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Stellenangebote für Patent-, Notar- und Rechtsanwaltsfachangestellte

 

Was ist das Einsatzgebiet der ReNo - Fachangestellten (w/m)?

Als Rechtsanwaltsfachangestellte arbeitet man klassischerweise in einer Anwaltskanzlei. In größeren Kanzleien arbeitet man dabei oft im Team und ist für mehrere Anwälte zuständig. Alternativ kann man als Rechtsanwaltsfachangestellte aber auch für Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Versicherungen, Banken oder Inkassobüros tätig sein.

Als Notarfachangestellte ist man klassischerweise in Notariaten tätig. Auch in kombinierten Rechtsanwaltskanzleien mit Notariat oder Immobilienunternehmen, sowie bei Banken oder Versicherungen ist eine Anstellung möglich.

Ist auch Interesse am Aufgabengebiet der Rechtsanwaltsfachangestellten vorhanden, kann man den Beruf mit der Notarfachangestellten verbinden. Es handelt sich bei der Ausbildung Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte um eine Kombination beider Berufsbilder.

 

Was verdient eine Fachangestellte (w/m)?

Bei Rechtsanwaltsfachangestellten beträgt das Gehalt im 1. Ausbildungsjahr zwischen € 310 und 810 Euro. Im 2. Ausbildungsjahr kann man zwischen € 435 bis € 860 verdienen. Das 3. Ausbildungsjahr wird mit Beträgen zwischen € 520 bis € 850 vergütet.

Nach der Ausbildung kann man durchschnittlich – je nach Erfahrung, Arbeitsstelle und Bundesland zwischen 1.500 Euro und 1.800 Euro brutto im Monat verdienen.

Je nach Zusatzausbildung, bspw. zum Rechtsfachwirt, kann sich das Gehalt noch auf mehr als 2.000 Euro brutto im Monat erhöhen.

Eine Notarfachangestellte kann im 1. Ausbildungsjahr zwischen 400 und 850 Euro verdienen. Im 2. Ausbildungsjahr liegt die Vergütung zwischen 450 und 950 Euro. Das Gehalt im 3. Ausbildungsjahr beträgt in der Regel zwischen 550 und 1.050 Euro.

Im Anschluss an die Ausbildung kann mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.560 und 2.000 € (brutto) gerechnet werden.

 

Welche Aufgaben erledigt eine Fachangestellte (w/m)?

Zu den typischen Aufgaben einer Rechtsanwaltfachangestellten gehört es, Besprechungstermine mit Mandanten zu vereinbaren, Akten und Register zu führen sowie Termine, Fristen und Wiedervorlagen zu überwachen. Darüber hinaus fertigt man Schriftsätze für die Anwälte an oder bereitet Schriftstücke für Mahnverfahren oder Zwangsvollstreckungen vor. Auch die Berechnung von Gebühren, Forderungen und Fristen fällt üblicherweise in den Aufgabenbereich einer Rechtsanwaltsfachangestellten.

Die Hauptaufgabe der Notarfachangestellten ist die Unterstützung von Notaren und Notarinnen bei Dienstleistungen im rechtlichen Bereich. Dazu gehören allgemeine organisatorische und kaufmännische Tätigkeiten, wie vorbereitende und begleitende Aufgaben bei der Beurkundung von Rechtsgeschäften auf dem Gebiet der vorsorgenden Rechtspflege, beispielsweise beim Haus- und Wohnungskauf, Ehevertrag oder einer Vorsorgevollmacht. Des Weiteren muss Kontakt zu Gerichten und Behörden gehalten, Information eingeholt, Beurkundungsaufträge entgegen genommen und Besprechungen vorbereitet werden. Die Korrespondenz mit Mandanten, Gerichten und Banken, die Einhaltung von Fristen und Terminen sowie Rechnungsstellungen gehören ebenfalls zum Aufgabenfeld.

 

Wie läuft die Ausbildung ab?

Bei der Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten handelt es sich um eine sogenannte duale Ausbildung, d.h. man arbeitet nicht nur in einer Kanzlei, sondern besucht auch in regelmäßigen Abständen die Schule. Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre.

Die Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten fällt in die Kategorie der kaufmännischen Ausbildung. Typische Inhalte einer solchen Ausbildung sind Buchführung, Allgemeine Wirtschaftslehre, Deutsch, Mathe und das Erlernen von Daten- und Textverarbeitung.

Darüber hinaus hat man berufsspezifische Fächer wie Allgemeine Rechtslehre, Kosten- und Gebührenrecht oder Verfahrens- und Zwangsvollstreckungsrecht. Spätestens zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres legt man eine Zwischenprüfung ab. Im dritten Lehrjahr geht es vor allem um die Anwendung des Erlernten sowie darum Routine zu gewinnen.

Abschließend legt man eine Prüfung vor der Rechtsanwaltskammer ab. Diese Prüfung richtet sich nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Rechtsanwaltsfachangestellten, zum/zur Notarfachangestellten, zum/zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten und zum/zur Patentanwaltsfachangestellten (ReNoPat-Ausbildungsverordnung – ReNoPatAusbV)“ und besteht aus einem schriftlichen und mündlichen Teil.

Im schriftlichen Teil erhält man Aufgaben aus den Bereichen Recht, Wirtschafts- und Sozialkunde, Rechnungswesen, fachbezogene Informationsverarbeitung, Zivilprozessrecht und Rechtsanwaltsvergütungsrecht.

Die Ausbildung zur Notarfachangestellten ist ebenfalls eine duale Ausbildung, d.h. es ist eine Kombination aus Arbeit im Notariat und Berufsschule. Insgesamt dauert die Ausbildung drei Jahre, man kann sie aber auch auf zweieinhalb oder zwei Jahre verkürzen.

In der Berufsschule werden Fächer wie Deutsch, Mathe, Englisch sowie Wirtschaft- und Sozialkunde und Recht gelehrt. Zusätzlich lernt man berufsspezifische Themen wie Grundlagen zum Familien- und Erbrecht.

Das erste Jahr der Ausbildung verläuft analog zur Ausbildung der Rechtsanwaltsfachangestellten. In den darauf folgenden Jahren werden die Lerninhalte auf die entsprechenden Tätigkeitsfelder angepasst.

Sind anderthalb Jahre der Ausbildung geschafft, muss eine Zwischenprüfung abgelegt werden, die schriftlich erfolgt. Sie dient dazu, den aktuellen Wissensstand herauszufinden, Durchfallen ist hier also nicht möglich. Allerdings ist die Teilnahme Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung. Diese besteht sowohl aus einem mündlichen als auch aus einem schriftlichen Teil am Ende der Ausbildung. Die zuständige Kammer ist die ist die Notarkammer bzw. Notarkasse.

 

Welcher Schulabschluss wird für diesen Beruf benötigt?

Ein konkreter Schulabschluss für den Beruf der Rechtsanwaltsfachangestellten nicht benötigt. Gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz hat man mit einem mittleren Schulabschluss, aber es gibt auch Arbeitgeber, die Rechtsanwaltsfachangestellte ohne einen Schulabschluss oder mit einem Hauptschulabschluss ausbilden.

Für den Beruf der Notarfachangestellten wird ebenfalls kein konkreter Schulabschluss vorausgesetzt. Jedoch werden in der Praxis meistens Schulabgänger mit allgemeiner Hochschulreife eingestellt. Das heißt jedoch nicht, dass man mit niedrigeren Abschlüssen keinen Ausbildungsplatz finden kann.

 

Welche Eigenschaften muss man für den Beruf mitbringen?

Die Tätigkeiten einer Rechtsanwaltsfachangestellten erfordern insbesondere organisatorische Fähigkeiten, Sorgfalt, mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen und Kundenorientierung.

Darüber hinaus muss man oftmals sehr flexibel sein, bspw. wenn es um die Vereinbarung von Mandantenterminen oder die Einhaltung bestimmter Fristen geht. Schließlich spielt auch Verschwiegenheit – gerade in Bezug auf den Umgang mit mandantenbezogenen Informationen – eine gewichtige Rolle.

Als Notarfachangestellte sind Flexibilität und organisatorische Fähigkeiten für die Erledigung der täglichen Aufgaben erforderlich. Sorgfalt und Verschwiegenheit sowie Kundenorientierung sind ebenfalls sehr wichtig. Man sollte außerdem ein gutes Ausdrucksvermögen haben, sowohl mündlich als auch schriftlich.