ClickCeaseRecruiting-Plattform clavisto.de: Sprungbrett für exzellente Bewerber
Recruiting-Plattform clavisto.de

Sprungbrett für exzellente Bewerber

Lesedauer: 6 Minuten
Seit März bringt die Bewerber-Plattform clavisto.de, die mit LTO kooperiert, High Potentials mit führenden Großkanzleien zusammen. LTO sprach mit Gründer und Geschäftsführer Jens Wortmann und Claudia Trillig, Director Strategic Development bei Baker & McKenzie, über die Idee hinter clavisto und Recruiting-Strategien in Zeiten sozialer Netzwerke.

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LTO: Herr Wortmann, wie würden Sie das Konzept von clavisto in wenigen Sätzen beschreiben? Wortmann: Die grundsätzliche Idee ist, dass wir mit clavisto einen Treffpunkt für verschiedene Interessengruppen aus dem juristischen Bereich zur Verfügung stellen und deutlich mehr bieten möchten als lediglich einen exklusiven Stellenmarkt. Wir bieten Studenten, Absolventen und Young-Professionals die Möglichkeit, sich ausgiebig über unsere Partnerkanzleien und die jeweiligen Karrieremöglichkeiten zu informieren und unsere Plattform als Bewerbungstool zu nutzen. Schüler finden bei uns Hintergrundwissen über unsere Partnerhochschulen. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch klar auf dem Recruiting-Aspekt. Hier können wir Studenten und Berufseinsteigern ein Sprungbrett in die Praxis liefern, kostenfrei und ohne großen Bewerbungsaufwand. LTO: Sehen Sie sich als Personalberater oder wie sonst definieren Sie Ihre Rolle? Wortmann: Wir sehen uns nicht in der Funktion eines herkömmlichen Personalberaters. Dies würde voraussetzen, dass wir noch individueller beraten. Das clavisto-Team nimmt eher eine Mittlerfunktion zwischen den Bewerbern und unseren Partnerkanzleien ein. LTO: Was unterscheidet Sie von den bekannten Recruitment-Datenbanken? Wortmann: Diese Stellenportale bieten einer Vielzahl von Unternehmen den Zugang zu den Profilen der Bewerber. Auch die gelisteten Kandidaten im Pool müssen kein bestimmtes Anforderungsprofil erfüllen. Das Credo von clavisto ist diesbezüglich anders und lautet "Konzentration auf die Besten" - und das gilt für alle Beteiligten: sowohl unsere Bewerber als auch unsere Partnerkanzleien. Es sind Kanzleien, die internationales Renomée genießen und ständig wachsen. Außerdem haben ausschließlich unsere Partnerkanzleien Zugriff auf die Bewerberdatenbank – dies ist sicherlich auch ein Unterschied zu anderen gängigen Recruitment-Datenbanken.

"Wir müssen Talenten früh individuelle Angebote machen"

LTO: Frau Trillig, was versprechen Sie sich von der Kooperation mit clavisto?
Trillig: Für uns eröffnet clavisto eine weitere attraktive Gelegenheit, mit potenziell interessanten Kandidaten in Kontakt zu treten und sie über unsere Entwicklungsprogramme und Neuigkeiten zu informieren, auch weil die Seite im Bereich Social Media gut aufgestellt ist. clavisto ist es gelungen, Kooperationen zu hochkarätigen Partnern wie beispielsweise zu renommierten Hochschulen und Fakultäten aufzubauen. LTO: Welche Rolle spielt eine solche Art des Online-Recruitings in Ihrer Recruiting-Strategie? In welchen Fällen nutzen Sie die clavisto-Datenbank? Trillig: Online-Recruiting ist für unsere Kanzlei seit jeher ein Thema. Auf unserer Website informieren wir Nachwuchsjuristen regelmäßig über aktuelle offene Stellen. Darüber hinaus sind wir in Sachen Social Media aktiv und treten beispielsweise über Xing und Facebook in Kontakt mit High Potentials. Die clavisto-Datenbank gibt uns die Gelegenheit, Nachwuchskräften bereits zu einem frühen Zeitpunkt und mit hoher Reichweite unsere Kanzlei zu präsentieren, sie über unsere Karriere-Veranstaltungen auf dem Laufenden zu halten und sie gezielt anzusprechen. LTO: Wie müssen Kanzleien künftig ihre Recruitment-Strategie verändern, um Talente für sich gewinnen zu können? Trillig: Der Schlüssel zum Erfolg liegt meiner Erfahrung nach in kreativen, maßgeschneiderten und mitunter mutigen Recruitingstrategien mit Vorreitercharakter. Die traditionelle Recruitment-Strategie funktionierte folgendermaßen: Man nutzte in erster Linie Anzeigen und Bewerbermessen, um mit exzellenten Nachwuchsjuristen in Kontakt zu treten. Heute muss man Talenten früh individuelle Angebote machen, sie durch persönliche Beziehungen stärker an die Kanzlei binden und gleichzeitig unterstützen und fördern. Wir setzen zum Beispiel seit Jahren auf Workshops und Inhouse-Veranstaltungen. Darüber hinaus haben wir im Frühjahr 2008 das "Career Mentorship Programme" ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Mentorenprogramms begleiten wir talentierte Nachwuchskräfte auf ihrem Ausbildungsweg, idealerweise bis zum Einstieg in unsere Kanzlei. Beide Seiten können über einen längeren Zeitraum herausfinden, ob sie zueinander passen. Die Rekrutierungserfolge zeigen, dass wir mit dem Programm den richtigen Weg eingeschlagen haben: Aus sieben Mentees sind bereits Associates geworden. Wichtig ist es, dort hinzugehen, wo die Talente sind, und sie zielgruppenspezifisch anzusprechen.  Ein Beispiel: Im Herbst 2010 haben wir - in Kooperation mit der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster - eine Veranstaltungsreihe aus der Taufe gehoben, die sich speziell an weibliche juristische Nachwuchskräfte richtet: das "Women's Law Forum".

"Von Bewerbern muss eine hohe Hürde gemeistert werden"

LTO: Herr Wortmann, welche Voraussetzungen müssen Bewerber erfüllen, um in die Datenbank aufgenommen zu werden? Wortmann: Grundvoraussetzung sind überdurchschnittliche Leistungen. Die Aufnahme in die clavisto-Datenbank erfolgt durch das Ausfüllen unseres Online-Bewerberformulars auf clavisto.de. Hier halten wir es kurz und knapp: Es zählen ausschließlich die Highlights der Ausbildung des Kandidaten wie zum Beispiel überdurchschnittliche Examina, Promotion und Auslandsabschluss. Darüber hinaus schauen wir auf Sprachkenntnisse, außeruniversitäres Engagement und, was nicht zu vergessen ist, einen spannenden und schlüssigen  Lebenslauf. LTO: Haben es exzellente Bewerber nicht sowieso leicht, einen Job zu finden und können zwischen verschiedenen Angeboten auswählen? Welchen zusätzlichen Nutzen bringt Ihr Angebot dieser Zielgruppe? Wortmann: Natürlich haben exzellente Bewerber gute Chancen, einen Job zu finden. Bei clavisto geht es jedoch nicht nur darum. Wir wollen, dass unsere Bewerber nicht nur irgendeinen Job, sondern den richtigen Job finden. Deshalb bieten wir ihnen umfangreiche Möglichkeiten, sich im Vorfeld über unsere Partnerkanzleien zu informieren. Ein Highlight ist natürlich auch, dass man mit einer einzigen Kurzbewerbung auf clavisto.de für alle passenden Vakanzen unserer Partnerkanzleien sichtbar wird. Dieser Multiplikatoreffekt ist für viele High Potentials spannend, genauso wie das Umdrehen des klassischen Bewerbungsprinzips: Nicht der Kandidat bewirbt sich bei den Unternehmen, sondern wenige, ausgewählte Kanzleien kommen auf den Kandidaten zu. LTO: Viele Studierende, die keine Überflieger sind, würden so ein Angebot sicher ebenfalls gerne wahrnehmen. Ist die Exzellenz-Fokussierung eine Voraussetzung für den Erfolg Ihrer Idee? Wortmann: Die Fokussierung auf exzellente Nachwuchsjuristen ist sicherlich eine wichtige Voraussetzung. Wir erfinden mit unserem hohen Anspruch an die Kandidaten das Rad nicht neu. Wer sich mit dem Thema Berufseinstieg in einer Großkanzlei schon einmal beschäftigt hat, weiß, dass hier sehr großer Wert auf überdurchschnittliche Examina und eine überzeugende Papierform gelegt wird. Insofern muss diese recht hohe Hürde auch gemeistert werden, um in unseren Bewerberpool aufgenommen werden zu können. Wir glauben jedoch, dass clavisto für jeden potentiellen Bewerber einen Mehrwert darstellen kann: Die Inhalte unseres Angebots sind uneingeschränkt für jedermann zugänglich, man kann sich dementsprechend einen sehr guten Überblick über News, Events und Profile unserer Partnerkanzleien und Partnerhochschulen verschaffen.

"Eine Bewerbung muss ins Auge stechen"

LTO: Frau Trillig, worauf achten Sie besonders bei den Profilen in der clavisto-Datenbank? Wie können Bewerber Sie hier überzeugen? Trillig: Die Bewerbung muss ins Auge stechen. Ein kurzes, "knackiges" Anschreiben,  vollständige Unterlagen, ein interessanter Lebenslauf und praktische Erfahrungen wie Auslandspraktika sowie eventuell eine Promotion – diese Maßstäbe gelten für die clavisto-Bewerberprofile ebenso wie für Bewerbungen, die wir über andere Recruitingkanäle erhalten. LTO: Wie ist Ihr erstes Fazit nach einigen Wochen nach dem Launch? Wortmann: Wir sind mit der bisherigen Entwicklung von clavisto sehr zufrieden. Wir haben in den letzten Wochen viel positives Feedback von Kandidatenseite und auch von den Kanzleien erhalten und freuen uns über kontinuierliche Steigerungen der Besucherzahlen. Die ersten Kandidaten unserer Datenbank konnten wir bereits erfolgreich vermitteln. Zudem möchten wir in den nächsten Wochen die Zahl unserer Exklusivpartner um weitere Top-Kanzleien erweitern, um somit unseren Kandidaten einen noch größeren Mehrwert liefern zu  können. Zunächst heißt es aber für uns clavisto weiter am Markt zu stärken, das Konzept auszubauen und in der zweiten Jahreshälfte einige innovative HR-Ansätze umzusetzen, die es so zurzeit im juristischen Umfeld in Deutschland noch nicht gibt. Trillig: Ich bin positiv davon angetan, wie rasch clavisto an Fahrt aufgenommen hat:  Zahlreiche Kooperationen mit Partnern, die auch für unsere Kanzlei interessant sind, regelmäßige Berichte von und über Partnerunternehmen und last not least eine professionelle Bewerberdatenbank, über die wir bereits interessante Kontakte geknüpft haben. Die Entscheidung, sich als erstes Partnerunternehmen bei clavisto zu engagieren, war also genau die richtige. Jens Wortmann ist Geschäftsführer der Informations- und Recruitingplattform clavisto und Autor des Sachbuchs "E-Learning als Instrument der Personalentwicklung". Bis Mitte 2010 war er als Referent Human Resources bei der Sozietät Heuking Kühn Lüer Wojtek tätig. Claudia Trillig verantwortet das Recruiting & Professional Development für die deutschen Büros und den österreichischen Standort von Baker & McKenzie. Außerdem leitet sie den Bereich Business Development für Deutschland und Österreich. Mehr auf LTO.de: Fakultätskarrieretag: Kontaktbörse auf dem Campus Juristenausbildung: Neue Website für Studenten und Referendare Jobmessen: Türöffner für Young Professionals

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