Kartellrechtrss

Hintergründe

Einigung auf Kartellrechtsnovelle

Es geht um viel Geld

Geldhahn

Die Kartellrechtsnovelle passierte am Mittwoch den Vermittlungsausschuss. Das Gesetz wird damit wohl noch vor der Wahl in Kraft treten. Fusionen von gesetzlichen Krankenkassen wird das Bundeskartellamt danach nur schwer verbieten können und Gebühren für Trinkwasser unterfallen nicht mehr einer kartellrechtlichen Kontrolle. Ein Kompromiss zulasten der Rechtsklarheit, meint Axel Gutermuth. mehr

Hintergründe

Netzneutralität und das DSL-Limit der Telekom

Die Schotten nennen es "fair use policy"

Schnecke auf einer Computertastatur

Wer zu viele Daten überträgt, dem soll künftig die Internetverbindung gedrosselt werden. Es sei denn, er zahlt mehr. So der Plan der Telekom. Während manche das Ende des freien Internets befürchten, betonen andere das legitime Wirtschaftsinteresse des Unternehmens. Tatsächlich könnte die Telekom damit die Macht ihrer Infrastruktur ausnutzen, meinen Thomas Weimann, Daniel Nagel und Martin Beutelmann. mehr

Nachrichten

OLG Düsseldorf erteilt Stromriesen eine Abfuhr

Keine höheren Renditen vom Gericht

Elf Netzbetreiber stießen mit ihrer Forderung nach mehr Profit vor dem OLG Düsseldorf auf wenig Gegenliebe. Sie waren gegen Festsetzungen der Bundesnetzagentur für die Nutzung ihrer Stromleitungen und Gaspipelines vorgegangen und hatten höhere Renditen gefordert. mehr

Hintergründe

GEMA erringt Teilsieg vor dem EuG

Weiterhin keine internationalen Musiklizenzen

E-Gitarre

RTL wollte eine unionsweite Lizenz für eine Musiksendung im Rundfunk, scheiterte damit jedoch an der Verwertungsgesellschaft, die sich gemeinsam mit ihren europäischen Kollegen darüber verständigt hatte, Werke ihrer Mitglieder nur für eine Verwertung im Inland anzubieten. Die Kommission sah darin eine Wettbewerbsbeschränkung. Das EuG bestätigte diese Entscheidung nun, berichtet Ralf Kitzberger. mehr

Hintergründe

Ausbau des Glasfasernetzes

Über Brücken, Böschungen und Dämme der Deutschen Bahn

Eisenbahnbrücke

Die Deutsche Bahn muss Telekommunikationsunternehmen ihre Kabeltröge, Leerrohre, aber auch Brücken, Böschungen und Dämme zum Ausbau des Glasfaserkabelnetzes bereitstellen. Dies entschied die Bundesnetzagentur im März nun erstmals und gibt damit die Richtung vor, wie die Breitbandziele der Bundesregierung umgesetzt werden können, meint Anselm Grün. mehr

Hintergründe

Keine Haftung für rechtswidrige Fusionsuntersagung

Kartellbeamte müssten sonst nach Hause gehen

100-Euro-Schein

Vor sechs Jahren durchkreuzte das Bundeskartellamt die Fusionspläne zweier Hörgerätehersteller. Zu Unrecht wie der BGH später feststellte. Eines der Unternehmen versuchte nun, seine Milliarden-Verluste erstattet zu bekommen. Auf Amtshaftung stützte es seinen Anspruch, blieb vor dem LG Köln jedoch erfolglos – die Beamten hätten andernfalls ihre Arbeit einstellen müssen, meint Maxim Kleine. mehr

Nachrichten

Online-Plattform von ARD und ZDF

Kartellamt hat Bedenken gegen "Germany's Gold"

Das Bundeskartellamt sieht die Online-Plattform von ARD und ZDF "Germany's Gold" kritisch. Mehrere Gesellschaften der öffentlichen Rundfunkanstalten hatten im April 2012 zusammen mit elf weiteren Produktions- und Rechtehandelsunternehmen die Plattform gegründet. Das Bundeskartellamt hat den beteiligten Unternehmen nun seine wettbewerblichen Bedenken mitgeteilt. mehr

Nachrichten

Bundeskartellamt befragt Händler

Preispolitik von Amazon auf dem Prüfstand

Die Bonner Wettbewerbshüter wollen die Auswirkungen einer sogenannten Preisparitätsklausel untersuchen. Diese untersagt Online-Händlern auf Amazon Marketplace, ihre dort angebotenen Produkte auf anderen Internet-Marktplätzen zu günstigeren Preisen zu verkaufen. Hierbei könnte es sich um einen Kartellverstoß handeln. mehr

Hintergründe

Kartellrechtsnovelle

"Mehr Macht für die Wettbewerbshüter"

Bundeskartellamt

Während das Kartellamt die Übernahme der FR durch die FAZ prüft, hängt die Kartellrechtsnovelle im Vermittlungsausschuss fest. Um Pressefusionen geht es den Ländern dabei allerdings nicht. Sie wollen verhindern, dass das Kartellrecht künftig auch für Krankenkassen gilt. Im LTO-Interview erläutern Stefan Meßmer und Jochen Bernhard, warum man in Frankfurt die Gesetzesänderung gar nicht braucht. mehr

Hintergründe

Der lange Arm des Kartellrechts

Was nach der Durchsuchung kommt

Schließfach

Kartellverfahren dauern meist viele Jahre. Für die betroffenen Unternehmen und Mitarbeiter sind die Ermittlungen belastend. Am Ende steht oft ein Bußgeld in Millionenhöhe. Damit ist aber noch lange nicht alles ausgestanden. Oft drohen anschließend Schadensersatzansprüche, die die Bußgelder weit überschreiten. Die entscheidenden Weichen sind dann meist schon falsch gestellt, meint Thorsten Mäger. mehr

Das Kartellrecht als Schutz der wirtschaftlichen Handlungsfreiheit

Das Kartellrecht gehört als Teil des Wettbewerbsrechts zum Wirtschaftsrecht und bezeichnet die Gesamtheit aller gesetzlichen Regelungen, die die Zulässigkeit und das Vorgehen gegenüber Kartellen regeln. Zum Kartellrecht zählen auch die Rechtsnormen, die auf den Erhalt, die Gestaltung und den Fluss eines freien Wettbewerbs gerichtet sind. Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) ist seit 1. Januar 1958 in Kraft und die maßgebliche Kodifikation für den Erhalt des Wettbewerbs. Nach § 1 GWB besteht ein grundsätzliches Kartellverbot. Demzufolge sind Vereinbarungen zwischen Unternehmen unwirksam, wenn sie den Wettbewerb beeinträchtigen.

Gegenstand des Kartellrechts und seine Rechtsquellen

Gegenstände des Kartellrechts sind nicht nur das Verbot und der Schutz vor Missbrauch, sondern auch die Überprüfung von Kartellen sowie die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen. Kartellrechtliche Vorschriften finden sich vor allem auf europäischer Ebene, unter anderem im Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (EGV) und im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union. Grundsätzlich hat das europäische Kartellrecht gegenüber nationalen kartellrechtlichen Bestimmungen Vorrang. Nicht zum Kartellrecht gehören die Lauterkeit und Fairness des Wettbewerbs sowie das Vergaberecht. Anders als in anderen Staaten gibt es in Deutschland für kartellrechtliche Fragen keine spezifischen Gesetze für die einzelnen Sektoren. Stattdessen gibt es hierzulande die Bundesnetzagentur, die als Regulierungsbehörde über die Bereiche Gas und Elektrizität, Telekommunikation sowie über Post und Bahn wacht.

Das Kartellrecht und seine Anfänge

Als Folge der zunehmenden Industrialisierung kamen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Kartelle auf, die bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland prinzipiell erlaubt waren. Erst Anfang der 50er Jahre wurden auf Verlangen der USA Kartellgesetze erlassen, die das seit Ende des 19. Jahrhunderts geltende strikte amerikanische Kartellverbot übernahmen.

19
Veranstaltungen und Seminare

28.06.2013 - 28.06.2013, Freiburg10 Jahre Justitia Mentoring - Frauen fördern Frauen

03.09.2013 - 05.09.2013, Celle52. Steuerfachtagung 2013

25.09.2013 - 27.09.2013, Saarbrücken22. EDV-Gerichtstag

09.10.2013 - 13.10.2013, FrankfurtFrankfurter Buchmesse

08.11.2013, Göttingen4. Göttinger Gespräche zum Agrarrecht

LTO-Quiz zum Namensrecht
© thingamajiggs - Fotolia.com

Erst kürzlich machte der TV-Moderator Dieter Moor Schlagzeilen damit, dass er mit seinem Vornamen unglücklich ist und diesen in Max abändern möchte. In den USA nannte ein Vater seinen Sohn Adolf Hitler. Ob das auch in Deutschland schon jemand versucht hat? Und was würden die Standesbeamten denn von "Pumuckl" oder "November" halten? In welchem Land dürfen die Eltern sich nicht nur den Vornamen, sondern auch den Nachnamen ihres Kindes aussuchen? Und wie viele Vornamen darf man in Deutschland eigentlich haben?

LTO-Newsletter
kostenlos abonnieren