Der Wahnsinn in der deutschen Migrationsverwaltung in einem Quartett
Als hätten sie auf unsere Weihnachtsgeschenke-Strecke gewartet, hat die Berliner Kanzlei Visaguard Ende November ein Kartenspiel gelauncht – das Ausländerbehördenquartett". Ausgedacht, umgesetzt und begleitet von den Anwält:innen im Migrationsrecht, soll es "mit liebevoller Überzeichnung und pointiertem Humor die Abläufe, Absurditäten und Bürokratie-Momente der deutschen Migrationsverwaltung aufs Korn nehmen".

Beteiligte Behörden sind u.a. das Bundesministerium des Innern, diverse Generalkonsulate und Botschaften, natürlich Ausländerbehörden (ABH) aber auch Frontex, einige Verwaltungsgerichte (VG), das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) und das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG). Sie müssen sich in fünf Kategorien miteinander messen: Erreichbarkeit, Bearbeitungszeit, Kompetenz, Dreistigkeit und Wohlwollen – Punkte gibt es von eins bis fünf.
So liegt etwa das Verwaltungsgericht Berlin mit immerhin vier Punkten bei Kompetenz auf einer Linie mit dem BVerwG – wird nur gestochen vom BVerfG, das sogar die volle Punktzahl erreicht. Frontex liegt hingegen bei Kompetenz bei einer zwei, das Wohlwollen liegt bei Null.
Typisch Migrationsrechtler:innen, haben die Erfinder:innen nicht nur die eigene Berufsgruppe im Blick: Ihr Spiel richtet sich "an alle, die täglich mit dem Migrationsrecht und Verwaltungsabläufen zu tun haben – von Anwältinnen über Sozialarbeiterinnen bis hin zu Studierenden". Fazit: Kann man mal spielen, ob man mehr lacht oder weint, ist dann eine andere Frage.
Ausländerbehördenquartett, erhältlich im Shop der Kanzlei; 12,60 Euro
Bücher, Spiele, Schönes: . In: Legal Tribune Online, 06.12.2025 , https://www.lto.de/persistent/a_id/58762 (abgerufen am: 06.09.2026 )
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