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Abwicklung von Kleininsolvenzverfahren und Wohlverhaltensperioden in der Praxis

10.10.2019, 09:30 - 17:00 Uhr

Hannover

Praxistipps zu Praxisproblemen, erläutert von einer Praktikerin

Die Verfahren mit natürlichen Personen sind nicht spektakulär, aber immer mit vielen besonderen Problemen versehen. Diese zu erkennen und praxisgerecht zu lösen, ist im Interesse des Verwalterbüros wie auch aller anderen Verfahrenbeteiligten.

In diesem Seminar wird Frau Brenner, ausgebildete Rechtspflegerin und wohl die am meisten beauftragte Insolvenzverwalterin in Verbraucherinsolvenzverfahren und Treuhänderin, die Probleme der Praxis behandeln und Ihnen Lösungen vorschlagen, welche sowohl eine effiziente Verfahrensabwicklung ermöglichen, als auch weitere Schwierigkeiten vermeiden helfen.

Praxisprobleme bei der Abwicklung des eröffneten Verfahrens:

  • Umgang mit dem bei Eröffnung bestehenden Gehaltskonto oder Pfändungsschutzkonto
  • Ermittlung von Anfechtungstatbeständen
  • Ermittlung des pfändbaren Einkommens unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung
  • Ermittlung von Massegegenständen (Forderungen, bewegliche Gegenstände (Fahrzeug) und unbeweglichen Gegenständen (Immobilie)) sowie Umgang mit Aus- und Absonderungsrechten
  • Voraussetzungen für die Freigabeerklärung nach § 35 Abs. InsO bei Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit durch den Schuldner; Vorgehensweise bezüglich des Abführungsbetrags nach § 295 Abs. 2 InsO unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung
  • Auskunfts- und Mitwirkungspflichten des Schuldners, Belehrung, Verletzung und Heilungsmöglichkeiten
  • Insolvenzplan in der Verbraucherinsolvenz
  • Voraussetzung für die Aufnahme des Attributs der Forderung aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung unter Berücksichtigung der zum 01.07.14 erfolgten Erweiterung des § 302 InsO
  • Erwerbsobliegenheit des Schuldners im eröffneten Verfahren und aktuelle Rechtsprechung zu den Versagungsgründen nach § 290 InsO alte und neue Fassung

Praxisprobleme bei der Abwicklung der Wohlverhaltensperiode:

  • Möglichkeiten der Verkürzung der Laufzeit des Verfahrens auf 3 bzw. 5 Jahre;
  • Belehrungspflichten gegenüber dem Schuldner
  • Prozesskostenstundung in der Wohlverhaltsperiode (Sekundärhaftung der Staatskasse für die Treuhändervergütung)
  • Kontrollpflichten des Treuhänders
  • Inhalt und Rhythmus des Jahresberichts und der Rechnungslegung (Absehen
  • Obliegenheitsverletzungen nach § 295 InsO und Heilungsmöglichkeiten des Schuldners unter der Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung

Sonderprobleme: Zweitinsolvenzverfahren oder Tod des Schuldners

§ 15 FAO: Die Teilnehmer erhalten eine Fortbildungsbescheinigung über 6 Zeitstunden zur Vorlage als Fortbildungsnachweis gemäß § 15 FAO vorlegen können. Über die Anerkennung entscheidet Ihre Rechtsanwaltskammer.

GOI: Die Teilnehmer erhalten eine Fortbildungsbescheinigung über 6 Zeitstunden = ein "Mann-Tag" nach GOI - Grundsätze ordnungsgemäßer Insolvenzverwaltung. Über die Anerkennung entscheidet der VID (Verband Insolvenzverwalter Deutschlands e.V.).

Referent/in:

Dipl.-Rechtspflegerin (FH) Susanne Brenner

Bewerbungs- / Anmeldefrist:

08.10.2019


Veranstaltet von:

AGV Seminare


Veranstaltungsort:

- der genaue Ort wird vom Veranstalter nachbenannt -

30159 Hannover


Kontakt:

Herr Goldt / Frau Katzwedel
T.: 03 31 28 12 89 19
M.: mail@agv-seminare.de


Zielgruppe(n):
Berufsträger

Weitere Veranstaltungen:

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