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Verbrechen und Sprache - Die 10. Tagung zu Literatur und Recht

13.09.2019, 18:00 Uhr - 15.09.2019, 12:15 Uhr

Rendsburg

Seit 2001 veranstaltet das Nordkolleg alle zwei Jahre die von Prof. Dr. Hermann Weber begründete Tagung rund um den ebenso spannenden wie unerschöpflichen Themenkreis »Literatur und Recht«. 2019 jährt sich die Tagung zum zehnten Mal. Die Jubiläumsveranstaltung mit dem Thema »Verbrechen und Sprache« findet erstmals in Zusammenarbeit und mit der Unterstützung des PEN-Zentrum Deutschland statt. Ganz in Webers Sinn, konnten auch diesmal namhafte Wissenschaftler, Praktiker und Literaten gewonnen werden, um das Themenfeld Recht, Sprache, Kunst und Literatur mit neuen Ein- und Ansichten zu bereichern und zu aktuellen Themen Stellung zu nehmen.

Als Referenten konnten gewonnen werden:

  • Regula Venske, Hamburg [»Sprache als Verbrechen – die Unterdrückung von Literatur und der Kampf des PEN für die Freiheit des Worts»];
  • Prof. Dr. Tonio Walter, Regensburg [»Das Verbrechen in der Sprache des Gesetzes«];
  • Dr. Mustafa Temmuz Oğlakçıoğlu, Erlangen [»Das wird man doch wohl noch sagen dürfen – Die Sanktionierung von Sprechakten einer verrohenden Kommunikationskultur«] sowie Studierende seines Proseminars;
  • Gigi Deppe, Karlsruhe [»Recht, Bild, Sprache«];
  • Prof. Dr. Rupprecht Podszun, Düsseldorf [»Literatur und Recht – Was sagt die neueste Forschung?«];
  • Prof. Dr. Hermann Weber, Berlin [»Poesie des Frauenmords? - Georges Rodenbach, Dichterjurist unter den Dichterjuristen des belgischen Symbolismus«] sowie
  • Dr. Markus Hirte, Rothenburg o. d. T. [»Mordballaden – vom Schinderhannes zu Rammstein und Nick Cave«].

Die Rendsburger Tradition der Verquickung von Recht, Literatur und Musik setzt Burghard Kreft, Vorsitzender Richter am Bundesarbeitsgericht a. D. gemeinsam mit Anselm Hartinger, Tobias Mäthger [Tenor] und Hans Christian Martin [Orgel] fort.

Wohnhaft in der Bach-Region Thüringen, hat er sich mit den arbeitsrechtlichen Verwicklungen des großen Thomas-Kantors auseinandergesetzt.

Für seine musikalisch-juristische »Tour d’horizon« zieht das Nordkolleg einen Abend lang in die Rendsburger Christkirche, um Johann Sebastian Bach einen Abend lang als Justiz-Subjekt bei Orgelklang und Gesang näherzukommen.

In Lesung und Gespräch geben die Autorinnen Esmahan Aykol und Uta-Maria Heim schließlich Auskunft über ihren Weg der dichterischen Annäherung an Justiz, Verbrechen und Strafe.

Esmahan Aykol arbeitete während ihres Jurastudiums als Journalistin für verschiedene türkische Zeitungen und Radiosender. Es folgte ein Intermezzo als Barkeeperin, bevor sich Esmahan Aykol aufs Schreiben konzentrierte: Ihre in Istanbul angesiedelten Krimis um die Protagonistin »Kati Hirschel« sind im Diogenes Verlag erschienen.

Uta-Maria Heim nähert sich dem Verbrechen über ihre Sprache. Mit ihrem Krimi »Das Rattenprinzip« gewann sie den Deutschen Krimipreis 1992. Inzwischen hat sie eine Reihe von hochgelobten Kriminalromanen vorgelegt, die durch ihre teils verzwickten Erzählstrukturen die traditionellen Krimitechniken ausweiten. Als Hörspieldramaturgin und Autorin hat sie ihren eigenen Weg vom Verbrechen zur Sprache gefunden.

Bewerbungs- / Anmeldefrist:

25.08.2019


Veranstaltet von:

Nordkolleg Rendsburg


Veranstaltungsort:

Nordkolleg Rendsburg
Am Gerhardshain 44
24768 Rendsburg


Kontakt:

Fachbereich Literatur & Medien
Britta Lange: Tel. 04331 | 1438-11
Kirsten Fuchs: Tel. 04331 | 1438-37
literatur@nordkolleg.de


Zielgruppe(n):
Studenten & Referendare, Berufsträger, Berufseinsteiger, Mandanten

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