1. Mai: Raus auf die Straße!

von Martin Rath

01.05.2018

Nur ein Bruchteil der Arbeitnehmer nimmt in Deutschland an den gewerkschaftlichen Aufzügen teil, die am Tag der Arbeit, der scherzhaft oft auch "Kampftag der Arbeiterklasse" genannt wird, stattfinden. Ein Denkanstoß von Martin Rath.

Wer den "Kampftag" lieber zuhause, zum Spazierengehen oder Sporttreiben nutzt, mag vielleicht trotzdem diese kleine Revue mit Bildern aus der Arbeitsrechtsgeschichte als Denkanstoß nutzen.

Dass wir heute unser Recht, Ausbildungsplatz und Arbeit frei zu wählen, als beinah naturgegeben erleben, ist ein Irrtum. Erst seit 1791 gilt der Gedanke, dass beispielsweise Berufswahl und die Entscheidung, mit wem man Tisch und Bett teilen muss, sich radikal entkoppeln lassen, als Prinzip westlicher Gesetzgebung.

Trotz der Prominenz einer jährlich beklagten "Gender Pay Gap" betrifft das historisch sensibelste Problem der Ausbeutung von Menschen aufgrund ihrer sozialen und körperlichen Schwäche nicht Frauen, sondern Kinder. Hier gilt es, ein wenig an der Heilsgeschichte des deutschen Arbeitsrechts zu deuteln, aber auch aufrüttelnde Ansätze in der Gegenwart zu beachten.

Der Steuerzahlerbund muss sich fragen lassen, ob er sich für den sogenannten "Steuerzahlergedenktag" nicht ein wenig schämt. Der Emanzipation des Gesindes und der Missachtung der Schalterbeamten, der Kontinuität des Arbeitsrechts gelten weitere Fragen.

Ein bunter Bilderreigen – zum An- und Aufregen mit Blick auf Arbeit und ihr Recht:

Zitiervorschlag

Martin Rath, 1. Mai: Raus auf die Straße! . In: Legal Tribune Online, 01.05.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/28367/ (abgerufen am: 21.09.2018 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 01.05.2018 12:16, M.A.S.

    Erhebliche Rechtschreibfehler im Beitrag lassen an der Berufsbezeichnung zweifeln. Auf § 132a Abs. 1 Nr. 2 Alt. 8 in Verbindung mit Abs. 2 StGB wird hingewiesen.

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  • 01.05.2018 12:18, M.D.

    Wacht auf, Verdammte dieser Erde, die stets man noch zum Hungern zwingt...

    Aktuell in den Umfragen bei 17%, aber an allen Schaltstellen der Macht. Der Generalsekretär der UN ist sogar der ehemalige Vorsitzende der Internationale.

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  • 01.05.2018 13:15, Hans Peter

    Was kümmert es die stolze Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr reibt?

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  • 01.05.2018 14:35, Anzugträger

    Als ob ich mich zum Affen mache und mit Warnweste und Trillerpfeife durch die Straßen ziehe. Ich bin doch kein Verkehrspolizist.

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  • 01.05.2018 16:25, Sozi

    „Der 1. Mai, als gesetzlicher Feiertag eingeführt von der nationalsozialistischen Führung“? Was für ein Unsinn: Die SPD ernannte 1890 den 1.Mai zum offiziellen Feiertag der Arbeit. Zum gesetzlichen und bezahlten Feiertag wurde er 1919 in der Weimarer Republik. In der NS Zeit wurde er als „Tag der nationalen Arbeit“ instrumentalisiert....

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    • 02.05.2018 08:02, McMac

      Das waren noch Zeiten, als die Sozis einfach so Feiertage "ernennen" konnten. Zum Glück ist das heute nicht mehr so...

      Und eine kleine Ergänzung: Ja, der 1. Mai wurde 1919 erstmals zum Feiertag ernannt, allerdings auch nur für das Jahr 1919. Dauerhafter gesetzlicher Feiertag wurde er tatsächlich erst unter den Nazis. Das kann man nun gut oder blöd finden, aber Geschichtsumschreibungen sollte man dann doch lieber unterlassen.

  • 02.05.2018 11:42, McMac

    Schon traurig und bedenklich, dass die Arbeitnehmer sich untereinander so weit haben entsolidarisieren lassen, dass sie dem Lohndumping und massenhaften Brüchen des hart erkämpften Arbeitsrechts kaum noch etwas entgegensetzen können.

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    • 02.05.2018 13:30, McMac

      Hier gibt wieder mal jemand vor, McMac zu sein. Ich distanziere mich von diesem verschwörungstheoretischen Quatsch.

  • 02.05.2018 15:28, Hermann v. Hinten

    Mangelnde Kenntnis von der richtigen Verwendung von "Alternative" und "Variante" lassen auf ein Fehlen der einfachsten juristischen Grundlagen schließen. Auf die entsprechenden Einträge in Wörterbüchern wird hingewiesen.

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    • 02.05.2018 15:46, Hermann v.+Hinten

      Natürlich als Antwort auf den Kommentar von M.A.S. gedacht...

    • 03.05.2018 13:36, swizzera

      Alternative 2 Möglichkeiten, alles andere deklariert als sog. "Variante"?! Oder wie war das noch? Mensch diese Juristen reiten aber auch auf allem rum.

    • 06.05.2018 12:40, PiusA

      Duden:
      1. freie, aber unabdingbare Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten; das Entweder-oder
      2. zweite, andere Möglichkeit; Möglichkeit des Wählens zwischen zwei oder mehreren Dingen

      Hab ich das falsche Wörterbuch, wenn Alternative auch mehrere Auswahlmöglichkeiten meint?

  • 02.05.2018 22:28, Dr. Peus

    Recht auf Heimarbeit - Begehren des DGB. Jawohl, gerade am 1.Mai, statt demonstrieren oder aufmarschieren. Sinnvolles Begehren!

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  • 06.05.2018 17:00, Dr. Peus

    Wenn BGHSt 46,212, zu D II vor 1 richtig zitiert wird: "Denn hier liegt eine Inlandstat (§ 3 StGB) vor, weil der zum Tatbestand gehörende Erfolg in der Bundesrepublik eingetreten ist (§ 9 Abs. 1, 3. Alt. StGB). " Also wohl mehrals 2 Alternativen. Wenn wir schon bei Bildung sind: Kohl: "Entscheidend ist immer, was hinten rauskommt." Manche oberlehroiden Weistümer wirken bei Lokalisierung des Beginns ihrer Außenwahrnehmbarkeit auch genau so, dass sie hinten herasgekommen sind. Man sieht - und riecht - das am besten bei Blick "von Hinten".

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