchen Vorwurf sie verteidigen sollen.

Tag 30 – "Es war mein Traum, in einem Wohnmobil durch Europa zu reisen": Überraschendes Wiedersehen, der israelische Ex-Agent David Barkay sagt erneut detailliert vor Gericht aus. Wo er Erinnerungslücken hat, lässt das Gericht seine Notizbuchseiten an die Wand projizieren. Ein Eintrag stammt von Christina Block.

Tag 31 - "Jede Mutter hier im Raum würde so handeln": Ein Zeuge im Blitzlicht, der immer wieder ausweicht: Das Gericht ringt Barkay Details zur Entführung der Block-Kinder ab. Je mehr er einräumt, desto brüchiger wird seine Erzählung von einer "Rettung" im Interesse der Kinder.

Tag 32 - "Ich bestreite, dass der Zeuge irgendeinen Sachverstand hat": Ein von Christina Block konsultierter Kinderpsychologe schildert seine Eindrücke von den entführten Kindern. Am Ende stehen jedoch nicht seine Beobachtungen im Fokus, sondern ein Frontalangriff der Verteidigung auf seine fachliche Kompetenz.

Tag 33 - “Eine objektive Wahrheitsfindung ist nicht mehr möglich”: Weil ein Zeuge nicht erschien, beschäftigte sich das LG Hamburg mit Anträgen der Verteidigung. Der skurrilste: Blocks Verteidiger will das Verfahren wegen der Medienberichterstattung einstellen lassen. Es gebe zu viele "Realitätsangebote".

Tag 34 - "Ich will nicht, dass diese Frau im Knast sitzt, weil ich etwas gesagt habe": Treffen mit Christina Block, die er zuvor nicht erwähnt hat: Der mitangeklagte Israeli Tal S. macht eine interessante Einlassung. Zusätzlich geht es am Freitag um die Rolle von Blocks Vater: Welche Rolle spielte "der Patriarch"?

Tag 35 – "Ich weiß, dass ich einen Fehler gemacht habe": Ein militärisch präziser Plan, der gründlich schiefgeht: im Block-Prozess schildert Kronzeuge David Barkay, wie die "Rettung der Kinder" zum Fiasko geriet.

Tag 36 - “Wir wollten in der Lage sein, alles zu hören, was rein- und rausging”: David Barkay gibt Einblicke in die Überwachung der Familie Hensel, seine eigene Rolle entfacht eine Diskussion.

Tag 37 – "Hier nur für Sie der Bericht, Smiley":Eine Mitarbeiterin des Jugendamtes sagt zu einem Hausbesuch bei Christina Block und den Kindern aus – gab es eine Sonderbehandlung? Eine Befragung mit Folgen für das mögliche Strafmaß. Und am Ende spielt sogar der Krieg im Nahen Osten eine Rolle.

Tag 38 - "Hätte die Polizei ihren Job gemacht, wären wir heute nicht hier": Zwei Kripo-Beamtinnen standen im Fokus des Prozesstages. Blocks Verteidiger Ingo Bott nutzt ihre Aussagen für schwere Vorwürfe gegen die Polizei – und sieht darin zugleich ein Argument gegen den Vorsatz seiner Mandantin.

Tag 39 - "Der Mossad wäre stolz auf das TiktTok-Verhalten seiner Agenten": Die Waffen der privaten Block-Security-Leute, ausgerechnet ein Polizist, der sich an kaum etwas erinnert, und vermeintliche Mossad-Agenten im Bademantel, die sich Herzen auf TikTok schicken. Das war Tag 39. Und es war hitzig und verwirrend.

Tag 40 - "Ich warte kurz, bis das Theater hier vorbei ist": Am Donnerstag sagt ein Kriminalpolizist als Zeuge im Block-Prozess ruhig und prägnant aus. Ein deutlicher Kontrast dazu, wie sich nicht nur Verteidigung und Gericht gegenseitig angehen, sondern auch die Verteidiger untereinander.

Tag 41 - "Das Haus wie ein Museum für eine Familie, die auseinandergerissen wurde": Am 41. Prozesstag hagelt es von den Anwälten Vorwürfe. Gegen die Arbeit der Ermittler, gegen die Anwälte auf der Gegenseite - und gegen das Publikum. Schließlich muss die Vorsitzende eingreifen. Auch als Fotos aus dem Block-Haus gezeigt werden.

Tag 42 - "Das perfekte Verbrechen gibt's nur im Kino": Warum kontaktierte die Polizei nach dem Notruf in der Silvesternacht nicht die Mutter der entführten Kinder? Wer bei der Polizei wichtige Entscheidungen traf, diese Suche gleicht einer Schnitzeljagd. Tag 42 und die Block-Woche enden abrupt.

Tag 43 - "Spannend, was für eine Zeugin die Nebenklage da aus dem Hut zaubert": Eine Nachbarin belastet Christina Block zunächst schwer, ihre Zeugenaussage gerät bei der Befragung aber gehörig ins Wanken. Das Bild von einer Polizei, die nicht genau erklären kann, was sie in der Silvesternacht tat, verfestigt sich.

Tag 44 – "Zuerst haben die Kinder noch Mama gesagt, dann nur noch Christina": Die Vernehmung einer Polizeibeamtin sorgt für Streit. Dann schildert die plötzlich eine für den Prozess wohl bedeutende Aussage von Christina Block. All das sorgt für einen emotionalen 44. Tag. Bis einen Angeklagten offenbar die Kräfte verlassen.

Tag 45 - "Wovor haben Sie denn Angst, Frau Staatsanwältin?": Der Streit über zulässige Fragen kocht über, eine Staatsanwältin ist streitlustig und Gerhard Delling bekommt statt eines Geburtstagsgeschenks harte Worte: Der Bericht zum 45. Verhandlungstag im Blockprozess.

Zitiervorschlag

Block-Prozess: Tag 46: . In: Legal Tribune Online, 28.04.2026 , https://www.lto.de/persistent/a_id/59831 (abgerufen am: 08.05.2026 )

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