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Gesundheitssorge und das Recht am Lebensende

04.09.2019, 14:00 - 20:30 Uhr

Köln

In Beachtung des Rechtes auf Selbstbestimmung sowie des Rechtes auf körperliche Unversehrtheit setzt jede medizinische Heilbehandlungsmaßnahme die Einwilligung des Patienten nach angemessener Aufklärung voraus. Der Aufgabenkreis der Gesundheitssorge ist sowohl für Betreuer als auch Bevollmächtigte anspruchsvoll, müssen sie doch im Falle der Einwilligungsunfähigkeit des Betreuten/Vollmachtgebers stellvertretend Entscheidungen mit bisweilen weitreichenden Konsequenzen treffen. Das Seminar behandelt die Aufgaben und Pflichten des Betreuers/des Bevollmächtigten in den medizinischen Behandlungssituationen, in denen der Betreute/der Vollmachtgeber
" entscheidungsunfähig ist
" schwerstkranke und sterbende Menschen vorsorgliche Willenserklärungen in gesunden Tagen getroffen haben, die lebenserhaltende Maßnahmen untersagen.
Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes kommt in seinem Beschluss vom 14.11.2018 zu der Entscheidung, dass der Abbruch einer lebenserhaltenden Maßnahme keiner betreuungsgerichtlichen Genehmigung nach § 1904 BGB bedarf, wenn der Betroffene einen entsprechenden eigenen Willen bereits in einer wirksamen Patientenverfügung nach § 1901a Abs. 1 BGB niedergelegt hat.
Das Seminar verschafft Klarheit zu aktuellen Rechtsprechung des BGH zur Patientenautonomie am Lebensende und behandelt wichtige Rechtsfragen zum betreuungsgerichtlichen Genehmigungserfordernis nach § 1904 BGB und der Verantwortung, denen sich Betreuer/Bevollmächtigter u.a. beim Abbruch einer lebenserhaltenden Maßnahme bzw. einem Sterbewunsch des Betroffenen zu stellen haben.

Die Referentin, Frau Kollegin Sybille M. Meier, ist zugleich Fachanwältin für Erbrecht und Medizinrecht und seit 1985 im Betreuungsrecht tätig. Sie ist Autorin/Mitautorin zahlreicher betreuungsrechtlicher Publikationen, unter anderem des Handbuches Deinert/Lütgens/Meier "Die Haftung des Betreuers" und kommentierte in dem Handkommentar "Betreuungsrecht" von Prof. Dr. Jurgeleit das gesamte Aufsichts- und Haftungsrecht.

Kostenbeitrag Jungmitglied: € 180,00 
Kostenbeitrag Mitglied: € 210,00
Kostenbeitrag Nichtmitglied: € 270,00
inkl. Seminarunterlagen, Kaffeepause, W-Lan

Eine Teilnahmebescheinigung wird gemäß § 15 FAO für 6 Stunden erteilt.

 

Veranstaltet von:

Kölner Anwaltverein e.V.


Veranstaltungsort:

The Midtown Hotel
Kaiser-Wilhelm-Ring 48
50672 Köln


Kontakt:

Hauptgeschäftsstelle
Oberlandesgericht Köln
3. Etage, Zimmer 316
Reichenspergerplatz 1
50670 Köln
Tel: +49 (0) 221 28 56 02 - 12 
F.   +49 (0) 221 28 56 02 - 21
service@koelner-anwaltverein.de


Zielgruppe(n):
Berufseinsteiger, Berufsträger

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