Öffentliches Rechtrss

Nachrichten

EU-Ausländer dürfen an Bürgerentscheiden teilnehmen

Bayerischer VerfGH weist Klage gegen Wahlgesetz ab

EU-Ausländer mit Wohnsitz in Bayern dürfen weiterhin an kommunalen Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden teilnehmen. Dies entschied der Bayerische VerfGH mit am Montag veröffentlichten Urteil und wies damit die Klage mehrerer Privatpersonen gegen die bayerische Gemeindeordnung und das bayerische Wahlgesetz ab. mehr

Hintergründe

Recht der Vornamen

Jesus ist erlaubt, Satan nicht

Babybauch

"Adolf Hitler" und "JoyceLynn Aryan Nation" hat der rechtsradikale Amerikaner Heath Campbell zwei seiner Kinder getauft. Das ist zwar geschmacklos, aber erlaubt – zumindest in den USA. Doch wäre Ähnliches auch in Deutschland möglich? Dürfen Eltern "Sexmus Ronny", "Pumuckl" oder "Nelkenheini" wählen? Ein kleiner Ausflug ins Namensrecht. mehr

Nachrichten

VG Arnsberg zu Religionsgemeinschaften

Hindu-Tempelverein muss anerkannt werden

Der Hindu-Tempelverein aus Hamm muss als Religionsgemeinschaft anerkannt werden. Dies entschied das VG Arnsberg in einem am Freitag bekannt gegebenen Urteil und widersprach damit der Rechtsauffassung des Landes Land Nordrhein-Westfalen. Die Tempelgemeinschaft gelte mittlerweile in Deutschland und Europa als Repräsentant des Hinduismus insgesamt, begründete das Gericht seine Entscheidung. mehr

Hintergründe

Europaparlament beschließt Gemeinsames Asylrecht

"Wir bewältigen mehr Anträge als Griechenland"

EU-Fahne am Meer

Eigentlich sollte die Reform bereits Ende 2012 abgeschlossen sein, nun hat es bis Mitte 2013 gedauert. Der parlamentarische BMI-Staatssekretär Ole Schröder erläutert im LTO-Interview, warum Deutschland die Neufassung des europäischen Asylrechts verzögert hat, an einem Arbeitsverbot für Asylbewerber festhält und Abschiebungen an überforderte EU-Südstaaten nicht generell aussetzen will. mehr

Nachrichten

Erstmals in Deutschland

Muslimische Vereinigung als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt

Das Land Hessen hat der muslimischen Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen. Damit ist sie bisher die einzige in Deutschland ansässige muslimische Religionsgemeinschaft mit dem gleichen Rechtsstatus wie die christlichen Kirchen. mehr

Nachrichten

E-Government-Gesetz

Bundesrat macht Weg frei für Behördengänge per Mail

Bürger in Deutschland können ab Sommer 2014 einige Behördengänge auch elektronisch erledigen. Ein entsprechendes "E-Government-Gesetz" hat der Bundesrat am vergangenen Freitag verabschiedet. Der Bundestag hat dem Gesetz bereits zugestimmt. Das Gesetz sieht außerdem vor, dass Bundesbehörden ihre Akten digital führen und im Internet Informationen über den Bearbeitungsstand von Vorgängen anbieten müssen. mehr

Nachrichten

Nach Polizeikessel bei Demo in Frankfurt

Blockupy-Bündnis klagt vor dem VG

Der Polizei-Kessel bei der Blockupy-Demonstration in Frankfurt sorgt weiter für Wirbel. Der Innenminister verteidigt die "Umschließung". Die Opposition sieht das Demonstrationsrecht ausgehebelt und auch ein Dozent für Polizeirecht äußert Kritik. Inzwischen ermittelt die Justiz. mehr

Hintergründe

Drei-Prozent-Hürde bei den Europawahlen

Parlamentarische Rechenspiele

Das Europäische Parlament

Der Bundestag berät am Donnerstag darüber, mit der Mehrheit von CDU/CSU, SPD, FDP und den Grünen eine Drei-Prozent-Hürde für die Wahlen zum Europäischen Parlament einzuführen. Dabei hatte das BVerfG solche Sperrklauseln vor gut anderthalb Jahren noch für verfassungswidrig erklärt. Die parlamentarische Machtprobe dürfte kein glückliches Ende finden, meint Enrico Peuker. mehr

Hintergründe

Wer darf Gerichtsentscheidungen veröffentlichen?

VGH BaWü kippt Exklusivbelieferung von juris

Urteil des Bundesgerichtshofs

Über die Frage, ob und wie Gerichte ihre Entscheidungen veröffentlichen dürfen und müssen, wird seit Jahren gestritten. Profiteur der unklaren Rechtslage war bislang die juris GmbH, welche von den Bundesgerichten exklusiv beliefert wird. Dieser seit langem umstrittenen Praxis will der VGH Baden-Württemberg nun einen Riegel vorschieben. Martin W. Huff analysiert die Urteilsgründe. mehr

Nachrichten

Die Grünen wollen Fracking verbieten

Änderung des Bundesberggesetzes gefordert

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen wollen das sogenannte "Fracking", also die Gewinnung von unkonventionellem Erdgas mit Hilfe giftiger Chemikalien, verbieten. Mit einem entsprechenden Gesetzentwurf wollen sie das  Bundesberggesetz ändern. mehr

Öffentliches Recht – seine Inhalte und Rechtsquellen

Öffentliches Recht ist das Pendant zum Zivilrecht und gestaltet das Verhältnis des Bürgers zum Staat sowie die Rechtsbeziehung der Staatsorgane und der Verwaltungsorgane untereinander. Zum öffentlichen Recht zählen das Staatsrecht, das Verwaltungsrecht, das verwaltungsrechtliche Prozessrecht und das Staatskirchenrecht. Das Staatsrecht wird noch einmal untergliedert in Verfassungsrecht und Staatsorganisationsrecht, das Verwaltungsrecht in allgemeines und besonderes Verwaltungsrecht. Auch das im Strafgesetzbuch (StGB) normierte Strafrecht ist Teil des öffentlichen Rechts, weil es das Verhältnis zwischen Bürger und Staat betrifft. Sondermaterien wie Steuerrecht und das Sozialrecht sind ebenfalls Bestandteil des öffentlichen Rechts. Über die nationale Ebene hinausgehend gehören zum öffentlichen Recht auch das Europarecht und das Völkerrecht.

Öffentliches Recht und seine Rechtsquellen

Die Vorschriften des allgemeinen Verwaltungsrechts findet man im Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) sowie in entsprechenden Vorschriften der Länder sowie in den Verwaltungsvollstreckungsgesetzen des Bundes und der Länder. Im Bereich des besonderen Verwaltungsrechts gibt es auf Bundes- und auf Landesebene eine Vielzahl von Sondergesetzen, beispielsweise Polizei- und Ordnungsrecht sowie baurechtliche Vorschriften. Rechtsquellen des Staatsrechts sind das Grundgesetz (GG) sowie spezialgesetzliche Regelungen über die obersten Staatsorgane und das Wahlrecht, unter anderem die Geschäftsordnung des Bundestages, das Abgeordnetengesetz, das Bundeswahlgesetz und die Bundeswahlordnung.

Öffentliches Recht und seine Abgrenzung vom Privatrecht

Die Abgrenzung von Privatrecht und öffentlichem Recht ist umstritten und wird mit Hilfe von Theorien ermittelt. Nach der bevorzugt angewandten modifizierten Subjektstheorie handelt es sich um öffentliches Recht, wenn die in Rede stehende Norm ausschließlich einen Träger hoheitlicher Gewalt berechtigt oder verpflichtet. Nach der seltener vetretenen Subordinationstheorie liegt ein öffentlich-rechtliches Rechtsverhältnis vor, wenn ein Über- und Unterordnungsverhältnis gegeben ist.

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Veranstaltungen und Seminare
LTO-Quiz zum Namensrecht
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Erst kürzlich machte der TV-Moderator Dieter Moor Schlagzeilen damit, dass er mit seinem Vornamen unglücklich ist und diesen in Max abändern möchte. In den USA nannte ein Vater seinen Sohn Adolf Hitler. Ob das auch in Deutschland schon jemand versucht hat? Und was würden die Standesbeamten denn von "Pumuckl" oder "November" halten? In welchem Land dürfen die Eltern sich nicht nur den Vornamen, sondern auch den Nachnamen ihres Kindes aussuchen? Und wie viele Vornamen darf man in Deutschland eigentlich haben?

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