Gesellschaftsspiel: "Geld hat man zu haben" – Edelsteine tun’s aber auch
Schon angehende Juristen lernen in den ersten Semestern: "Geld hat man zu haben." Smaragde, Rubine und Saphire tun es bei "Splendor" aber auch – und damit willkommen zu einem Gesellschaftsspiel, das nicht selten dazu verleitet, in die Tischkante beißen zu wollen. Selbst Juristen mit gerichtssaalerprobtem Pokerface gelangen hier an die Grenzen ihrer Contenance.

Sie und Ihre Mitspieler sammeln verschiedene Edelsteine in Pokerchip-Form, um sich davon Karten zu kaufen. Die Karten erhöhen etwa die eigene Produktion, mehren das eigene Vermögen oder bringen Siegpunkte. Wer zuerst 15 davon hat, gewinnt. Das Spiel ist dabei äußerst taktisch: Wer seine Züge nicht sorgfältig vorausplant, schmiert im Vergleich zur Konkurrenz hart ab – genau das Richtige also fürs analytische Juristenhirn.
Doch Vorsicht: Während der kurzweiligen 30 bis 40 Minuten pro Partie gerät der Haussegen mehrmals in Gefahr, denn Ihre langfristige Planung können die Mitspieler zunichtemachen, indem Sie Ihnen Schlüsselkarten vor der Nase wegkaufen, auf die Sie es seit Runden abgesehen haben. Umgekehrt gilt das natürlich genauso, Rache ist bei "Splendor" ausdrücklich erlaubt. Aber hey: Knatsch gibt es zu Weihnachten mancherorts ja ohnehin schon.
Gesellschaftsspiel “Splendor” aus dem Verlag Space Cowboys; über diverse Online-Plattformen und im gut sortierten Spiel- und Buchhandel erhältlich, ab etwa 33 Euro.
Bücher, Spiele, Schönes: . In: Legal Tribune Online, 06.12.2025 , https://www.lto.de/persistent/a_id/58762 (abgerufen am: 14.09.2026 )
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