Kontakt

Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften
Heger-Tor-Wall 14
49069 Osnabrück

Fakten

NC im WS 2017/2018: zulassungsfrei
Studenten an der Fakultät: 2.150
Hauptamtliche Professoren: 19
Honorarprofessoren: 18
Wiss. Mitarbeiter: 58

Quelle: Website der Fakultät (01/2018)

Kurzcheck

  • Kleine Uni mit gutem Betreuungsverhältnis
  • Durchschnittliche Schwerpunktnoten
  • Dank Universitätsprüfung 35 % Prädikatsexamina in der ersten juristischen Prüfung

Universitätsprüfung

Studienjahr 2015/16:
Teilnehmer: 105
Notendurchschnitt: 8,92 pt. 

Quelle: Bericht des DJFT 2017

Schwerpunktbereiche

 1.  Europäisches und Internationales Privatrecht und seine historischen Grundlagen
 2.  Deutsches und Europäisches Unternehmens- und Kapitalmarktrecht
 3.  Deutsches und Europäisches Recht des Wettbewerbs und des geistigen Eigentums
 4.  Europäisches Öffentliches Recht und seine Grundlagen
 5.  Deutsches und Europäisches Recht der öffentlichen Güter und Dienstleistungen
 6.  Deutsches und Europäisches Steuerrecht
 7.  Deutsches und Europäisches Wirtschaftsstrafrecht
 8.  Rechtspflege, Rechtsberatung und Rechtsgestaltung

Stand: Dezember 2017

Staatliche Pflichtfachprüfung

Die Note in der staatlichen Pflichtfachprüfung in Niedersachsen ergibt sich aus folgenden Leistungen:

Art der Leistung Anteil Gesamtnote
6 Klausuren 64%
mündliche Prüfung 36%

Quelle: Ausbildungsstatistik des BfJ, Stand: November 2017

Erste juristische Prüfung

In Niedersachsen erreichen im staat­lichen Teil etwa 15 % der Prüflinge ein Prädikats­examen. Die Durchfall­quote liegt im Bundes­durch­schnitt.

Universität Osnabrück und juristische Fakultät

 

Die Universität Osnabrück wurde 1974 gegründet. An ihr sind rund 14.000 Studenten eingeschrieben. Die Uni ist einer der größten regionalen Arbeitgeber mit etwa 1.700 Beschäftigten.

Die 1974 gegründete Hochschule sieht sich in der Tradition Jesuitenuniversität "Academia Carolina Osnabrugensis", die im 17. Jahrhundert in der Stadt errichtet worden war, aber nach wenigen Jahren von schwedischen Besatzern wieder geschlossen wurde.

Rahmenbedingungen

Rund 2.000 Studierende sind in Osnabrück für Rechtswissenschaften eingeschrieben. Jedes Jahr nehmen rund 400 Erstsemester ein Jurastudium in Osnabrück auf. Die Hochschule wirbt mit einem günstigen Betreuungsverhältnis von Studierenden zu Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern.

Wissenschaft und Lehre sind wirtschaftsrechtlich und europarechtlich ausgerichtet. Erstis lernen in einer Einführungswoche Uni, Studienablauf und Stadt kennen. Während ihrer ersten Semester wird der Vorlesungsstoff in kleinen Arbeitsgemeinschaften nachbereitet.

Examenskandidaten steht ein Universitätsrepetitorium offen. Ergänzt wird es durch einen wöchentlichen Examensklausurenkurs, einen zweimal jährlich stattfindenden Intensivklausurenkurs sowie eine Simulation der mündlichen Prüfung.

Uni und Fakultät bieten ein breites Fremdsprachenspektrum an. Juristen können fachspezifisches Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch oder Spanisch lernen. Darüber hinaus gibt es allgemeine Fremdsprachenkurse u.a. in Chinesisch, Russisch oder Japanisch.

Die Universität Osnabrück entsendet Teams zu verschiedenen Moot Courts. Sie nehmen teil am European Law Moot Court, am Moot Court des Bundesfinanzhofs, einem Moot Court im internationalen Steuerrecht, dem Willem C. Vis Moot Court und am arbeitsrechtlichen Moot Court des Bundesarbeitsgerichts. Fakultätsintern wird ein verfassungsrechtlicher Moot Court ausgetragen.

Nach dem erfolgreichen Bestehen der ersten juristischen Prüfung verleiht der Fachbereich Rechtswissenschaften in Osnabrück den Hochschulgrad "Diplom-Jurist (Dipl.-Jur.)".

In Niedersachsen waren pro Semester Gebühren von 500 Euro fällig. Seit dem Wintersemester 2014/15 werden diese nicht mehr erhoben. Osnabrücker Studenten zahlen lediglich einen Semesterbeitrag von rund 280 Euro. Darin enthalten sind Kosten für ein Semesterticket, mit dem Studierende den Nahverkehr in Osnabrück und den Regionalverkehr der Deutschen Bahn in Niedersachsen nutzen dürfen.

Lage in der Stadt

Die Hochschule hat keinen zentralen Campus, sondern liegt an zwei Stellen in der Stadt. Verwaltung, juristische Fakultät sowie Geistes- und Wirtschaftswissenschaften befinden sich im bzw. um das Schloss Osnabrück im Zentrum. Auf dem Westerberg westlich des Zentrums befinden sich Natur- und Humanwissenschaften. Die Hochschule bezeichnet sich als "Uni der kurzen Wege". Beide Standorte liegen ca. 20 Minuten Fußweg auseinander.

 

Weitere Studienangebote

Neben dem Studiengang Rechtswissenschaften bietet die Uni Osnabrück einen Bachelorstudiengang Wirtschaftsrecht LL.B. an, der auf eine Tätigkeit an der Schnittstelle von Recht und Wirtschaft vorbereiten soll.

Außerdem bietet die Uni zwei Master-Studiengänge an. Neben dem LL.M. in Wirtschaftsstrafrecht können Absolventen einen Mastertitel im Steuerrecht ("Taxation") erwerben. Dieser Studiengang deckt das gesamte deutsche Steuerrecht sowie Grundlagen des internationalen Steuerrechts ab.

Studentische Initiativen

Die Studentenorganisation "AEGEE Europe" hat europaweit über 13.000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung eines vereinten Europas. AEGEE-Mitglieder aus Osnabrück nehmen an Veranstaltungen in ganz Europa teil. Auf dem Programm stehen zum Beispiel Sommeruniversitäten, Workshops oder Reisen.

Die Amnesty International Hochschulgruppe setzt sich für Menschenrechte ein. Sie schreibt "Briefe gegen das Vergessen", gestaltet eine Filmereihe oder sammelt Unterschriften für verschiedene Aktionen.

Wer erste Erfahrungen in der Wirtschaft und Finanzmärkten sammeln will, kann sich im Akademischen Börsen- und Investmentverein engagieren oder bei der studentischen Unternehmensberatung StudenTop mitmachen.

Die NABU-Gruppe der Uni Osnabrück betreibt Guerilla Gardening, errichtet auf dem Uni-Gelände Bienenkästen und Nistkästen für Tiere oder unternimmt naturkundliche Exkursionen.

Jura-Studenten treffen sich in der lokalen ELSA-Gruppe und sammeln Erfahrungen in berufsrelevanten Bereichen wie Organisation, Marketing und Teamarbeit. Nicht zuletzt bauen sie bereits während ihres Studiums ein Netzwerk zu engagierten Kommilitonen auf.

Argumentieren und freies Sprechen üben die Mitglieder des Osnabrücker Debattierclubs bei ihren wöchentlichen Treffen.

Leben in Osnabrück

 

Mit rund 160.000 Einwohnern ist Osnabrück die viertgrößte Stadt Niedersachsens. Über 18.000 Studierende an Universität und Hochschulen prägen das Leben vor Ort. Die Stadt liegt an der Hase, einem Nebenfluss der Ems, zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge.

Osnabrück ist Dom- und Bischofsstadt mit einer historischen Altstadt. Hier steht das Rathaus des Westfälischen Friedens zwischen Fachwerkhäusern, Gebäuden aus dem Rokoko und dem Klassizismus.

Wohnen in Osnabrück

Studenten leben bevorzugt in den Osnabrücker Stadtteilen Wüste, Weststadt, oder Katherinenviertel. Mit Fahrrad oder Bus ist die Uni aber auch von jedem anderen Stadtteil aus in kurzer Zeit erreichbar.

Die Mietpreise in Osnabrück sind relativ günstig und liegen zwischen fünf bis sieben Euro pro Quadratmeter für größere Wohnungen und sieben bis neun Euro pro Quadratmeter für kleine Apartments. Ein WG-Zimmer kostet im Schnitt 280 Euro.

Das Studentenwerk Osnabrück bietet rund 1.700 Plätze Wohnheimplätze an. Neben Wohnheimen typischer Anmutung verfügt das Studentenwerk auch über besondere Immobilien. So hat es eine alte Fabrik für 290 Bewohner umgebaut oder einen Bauernhof für 58 Bewohner eingerichtet. Es betreibt außerdem die nach eigener Auskunft "kleinsten Studentenwohnheime Deutschlands". Ein Gartenhaus Bürgerpark bietet Platz für 2 Bewohner und ein Fachwerktürmchen auf der Stadtmauer hat sogar nur einen Bewohner. Die Zimmer bzw. Apartments kosten ab 160 Euro pro Monat. Wer zu Studienbeginn eine Übergangslösung sucht, kann sich an die Osnabrücker Mitwohnzentrale "zweitraum" wenden.

Kultur und Freizeit

Für eine relativ kleine Stadt hat Osnabrück eine lebendige studentische Szene. In der Innenstadt gibt es zahlreiche Cafés, Clubs und Kneipen. Filmprogramm von Blockbuster bis Arthouse gibt es in vier Kinos mit insgesamt 22 Leinwänden. Die städtischen Kulturzentren Haus der Jugend und Lagerhalle bieten ein Programm mit Konzerten, Kabarett, Comedy und Lesungen.

Auf dem Kulturkalender der Stadt stehen laufend Aufführungen an den städtischen Bühnen und Konzerte des Osnabrücker Symphonieorchesters. Jedes Jahr findet das European Media Art Festival statt, eine der größten Veranstaltungen im Bereich Medienkunst in Europa. Während der Maiwoche spielen über 150 Bands und Künstler auf mehreren Bühnen in der Osnabrücker Innenstadt.

An der Universität können Studierende in Universitätschor, Kammerchor, Collegium musicum oder Big Band mitwirken. Das Zentrum für Hochschulsport bietet zahlreiche Sportarten an, unter anderem Tauchen, Fechten, Golf oder Yoga.

Die bei Osnabrück nicht kommerziell schiffbare Hase bietet Freizeitsportlern die Möglichkeit zu Rudern oder Kanu zu fahren. Die Stadt liegt außerdem inmitten des Naturparks TERRA.vita im Teutoburger Wald mit guten Wanderwegen.

Spitzensport bieten unter anderem die Fußballer vom VfL Osnabrück, die in den letzten Jahren zwischen zweiter und dritter Bundesliga pendeln. Die Artland Dragons aus dem nahen Quakenbrück spielen in der ersten Basketball-Bundesliga.