LTO.de - Legal Tribune Online - Aktuelles aus Recht und Justiz
 

Einstweiliger Rechtsschutz in sozialgerichtlichen Verfahren

15.05.2019, 16:00 - 20:15 Uhr

Köln

Einstweiligen Rechtsschutzverfahren kommt in sozialgerichtlichen Verfahren unvermindert eine große Bedeutung zu. Über alle Rechtsgebiete des Sozialrechts gesehen stellen diese rund 10 % aller erstinstanzlichen Eingänge. Dabei gilt es aus anwaltlicher Sicht viele Besonderheiten zu beachten, die entscheidend für den Erfolg des Verfahrens und - auch - eines Antrages auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe sind. Das Seminar beschäftigt sich mit folgenden Schwerpunkten:
- Grundsätzliche Unterscheidung zwischen der Anordnung bzw. Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung eines Rechtsmittels durch die Behörde oder durch das Gericht einerseits und dem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung
- Risiken und Vorteile einstweiliger Rechtsschutzverfahren
- Voraussetzungen der Anordnung bzw. Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung eines Rechtsmittels durch die Behörde oder durch das Gericht
- Voraussetzungen eines Antrages auf Erlass einer einstweiligen Anordnung
- Anwaltlicher Vortrag und Glaubhaftmachung, Mittel der Glaubhaftmachung
- Beschwerdeverfahren, Regelung des § 199 Abs. 2 SGG
- Rechtsnatur des Ausführungsbescheides, Wirkungen des Ausgangs des Hauptsacheverfahrens
- Fallbeispiele aus verschiedenen Rechtsgebieten (Grundsicherung für Arbeitssuchende, Sozialhilfe, Krankenversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung, Unfallversicherung)

Die Referentin, Frau Vorsitzende Richterin am LSG NRW Astrid Lente-Poertgen, ist seit April 1992 als Richterin am Sozialgericht und seit August 1998 beim Landessozialgericht tätig. Im Juni 2011 wurde sie dann zur Vorsitzenden Richterin am LSG ernannt. Von 1998 bis 2001 war sie mit Streitigkeiten der allgemeinen Rentenversicherung befasst. Anschließend war sie bis Ende 2004 Richterin am 1. Senat mit dem Schwerpunkt Arbeitsförderungsrecht; anschließend gehörte sie dem 16. Senat an (Schwerpunkte Kranken-, Künstlersozialversicherung, Betriebsprüfungsverfahren, Arbeitsförderungsrecht). Seit dem 01.07.2011 ist sie Vorsitzende des 2. Senates, der sich mit Angelegenheiten der Grundsicherung für Arbeitssuchende und des Schwerbehindertenrechts befasst. Neben der Dozententätigkeit an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung hält sie regelmäßig bundesweit Vorträge und Seminare, insbesondere zu Themenbereichen der Grundsicherung für Arbeitssuchende, Sozialhilfe, des Arbeitsförderungs- und Krankenversicherungsrechts sowie des allgemeinen Verwaltungsverfahrens- und des Prozessrechts.

Kostenbeitrag Jungmitglied: € 120,00
Kostenbeitrag Mitglied: € 140,00
Kostenbeitrag Nichtmitglied: € 180,00
inkl. Seminarunterlagen, Kaffeepause, W-Lan

Eine Teilnahmebescheinigung gemäß § 15 FAO wird für 4 Std. erteilt.

Veranstaltet von:

Kölner Anwaltverein


Veranstaltungsort:

The Midtown Hotel
Kaiser-Wilhelm-Ring 48
50672 Köln


Kontakt:

Hauptgeschäftsstelle
Oberlandesgericht Köln
3. Etage, Zimmer 316
Reichenspergerplatz 1
50670 Köln
Tel: +49 (0) 221 28 56 02 - 12 
F.   +49 (0) 221 28 56 02 - 21
service@koelner-anwaltverein.de


Zielgruppe(n):
Berufseinsteiger, Berufsträger

Weitere Veranstaltungen:

Empfehlen

Veranstaltungsübersicht