Medizinrechtrss

Nachrichten

Stellungnahme zur genetischen Diagnostik

Ethikrat fordert Einschränkung der PID

Der Deutsche Ethikrat hat im Auftrag der Bundesregierung eine Stellungnahme zur Zukunft der genetischen Diagnostik erarbeitet. Darin fordert er unter anderem verbesserte und EU-weite Maßnahmen zur unabhängigen Aufklärung von Verbrauchern sowie zum Patienten- und Verbraucherschutz. mehr

Nachrichten

VG Gießen zum Arzneimittelgesetz

Apothekerin darf keine Einkaufsgutscheine verteilen

Eine Apothekerin muss 750 Euro Geldbuße bezahlen, weil sie gegen die Vorschriften der Arzneimittel-Preisbindung verstoßen hat, urteilte das VG Gießen am Montag. Sie hatte in Zeitungsannoncen und Flyern damit geworben, jeder Kunde erhalte beim Einlösen eines Rezeptes einen Ein-Euro-Einkaufsgutschein. mehr

Nachrichten

Antibiotika in der Tiermast

Arzneimitteländerungsgesetz muss in den Vermittlungsausschuss

Das 16. Gesetz zur Änderung des Arzneimittelgesetzes, das den Einsatz von Antibiotika bei der Tierhaltung vermindern und für gesunde Lebensmittel sorgen soll, wird in den Vermittlungsausschuss verwiesen. Dies entschied der Bundesrat am Freitag. mehr

Nachrichten

Schmerzensgeldklage gegen Transplantationszentrum

Prozesskostenhilfe verfassungswidrig versagt

Ein Herzkranker hatte sich vergeblich darum bemüht, auf die Warteliste für die Organvermittlung zur Transplantation gesetzt zu werden. Auch sein Prozesskostenhilfeantrag für eine Schmerzensgeldklage blieb erfolglos. Das BVerfG hat der Verfassungsbeschwerde hiergegen nun stattgegeben. mehr

Nachrichten

Hessisches LSG zur Pille

Auch behinderte Frauen über 20 müssen selbst zahlen

Soweit ärztlich verordnet, haben Frauen bis zum vollendeten 20. Lebensjahr Anspruch auf Versorgung mit empfängnisverhütenden Mitteln. Ältere Versicherte müssen für die Pille selbst aufkommen, auch wenn sie eine geistige Behinderung haben. Das geht aus einem am Mittwoch bekannt gewordenen Urteil des LSG hervor. mehr

Hintergründe

Chef der Organspende-Kommission zur U-Haft für Arzt

"Hat mich nicht überrascht"

Operation

Ein halbes Jahr nach den ersten Meldungen zum Organspendeskandal sitzt nun der erste Transplantationsarzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt wegen versuchten Totschlags. Den Chef der Organspende-Kommission, Hans Lilie, wundert das gar nicht. Wieso er von der Rücksichtslosigkeit der Ärzte überrascht ist, von neuen Strafnormen aber nichts hält, erklärt er im LTO-Interview. mehr

Nachrichten

Harte Strafen für bestechliche Mediziner?

Leutheusser-Schnarrenberger erwägt Gesetz gegen Ärzte-Korruption

Die Rufe nach strengeren Regeln für korrupte Ärzte werden lauter - auch innerhalb der schwarz-gelben Koalition. Während Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) bislang noch bremst, erwägt Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) eine gesetzliche Regelung. mehr

Nachrichten

LSG Baden-Württemberg zu künstlicher Befruchtung

Genehmigung der Landesärztekammer ist kein Schutz vor Konkurrenz

Frauenärzte, die mit Zulassung der Landesärztekammer künstliche Befruchtungen durchführen, müssen es dulden, dass auch konkurrierende Ärzte eine solche Zulassung erhalten. Dadurch werde kein Mediziner in seinen eigenen Rechten verletzt, so der 5. Senat in einem am Mittwoch erlassenen Urteil. mehr

Hintergründe

Patientenrechtegesetz

Kein zweiter Pschyrembel

Patientengespräch

Der Gesetzgeber hat die Rechte der Patienten nicht neu erfunden. Die Beweislastumkehr beim groben Behandlungsfehler ist langjährige Rechtsprechungspraxis, ein Härtefallfonds für Ärztefehler wird nicht eingerichtet und so manch neuer Begriff ist eine Worthülse. Dennoch sollten Ärzte und Patienten einen Blick in den Teil des BGB werfen, der nun den Behandlungsvertrag regelt, meint Dominik Franzki. mehr

Hintergründe

Redaktioneller Fehler bei AMG-Novelle

Vollliberalisierung statt Strengregulierung

Arzneimittel

Der Gesetzgeber passt das deutsche Werberecht für Heilmittel an europäische Vorgaben an und sorgt mit einem unbedachten Pinselstrich für erhebliche Rechtsunsicherheit in der Heilmittel- und Kosmetikindustrie. Wie aus einer (ursprünglich gewollten) strengen Regulierung möglicherweise eine (nie gewollte) Vollliberalisierung wurde, kommentiert Gunnar Sachs. mehr

Medizinrecht – die Rechtsbeziehung zwischen Ärzten und zwischen Arzt und Patient

Medizinrecht ist der Oberbegriff für die rechtliche Ausgestaltung der Rechtsbeziehungen zwischen Ärzten und im Verhältnis zwischen Arzt und Patient. Zum Medizinrecht gehören öffentlich-rechtliche Regelungen, die die Berufsausübung als Arzt oder Zahnarzt definieren, und die im Meldewesen verankerte Pflicht, ansteckende Krankheiten zu melden. Zur rechtlichen Ausgestaltung der Beziehung zwischen Arzt und Patient gehören die Arzthaftung und das Recht der Honorierung von Privatpatienten, unter anderem nach der Gebührenordnung für Ärzte. Im Sozialversicherungsrecht finden sich weitere Bestimmungen über die Kassenzulassung und die Honorierung von Allgemeinpatienten. Zu diesen speziellen Regelungen gehören auch das in der Approbationsordnung geregelte allgemeine Berufsrecht und die Berufsordnungen der jeweiligen Landesärztekammer. Das kollegiale und rechtliche Verhältnis zwischen den Ärzten wird ausgestaltet durch das Arztwerberecht, das ärztliche Gesellschaftsrecht und das Recht der Praxisübertragung. Darüber hinaus gibt es weitere spezielle Regelungen über die Ausübung des ärztlichen Berufes, beispielsweise die Röntgenverordnung.

Das Medizinrecht und seine historischen Wurzeln

Tatsächlich reicht das Medizinrecht weit in der Geschichte zurück. Seit es Ärzte und andere Heilberufe gibt, ist es von Bedeutung, und so haben sich bereits die römischen Juristen mit medizinrechtlichen Fragen beschäftigt. Der noch heute von Medizinern geleistete hippokratische Eid stammt aus dem antiken Griechenland. Unter dem Stauferkönig Friedrich II. finden sich im Jahr 1231 Aufzeichnungen im Bereich des Medizinrechts, in denen der Beruf des Arztes von dem eines Apothekers formal getrennt wird. Da es an einer einheitlichen Reichsgesetzgebung auf dem Gebiet des Medizinrechts fehlt, gelten vorwiegend Regelungen auf territorialer Ebene, wobei den Städten eine Vorreiterposition zukommt. Im 14. Jahrhundert gibt es erste Medizinalordnungen und auch Apothekenordnungen, die Preise für Behandlungen und Medikamente festlegen.

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Veranstaltungen und Seminare

LTO-Quiz: Einstellungstests bei Journalistenschulen

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Heribert Prantl, Claus Kleber und Ulrich Wickert sind nur drei Beispiele für Juristen, die vor allem durch ihre journalistische Tätigkeit bekannt wurden. Genau wie sie damals liebäugeln auch heute viele Rechtswissenschaftler mit einem Job im Bereich der Medien. Doch der Arbeitsmarkt in diesem Sektor ist hart umkämpft. Ohne eine journalistische Zusatzausbildung bleibt vielen der Zugang versperrt. Dementsprechend bietet sich der Besuch einer der renommierten Journalistenschulen an. Der Pferdefuß: Diese nehmen längst nicht jeden Bewerber! Prüfen Sie anhand von 15 teilweise geringfügig modifizierten Fragen aus den vergangenen Einstellungstests der Henri-Nannen-Schule und der Axel-Springer-Akademie, ob Sie wissenstechnisch mit den Nachwuchsredakteuren mithalten können. Übrigens: Einige der folgenden Fragen waren in den Originaltests reine Wissensfragen ohne Ankreuzmöglichkeit!

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