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Bundestag verabschiedet Bundesdatenschutzgesetz: Über­for­de­rung mit Ansage

von Tim Wybitul

03.05.2017

2/2: Umsetzung der Regelungen innerhalb eines Jahres

Für die Praxis bringt das neue Gesetz in erster Linie ein komplexes Regelwerk, durch das erhebliche Rechtsunsicherheit bei den Unternehmen hervorgerufen wird. Experten gehen davon aus, dass der Bundesrat dem BDSG dennoch zustimmen wird.

Sollte es dazu kommen, müssen Unternehmen ab dem 25. Mai 2018 sowohl die Vorgaben der DSGVO als auch des BDSG umsetzen. Hierfür haben Sie nur ein gutes Jahr Zeit. Das klingt nach einer ausreichend langen Zeit – doch es gibt in Anbetracht des komplexen Zusammenspiels des neuen deutschen und europäischen Datenschutzrechts sowie der der umfassenden Betroffenenrechte, der erweiterten Dokumentationspflichten und der hohen Bußgeld- und Schadensersatzrisiken auch viel zu tun.

Umsetzung mit risikobasiertem Ansatz

Für Unternehmen empfiehlt sich daher eine pragmatische Vorgehensweise. Alle Anforderungen des BDSG und der DSGVO lassen sich in dem guten Jahr bis zu ihrem In-Kraft-Treten nur noch schwer umsetzen. Daher ist ein risikobasierter Ansatz ratsam.

Ziel eines Projekts zur Umsetzung des neuen BDSG sollte vor allem die Vermeidung von Risiken sein, also etwa von Bußgeldern, Schadensersatzforderungen - und einer schlechten Presse. Es geht dabei nicht darum, später einen besonders schönen Datenschutz zu haben, sondern sich möglichst effektiv gegen Klagen von Verbrauchern, Verbraucheranwälten oder -verbänden sowie gegen Ermittlungen von Datenschutzbehörden zu verteidigen. Dies setzt vor allem ein professionelles Datenschutz Management System und intelligente Dokumentations- und Kontrollprozesse voraus.

Der Autor Tim Wybitul ist Partner bei Hogan Lovells in Frankfurt und berät Unternehmen umfassend zum Datenschutz.

Zitiervorschlag

Tim Wybitul, Bundestag verabschiedet Bundesdatenschutzgesetz: Überforderung mit Ansage . In: Legal Tribune Online, 03.05.2017 , https://www.lto.de/persistent/a_id/22811/ (abgerufen am: 20.09.2019 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 03.05.2017 18:26, ad rem

    Sorry, aber der Artikel klingt für mich wie ein Bewerbungstext, der Aufträge von Unternehmen aquirieren soll.

  • 03.05.2017 19:55, Nachdenker

    @ad rem
    Tim Wybitul schreibt nur Werbeaufsätze in eigener Sache. In BB und DB finden sich die gleichen Zeilen, leicht anders formuliert. Schade, dass das hier zur Werbeseite verkommt.

  • 04.05.2017 08:23, Werbetexter

    "Hierfür haben Sie nur ein gutes Jahr Zeit." - Wen spricht dieser Satz an?

  • 04.05.2017 09:37, Dr.Ulrich Brötzmann

    Der sachl. Informationsgehalt des Artikels tendiert gegen Null .

  • 04.05.2017 10:43, Datenschützer

    Schöner Werbeartikel. Ansonsten Information = 0! Der Autor ist Herausgeber einer Zeitschrift, spricht weder für den Artikel noch für den Autor.

    @lto-Redaktion: Durchlaufen die Artikel keine Qualitätssicherung?

  • 30.01.2018 13:56, Öffnungsklaus

    Haben die Kommentatoren schonmal in das verwirrende Geflecht des Datenschutzes hineingeschaut? Es ist doch Allgemeinwissen, dass das Datenschutzrecht in den Rechtsabteilungen für Verwirrung sorgt. Dass der Text hier wenig Lösung bietet stimmt, aber auf zwei Seiten kann man das Datenschutzrecht leider auch nur völlig unzureichend erklären.