Bitcoin-Hacking: Die Lücken des Rechts

von Johannes Seitz

04.01.2018

Welchen rechtlichen Schutz genießt ein gehackter Bitcoin-"Inhaber"? Knifflige Frage, meint Johannes Seitz - denn eine Begründung von Eigentum und Besitz an Bitcoin gestalte sich nach aktuellem Recht ziemlich schwierig.

Der Bitcoin-Kurs steigt, entsprechend wird die kryptografische Währung auch für Hacker und andere Internetkriminelle lukrativ. Nach derzeit technischem Stand ist es allerdings ausgeschlossen, die Bitcoin-Blockchain extern zu manipulieren. Das Hacking von Bitcoin findet daher außerhalb der Bitcoin-Blockchain statt, entsprechend sind Anbieter von Online-Wallet-Diensten vermehrt betroffen. Ziel einer Hacking-Attacke sind die sogenannten privaten Schlüssel. Doch eins nach dem anderen.

Um innerhalb der Bitcoin-Blockchain Transaktionen durchführen zu können, benötigt jeder Nutzer zunächst eine Wallet ("digitale Geldbörse"). Mittels dieser können Vermögenswerte versendet werden. In der Wallet befinden sich jedoch keine Bitcoins. Sie dient vielmehr dazu, das kryptografische Schlüsselpaar – bestehend aus privaten und öffentlichen Schlüssel – zu verwahren. Mit diesem Schlüsselpaar können Transaktionen innerhalb der Bitcoin-Blockchain durchgeführt werden.

Der öffentliche Schlüssel dient als "Kontonummer", der private Schlüssel als "Verfügungsberechtigung". Mit dem privaten Schlüssel werden Transaktionen durch den Inhaber signiert. Durch diese Signierung wird der Vermögenswert von einem öffentlichen Schlüssel auf einen anderen öffentlichen Schlüssel innerhalb der Bitcoin-Blockchain übertragen. Die öffentlichen Schlüssel innerhalb der Bitcoin-Blockchain sind genau genommen ein Hashwert (eine Art bestimmter Zeichenfolge) des öffentlichen Schlüssels des Schlüsselpaares in der Wallet. Nach der Transaktion eines Bitcoins auf einen anderen öffentlichen Schlüssel kann ausschließlich der Inhaber des dazugehörigen "neuen" privaten Schlüssels über diesen Wert verfügen.

Was und wo ist der Bitcoin jetzt?

Bitcoin sind elektronische Werteinheiten, die auf der Bitcoin-Blockchain dezentral gespeichert werden. Diese Werteinheiten können durch die Nutzer ausgetauscht und so als Zahlungsmittel verwendet werden, sofern der Verkäufer dieses akzeptiert. Sie sind physisch nicht existent. Bitcoin werden auch nicht durch eine bestimmte Datenmenge repräsentiert. Das "Kontoguthaben" in einer Wallet stellt lediglich den aufsummierten Wert der Schlüsselpaare dar und eben keine Bitcoin. Diese haben vielmehr einen Vermögenswert in Gestalt eines Marktwertes. Von diesem erlangte auch die breite Öffentlichkeit jüngst Kenntnis, als die Geschichten diverser "Bitcoin-Millionäre" publik wurden. Das juristische Problem: Aus rechtswissenschaftlicher Sicht ist unklar, wie eine Zuordnung dieses Vermögenswerts vorzunehmen sein soll.

Die Einordnung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) und den Europäischen Gerichtshof (EuGH) hilft an dieser Stelle nicht weiter. Die BaFin hatte Bitcoin als "Rechnungseinheit" gemäß § 1 Abs. 11 S.1 Kreditwesengesetz eingestuft. Der EuGH stellte fest, dass für den Umtausch von Bitcoin keine Mehrwertsteuer anfällt (Az.: C-264/14). Bitcoin seien – in diesem Fall – wie andere Zahlungsmittel zu behandeln, so die Luxemburger Richter. Für die eigentumsrechtliche Zuordnung ist dies hingegen irrelevant. Es stellt sich also für Juristen die Frage: Muss für die rechtliche Betrachtung der Bitcoin an das Schlüsselpaar oder an den Eintrag auf der Bitcoin-Blockchain angeknüpft werden?

Auf den privaten Schlüssel kommt es an

Bei der Bitcoin-Blockchain gestaltet sich eine Anknüpfung an den Eintrag als schwierig, denn ohne die Existenz des privaten Schlüssels ist dieser wirtschaftlich wertlos. Eine Zuordnung kann im Falle des Verlustes des privaten Schlüssels oder einer Hacking-Attacke nicht mehr stattfinden. Ein Eintrag auf einer Blockchain kann grundsätzlich eine Vermögensposition im zivilrechtlichen Sinne darstellen. Bei einer öffentlichen Blockchain, wie der Bitcoin-Blockchain, gestaltet sich eine solche Subsumtion – nach derzeitiger Rechtslage – aber als unlösbar.

Das maßgebliche Bezugsobjekt bei der Zuordnung von Bitcoins muss also das Schlüsselpaar sein, genauer gesagt: der private Schlüssel. Erst er ermöglicht dem Nutzer, über seine Bitcoin innerhalb der Bitcoin-Blockchain zu verfügen und sie so letztlich für beispielsweise den Kauf von Gütern und Dienstleistungen zu verwenden. Der private Schlüssel ist für die vermögensrechtliche Zuordnung das maßgebliche Bezugsobjekt.

Zitiervorschlag

Johannes Seitz, Bitcoin-Hacking: Die Lücken des Rechts . In: Legal Tribune Online, 04.01.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/26315/ (abgerufen am: 23.01.2018 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 04.01.2018 16:39, M.D.

    Bitcoins besitze ich nicht. Holländische Tulpen besitze ich übrigens auch nicht. Das heißt nicht, dass mir das Thema völlig egal ist. Ich warte lediglich auf den Moment, an dem offiziell über die Trottel gelacht werden darf, die damit ihr gesamtes Vermögen verzockt haben.

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    • 04.01.2018 17:27, EIn Trottel

      Ich hatte drei Bitcoins noch zum Spottpreis kaufen können und habe jetzt nach Abzug alles in allem 36.000 Euro daraus gemacht. Man ist halt erst dann ein Trottel, wenn man den richtigen Zeitpunkt zum Absprung verpasst. Trottel sind zudem jene, die von Anfang an gespottet haben und sich jetzt klammheimlich wünschten, sie hätten die paar Euro investiert...

    • 04.01.2018 20:40, Ozelot

      https://m.heise.de/newsticker/meldung/Geldwaesche-EU-Gremien-bekaempfen-Anonymitaet-von-Bitcoin-Co-3919854.html

      Immerhin kann das Investment in Bitcoin dem Grunde nach mittelbare Terrorismusfinanzierung darstellen, bzw. dient Kryptowährung vielfach kriminellen Machenschaften. Bei einem Investment in Kryptowährung nimmt man daher mindestens billigend in Kauf, dass Kriminelle davon profitieren und leistet ggfs. deren Machenschaften Vorschub.

      Anonymisierte Währung muss unter staatliche Kontrolle gestellt, oder verboten werden. Es wird durch die Anonymisierung keine lauterer Mehrwert erreicht.

    • 04.01.2018 21:38, Ulrich

      @Ozelot: Was ein Dünnpfiff. Gerade Deutschland ist eines der Länder, wo Geldwäsche floriert. Trotz Euro.

    • 04.01.2018 21:44, Ex-Student

      Habe damals noch als Student Botcoins gemint und später in Fiat-Währung (Euro, Dollar) getauscht. Konnte mir (nach Steuern) davon immerhin eine größere Eigentumswohnung direkt nach dem Studium in einer größeren Studentenstadt leisten.

      Mein derzeitiges Gehalt als IT-ler fließt also jetzt nur in meinen täglichen Lebensunterhalt und die Altersvorsorge oder sammelt sich an, um noch ein Haus mit Garten zu kaufen und die EW später zu vermieten. Bankfinanzierungen (Hypothek etc.) werde ich wohl nie mehr benötigen. Und das mit Ende 20. Finde ich ganz gut. Wenn ich danach ein Trottel für Sie bin, bin ich das gerne.

    • 04.01.2018 22:08, M.D.

      @EIn Trottel
      "Buy low, sell high" hat schon immer funktioniert. Warum macht das eigentlich nicht jeder?

    • 05.01.2018 09:45, Ozelot

      @Ulrich

      Dass in Deutschland Geldwäsche ein ernstzunehmendes Problem darstellt, dürfte allgemein bekannt sein. Das hängt aber nicht unmittelbar mit der Währung zusammen, sondern mit der Tatsache, dass die Geldwäschebekämpfung nicht effektiv genug arbeitet (Stichwort FIU). Dazu trägt Bitcoin-Spekulation nun einen weiteren erheblichen Teil bei und selbst redliche Bürger nehmen in naivster Weise billigend in Kauf, dass Kriminelle erhebliche Gewinne schöpfen und Geldwäsche umso erfolgreicher betreiben können. Die Anonymisierung der Kryptowährung dient also auch - und vor allem - dazu, dass eigene Gewissen abzuschalten. Was man nicht weiß, man einen nicht heiß, nicht wahr?

      Ich ziehe es weiterhin vor mein Geld in seriöser Weise zu mehren und gerne auch in einer Weise, in der der Staat und gemeinnützige Einrichtungen davon profitieren können. Denn ich möchte nicht eines Tages aufwachen, die Nachrichten einschalten und dann erfahren, dass z. B. Baschar al Assad durch die von gutgläubigen aber habgierigen Menschen gehypte Kryptowährung so viel Geld erlangt hat, dass er sich in Syrien an der Macht halten kann. So etwas liegt nämlich leider im Bereich des Möglichen. Würden sie im "real Life" Geschäfte mit Assad machen? Rechtlich ggfs. sehr problematisch, über Bitcoin aber kein Problem?

      Das ist ein Wertungswiderspruch und jeder halbwegs gebildete Volljurist erkennt die Gefahren auf den ersten Blick. Aber dann gibt es eben auch jene, deren klarer Blick von Gier durchtränkt wird. Aber solche Szenarien haben die hier anwesenden "Mein Haus, mein Auto, mein Boot - Leute" ja bestimmt bedacht.

    • 05.01.2018 10:41, Ulrich

      @Ozelot: Mit seriöser Weise meinen Sie was? Ihnen ist aber klar, dass gerade Deutschland ein Eldorado für Waffenhersteller und -exporte ist und bspw. auch in Deutschland die einzige Auslandsbank des Iran steht, die darüber mit Genehmigung des BMF ihre Devisengeschäfte abwickelt? Ihnen ist bekannt, dass jede Bitcoin-Transaktion dauerhaft einsehbar ist durch die Blockchain? Anders, als dies bei Bargeld der Fall ist?

    • 05.01.2018 11:22, Ozelot

      @Ulrich

      Waffengeschäfte unterliegen strengen rechtlichen Vorgaben und können m. E. nicht als Beispiel dienen. Das liegt bei Bitcoin völlig anders. Und ob der Iran eine Bank in der BRD unterhalten kann, unterliegt ebenso strengen rechtlichen Regelungen. Haben sie Anhaltspunkte dafür, dass über diese Bank illegale Geschäfte abgewickelt werden? Dann melden Sie dies bitte der BaFin.

      Auch der Vergleich zum Bargeld ist m. E. nicht geeignet. Bargeld, gehen wir von Scheinen aus, ist mit Markierungen versehen, also kann dem Grunde nach der Laufweg eines jeden Scheins nachvollzogen werden. Daneben muss Bargeld übergeben werden, also tritt jemand physisch-real in Erscheinung. Damit ist man unmittelbar identifizierbar. Anders bei Bitcoin. In der Blockchain mögen die Transaktion dauerhaft sichtbar sein, aber die Identität des Verkäufers, die Verknüpfung zum "real-Life", ist nicht entschlüsselbar (jedenfalls noch nicht).

      Darin unterscheidet sich Bitcoin/ Kryptowährung von gewöhnlicher Währung, denn bei der Nutzung letzterer ist immer eine unmittelbare Identifizierung des Leistenden möglich:

      - Bargeld: Übergabe, Augenschein
      - Buchgeld: Buchungssätze, Kontoauszüge, Kontoinhaber, Depotinhaber usw.

      Und das macht Bitcoin so attraktiv für Kriminelle und so gefährlich für unbedarfte "Investoren". Und klar sollte sein: Sobald eine Identifizierung der Nutzer von Bitcoin durch die Behörden möglich sein wird, dürfte es ziemlich ernst werden. Denn dann können tatsächliche Anhaltspunkte für Geldwäsche erkennbar sein und jeder, der mit einer Person, die Geld gewaschen hat, Bitcoins getradet oder verkauft hat, dürfte dann ganz kleinlaut werden. Und da helfen dann auch keine Ausreden, denn man hat leider mindestens billigend in Kauf genommen, die Identität des "Vertragspartners" nicht zu kennen.

      Was seriöse Anlagen betrifft, da fragen Sie am besten einen Anlageberater, so wie ich das auch getan habe.

    • 05.01.2018 12:34, Ulrich

      @Ozelot: Sie bilden in Ihrem Fallbeispiel mit dem Bargeld und der Blockchain zwei unterschiedliche Sachverhalte ab.

      Wenn es um die Nachweisbarkeit einer Transaktion geht, so können Sie diese in der Blockchain dauerhaft nachvollziehen, auch den Empfänger. Bei Bargeld nicht. Man sieht es dem Schein nicht an.

      Wenn Sie nun auf den Augenschein anspielen, dann überwachen Sie die Transaktion ja. Das können Sie auch elektronisch.

    • 05.01.2018 12:37, Ulrich

      @Ozelot: Hinsichtlich des Buchgeldes gilt das auch nur, wenn Sie vorher den Sender/Empfänger des Geldes identifiziert haben und die Buchung nicht über ein Sammelkonto geht. Das sind aber alles zusätzliche Merkmale, die nicht in der Währung an sich enthalten sind. Das ist bei Bitcoins anders, da ist in der Währung die Nachvollziehbarkeit vorhanden.

      Deswegen wird Bitcoin ja auch eigentlich nicht im Darknet verwendet. Da gibt es andere Cryptowährungen, die eben dem Bargeld analog keine Nachvollziehbarkeit aufweisen.

    • 05.01.2018 12:39, Ulrich

      @Ozelot: Wer sagt denn, dass Bargeld übergeben werden muss? Gerade die Geldwäsche ermöglicht es ja, dass Bargeld sehr leicht und schnell in anderes Geld oder geldwerte Vorteile umgewandelt und dann wieder in Bargeld zurückgewandelt werden kann. Und dass nicht nachvollziehbar, da die einzelnen Vorgänge zumeist keine immanente Nachvollziehbarkeit bieten.

    • 05.01.2018 13:15, Ozelot

      @Ulrich

      Der Empfänger kann im "real Life" nicht identifiziert werden. Dazu bräuchte es sämtliche Daten aus "wallet" und "blockchain", um den Rückschluss auf die Person zu ermöglichen. Wie wollen Sie sonst erfahren, ob es Emil, Gustav oder Frieda waren?

      Und eine Transaktion in Bitcoin kann nicht von Außenstehenden überwacht werden. Wie soll es von statten gehen? Welche rechtliche Befugnis wenden sie an? Welches technisches Mittel? Die "blockchain" allein ermöglicht gerade nicht, Personen ausfindig zu machen. Darum geht es doch überhaupt gerade, darum heißt es "Kryptowährung".

      Sie wissen es dennoch besser? Gut, dann erklären Sie bitte, wie eine Behörde die Person hinter der "blockchain" und hinter der "wallet" identifizieren kann.

      Und ich erlaube mir den Hinweis, dass Sie das Beispiel mit dem Bargeld eingebracht haben, woraufhin ich Ihnen die fehlende Vergleichbarkeit vor Augen geführt habe (Die sie nun scheinbar teilen).

      Und selbstverständlich muss Bargeld übergeben oder als Substitut hinterlegt (Besitzmittlungsverhältnis) werden. Auch wenn Sie es in etwas "anderes umwandeln", wie sie es nennen. Wie soll es denn sonst von statten gehen? Das Bargeld wechselt den Besitzer, im Gegenzug wechselt ein anderer Gegenstand ebenfalls des Besitzer (Austauschverhältnis). Das Bargeld ist immer noch irgendwo vorhanden, nur nicht mehr bei der Person, die es zuvor ggfs. aus einer rechtswidrigen Tat erlangt hat. Was passiert denn ihrer Meinung nach mit dem Bargeld? Bilden Sie doch mal ein Beispiel, bei dem Bargeld "verschwindet" und dennoch ein realer Vermögenswert verbleiben soll.

  • 04.01.2018 17:26, Bananenrepublikaner

    Ein guter Anfang, die Problematik zu bearbeiten. Ist es aber ausreichend sich vom deutschen Recht dem Thema zu nähern oder müssen nicht alle möglicherweise in Betracht kommenden Rechtsordnungen zunächst analysiert werden. Die lex rei sitae für
    "ein "quasi-dingliches Recht mit Ausschlussfunktion""
    dürfte nur ausnahmsweise zur Anwendung des BGB führen, oder?

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 04.01.2018 17:32, JUSTIZIA

      Das ist sicherlich eine gute Überlegung, aber ich schätze mal, dass der Verfasser zunächst (aufgrund des begrenzten Raumes) nur das deutsche Recht berücksichtigt hat und auf "alle möglicherweise in Betracht kommenden Rechtsordnungen" kann auf 2 Seiten sicherlich nicht eingegangen werden...

      An den Verfasser des Artikels: M.E. ein sehr gute Einführung in die Thematik/Problematik und gute Lösungsansätze. Vielen Dank für diesen Beitrag!

  • 04.01.2018 19:29, Dark Master

    Wer sein Geld in diesen Scheiß investiert der ist selber schuld.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 04.01.2018 21:38, Ulrich

      Sagt der, der die Gelegenheit verpasst hat, rechtzeitig ein Investment zu tätigen.

  • 04.01.2018 22:09, Peter Thiel

    Hallo zusammen,
    Mal eine Frage in die Runde, evtl weiß jemand die Antwort.
    Wenn man mit Euro Kryptowährung kauft und dann über eine gewisse Zeit nur noch zwischen Kryptowährungen hin und her tauscht (tradet) und zu keinem Zeitpunkt zurück in Euro wechselt: Muss man dann auf die Gewinne der Trades Steuern zahlen oder erst dann, wenn man zurück in Euro wechselt?

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 04.01.2018 22:25, Onleines

    Glückwunsch, toller Artikel.
    Aber er macht deutlich, dass wir in Deutschland nicht auf einer Insel wohnen. Ich habe als Deutscher meine Bitcoins bei Kraken liegen. Der Hacker kommt aus ? Welches Recht findet seine Anwendung? Bitcoin ist eine Weltwährung und lässt sich nicht so einfach in nationales Recht pressen.
    Aber der Beitrag gibt gute Denkanstöße.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 04.01.2018 23:25, Peter Thiel

    @Ex-Student: die für den Link. Ist mit veräußern der Wechsel von Kryptowährungen zurück ins Euro und mit dem Tausch von Kryptowährung in Kryptowährung gemeint?
    Szenario : ich kaufe heute für 1000€ 0.01 Bitcoin, morgen für 0.01 Bitcoin = 1 Etherium, eine Woche später kaufe ich für 1 Etherium = 4 Litecoins. Für diese Transaktion würde ich dann Steuern zahlen? Also z. B. 100€ für die Steuererklärung für das Jahr 2017.
    Dann Monate später in 2018 fällt der Preis von Litecoin und ich verkaufe die c Litecoins nur noch für 50€.
    Somit be ich 100€ Steuern bezahlt, für eigentlich nicht realisierte Gewinne oder?
    Es wäre "fairer" und einfacher, wenn man erst beim wechseln zurück in Euro den Gewinn versteuern müsste.
    Aber dem ist es wohl nicht so, wenn man Kryptowährungen als Zahlungsmittel und nicht wie z. B. Anlageobjekte wie Aktien definiert.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 04.01.2018 23:51, Ex-Student

      Naja, der Gewinn hat sich ja realisiert, nur wirtschaftlich war er nicht in der Fiat-Währung mehr da. Den Verlust (in Fiat-Währung) können Sie dann steuerlich auch wieder geltend machen.

      Ich meine, mein StB hatte das damals ggü. dem FA als Gewerbe- und dann Devisenhandel deklariert. Das war damals aber auch eine etwas längere Korrespondenz mit dem FA, wie das nun mit dem Mining (Gewerbe-Aufwendungen und Gewerbeertrag) und dem Tausch in Fiat-Währungen (Devisenhandel) war. So genau habe ich mich dann auch nicht mehr dafür interessiert. Ich habe die Steuern bezahlt, die mein StB und das FA ausgerechnet haben. Der Rest ist jetzt investiert in eine Immobilie und liegt noch als Reserve auf dem Kto bzw. in anderen Investments.

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