Versicherungsrechtrss

Nachrichten

OLG Hamm zum Fallschirmsport

Versicherung haftet für verunglückten Passagier

Ein 48-Jähriger war bei einem Absetzflug für einen Fallschirmsprung aus der Maschine gerissen worden. Der Mann war ohne Sprungabsicht mitgeflogen. Er überlebte den Sturz schwer verletzt. Die Luftfahrthaftpflichtversicherung der Fallschirmschule muss nun für den Unfall haften, erklärte das OLG in einem am Mittwoch bekannt gewordenen Urteil. mehr

Nachrichten

BGH zu Rechtsschutzversicherungen

"Effektenklausel" und "Prospekthaftungsklausel" unwirksam

Rechtsschutzversicherungen dürfen in ihren AGB nicht vereinbaren, etwa die Kosten für Streitigkeiten über den Kauf von Aktien oder die Beteiligung an Immobilienfonds nicht zu übernehmen. Solche Klauseln seien nicht hinreichend transparent, entschied der BGH am Mittwoch. Zahlreichen Geschädigten der "Lehman-Pleite" war deswegen eine Kostenübernahme verweigert worden. mehr

Job & Karriere

Rentenversicherungspflicht

Nicht jeder Syndikusanwalt darf raus

Anwältin (Symbolbild)

Seit vier Jahren streitet sich die Deutsche Rentenversicherung mit Unternehmensjuristen über deren Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht zugunsten einer Mitgliedschaft im Versorgungswerk der Rechtsanwälte. Das LSG Baden-Württemberg entschied nun, dass eine Befreiung grundsätzlich möglich ist, formuliert dafür aber zu hohe Hürden, meint Martin W. Huff. mehr

Hintergründe

Rückwirkung des EuGH-Unisex-Urteils

Versicherer fürchten Millionenschäden

Unisex-Schild an Wand

Versicherungen dürfen ihre Tarife nicht mehr vom Geschlecht ihres Vertragspartners abhängig machen, entschied der EuGH bereits im März 2011. Seit Dezember verzögert sich die Umsetzung der Entscheidung. Derweil streiten Rechtsexperten darüber, ob die Entscheidung nicht sogar Rückwirkung entfaltet. Trotz nebulöser Formulierungen im Urteil halten Christoph Ballmaier und Hendrik Häußler davon nichts. mehr

Nachrichten

LSG Berlin-Brandenburg zu Sturz über eigene Türschwelle

Gehst Du noch oder fällst Du schon?

Fällt der Versicherte bei einem Sturz aus seinem Haus vor die Haustür, kann das als Arbeitsunfall versichert sein. Dies entschied das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg in einer kürzlich veröffentlichten Entscheidung - ob man durch die Tür fällt oder geht, soll als "unnötige Zufälligkeit" nicht relevant sein. mehr

Nachrichten

SG Frankfurt zum Versicherungsschutz

Kuhrettung Arbeitsunfall oder Gefälligkeit?

Kühe

Die dramatische Rettung einer Kuh hat in Frankfurt die Gerichte beschäftigt. Das Tier drohte zu ersticken, der Bruder des Landwirts griff ein und wurde dabei verletzt. Das SG Frankfurt gab am Donnerstag bekannt: Auch wenn der Bruder nicht auf dem Hof arbeitete, handelte es sich um einen Arbeitsunfall, denn bei Unglücksfällen gelten andere Regeln. mehr

Nachrichten

LSG Niedersachsen zur Unfallversicherung

Privates Treffen auf Geschäftsreise schließt Schutz nicht aus

Autounfall

Ein wenige Stunden dauerndes privates Treffen während einer mehrtägigen Geschäftsreise führt nicht dazu, dass der Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung endgültig verloren geht. Dies geht aus einem am Donnerstag bekannt gegebenen Urteil des LSG hervor. mehr

Nachrichten

Unisex-Tarife bei Lebensversicherungen auf Eis

Bundesrat ruft Vermittlungsausschuss an

Die von der schwarz-gelben Koalition geplanten Abschläge bei Lebensversicherungen haben vorerst keine Rechtsgrundlage. Der Bundesrat rief am Freitag wegen des entsprechenden Begleitgesetzes für einen einheitlichen bargeldlosen Zahlungsverkehr in Europa, in dem diese Änderungen bei Versicherungen geregelt werden, den Vermittlungsausschuss an. Das Gesetz soll die Beteiligung der Versicherten an den zurzeit besonders hohen Bewertungsreserven für festverzinsliche Wertpapiere künftig begrenzen. mehr

Hintergründe

RA-Kammer darf Mandant über Versicherung informieren

Nur Querulanten kann die Auskunft verweigert werden

Rechtsanwalt (Symbolbild)

Rechtsanwälte müssen sich versichern, ansonsten verlieren sie ihre Zulassung. Nicht immer möchten sie ihren Mandanten aber mitteilen, wo sie versichert sind – niemand soll vom möglichen Haftungsfall erfahren. Dass ein Mandant im Zweifel aber auch die Kammer um Auskunft bitten kann, stellte der BGH nun klar. Ein Urteil, das auch die Versicherungen freuen wird, meint Martin W. Huff. mehr

Nachrichten

BGH zur Informationspflicht gegenüber Versicherungen

Strafbarkeit der Fahrerflucht schützt nur Geschädigten

§ 142 StGB schützt das Aufklärungsinteresse des Geschädigten, nicht das der Versicherung des Schädigers. Das entschied der BGH am Mittwoch und widersprach damit den Vorinstanzen. Informiert der Unfallverursacher unverzüglich seine Versicherung, kann diese sich einer Schadensregulierung auch dann nicht verweigern, wenn sich der Versicherer gemäß § 142 StGB strafbar gemacht hat. mehr

Versicherungsrecht – seine wesentlichen Inhalte, Rechtsquellen und Anfänge

Das Versicherungsrecht ist - auch bedingt durch die Vielzahl der Versicherungsarten - ein umfangreiches Rechtsgebiet, in dessen Zentrum der Versicherungsvertrag steht. Zu den einzelnen Versicherungsarten im Versicherungsrecht gehören die Lebensversicherung, die Krankenversicherung und die Kompositversicherung, die unterteilt wird in Sachversicherungen, Haftpflichtversicherungen, Unfallversicherung, Kreditversicherung, Reiseversicherung und die Berufsunfähigkeitsversicherung. Ein weiterer Bereich sind die Rechtsschutzversicherungen, die für unterschiedliche Sachverhalte und Berufsgruppen angeboten werden.

Das Versicherungsrecht und sein Zentrum: Der Versicherungsvertrag

Im Mittelpunkt des Versicherungsrechts steht der Versicherungsvertrag, der das Versicherungsverhältnis begründet. Inhaltlich ist er darauf ausgerichtet, dass der Versicherer dem Versicherungsnehmer gegen Zahlung einer Prämie Versicherungsschutz gewährt. Wer als Versicherer ein Versicherungsgeschäft betreibt, unterliegt besonderen handelsrechtlichen, aufsichtsrechtlichen und gesellschaftsrechtlichen Vorschriften. Aufgrund seiner großen volkswirtschaftlichen Bedeutung und wegen seiner besonderen Spezialität im Versicherungsrecht gibt es seit 1908 das Gesetz über den Versicherungsvertrag, das sogenannte Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Als Spezialnorm hat es Vorrang vor den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Neben dem VVG, den im Versicherungsvertrag enthaltenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und dem BGB bestimmen auch das Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) und das Handelsgesetzbuch (HGB) die Inhalte des Versicherungsvertrags, indem sie dem Versicherer rechtliche und wirtschaftliche Grenzen bei der Vertragsgestaltung setzen.

Die Anfänge des Versicherungsrechts

Bereits im Mittelalter gab es im Bereich des Brandschutzes ersten Versicherungsschutz. Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts lag die Versicherung mobiler Güter in Deutschland nahezu vollständig in Händen französischer und englischer Versicherungsgesellschaften. Das änderte sich 1820 mit der Gründung der Gothaer Feuerversicherungsbank und der 1827 gegründeten Gothaer Lebensversicherungsbank. Etwas später folgten weitere Versicherungsgesellschaften in den klassischen Versicherungssparten Feuer-, Lebens- und Transportversicherung.

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Veranstaltungen und Seminare

14.06.2013 - 14.06.2013, KoblenzSchwachstellen in der Anwaltskanzlei

12.09.2013 - 13.09.2013, Speyer5. Speyerer Tage zum Friedhofs- und Bestattungsrecht

18.09.2013 - 21.09.2013, Brühl20. Deutscher Familiengerichtstag 2013

31.10.2013 - 02.11.2013, BerlinInsolvenzverwalterkongress 2013

21.11.2013 - 23.11.2013, KarlsruheHerbsttagung der Arbeitsgemeinschaft Familienrecht

LTO-Quiz: Einstellungstests bei Journalistenschulen

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Heribert Prantl, Claus Kleber und Ulrich Wickert sind nur drei Beispiele für Juristen, die vor allem durch ihre journalistische Tätigkeit bekannt wurden. Genau wie sie damals liebäugeln auch heute viele Rechtswissenschaftler mit einem Job im Bereich der Medien. Doch der Arbeitsmarkt in diesem Sektor ist hart umkämpft. Ohne eine journalistische Zusatzausbildung bleibt vielen der Zugang versperrt. Dementsprechend bietet sich der Besuch einer der renommierten Journalistenschulen an. Der Pferdefuß: Diese nehmen längst nicht jeden Bewerber! Prüfen Sie anhand von 15 teilweise geringfügig modifizierten Fragen aus den vergangenen Einstellungstests der Henri-Nannen-Schule und der Axel-Springer-Akademie, ob Sie wissenstechnisch mit den Nachwuchsredakteuren mithalten können. Übrigens: Einige der folgenden Fragen waren in den Originaltests reine Wissensfragen ohne Ankreuzmöglichkeit!

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