Donnerstag, 23.10.2014

Steuerrechtrss

Hintergründe

Föderale Finanzreform

Steuerwettlauf zwischen den Bundesländern

Bundesländer

Müssen Berliner bald mehr Steuern zahlen als Bayern? Die Reformvorschläge des Bundes, nach denen jedes Bundesland den Einkommensteuersatz autonom festlegen soll, könnten darauf hinauslaufen. Finanzstarke Bundesländer befürworten den Vorschlag, finanzschwache äußern Kritik. Eine Steuerrevolution ist aber nicht zu erwarten, meint Dennis Klein. mehr

Hintergründe

BVerwG sieht "erdrosselnde Wirkung"

Der Kampf um die Kampfhundesteuer

Rottweiler

Eine Kampfhundesteuer von 2.000 Euro pro Jahr kommt einem Verbot der Kampfhundehaltung gleich. Das entschied das BVerwG am Mittwoch und konstatierte erstmals eine "erdrosselnde Wirkung". Zur Begründung stellt das Gericht auf die durchschnittlichen sonstigen Haltungskosten und die Steuer für Nicht-Kampfhunde ab. Viel Erkenntniswert bringt das nicht, finden Anja Balitzki und Christina Bick. mehr

Nachrichten

BFH zu Einkünften aus Kapitalvermögen

Keine nachträglichen Werbungskosten ab 2009

Nach einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil des BFH können Schuldzinsen, die für die Anschaffung einer im Privatvermögen gehaltenen wesentlichen Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft anfallen, nach der Veräußerung dieser Anteile nicht mehr als nachträgliche Werbungskosten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen in Ansatz gebracht werden. Dies gelte jedenfalls für den Zeitraum ab 2009, da der Gesetzgeber diese Möglichkeit durch die Einführung der Abgeltungsteuer für private Kapitalerträge ausgeschlossen habe. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Noerr

Commerzbank-Jurist wechselt zu Noerr

Christian Becker-Pennrich

Noerr erweitert den Fachbereich Tax, Advisory & Private Clients. Zum 1. Oktober nahm Christian Becker-Pennrich seine Tätigkeit als Associated Partner am Standort Düsseldorf auf. mehr

Nachrichten

FG Rheinland-Pfalz zu Schiedsrichtern

Ohne Markt keine Gewerbesteuer

Unparteiische, die Spiele der Fußball-Bundesliga oder auch international leiten, unterliegen nicht der Gewerbesteuer. Denn damit beteilige sich der Schiedsrichter nicht am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr. Einen Markt für Schiris gebe es schlicht nicht, so das Urteil. mehr

Studium & Referendariat

Steuersparmodell Erstausbildung

Schäuble will BFH-Schlupfloch schließen

Zwei Menschen in Yoga-Pose

Schnell noch eine Ausbildung zum Yoga-Lehrer machen, bevor man sich ans teure Jurastudium begibt? Und dann die Kosten für diese "Zweitausbildung" Jahre später von der Steuer absetzen - der BFH macht's möglich. Der Fiskus will jetzt nachbessern – zum dritten Mal. Ob es diesmal klappen wird, erklärt Dennis Klein. mehr

Nachrichten

FG Rheinland-Pfalz zu Bundesliga im TV

Profi-Fußballer kann Premiere-Abo nicht absetzen

Für die Mehrheit der Zuschauer ist Fußball im Pay-TV reiner Genuss und hat wenig mit dem Job zu tun. Das gilt selbst für Profi-Fußballer, teilte das FG am Montag mit. Ein Kicker kann die 120 Euro für sein Jahresabo nicht als Werbekosten geltend machen.

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Nachrichten

Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung

Kabinett billigt schärfere Regeln

Die Bundesregierung hat am Mittwoch den Gesetzesentwurf abgesegnet, nach dem sich Steuerbetrüger nur noch unter strengeren Bedingungen strafbefreit selbst anzeigen dürfen. Die Regelungen sollen ab 2015 gelten. Eine Selbstanzeige wird damit vor allem teurer. mehr

Nachrichten

Hessisches FG zum Versorgungsausgleich

Geschiedene müssen Zahlungen nicht versteuern

Soll nach einer Scheidung der Versorgungsausgleich durch Ausgleichszahlungen verhindert werden, so unterliegen diese nicht der Einkommensteuer. Diese Entscheidung erstritt eine Frau aus Hessen vor dem FG in Kassel. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Allen & Overy

KPMG-Partner stärkt das Steuerrechtsteam

Dr. Marcus Helios

Allen & Overy baut ihre Steuerrechtspraxis mit Marcus Helios aus. Helios kommt von KPMG wo er seit 2010 als Partner tätig ist. Er wird im Düsseldorfer Allen-Overy-Büro arbeiten, das genaue Eintrittsdatum steht aber noch nicht fest. mehr

Nachrichten

BFH zu Bau von behindertengerechtem Haus

Grundstückskosten keine außergewöhnlichen Belastungen

Höhere Kosten für ein behindertengerechtes Wohnumfeld sind in aller Regel von der Einkommenssteuer abzugsfähig. Nicht jedoch die Aufwendungen für ein größeres Grundstück. Denn das habe nicht zwangsläufig etwas mit der Behinderung zu tun, entschied der BFH. mehr

Hintergründe

Geplante Reform im Steuerrecht

Die Selbstanzeige wird teuer

Selbstanzeige (Symbolbild)

Die Selbstanzeige von Steuerstraftätern ist spätestens seit dem Fall von Uli Hoeneß zu einer breit diskutierten Gerechtigkeitsfrage geworden, die auch in politischen Reformbestrebungen mündete. Uwe Hellmann stellt den aktuellen Gesetzentwurf vor, der die Voraussetzungen an eine erfolgreiche Selbstanzeige verschärft – und ihre Kosten erhöht. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Esche Schümann Commichau

Unternehmensteuerpraxis wächst mit neuem Partner

Daniel Fengler

Zum 1. Oktober verstärkt der Steuerberater Daniel Fengler als neuer Partner die multidisziplinäre Kanzlei Esche Schümann Commichau in Hamburg. Fengler kommt von Alpers & Wessel, wo er Salary Partner ist.  mehr

Kanzleien & Unternehmen

King & Wood Mallesons SJ Berwin

Neuzugang für die Bereiche Fonds und Steuerrecht

King & Wood Mallesons SJ Berwin baut ihre Internationale Fonds- und Steuerrechtspraxis in Deutschland weiter aus. Dazu wechselte Lutz Boxberger von der Kanzlei Weitnauer zum September als Counsel in das Münchener Büro der Kanzlei. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Schultze & Braun

Steuerberater schließen sich der Insolvenzkanzlei an

Die Steuerberatungskanzlei Ulrich & Wolf aus dem badischen Kehl hat sich mit Schultze & Braun zusammengeschlossen. Schultze & Braun ist vor allem für Restrukturierung und Insolvenzverwaltung bekannt, hat aber auch einen Geschäftsbereich Steuerberatung in Achern. mehr

Steuerrecht – das Recht zur Erhebung und Festsetzung von Steuern

Das Steuerrecht ist ein Sonderrecht des öffentlichen Rechts und besteht aus einer Reihe von Spezialgesetzen, die die Erhebung und Festsetzung von Steuern im Verhältnis zwischen den Hoheitsträgern – Bund, Länder und Gemeinden – und den Steuerpflichtigen zum Inhalt haben. Sie sind in der Abgabenordnung (AO) normiert und Bestandteile des Steuerverfahrensrechts, das die Abläufe bei der Durchführung der Besteuerung regelt. Inhalt des Steuerrechts sind außerdem Rechtsnormen, die die Finanzgerichtsbarkeit und die Steuerverwaltung betreffen. Nicht zum Steuerrecht gehören Vorschriften über die Steuergesetzgebung und die Verteilung des Steueraufkommens.

Gemeinschaftliche Steuern und Steuern auf der Ebene des Bundes, der Länder und Gemeinden

Im Steuerrecht wird unterschieden zwischen gemeinschaftlichen Steuern, Bundessteuern, Ländersteuern und Gemeindesteuern. Zu den gemeinschaftlichen Steuern zählen beispielsweise die Lohnsteuer, die Umsatzsteuer und die Abgeltungsteuer. Bundessteuern sind unter anderem die Tabaksteuer, der Solidaritätszuschlag, die Branntweinsteuer und die Stromsteuer. Zu den von den Bundesländern erhobenen Steuern gehören die Erbschaftsteuer, die Grunderwerbsteuer und die Steuer für Rennwetten und Lotterien. Gewerbesteuer und Grundsteuer sind Gemeindesteuern. Die Kirchensteuer wird zwar über die Finanzämter eingezogen, kommt aber nicht dem Staat zugute. Rechtsgrundlage sind neben einer Vielzahl an Bundesgesetzen auch kommunale Abgabengesetze auf Länderebene sowie Satzungen und Durchführungsverordnungen auf kommunaler Ebene.

Steuerrecht – ein Thema in jeder Epoche

Die Erhebung von Steuern zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte, angefangen vom alten Ägypten und der griechischen und römischen Antike über das Mittelalter bis in die Neuzeit. Vor allem im 19. Jahrhundert entwickelten sich in den souveränen deutschen Einzelstaaten zunächst unterschiedliche Steuergesetze. Nach und nach bildete sich unter dem Einfluss des klassischen Liberalismus der moderne Steuerstaat heraus.

Rechtsquiz zur Rechtssoziologie

Zugegeben – die Rechtssoziologie ist schon ein kleiner Exot in der deutschen Rechtswissenschaft. Eigentlich verwunderlich, denn das Recht ist ja ein großer Bestandteil unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit. Vielleicht gehören Sie aber ja zu den Glücklichen, die eine Rechtssoziologie-Vorlesung im Studium besuchen durften. Alle anderen dürfen sich natürlich auch durch das Quiz klicken und lernen, womit sich die Rechtssoziologie überhaupt beschäftigt, was Repeat Players sind und wann die meisten Ehen geschieden werden. Brillieren Sie mit diesem Wissen beim nächsten Juristenstammtisch!

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